scharo hat geschrieben:Möglich, dass er recht hat, aber wenn bereits 1911 – v. Laue, oder wer sonst war, eine fehlende Transitivität feststellte und auch (später?) Lorentz über vorhandene Transitivität in seiner Theorie sprach, müsste sie doch relevant sein.
Ob etwas relevant ist, sollte man bei etwas mathematisch-physikalischer Fachkenntnis auch einmal selber feststellen, begründen, verteidigen - und nicht nur irgendwelchen Autoritäten überlassen.
scharo hat geschrieben:Über Transitivität spricht man bei mindestens drei IS, die zueinander bewegt sind. Transitiv ist ein Rechenweg, der egal auch aus welchem IS identische Resultaten liefert – das wäre z.B. bei der GT der Fall.
An dieser Stelle ist noch ein Unterschied in den grundsätzlichen Auffassungen vorhanden. Nach der eigenen Auffassung ergibt es kaum Sinn, wenn man sich bei dieser Frage drei unabhängige Inertialsysteme denkt, dann eines als ruhend auswählt, in welchem ein Ereignis stattfindet, dann nachfolgend dieses Ereignis unabhängig voneinander in die beiden anderen IS überträgt. Es würde sich die Frage stellen, welche Geschwindigkeiten die Inertialsysteme haben. Nehmen wir das Beispiel, welches du einige Sätze später bringst:
IS_1 mit v = 0; IS_2 mit v = 0,4c und IS_3 mit v = 0,8c. Wenn du jetzt von IS_2 nach IS_3 transformierst, um irgendeine Aussage bezüglich dem yRz der Transitivitäts-Definition zu machen, welche Geschwindigkeit benutzt du dann für das Bewegtsystem IS_3, d.h. nimmst du v=0,8c oder v=0,8c-0,4c=0,4c.
Nach meiner Ansicht kann es nur als eine Hintereinanderausführung von Transformationen gesehen werden, d.h.:
IS_1 mit v=0
IS_2 mit 0,4c
IS_3 mit 0,8c bezüglich IS_2 und mit 1,2c bezüglich IS_1
scharo hat geschrieben:Nehmen wir den einfachsten Fall: Drei IS, die zueinander in gleiche Richtung bewegt sind (alle x-Achsen fallen zusammen), IS_1 mit v = 0; IS_2 mit v = 0,4c und IS_3 mit v = 0,8c.
Ein Punktereignis passiert zur Zeit t_1 und Abstand x_1 von IS_1. Alle drei IS sind zum Zeitpunkt des Ereignisses am gleichen Ort – d.h die KS-Ursprünge aller IS fallen zusammen.
IS_1 misst t_1 und x_1
IS_1 meint, IS_2 muss das Ereignis bei t´_1 und x´_1 messen = (t_1; x_1)*y(0,4c) - (Bitte die Prims beachten!)
IS_1 meint, IS_3 muss das Ereignis bei t´´_1 und x´´_1 messen = (t_1, x_1)*y(0,8c)
Ob es nun die Galilei-Transformation GT oder die Lorentz-Transformation LT sei, es handelt sich einfach um Koordinatentransformationen - und da gibt es kein "meinen", was im anderen Koordinatensystem geschieht. Nimmst du z.B. eine Koordinatentransformation mit den Transformationsgleichungen:
dann existiert da kein Beobachter, der etwas "meint".
mfg