Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Wer lesen kann ist in Vorteil
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 16:27 
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Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
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Hallo Uli,

es ist schon bemerkenswert, mit welcher Arroganz du deinen Analphabetismus zur Schau stellst:
Zitat:
„selbstverständlich tritt die Coriolis-Kraft bei konstanter Rotation auf.“

Hat jemand was anderes behauptet? Wenn Du lesen könntest – r (kleines r) bedeutet RADIUS.
Wer lesen kann ist ..... :lol:

Gruß
Ljudmil


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 Betreff des Beitrags: Re: Coriolis
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 16:28 
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Lieber Ernst,

es tut mir Weh, wenn ich sehe, wie Du dich nur lächerlich machst. :cry:
Schau Dir genau die Zeichnung an! v ist konstant, aber je näher zum Zentrum sich der Kugel bewegt, verändert sich der Winkel und somit das Verhältnis zwischen v und dr ist nicht linear. Je näher am Zentrum desto kleiner wird dr/dt. Bei rot ist dr/dt = 0 und danach wächst r – Coriolis wirkt jetzt entgegen w. Bei rot ist dvB = 0 und wie Du überall lesen kannst, Coriolis beruht ausschließlich auf dvB und sonst nichts.

Liebe Grüße
Ljudmil


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 16:58 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Es ist falsch, daß die Coriloskraft abhängig ist von dr/dt
Es ist richtig, daß die Corioliskraft ausschließlich abhängig ist von m, ω, v
Es ist falsch, anzunehmen, dabei sei v eine radiale Geschwindigkeitskomponente
Es ist richtig, daß v dabei einen beliebigen Betrag und eine beliebige Richtung haben kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 18:37 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
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Liebe Freunde der rotierenden Köpfe und Scheiben!

Morgenstund tat Falsches kund - oder kleine Ursache, grosse Wirkung. Ich habe versehentlich die z- mit der x-Komponente des Winkelgeschwindigkeitsvektors vertauscht und sollte kurz nach dem Aufstehen wohl eher Morgengymnastik betreiben statt Hirnakrobatik. Ich bitte meinen Lapsus zu entschuldigen und mir nicht nachzutragen. Der Vektor der Winkelgeschwindigkeit wird über seine Drehachse (hier die z-Komponente) senkrecht zur Ebene der rotierenden Scheibe aufgespannt:

vec_ω = [ 0, 0, ω ] rad/s

mit den übrigen hoffentlich stimmigen Vektoren

vec_v = [ v, 0, 0 ] m/s (Geschwindigkeit der Kugel im Nut an der roten Markierung)
vec_r = [ 0, r, 0 ] m (Position der Kugel an der roten Markierung)

ändert sich das Ergebnis (Zentrifugal- plus Corioliskraft)

F_Rot = F_Z + F_C = - m*ω x (ω x r) + 2*m*(v x ω)

zu

F_Z = [ 0, m*r*ω², 0 ] N
F_C = [ 0, - 2*m*v*ω, 0 ] N

und ergibt als Resultierende die y-Komponente

F_y = m*r*ω² - 2*m*v*ω

Ernst hat geschrieben:
Meine Rechnung dazu war
F = m * ω² * r + 2* m * v * ω


Bis auf das Vorzeichen der nach innen gerichteten Corioliskraft sind unsere Lösungen der Trägheitskräfte im rotierenden System identisch.

P.S. Bruno geht vom nicht-rotierenden Inertialsystem aus und hat, da es darin keine Trägheitskräfte sondern nur die eingeprägte Zentripetalkraft gibt, völlig recht.

scharo hat geschrieben:
Du brauchst genau 5 sek, um einzusehen, dass die Corioliskraft bei der Kugel in Position „rot“ = 0 ist – Zeichnung „Scheibe mit Nut“.


Das stimmt nicht, aber ich gebe eigens für dich einen Satz Vektoren an mit der Resultierenden Null aus der Summe von Zentrifugal- plus Corioliskraft:

vec_ω = [ 0, 0, 6 ] rad/s
vec_v = [ 3, 0, 0 ] m/s
vec_r = [ 0, 1, 0 ] m
m = 1kg

und ergibt

F_Z = [ 0, 36, 0 ] N
F_C = [ 0, -36, 0 ] N
F_R = [ 0, 0, 0 ] N


So und nun könnt ihr über mich herfallen.

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 18:47 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Vergleiche mit Motorrad/Karussell
diese Herleitung

S. 107 u. 108
.
.
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 19:14 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Hallo Tria,

ich wußte, es ware ein Versehen. :) Ich war nur ungehalten, Entschuldigung, weil dieser Lapsus dazu führte, daß andere dadurch ihre falsche Physik bestätigt sahen.
Dein Zahlenbeispiel mit F_R=0 ist Spitze.

.............................Bild

Nebenbei: Der Zentrifugalkraft/Zentripetalkraft entspricht natürlich auch Corioliskraft (Trägheit)/Coriloiskraft (eingeprägt).
Das es im letzten Fall keine unterschiedliche Bennenugen gibt, wurde ja schon des öfteren bedauert.

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 19:15 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Ernst hat geschrieben:
Vergleiche mit Motorrad/Karussell
diese Herleitung

S. 107 u. 108
.
.
.


diese Herleitung bringt leider nichts, weil die Seiten 107+108 ausserhalb des Anzeigebereichs der Buchvorschau liegen.

Ausserdem ist das Motorfahrrad-Beispiel ein anderes als das mit der bewegten Kugel im tangentialen Nut Die Geschwindigkeitsvektoren haben entgegengesetzte Richtungen, was deinen Vorzeichenfehler erklärt. Und nur um dieses Kugelbeispiel im Nut soll es jetzt gehen!

Komm Ernst. Rechne es mit konkreten Zahlen aus. Du kannst ja die an Ljudmil gerichteten Beispielszahlen verwenden um einen Vergleich zu haben. Als Ingenieur solltest du das hinkriegen oder mir konkret aufzeigen wo mein Fehler liegt. Mit eigenen Worten.

Gruss

Nachtrag: Danke lieber Ernst. Du zeigst Grösse. Ich hasse solche Fehler auch wie die Pest und versuche sie zu vermeiden, jedoch - Errare humanum est - manchmal ereignen sie sich doch. Diese zu erkennen und zu verbessern, resp. sie zu entschuldigen, zeugen wahrlich davon!


Zuletzt geändert von Trigemina am Di 24. Mär 2009, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 19:40 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Bruno hat geschrieben:
Also noch mal: Die Fliehkraft (Zentrifugalkraft) und die Corioliskraft sind keine realen Kräfte, sondern Scheinkräfte, die man nur gedanklich einführt, um einfacher rechnen zu können.
Beschreibt man Bewegungen im Inertialsystem, dann treten grundsätzlich keine Trägheitskräfte auf. Somit können Scheinkräfte auch keine Wirkung haben.


Ja, habe ich in meinem Korrekturpost erwähnt:

Trigemina hat geschrieben:
P.S. Bruno geht vom nicht-rotierenden Inertialsystem aus und hat, da es darin keine Trägheitskräfte sondern nur die eingeprägte Zentripetalkraft gibt, völlig recht.


Dann sind wir drei uns ja einig :)

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 19:43 
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Hallo,

wie ich schon ganz am Anfang der Diskussion gesagt habe:

Zitat:
Die Corioliskraft ist keine eigenständige Kraft sie gehört zu den Schein- oder Trägheitskräften. Die Corioliskraft gehört zu den Schein- oder Trägheitskräften. http://de.wikipedia.org/wiki/Corioliskraft Da bei scharo's Beispiel die Masse irrelevant ist, kann scharo nicht den Bezug zu der Trägheitskr...


Und weil die Stärke der Trägheitskraft (Corioliskraft) von der Masse des sich bewegenden Objektes abhängt, muss die Trägheitskraft eine reale Kraft sein.


Wurde für diese Aussage von Faber sehr sehr heftig attackiert. Mal sehen wie Bruno darauf reagiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 19:56 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo Bruno,

auf jeden Fall reagierst Du darauf besser als der Faber. Wenn ich in einem Beispiel für die Corioskraft die Masse und nur die Masse ändere, dann ändert sich auch die messbare Kraftauswirkung. Und das kann dann nur an der Masse liegen. Oder siehst Du hier noch eine andere Möglichkeit?


Und hier noch einmal was scharo am 10. März geschrieben hat:

Zitat:
Nun, zur Corioliskraft, da sie offensichtlich Dir (nicht nur) nicht ganz klar ist:
Das Standartbeispiel: Die sich drehende Scheibe und Beobachter auf der Scheibe, der eine Kugel radial nach außen abschießt:
„Diese Kugel ist nach dem Abschuss mit der Scheibe durch keinerlei Kräfte verbunden, sondern fliegt frei durch den Raum. Für einen Beobachter außerhalb der Scheibe bewegt sich die Kugel also geradlinig mit der konstanten Geschwindigkeit v nach außen. Nach der Zeit t = r/v ist sie im Abstand r vom Zentrum angelangt. In dieser Zeit hat sich die Scheibe aber um den Winkel a=w*t weiter gedreht. ... Der Beobachter auf der Scheibe muß diese Ablenkung auf eine Beschleunigung zurückführen.“ – Gerthsen-Vogel-Physik
Da er nicht kapieren kann, dass nicht auf die Kugel eine Kraft (Corioliskraft ) wirkt, sondern eine Beschleunigungskraft die Scheibe unter den Füssen der kräftefreien Kugel weiter verschoben hat.
Ich kann Dir schon abkaufen, dass in diversen Physikbücher den Schmarrn mit der Formel steht, wo man die Corioliskraft „berechnet“ – zum Totlachen. Es wird (Du auch) eine Kraft an eine Kugel, oder egal auch was, berechnet, obwohl das Ding eindeutig KRÄFTEFREI ist und sich inertial geradlinig bewegt.


Gruß

Sebastian


Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Di 24. Mär 2009, 20:14, insgesamt 2-mal geändert.

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