Rudi Knoth hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Ich habe das noch nicht fertig begrübelt, aber ich fand die Szene einfach echt interessant, weil mir auf die Schnelle auch keine Möglichkeit eingefallen ist nun später zu unterscheiden, ob die Raumschiffe im Tunnel nun umgedreht haben oder eben nicht. Ich gehe doch aber mal schwer davon aus, dass man das physikalisch unterscheiden können muss.
Wie stellt man nun fest, dass die Raumschiffe im Tunnel nicht gewendet haben, sondern einfach nur aneinander vorbeigeflogen sind?
Ich schlage vor, den Treibstoffverbrauch zu messen. Denn für das Wenden braucht das Raumschiff ja Treibstoff, um abzubremsen und dann wieder zu beschleunigen.
Immerhin mal eine Idee, und ja, wenn man zurückfliegt wird man zwingend mehr Treibstoff verbrauchen. Aber dass Du nun daraus zurückgreifst, also dann wohl auch nicht wie ich eben eine einfache Lösung im Rahmen der SRT finden konntest, zeigt mir, dass ist doch wohl etwas kniffliger. Ich habe das nur heute Nacht so um Halbschlaf, ich träume viel luzid, kann auch im Schlaf gezielt Dinge durchdenken, rechnen, vermutlich hängt es mit vielen Jahren der "Meditation" zusammen, wie auch immer man es nennen mag.
Aber kann das wirklich sein, dass man da nicht anders einen Weg findet?
Ich meine, die Masse, die Menge an Treibstoff mag es unterscheidbar machen, aber sie kann doch nicht ausschlaggebend dafür sein, was der Reisende nun erlebt hat.
Die Lage ist soweit erstmal recht klar, fliegen beide weiter, haben wir einfach nur das Uhrenparadoxon, sie sind nur beide gleichzeitig im Ruhesystem S gestartet, in jedem Ruhesystem der Reisenden ist das andere Raumschiff früher oder später als es selber gestartet. Konkret startet das Raumschiff auf dem Mond 12,19 s bevor das auf der Erde startet, so sieht es der Reisende in dem Raumschiff, dass an der Erde bei t = 0 s vorbeifliegt. Da ist das vom Mond also schon 12,19 s auf dem Weg.
Der auf dem Mond sieht hier seine Uhr bei t = 0 s und hier kann es doch nicht anders sein, es ist doch gespiegelt, also müsste er sagen, das Raumschiff auf der Erde ist 12,19 s vor seinem gestartet, die Uhr auf der Erde zeigt zwar auch hier t = 0 s an, aber dennoch ist es für ihn 12,19 s her.
Gut, und zum Treibstoff, könnte man im Tunnel manipulieren, entweder nimmt man mehr mit und wenn das Raumschiff nicht umdreht sondern weiterfliegt, lässt es eben so viel Treibstoff wie nötig zurück. Das geht so nicht, der behält dann ja die Geschwindigkeit bei, also andersherum, wenn das Raumschiff umdreht, bekommt es im Tunnel so viel Treibstoff eben aufs Auge, dass der genau fürs Umdrehen reicht.
Noch besser, eine Wand im Tunnel, aus Kernmaterie, wir wissen, bei einer Supernova stürzt der ganze Mist auf den kollabierten Kern aus Eisen, der zu einem Neutronstern wird und prallt dann davon ab. Wir haben im Tunnel also einen "Raumschiff-Spiegel".
Hm, ... im Grunde geht Energie ja nicht verloren, können wir nicht die Raumschiffe sich im Tunnel treffen lassen, sie bestehen eben aus Material, dass das schon macht, sie prallen also voneinander ab wie zwei Flummi. Also theoretische sollte das passen, wir können dann nicht unterscheiden, ob sie im Tunnel umgedreht haben und abgeprallt sind, oder nett aneinander vorbeigeflogen sind.
Es kann doch nicht sein, dass beide Raumschiffe dann auf Erde und Mond ankommen, und man nicht mehr klar differenzieren kann, ob es nun ein Uhrenparadoxon oder ein Zwillingsparadoxon ist. Bei ersterem sagen beide, ja gut, 20 s zeigt unsere Uhr, aber die Uhren auf Erde und Mond haben nur 14,81 s gezählt, waren eben für uns bewegt, Relativitätsprinzip, wechselseitige Zeitdilatation.
Und im anderen Fall sagen die beide dann, tja, wir sind eben umgedreht unsere Uhren zeigen zwar auch 20 s an und die auf Erde und Mond eben 27 s aber hier war die Zeitdilatation nun eben nicht wechselseitig und auf Erde und Mond ist real eben mehr Zeit vergangen als für uns in den Raumschiffen.
Da ist doch echt wo ein ganz fetter Wurm drin, oder nicht?
Das ist der Weg ...