Harald Maurer hat geschrieben:
Obwohl er die Begriffe ‚Gleichzeitigkeit‘ und ‚Lichtgeschwindigkeit‘ in den Gleichungen (1) und (2) für ruhende Systeme definiert hatte, übertrug er diese Definitionen in § 2 auf ein bewegtes System, an dessen Enden A und B sich wiederum ‚Uhren’ befinden sollten. Die Geschwindigkeit des Lichts bezeichnete er weiterhin mit V, die des bewegten Systems mit v. Er schrieb:
"Wir denken uns ferner, daß sich bei jeder Uhr ein mit ihr bewegter Beobachter befinde, und daß diese Beobachter das im § 1 aufgestellte Kriterium für den synchronen Gang zweier Uhren anwenden. Zur Zeit tA gehe ein Lichtstrahl von A aus, werde zur Zeit tB in B reflektiert und gelange zur Zeit t´A nach A zurück."
Zur Klarstellung: Die beiden Uhren A und A befinden sich jetzt an den Enden eines im Ruhesystem
bewegten Stabes. Die beiden Uhren gehen mit denen
des ruhenden Systems synchron. Die von ihnen angezeigte "
'Zeit' bedeutet hier die 'Zeit des ruhenden Systems' und zugleich 'Zeigerstellung der bewegten Uhr, welche sich and dem Orte, von dem die Rede ist, befindet' " (A.Einstein).
Harald Maurer hat geschrieben:
[Einstein weiter:] "
Unter Berücksichtigung des Prinzips von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit finden wir:

wobei rAB die Länge des bewegten Stabes - im ruhenden System gemessen - bedeutet. Mit dem Stabe bewegte Beobachter würden also die beiden Uhren nicht synchron gehend finden, während im ruhenden System befindliche Beobachter die Uhren als synchron laufend erklären würden.Das ist völlig richtig, denn mit synchron gehen Uhren würden die mit dem Stab bewegten Beobachter
in ihrem Ruhesystem die Gleichung (1) tB-tA = t'A-tB erfüllt finden (wie von Einstein in §1 gezeigt), was hier ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Folglich gehen die Uhren in ihrem Ruhesystem
nicht synchron.
Ebenso offensichtlich versteht Harald Mauer das nicht, wie an seinem weitern Geschwurbel dazu erkennbar wird:
Harald Maurer hat geschrieben:
Die Ausdrücke der linken Seiten der Gleichungen (3) und (4) sind die gleichen wie die der beiden Seiten von Gleichung (1). Einstein hat keine neuen Definitionen eingeführt. Wir können also die rechten Seiten von (3) und (4) in (1) einsetzen und erhalten so die Gleichung

Diese lässt sich durch Kürzen der gleichlautenden Zähler umformen in die Gleichungen
Damit ist der Selbstwiderspruch bewiesen. Einstein hat ‚plus‘ und ‚minus‘ gleichgesetzt!Der rote Satz ist kompletter Unsinn. Maurer stellt hier lediglich fest, dass der Sachverhalt, wie er in §1 für synchrone Uhren in einem Ruhesystem gelten muss, im hier betrachteten Ruhesystem des Stabes nicht gegeben ist, weil die Gleichung (5) eben nicht erfüllt ist. Die mit bewegten Beobachter lesen ja die Uhrzeiten tA, tB und t'A ihrer zueinander ruhenden Uhren ab, und stellen zweifelsfrei fest, dass tB-tA
≠ t'A-tB gilt, dass Gleichung (1) also nicht erfüllt ist und folglich ihre Uhren A und B
nicht synchron laufen. Einstein sagt deshalb völlig zu Recht:
Albert Einstein hat geschrieben:
Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine „absolute“ Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.
Harald Maurer hat geschrieben:
Der Ursprung des Fehlers liegt darin, dass Einstein seine Definition der Lichtgeschwindigkeit V in Gleichung (2) nicht mehr beachtete, als er der ‚Länge des bewegten Stabes - im ruhenden System gemessen - ‘ in den Gleichungen (3) und (4) das Zeichen rAB zuordnete. Der Ausdruck ‚Länge des bewegten Stabes - im ruhenden System gemessen - ’ bezeichnet dasselbe wie der Ausdruck AB in Gleichung (2). Einstein hat derselben Größe im ruhenden System und im bewegten System verschiedene Zeichen zugeordnet.
Was soll das denn nun bedeuten? Die Lichtgeschwindigkeit (bei Einstein mit V bezeichnet) ist
per Postulat in allen Ruhesystemen gleich, und klar: rAB bezeichnet einfach den konstanten Abstand der beiden Uhren A und B an den Stabenden, genau wie AB in Gleichung (2) den konstanten Abstand der Uhren bezeichnet. Mit welchen Zeichen man den notiert ist doch ganz egal. Gemeint ist der Abstand der zueinander ruhenden Uhren, basta.
Harald Maurer hat geschrieben:
Das Zeichen rAB, bezog sich also in Gleichung (3) auf eine andere Strecke als in Gleichung (4).
Das ist Unsinn. rAB ist in beiden Gleichungen einfach die Stablänge. Für die mit dem Stab bewegten Beobachter steht fest, wie lange der Lichtpuls pro Strecke unterwegs ist: Δt = rAB/c oder mit Einsteins Notation rAB/V. Da ihre Uhren A und B das aber anders feststellen, gehen sie im Ruhesystem des Stabes nicht synchron, was zu beweisen war.
Harald Maurer hat geschrieben:
Obwohl Einstein voraussetzte, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant sei, definiert seine Gleichung (2) das Zeichen V nicht als konstante Geschwindigkeit sondern als Durchschnittsgeschwindigkeit des Lichts auf verschieden langen Strecken.
Damit bricht die Spezielle Relativitätstheorie in sich zusammen!
Das ist ja nun völlig abstrus. Mauerer unterstellt einfach seine eigenen Denkfehler der SRT bzw. dem Herrn Einstein.