bumbumpeng hat geschrieben:
Nochmal:
Zur Fusion von D und T:
Folgende Reaktionen bei der Fusion. Es sind 2 Reaktionen.
1.: 2/1 D + 3/1 T +++ viel Energie ergibt 5/2 He. Das ist Fusion, die Energie benötigt. Z.B. diese ca. 150 Mio. Grad C.
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5/2 He ist total instabil und zerfällt sofort mit lautem Knall.
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2.: 5/2 He ergibt 4/2 He + 1 n ,,, 1 n ergibt 1 p + Energie. 1p = H. Das ist Spaltung, die Energie freisetzt.
Du sprichst von zwei Reaktionen – eine Fusion und dann eine Art „Zerfall“ bzw. Spaltung. Das ist so nicht ganz richtig. Die tatsächliche Reaktion läuft folgendermaßen ab:

Das ist eine einzige Reaktion.
Hier passiert:
Deuterium (D) und Tritium (T) verschmelzen.
Es entsteht:
ein stabiler Helium-4-Kern (auch „Alphateilchen“),
ein freies Neutron, und
Energie, die auf beide Produkte verteilt wird.
Du erwähnst: „D + T ergibt 5/2He, das ist instabil und zerfällt.“
Physikalisch korrekt ist:
Der Zustand zwischen D + T → He-4 + n ist ein sogenannter resonanter Zwischenzustand, aber es existiert kein stabiles oder messbares Helium-5 in diesem Reaktionsweg.
Der kurzlebige Zwischenzustand (falls man ihn so nennen will) lebt weniger als 10⁻²² Sekunden – zu kurz, um von einem echten „Zerfall“ oder einer getrennten Reaktion zu sprechen.
In der Praxis und in allen Reaktormodellen wird dieser Vorgang als eine einzige Fusion mit Energiegewinn behandelt.
Nicht die „Zerfallsreaktion“, wie du es nennst, sondern die Fusion selbst setzt Energie frei, weil:
Die Gesamtmasse der Endprodukte (He-4 + n) ist geringer als die der Ausgangskerne (D + T).
Der Massendefekt ergibt gemäß die Fusionsenergie (~17.6 MeV).
Die Energie teilt sich auf:
Helium-4: ~3.5 MeV (kinetisch)
Neutron: ~14.1 MeV (kinetisch)
„1n ergibt 1p + Energie. 1p = H.“
Das ist die Beschreibung des Beta-Zerfalls von freien Neutronen:

Das passiert aber nicht im Rahmen der D-T-Fusion als Energiequelle. Und es liefert nur 0.782 MeV, also viel weniger als die Fusion selbst.
Zudem: Das freie Neutron, das bei der D-T-Fusion entsteht, zerfällt nicht sofort, sondern kann:
z. B. in einer Wand absorbiert werden (dort Energie abgeben),
oder einen weiteren Fusionsprozess einleiten (in z. B. Li-6 → Tritiumgewinnung).