Hallo Joachim,
ich kann mir schon denken in welche Richtung Du die Vorstellungen verbiegen möchtest, nämlich, das was ich messe ist real. Die Frage nach der Korrektheit der Messungen bleibt jedoch offen.
Zitat:
„Wie sie sind ist eher eine metaphysische Frage“
Da bin ich anderer Meinung. Genau wie sie sind ist die Aufgabe der Physik. Das geozentrische Weltbild wäre dann real, jede Menge Messungen können das bestätigen. Und sollten paar Messungen dagegensprechen, ja dann wird eine Zusatztheorie erfunden, diese Messungen werden auch „erklärt“ – z.B. durch virtuelle Planeten, die aus der Zukunft kommen und in die Vergangenheit verschwinden. Warum gibt es überhaupt QM? Sind es nicht zuerst Experimente, die bestimmte Werte zeigen? Warum hört man dann nicht auf und sagt: Es ist eben so, der Rest ist Metaphysik? Stattdessen wurden wilde Theorien entwickelt, die zeigen sollen, wie es dort, wo wir nicht sehen können, vor sich gehen müsste.
Konkret zu den SRT-Effekten:
Scheinbar: Ich messe einen Wert, der dort vor Ort nicht stimmt und der auch bei mir vor Ort nicht stimmt. Die logische Schlussfolgerung: Die Messmethode oder Messinstrumente stimmen nicht – ich messe falsch, der gemessene Wert ist scheinbar.
Auch scheinbar: Entfernte Beobachter messen identische Werte beim anderen, die mit den auch identischen Werten vor Ort nicht übereinstimmen – d.h. jeder Beobachter misst bei sich vor Ort z.B. 100m und z.B. 100min, beim fremden misst er 90m und 90min.
Real: Ich messe einen Wert, der dort vor Ort identisch ist und der auch bei mir vor Ort identisch ist. Die logische Schlussfolgerung: Die Messmethode und Messinstrumente stimmen – ich messe richtig, der gemessene Wert ist real.
Unentschieden: Keiner kann dort vor Ort messen – dann liefern alle Messungen nur eine Annahme, wenn auch Vergleiche zu Hilfe herangezogen werden.
Gruß
Ljudmil