Jan hat geschrieben:
Ist ja auch nicht einfach, alles konsistent einzuordnen.
Dachte, du hättest es geschafft?
Also Dunkle Materie war schon bevor sich das Urknall-Modell etabliert hat "ernstzunehmen", aber viel Zeit liegt da nicht zwischen. Dunkle Materie wird seit Vera Rubin 1964 Galaxien näher betrachtete und auf die Diskrepanz zu den Kepler-Kurven stieß ernst genommen und zu dieser Zeit streitete man sich noch heftigst über den Urknall. Dunkle Materie hat also nichts mit dem Urknall zu tun aber auch nichts mit der ART oder der SRT. Man hoffte ja, dass man es mit der ART hinbekäme, ähnlich wie man damit die Periheldrehung des Merkur erklärte, aber nein - es ging nicht und Einstein hatte 9 Jahre zuvor schon von seinem Recht auf Ableben gebrauch gemacht - ihn konnte man nicht fragen. Selbiges gilt auch für Newton, dem man 1876 posthum die Gravitationskonstante gewidmet hat und für Kepler, der sicher eine lösende Idee für sein 3. Gesetz hinterher geschmissen hätte, damit v²r statt 4pi²/C als Faktor für 1/M des Gravitationspotentials (resp. der Gravitationskonstanten) auftaucht, woran man das Problem sofort erkannt hätte, denn schließlich sind v und r gemessene und M ein bestimmter Parameter (wenn er nicht mal auch durch Spektroskopie gemessen wurde).
Bis hier her ist es auch noch vollkommen egal, was Gravitation tatsächlich ist und wie bzw. ob überhaupt sie sich zusammensetzt - wenn man Sonnensysteme, Galaxien und starre Scheiben nebeneinander rotieren lässt, fällt einem gleich auf den ersten Blick auf, dass Sonnensysteme von allen mit Massen am wenigsten dicht besiedelt sind und starre Scheiben am höchsten. Von Sonnensystemen kennen wir die Höhe der - ich nenne sie mal - Zusammenhaltskräfte und bei starren Scheiben im Großen und Ganzen auch. Einmal liegen sie etwa beim Wert der Gravitationskonstanten und das andere mal etwa bis rauf zur Coulombkonstanten. Auf die Art wird man doch wohl davon ausgehen dürfen, das Galaxien nun nicht mehr nur optisch zwischen Sonnensystem und starren Scheiben liegen, sondern auch physisch, was sich am Potential der Zusammenhaltskräfte niederschlägt. Es ist, wie gesagt nicht wichtig, wie man diese Zusammenhaltskräfte definiert - wichtig ist nur, dass deren Potentiale in den verschiedenen Systemen unterschiedlich und keineswegs konstant sind. Ein weiteres Indiz für diese These kennst du bereits aus meinem Faden: t²/r³ ist nicht so konstant in umlaufenden (rotierenden) Systemen, wie man es gerne hätte - t ändert sich gegenüber r per t=2pi*r/v um jeweils 2pi also etwa 6,283, was recht nahe an der Summe der Verhältniszahlen sichtbarer und dunkler Materie ist und das ist sicher kein Zufall. Damit landet man nach meinem Dafürhalten bei 100% sichtbarer und 0% dunkler Materie und für die Mainstream-Kosmologen würde dies 4,6% sichtbare Materie, 24,3% dunkle Materie und 71,1% dunkle Energie bedeuten.
BTW.: Im Plasmaversum expandiert das Universum auch nicht.