Rudi Knoth hat geschrieben:
Zitat:
Kann die Fusion gesteuert werden? war die Frage?
Die Fusion kann nicht gesteuert werden. Wenn die Fusion nicht gesteuert werden kann, dann fliegt unter entsprechenden Bedingungen zeitgleich alles in die Luft. Gut für die H-Bombe.
Nicht gut für die Sonne.
Nun die Fusion selber beinhaltet ja keine Kettenreaktion wie die Kernspaltung. Daher kann reicht die Gravitation der Sonne aus, um eine Explosion vorerst zu verhindern. Allerdings soll sich die Sonne später in einen Roten Riesen verwandeln. Später soll sie dann "ausbrennen".
Mein liebe Rudi,,
Was braucht es, um die Fusion in Gang zu setzen?
ENERGIE, z.B. Druck und Hitze.
Ist kein Druck vorhanden, dann müssen es vorerst 150 Mio. Grad C sein.
Wenn die Fusion in Gang gekommen ist, dann fusioniert alles. Da gibt es kein Halten mehr.
Das deckt sich eben nicht mit der angeblichen Energie durch Fusion auf der Sonne. Wenn dem SO wäre, würde die Sonne in die Luft fliegen.
Weißt du, wann es auf der Sonne Fusion gibt?
Bei diesen Eruptionen. Das ist zusätzlich zum Spalten auch Fusion. Da werden Mio. von Tonnen an Material tausende km raus geschleudert. Nun stell man sich vor, die Sonne hätte noch richtig Spin? In dem Fall ginge ein Neuer Planet auf eine nahe Umlaufbahn.
Was heißt Kettenreaktion und wieso kann man Spaltung steuern? Weil die Kettenreaktion im Meiler nicht zugelassen wird.
Bei der Fusion gibt es keine Kettenreaktion, sondern Druck und Hitze wirken auf alles gleichzeitig und die Fusion ist ZEITGLEICH. Da ist ein Eingreifen nicht möglich.
Kettenreaktion heißt AUFSCHAUKELN. Das Aufschaukeln kann aber verhindert werden, so dass man immer im kritischen Bereich arbeitet.
Wie soll denn die Gravitation der Sonne ausreichen, um nicht komplett alles in die Luft fliegen zu lassen? Das ist mir unklar, wie das passieren soll?
Wasserstoff ist Zerfallsprodukt und entsteht bei sehr vielen Zerfällen und steht am Ende aller Zerfallsketten. Heißt: Die S-Sterne, die ur-ur-ur-ur uralt sind, bestehen vorwiegend aus Zerfallsprodukten, leichteren Elementen. Die Anteile an hoch- und höchstprotonigen Elementen ist gering. Die S-Sterne sind an ihrem Ende angekommen und werden eingeschmolzen.
Da die Sonne seit ca. 300 Mrd. Jahren strahlt und einen Teil der hochprotonigen gespalten hat, hat sich natürlich auch reichlich Wasserstoff angesammelt. Die Sonne war vor ca. 300 Mrd. Jahren mit Sicherheit um Einiges massereicher, aber vor allem schwerer.
Die Sonne ist seither progressiv spiralförmig abgedriftet auf zunehmenden Umlaufbahnen. Sie wird weiter abdriften bis in den intergalaktischen Raum. Bis zu einer anderen Galaxie.
Diesen Schmarrn mit dem roten Riesen kann man voll vergessen.
Das Prinzip ist wie folgt: Die äußere dünne Schicht wird verheizt/ gespalten. Der Druck lässt minimal nach. Die nachfolgenden Schichten rücken weiter nach außen. Immer schön von innen nach außen.
Druck stabilisiert die hochprotonigen Elemente.
Je höher der Druck, um so hochprotoniger.
Und somit sind das kontinuierliche Abläufe. Je größer ein Stern, um so länger existiert dieser, weil die Vorräte an höchstprotonigen Elementen größer sind.