Mikesch hat geschrieben:Ich habe da mal Fragen zum Bild.

Wenn ich die Kräfte reactio und action des Kräftepaars richtig deute (ist leider schwer zu erkennen), dann müsste bei der Addition die Länge 2h herauskommen und das Dreieck wäre nicht mehr rechtwinkling. Hängt das mit der Magnetfeldstärke zusammen? Immerhin ist diese ja nicht eingezeichnet und damit ja wahrscheinlich 0. Anderseits erwähnten Sie die Lorentzkraft. Sicherlich können Sie das zu unserer Befriedigung erklären.
Mike
Im Nachtrag vom 1.8.11 im Beitrag "Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien" (hier
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=379&start=0#p29633 ) bin ich auf diese Frage bezüglich h oder 2h wie folgt eingegangen: (Den hierzu besonders wichtigen Satz habe ich unterstrichen.)
...Hier noch eine etwas leichter nachvollziehbare Herleitung der Formel für den Zusammenhang von Kraftwirkung und Geschwindigkeit mittels einfachen Kräfteparallelogramms wie folgt:
In jedem Fall, ob in der hier bereits dargestellten, vereinfachten, logischen Herleitung der Geometrie der Kräfte, oder mithilfe eines Kräfteparallelogramms, ist es für das Verständnis hilfreich, diese Geometrie aus dem Spezialfall v=0, und über den Fall v nahe Null heraus zu entwickeln.Für den Spezialfall v=0 gelten ohne jeden Zweifel F(v)=F, alpha=90°, actio=reactio, Resultierende von actio und reactio ist die (Kraft-)Strecke F=F(v) und entspricht der Strecke h.
Für den Fall v>0, alpha<90°, ergibt sich dann ganz analog und logisch:
F(v)=F*sin alpha, actio=reactio, Resultierende von actio und reactio ist die (Kraft-)Strecke F(v)=F*sin alpha und entspricht der Strecke h.
Hier also nun ein anderes, etwas ausführlicheres Bild mit der Herleitung, bei der die Strecke F(v) bzw h als Resultierende eines Kräfteparallelogramms von actio und reactio dargestellt wird.

- Schlupffaktor02m.jpg (53.66 KiB) 7722-mal betrachtet
Wie ersichtlich, ergibt sich keine Änderung. Nur daß eben ein Kräfteparallelogramm vielleicht etwas leichter verständlich ist.
Ende Nachtrag.
Ganz nebenbei: Wie ersichtlich, erfolgt die Herleitung des Schlupf-Faktors sqrt(1-v²/c²) für eine "transversale" Bewegung. Insofern entspricht der Faktor auch dem relativistischen Faktor bei der "transversalen Massenzunahme", also bei einer Bewegung im elektromagnetischen Feld. Es ist die Herleitung von einer Punkt zu Punkt-Kraftwirkung, also eine "eindimensionale" Kraftwirkung. Im elektrischen Feld erfolgt diese eindimensionale Kraftwirkung in allen drei Raumrichtungen. Der hergeleitete eindimensionale Faktor ist dann also mit 3 zu potenzieren, womit also auch der "longitudinale" Faktor bei der elektrischen Kraft erklärt wäre.
MfG L.Pernes