Doppelspalt-Experiment

Hier werden diverse Partikelmodelle diskutiert

Bitte gerne

Beitragvon rmw » Sa 11. Okt 2025, 20:23

Predictor hat geschrieben:Sehr schöne Bilder. Es handelt sich eindeutig um ein EM-WW. Das Licht wird über die Kanten (Streuung) durch das Medium zur Wand "abgestrahlt".

Danke für das Lichtexperiment!

Bitte, sehr gerne.
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Lichtstreuung

Beitragvon rmw » Sa 11. Okt 2025, 20:30

Frau Holle hat geschrieben:Ja, sehr schöner Taschenspielertrick. Das Licht wird an den dicken, schräg stehenden Innenwänden reflektiert. Mit dem Einzel- und Doppelspaltexperiment hast das fast nichts mehr zu tun. Das Interferenzmuster der ersten Bilder wird hier absichtlich verhindert um um dem geigten Leser etwas vorzugaukeln.

Der Spalt sollte nicht mit dickwandigen Metallteilen realisiert werden, die obendrein auch noch schräg stehen, sondern mit möglichst dünnen, rasiermesserscharfen Teilen, die genau senkrecht zum Lichtstrahl stehen. Dann zeigt sich auch das Interferenzmuster, das die Wellennatur des Lichts beweist.
 

Das Licht wird an den Kanten gestreut, um das besser sichtbar zu machen habe ich diesmal die Kanten schräg gestellt.
Warum sollte das Verhalten einer Welle von der Dicke der Wände abhängig sein.
Es ist Streuung und hängt von der Kantenform ab:

https://www.markweger.at/licht_teilchen.html
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Re: Lichtstreuung

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 11. Okt 2025, 21:17

rmw hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Ja, sehr schöner Taschenspielertrick. Das Licht wird an den dicken, schräg stehenden Innenwänden reflektiert. Mit dem Einzel- und Doppelspaltexperiment hast das fast nichts mehr zu tun. Das Interferenzmuster der ersten Bilder wird hier absichtlich verhindert um um dem geigten Leser etwas vorzugaukeln.

Der Spalt sollte nicht mit dickwandigen Metallteilen realisiert werden, die obendrein auch noch schräg stehen, sondern mit möglichst dünnen, rasiermesserscharfen Teilen, die genau senkrecht zum Lichtstrahl stehen. Dann zeigt sich auch das Interferenzmuster, das die Wellennatur des Lichts beweist.
 

Das Licht wird an den Kanten gestreut, um das besser sichtbar zu machen habe ich diesmal die Kanten schräg gestellt.
Warum sollte das Verhalten einer Welle von der Dicke der Wände abhängig sein.
Es ist Streuung und hängt von der Kantenform ab:

https://www.markweger.at/licht_teilchen.html


Das Interferenzmuster im Einzelspaltexperiment wie im Doppelspaltexperiment häng nicht davon ab, ob Streuungen oder Beugungen vorliegen, sondern alleine von den Einschränkungen der ebenen Wellen, die von etwa einem Laser ausgesendet werden. Dies kann man ebenso im Brennpunkt einer Sammellinse erkennen.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Eindeutig Lichtstreuung

Beitragvon bumbumpeng » Sa 11. Okt 2025, 21:21

rmw hat geschrieben:Es gibt keine Beugung des Licht an einem Spalt, es entsteht nur Streuung an den Kanten. Das kann beim Doppelspalt nicht anders sein.
Ich erkläre dir nochmal Doppelspalt.

Du hast eine Lichtquelle, aber 2 x Spalt. Dadurch hast du STRAHLTEILUNG. Strahlteilung ist erforderlich für das Auslöschen.
Ohne Strahlteilung kein Auslöschen. Die beiden Signale müssen identisch sein und entgegengesetzt.

Nach den Spalts breitet sich das Licht jeweils wiederum in alle Richtungen gleichmäßig aus.

Das hat weder was mir Beugung noch mit Streuung zu tun.

http://www.lernhelfer.de/sites/default/ ... k=HRukzP2s
Bild
bumbumpeng
 
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Gängige Interpretation

Beitragvon rmw » So 12. Okt 2025, 06:29

Rudi Knoth hat geschrieben:Das Interferenzmuster im Einzelspaltexperiment wie im Doppelspaltexperiment häng nicht davon ab, ob Streuungen oder Beugungen vorliegen, sondern alleine von den Einschränkungen der ebenen Wellen, die von etwa einem Laser ausgesendet werden. Dies kann man ebenso im Brennpunkt einer Sammellinse erkennen.

Na ja, die gängige Interpretation ist schon dass es sich beim Doppelspalt um Beugung des Lichts handelt und daraus wird die Schlußfolgerung gezogen dass es sich beim Licht um eine Welle handelt.
Das hat Young so gesehen und so wird es bis heute interpretiert.
Dass so ziemlich alles andere gegen eine Welle spricht ignoriert man mehr oder weniger bzw. man glaubt eben für das Licht zwei grundverschiedene Modelle verwenden zu müssen.
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Doppelspalt Interpretation

Beitragvon rmw » So 12. Okt 2025, 06:36

@bumbumpeng

Also die gängige Interpretation des Doppelspalt-Versuchs ist mir und auch allen anderen hinreichend bekannt.
Diese Interpretation wird ohnehin überall erschöpfend dargestellt.

Ich behaupte dagegen dass diese Interpetation unzutreffend ist und nur darum besteht weil man diesen Dingen nicht auf den Grund geht.
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Re: Gängige Interpretation

Beitragvon Rudi Knoth » So 12. Okt 2025, 08:45

rmw hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Das Interferenzmuster im Einzelspaltexperiment wie im Doppelspaltexperiment häng nicht davon ab, ob Streuungen oder Beugungen vorliegen, sondern alleine von den Einschränkungen der ebenen Wellen, die von etwa einem Laser ausgesendet werden. Dies kann man ebenso im Brennpunkt einer Sammellinse erkennen.

Na ja, die gängige Interpretation ist schon dass es sich beim Doppelspalt um Beugung des Lichts handelt und daraus wird die Schlußfolgerung gezogen dass es sich beim Licht um eine Welle handelt.
Das hat Young so gesehen und so wird es bis heute interpretiert.
Dass so ziemlich alles andere gegen eine Welle spricht ignoriert man mehr oder weniger bzw. man glaubt eben für das Licht zwei grundverschiedene Modelle verwenden zu müssen.


Was sol denn das "alles Andere, was gegen die Welle spricht" sein? Etwa bis 1900 war das Wellenmodell die beste Erklärung für optische Phänomene. Mit einem Teilchenmodell ohne Zusatzannahmen über die "Einprägung" von Phasen in die Teilchen kann man die Interferenzphänomene nicht erklären. Dies gilt für Einzelspalt- und Doppelspaltexperimente wie auch die Effekte bei dünnen Schichten (Seifenblasen etc). Im Falle von Elektronen und auch später von Neutronen war es so, daß diese als Teilchen angesehen wurden. Später stellte man mit Interferenzmustern von Elektronen und Neutronen auch für diese Teilchen eine Welleneigenschaft fest. Dieses alles führte zur Quantenphysik, die nicht besonders anschaulich ist, aber deren Erkenntnisse bis in den Bereich der Halbleiterphysik reicht.

Nun noch zu deinen Experimenten. Das von dir durchgeführt Experiment am engen Einzelspalt (Schieblehre) entspricht der aus der Wellenannahme resultierende Verteilung wie in der sichtbaren Graphik dieses Videos dargestellten Helligkeitsverteilung. Diese Verteilung wird aus der Fouriertransformierten der Rechteckfunktion unter der Annahme einer Zusammensetzung aus ebenen Wellen der Rechteckfunktion berechnet. Also es spielen nicht nur die Kanten eine Rolle.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Gängige Interpretation

Beitragvon Skeptiker » So 12. Okt 2025, 09:54

rmw hat geschrieben:Na ja, die gängige Interpretation ist schon dass es sich beim Doppelspalt um Beugung des Lichts handelt und daraus wird die Schlußfolgerung gezogen dass es sich beim Licht um eine Welle handelt.
Das hat Young so gesehen und so wird es bis heute interpretiert.
Dass so ziemlich alles andere gegen eine Welle spricht ignoriert man mehr oder weniger bzw. man glaubt eben für das Licht zwei grundverschiedene Modelle verwenden zu müssen.

Wie die meisten anderen hier bist du eben nicht auf Stand. Die QED beschreibt Licht weder als Welle noch als Teilchen und liefert damit präziseste Ergebnisse.
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Teilchenstrahlen

Beitragvon rmw » So 12. Okt 2025, 10:38

@ Rudi Knoth

Nun, die ganze strahlenförmige Ausbreitung des Lichts ist nur mit Teilchenstrahlen beschreibbar.
Unterschiedlichste Freuquenzen, mit unterschiedlichen Phasen und unterschiedlicher Polarisation sind nur mit einzelnen Teilchen erklärbar.
Comptoneffekt ohnehin, usw. usf.

Und warum sollten Teilchen mit einer Frequenz, welcher Natur diese Frequenz auch immer sein mag, nicht möglich sein, es gibt keinen Grund warum das nicht denkbar wäre.
Interferenz ist ohne weiteres auch mit solchen Teilchen erklärbar.

Bei einzelnen Elektronen kann es von vornherein keine Interferenz sein, es kann sich nur um Streuung dieser Teilchen handeln. Möglicherweise spielt die Achsenrichtung des Spins eine Rolle.

Mit Fourier-Reihen kann man alles mögliche mathematisch beschreiben. Es ist eine mathematische Methode nicht mehr und nicht weniger. Mit Mathematik kann man nicht darüber entscheiden worum es sich physikalisch handelt.
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Quanten-Physiker

Beitragvon rmw » So 12. Okt 2025, 10:51

Skeptiker hat geschrieben:Wie die meisten anderen hier bist du eben nicht auf Stand. Die QED beschreibt Licht weder als Welle noch als Teilchen und liefert damit präziseste Ergebnisse.

Da sind sich selbst manche Quanten-Physiker nicht so sicher:

https://www.youtube.com/watch?v=hIvuxx14zCk

https://www.youtube.com/watch?v=2kxoq5UzAEQ

https://www.youtube.com/watch?v=y-VJr9_WBik

https://www.youtube.com/watch?v=TaBthP_BAlM
Zuletzt geändert von rmw am So 12. Okt 2025, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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