Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
Im Prinzip reicht es zu beweisen, dass die LG relativ zum Auto ungleich c ist.
Natürlich. Da müßte der Autofahrer die LG messen.
Genau, es reicht zu beweisen, dass die LG relativ zum Auto immer wieder ungleich ist.
Und da hat Chief völlig Recht:
Nicht nur die Experimente von Sagnac und Michelson-Gale weisen nach, dass c + v gilt, sondern auch jeder Verkehrspolizist, der ja in der Lage ist, allein mit Licht oder elektromagnetischen Wellen immer wieder verschiedene v zu ermitteln!
Es reicht dabei zu erkennen, dass eine Frequenzänderung bzw. eine Laufzeitsänderung pro Längeneinheit zwangsläufig eine Änderung der Relativgeschwindigkeit c zwischen Lichtquelle und bewegtem Auto bedeutet.
Dass die Werte "Frequenz" und "Geschwindigkeit" in mathematischer Abhängigkeit stehen hat Chief weiter oben mit einer wohl in der Physik anerkannten Formel gezeigt: c=λ*f. Ändert sich also die Frequenz, ändert sich zwangsläufig die Geschwindigkeit, das ist eine mathematische Relation.
Auf jeden Fall beschreibt diese Formel physikalisch gesicherte Erfahrungswerte, die vielleicht mit meinem Beispiel gut verdeutlicht werden können: Richtet der Polizist die Laserpistole auf ein parkendes Auto, dann registriert das Gerät keine Frequenzänderung, richtet er sie auf ein fahrendes Auto, ändert sich mit der Geschwindigkeit sofort auch die Frequenz. Das sind doch gesicherte Erkenntnisse, man kann doch nicht leugnen, dass Frequenz nicht im Zusammenhang mit Geschwindigkeit steht!
Ich zitiere hier Aussagen von einem Kritiker aus einem privaten Austausch, die mir sehr anschaulich erscheinen:
Zitat:
Dazu nochmals das Beispiel von einem gegen die Wellen fahrenden Boot. Der Mann im Boot mißt eine höhere Frequenz, weil die Wellenberge öfter gegen den Bug des Bootes schlagen, aber er mißt auch eine höhere Geschwindigkeit.
Nochmals: Geschwindigkeit = Weg/Zeit und die Wellenberge kommen desto schneller, also in kürzerere Zeit, vom Bug zum Heck des Bootes, je schneller das Boot fährt. Also eine kürzere Zeit, aber für die gleiche Wegstrecke vom Bug zum Heck, wodurch eben eine höhere Geschwindigkeit gemessen wird.
Wenn also die LG ungleich zu bewegten Beobachtern gemessen wird, und es ist zwangsläufig der Fall bei Frequenz- bzw. Laufzeitänderungen, wie sie in der Praxis gängig gemessen werden, dann ist das Postulat der SRT widerlegt. Und dies gilt genauso gut mit oder ohne Äther.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez