Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Zasada » Di 23. Okt 2018, 17:31

@Mikesch.
Mit Verlaub. Es gelten hier keine absurde Verbote, besonders dann nicht, wenn man zeigen will, dass die Information nicht nur durch die Signale (unter Zeitverlust) übertragen wird.
Wer A sagt, muss kein B führchten
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 23. Okt 2018, 18:47

Zasada hat geschrieben:Nein, Du verwechselst zwei Begriffe: "Ereignisfolge" ist kein Ereignis.
Ja, okay... ich verwechsle. Was solls, ich bin solche Sätze gewohnt. :lol:
Zasada hat geschrieben:Wenn Du sagst: "und man deswegen niemals voher genau wissen kann, welche Gegenwart der zu messenden Ereignisfolge man damit trifft." , dann sprichst Du über die Zukunft. Das Ergebnis einer Messung ist unschaft solange die Messung nicht erfolgt.
Nee... Ich rede davon, dass man in einer Gegenwart einen Messvorgang starten kann, dessen Zeitlinie sich in einer unbestimmten Zukunft mit der Zeitlinie des zu messenden Ereignisses kreuzt und dann noch mal eine Zeit benötigt, um zum Messenden zurückzukehren. Messen in der Gegenwart, kannst du vergessen.
Zasada hat geschrieben:Werden Sensoren an der Doppelspalt-Wand eingeschaltet tritt die Veränderung des Musters am Beobachtungsschirm instantan auf. Solange sie nicht eingeschaltet sind, solange zeigt sich das Interferenzmuster.
Zum Thema Doppelspalt, solltest du dir mal die Pilot-Wave-Theorie ansehen - dann sollte dir klar werden, was ich meine.
Nicht von Bedeutung
 

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 23. Okt 2018, 18:54

Mikesch hat geschrieben:Wir waren bei Sagnac. Also bitte alles abwischen und nochmal. Du hast deinen Auftrag, übe das nochmal.
Hör bloß mit dieser Hirnwichse auf! Es ist vollkommen egal, wie, wo und wann irgendwelche Spiegel bewegt oder unbewegt gegenüber dem Licht im Vakuum sind, die Gesetze sind imer die selben. Es ist auch egal, ob bei Sagnac Inertialsystee gewechselt werden, während dies bei Michelson-Morley oder sonstwo vermutlich nicht der Fall ist, der Raum, wo der ganze Mist, den du hier verzapfst, stattfindet, ändert sich jedenfalls nicht. In welchem Universum lebst du eigentlich? Solltest eventuell umziehen, wenn dir die Naturgesetze hier nicht gefallen. :lol:
Nicht von Bedeutung
 

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Zasada » Di 23. Okt 2018, 19:36

Nee... Ich rede davon, dass man in einer Gegenwart einen Messvorgang starten kann, dessen Zeitlinie sich in einer unbestimmten Zukunft mit der Zeitlinie des zu messenden Ereignisses kreuzt und dann noch mal eine Zeit benötigt, um zum Messenden zurückzukehren. Messen in der Gegenwart, kannst du vergessen.


Du (ist nicht böse gemeint) mißverstehst wohl den Begriff der "Gegenwart", den ich verwende.
Ich stelle anhand der Abstandsidentität zwischen A und B die Gleichzeitigkeit (von A und B)...Definition der Gleichzeitigkeit hier: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb ein und derselben Gegenwart geschehen...die Gegenwart hat also darin die Bedeutung einer punktuellen Gleichzeitigkeit der Ereignisse.
Auf der anderen Seite betrachte ich die Gegenwart als einen dauerhaften Zustand des Andauerns (die Gegenwart könnte somit als eine "Abfolge von einzelnen Augenblicken" betrachtet werden), in dem sich durchaus Vorgänge wie Messungen und Prozesse abspielen. Jede Ereignisfolge ist somit eine "Abfolge von einzelnen Augenblicken".
Definition der Gegenwart hier: die Gegenwart ist ein Dauerzustand, in dem die Dinge entstehen (passieren), dauern und vergehen. Zwischen Ursache und Wirkung, zwischen Vergangenheit und Zukunft)
Du (nicht nur Du, das ist mir klar...alle) verbindest deinen Gegenwartsbegriff mit der Erreichbarkeit der Instanzen der Messung durch die Messinstrumentarium (signalartige/kausale Verbindung).
Bedenke: ein Blitz und ein Donner sind Signale, welche zwar getrennt wahrgenommen werden, welche aber durch eine einzige Ursache bewirkt werden. Es ist klar, dass diese Ursache innerhalb der Gegenwart entsteht, dauert und vergeht, innerhalb einer Gegenwart, welche mit den wahrgenommenen Signalen nichts zu tun hat (diese hängen ab von der jeweiligen Geschwindigkeit, mit der sie übermittelt werden, von der Entfernung, welche zu bewältigen ist und von der relativen Bewegung der Quelle und der wahrnehmenden Instanz).
Der Doppelspalt-, der Quantenradiererexperiment oder das Phänomen der Verschränkung zeigen anschaulich, dass bereits die Tatsache, dass eine Messung stattfindet (dauert), einen Einfluss auf die Realität hat...unabhängig davon, wo sich die Instanzen der Messung während der Messung befinden.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 23. Okt 2018, 19:46

Zasada hat geschrieben:Du (ist nicht böse gemeint) mißverstehst wohl den Begriff der "Gegenwart", den ich verwende.
Ja, das fürchte ich auch...
Und du misverstehst den Umstand, dass, wenn du eine Messung in der Gegenwart startest, das Ergebnis erst in der Zukunft bekommen wirst und zwischen jetzt und gleich unendlich viele mögliche Gegenwarten (solche wie ich sie verwende) liegen. Du bezeichnest vermutlich die Dauer des Messvorgangs als Gegenwart. Quantenmechanisch kannst du das aber vergessen.
Nicht von Bedeutung
 

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Zasada » Di 23. Okt 2018, 20:06

Ok, andersrum erzählt: Schau, wenn Du die Signale, mit den Du messen willst losschickst, misst Du noch nicht. Wenn die Messsignale das Objekt der Messung treffen wird erst gemessen. Die Messung findet innerhalb einer von dir definierten (unterstellen wir mal) Gegenwart. Die Signale werden also vom Objekt der Messung beispielsweise reflektiert (Augenblick der Messung) und erreichen nach einiger Zeit die Messanordnung. Hier werden unsere Signale ausgewertet. Die Messung selbst findet also im Augenblick der Reflexion statt, nicht während des "Hinflugs", nicht während des "Rückflugs" und nicht während der Auswertung.
Die dauerhafte Messung (Messung des Weges, welchen die Photone am Doppelspalt nehmen bspw.) findet auch jeweils innerhalb einer Gegenwart statt: die Sensoren sind zwar dauerhaft aktiv, messen (detektieren) aber nur die durch den Doppelspalt "hindurchkommenden" Photone, wenn sie auch "hindurchkommen"...und zwar innerhalb einer singulären Gegenwart...bloße Aktivität der Sensoren beeinlusst aber bereits die gesamte optische Anordnung des Experiments...instantan und dauerhaft
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Lagrange » Di 23. Okt 2018, 20:21

Zasada hat geschrieben:Der Doppelspalt-, der Quantenradiererexperiment oder das Phänomen der Verschränkung zeigen anschaulich, dass bereits die Tatsache, dass eine Messung stattfindet (dauert), einen Einfluss auf die Realität hat...unabhängig davon, wo sich die Instanzen der Messung während der Messung befinden.

Das ist etwas was ein Physiker niemals akzeptieren kann. Eine Messung kann höchstens eine Störung eines Vorgangs darstellen. Dass dadurch die Messergebnisse total verändert werden, ist extrem unwahrscheinlich (also unmöglich). Wenn eine Supernova irgendwo explodiert, dauert es ewig bis wir davon erfahren. Eine augenblickliche Informationsübermittlung ist nicht möglich.

PS: Gegenwart dauert für mich maximal "Null" Sekunden, denn sie verwandelt sich sofort in die Vergangenheit.
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Lagrange » Di 23. Okt 2018, 20:24

Zasada hat geschrieben:...bloße Aktivität der Sensoren beeinlusst aber bereits die gesamte optische Anordnung des Experiments...instantan und dauerhaft

Völlig unmöglich - also Unsinn. So etwas kommt nicht einmal in einer Religion vor.
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Zasada » Di 23. Okt 2018, 20:31

Eine augenblickliche Informationsübermittlung ist nicht möglich.


Verschränkungseffekt?
Instantane übermittlung der Veränderung der Wahrscheinlichkeitsdichte bei entfernten Instanzen?
Sei es drum. Aber eine absolute Gegenwart, innerhalb deren die Ereignisse stattfinden ist wohl möglich, oder? (Darum geht es mir nämlich)
Wenn eine Supernova irgendwo explodiert, dauert es ewig bis wir davon erfahren.

Supernova explodiert unabhängig davon, wann und ob wir davon erfahren. Innerhalb einer bestimmten, auch hier für uns gültigen Gegenwart.

Und Gegenwart dauert gar nichts, da hast Du recht (es sei denn als Dauerzustand, in dem gestritten wird :) )

Übrigens, das, was Du "unmöglich" nennst ist der Gegenstand der physikalischen Erforschung. Seit Jahrzehnten.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 23. Okt 2018, 20:39

Zasada hat geschrieben:Wenn die Messsignale das Objekt der Messung treffen wird erst gemessen.
Nicht wirklich. Das ist erst der Zeitpunkt, ab welchem das Messergebnis feststeht. Gemessen wird erst, wenn diese Information wieder beim Messgerät angekommen ist, also noch mal ein Stück weit in der Zukunft. Alles Zeiträume in denen sich Materie weiter bewegen kann, weswegen die "Gegenwart" in welchem das Messergebnis festgelegt wird nicht bestimmbar also unscharf ist. Der Zeitpunkt, an welchem das Messergebnis feststeht, liegt in einer nicht bestimmbaren "Gegenwart" zwischen einer "Vergangenheit" und einer "Zukunft" - das ist die Unschärferelation in anderen Worten ausgedrückt.

Wie gesagt: Die Pilot-Wave-Theorie beschreibt das "Problem" sehr gut und auch anhand des Doppelspalt-Experiments. Die PWT ist so etwas wie die Kopenhagener Deutung des Teilchen-Welle-Dualismus. Danach bewegen sich Teilchen entlang von Wellen und wenn man ein Teilchen auf einer Welle gemessen hat, hat man es durch diese Messung auch gleichzeitig von dieser Welle "geschossen", weswegen es ein Interferenzmuster auf einem Screen dahinter nicht mehr beeinflussen kann.
Nicht von Bedeutung
 

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste