Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 24. Okt 2018, 21:54

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Richtig. In jedem IS muss das Medium ruhen. Das Gleiche gilt auch für das Licht. Bewegter Beobachter (Messgerät) misst c+v.

Dumm nur das das Licht gar kein Medium braucht....

Klar. Das Medium heißt "Raumzeit" oder so. Also in jedem IS muss "Raumzeit" ruhen. Wie macht man das?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 24. Okt 2018, 23:50

Hantierer hat geschrieben:
Wenn wir sagen, daß die Blitzschläge A und B in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, so bedeutet dies: die von den Blitzorten A und B ausgehenden Lichtstrahlen begegnen sich in dem Mittelpunkt M der Fahrdammstrecke A - B.

Diese Methode der Bestimmung der Gleichzeitigkeit ist gut weil er voraussetzt, dass die LG relativ zum Bahndamm konstant ist und die Entfernungen A-M und B-M ebenfalls gleich sind.

Den Ereignissen A und B entsprechen aber auch Stellen A und B auf dem Zuge. Es sei M' der Mittelpunkt der Strecke A - B des fahrenden Zuges. Dieser Punkt M' fällt zwar im Augenblick der Blitzschläge (vom Fahrdamm aus beurteilt) mit dem Punkte M zusammen, bewegt sich aber in der Zeichnung mit der Geschwindigkeit v des Zuges nach rechts.
Würde ein bei M' im Zuge sitzender Beobachter diese Geschwindkeit nicht besitzen, so würde er dauernd in M bleiben, und es würden ihn dann die von den Blitzschläge A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.h. diese beiden Strahlen würden sich gerade bei ihm begegnen.

Auch richtig.

In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden. Die Beobachter, welche den Eisenbahnzug als Bezugskörper benutzen, müssen also zu dem Ergebnis kommen, der Blitzschlag B habe früher stattgefunden als der Blitzschlag A.

Das ist völlig normal. Das Licht muss 2 unterschiedlich lange Strecken durchlaufen. Wäre Lichtgeschwindigkeit in beiden Systemen gleich, müssten beide Beobachter beide Signale gleichzeitig sehen.

Wir kommen also zu dem wichtigen Ergebnis:
Ereignisse, welche in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt (Relativität der Gleichzeitigkeit).


Nein. Wir kommen zum Ergebnis, dass die LG im Zug nicht konstant ist (horizontale Lichtuhr). Die Signale wurden gleichzeitig emittiert aber ungleichzeitig empfangen (gesehen). Also wieder alles normal, wie bei Sagnac.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Do 25. Okt 2018, 03:32

Lagrange hat geschrieben:Klar. Das Medium heißt "Raumzeit" oder so. Also in jedem IS muss "Raumzeit" ruhen. Wie macht man das?

Die Raumzeit ist kein Medium.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 25. Okt 2018, 06:35

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Klar. Das Medium heißt "Raumzeit" oder so. Also in jedem IS muss "Raumzeit" ruhen. Wie macht man das?

Die Raumzeit ist kein Medium.

Doch. Sonst könnte sie nicht verbogen, gekrümmt und gedehnt werden.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 25. Okt 2018, 08:07

McMurdo hat geschrieben:Die Raumzeit ist kein Medium.
Mal sehen, was Ethan Siegel dazu sagt.
My comment...
Nicht von Bedeutung hat geschrieben:The most popular relativistic invention... structured fabric math. :D
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 25. Okt 2018, 09:26

Hantierer hat geschrieben:Ich beziehe mich dazu direkt auf Einsteins Buch: Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, von 1916. Hier ist es in Auszügen wiedergegeben und daraus werde ich zitieren: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexik ... m-original

Ist K ein GALILEIsches Koordinatensystem (ein Inertialsystem - der Bearbeiter), so ist auch jedes andere Koordinatensystem K' ein GALILEIsches, das gegenüber K im Zustande gleichförmiger Translationsbewegung ist. In bezug auf K' gelten die Gesetze der GALILEI-NEWTONschen Mechanik ebenso wie in bezug auf K.

Wir gehen in der Verallgemeinerung nach einen Schritt weiter, indem wir den Satz aussprechen: Ist K' ein in bezug auf K gleichförmig und drehungsfrei bewegtes Koordinatensystem, so verläuft das Naturgeschehen in bezug auf K' nach genau denselben allgemeinen Gesetzen wie in bezug auf K. Diese Aussage nennen wir „Relativitätsprinzip“ (im engeren Sinne)....


Hier definiert er das Relativitätsprinzip. Ich nehme gleich vorweg, dass ich diese Definition schon problematisch finde.

Die Definition ist nicht problematisch.

Einstein schlussfolgert daraus dann dieses:

Natürlich müssen wir den Vorgang der Lichtausbreitung wie jeden anderen auf einen starren Bezugskörper (Koordinatensystem) beziehen. Als solchen wählen wir wieder unseren Bahndamm. Die Luft über demselben wollen wir uns weggepumt denken. Längs des Bahndammes werde ein Lichtsignal gesandt, dessen Scheitel sich nach dem vorherigen mit der Geschwindigkeit c relativ zum Bahndamme fortpflanzt. Auf dem Geleise fahre wieder unser Eisenbahnwagen mit der Geschwindigkeit v und zwar in derselben Richtung, in der sich der Lichtstrahl fortpflanzt, aber natürlich viel langsamer. Wir fragen nach der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ...
w ist die gesuchte Geschwindigkeit des Lichtes gegen den Wagen, für welche also gilt:
w = c - v
Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ergibt sich also als kleiner als c. Dies Ergebnis verstößt aber gegen das im § 5 dargelegte Relativitätsprinzip. ...


Quatsch. Das Ergebnis verstößt nicht gegen das Relativitätsprinzip.

Wenn man statt Licht irgendeine andere Bewegung betrachtet, kommt man zum gleichen Ergebnis. Die SRT scheitert bereits an dieser Stelle.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Do 25. Okt 2018, 12:09

Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Klar. Das Medium heißt "Raumzeit" oder so. Also in jedem IS muss "Raumzeit" ruhen. Wie macht man das?

Die Raumzeit ist kein Medium.

Doch. Sonst könnte sie nicht verbogen, gekrümmt und gedehnt werden.
Man hat bisher mit intensiver Suche noch keinen Beweis sichern können, das Raumzeit ein Medium wäre.
Damit ist die Raumzeit einfach nur Raumzeit.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Do 25. Okt 2018, 12:18

Lagrange hat geschrieben:
Einstein schlussfolgert daraus dann dieses:

Natürlich müssen wir den Vorgang der Lichtausbreitung wie jeden anderen auf einen starren Bezugskörper (Koordinatensystem) beziehen. Als solchen wählen wir wieder unseren Bahndamm. Die Luft über demselben wollen wir uns weggepumt denken. Längs des Bahndammes werde ein Lichtsignal gesandt, dessen Scheitel sich nach dem vorherigen mit der Geschwindigkeit c relativ zum Bahndamme fortpflanzt. Auf dem Geleise fahre wieder unser Eisenbahnwagen mit der Geschwindigkeit v und zwar in derselben Richtung, in der sich der Lichtstrahl fortpflanzt, aber natürlich viel langsamer. Wir fragen nach der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ...
w ist die gesuchte Geschwindigkeit des Lichtes gegen den Wagen, für welche also gilt:
w = c - v
Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ergibt sich also als kleiner als c. Dies Ergebnis verstößt aber gegen das im § 5 dargelegte Relativitätsprinzip. ...

Quatsch. Das Ergebnis verstößt nicht gegen das Relativitätsprinzip.
Das RP besagt, die physikalischen Vorgänge gestalten sich in jedem IS gleich. Damit die Maxwellschen Gleichungen gültig bleiben, muss die Lichtgeschwindigkeit in beiden zueinander bewegten IS konstant c sein. Sind sie aber nicht, wenn in einem IS die Lichtgeschwindigkeit c+v (oder wie hier c-v) ist. Der Strom und die Spannung von elektrischen Kreisen in beiden IS sind aber messbar gleich. Das kann nur dann der Fall sein, wenn die Lichtgeschwindigkeit c in beiden IS konstant c ist.
Jetzt das Problem von vor 120 Jahren verstanden?
Lagrange hat geschrieben:Wenn man statt Licht irgendeine andere Bewegung betrachtet, kommt man zum gleichen Ergebnis. Die SRT scheitert bereits an dieser Stelle.
Da ist ein Fehler in deinen Behauptungen. Lege doch mal da, wie du zu dem Schluß kommst.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 25. Okt 2018, 12:33

Mikesch hat geschrieben:Damit die Maxwellschen Gleichungen gültig bleiben, muss die Lichtgeschwindigkeit in beiden zueinander bewegten IS konstant c sein.

Die Behauptung wurde schon widerlegt. Wellengleichung für das Licht hat dieselbe Form wie jede andere Wellengleichung. c kann nicht konstant bleiben.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 25. Okt 2018, 12:47

Mikesch hat geschrieben:Damit die Maxwellschen Gleichungen gültig bleiben, muss die Lichtgeschwindigkeit in beiden zueinander bewegten IS konstant c sein.
Wenn das ganze Problem die Maxwellschen Gleichungen sein sollen... Die sind mit meiner Theorie sogar kompatibel. c±v gilt ja nur für in einer (ich nenne es mal kurz) Isotropie bewegte Objekte und das ist bei Maxwell nicht anders - z.B. bei Induktion und Durchflutung.
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