Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mi 31. Okt 2018, 11:29

Lagrange hat geschrieben:Die Myonen leben länger wenn sie sich bewegen weil sie bessere Lebensbedingungen haben. Aber auch hier fehlt die Symmetrie der Zeitdilatation, so dass die SRT als widerlegt betrachtet werden kann.


Also in einem dieser Bücher, wo die SRT erklärt wird, habe ich gelesen, dass die Effekte für das bewegte Objekt tatsächlich physikalisch auftreten und die Symmetrie für einen unbewegten Beobachter nur so wahrgenommen wird und andersrum.

Und das wird von vielen nicht klar unterschieden. Da wird dann halt ein Tunnel kürzer, weil ein Zug durchfährt - aber nur für den Zug, für jemanden der draußen am Tunnel steht ist der Zug kürzer. Und dann kann einer im Zug ganz hinten sitzen und noch außerhalb des Tunnels sein, während er für einen äußeren Beobachter im selben Moment bereits im Tunnel ist. Ein tolle Theorie, da gehen nicht nur die Uhren kaputt... Aber das kann man denen sagen so oft man will, es kommt einfach nicht an.

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Den verzögerten Teilchenzerfall kann man auch darüber erklären, dass Wechselwirkungen in diesen Teilchen nicht mehr mit LG erfolgen können, wenn diese Teilchen selbst mit knapp LG unterwegs sind und für die Wechselwirkungen schlicht c±v gilt.


Ja, so ähnlich wird es wohl auch sein, ist zumindest ein naheliegender Gedankengang. Irgendwie muss es ja physikalische Gründe haben. Dass es sich in der Mathematik so ergibt, ist ja nur ein Beweis dafür, dass Mathematik tatsächlich auch stimmen kann, sagt aber über die Physik dahinter leider nicht viel aus und es wird ja auch nicht danach gefragt, man scheint zu meinen, eine Formel waäre eine physikalische Erklärung und völlig ausreichend.

Äh... wie denn? Mit Planckeinheiten?


Keine Ahnung. Ich komme zwar in meiner Metaphysik auf eine Urstrecke, kann aber keine absolute Länge dafür definieren. Die Länge ergibt sich dann erst aus den Verhältnissen mehrerer unterschiedlich langer Strecken. Die Längenkontraktion macht das schwierig, wenn man eine kleinste Urstrecke nimmt und dann in Vielfachen davon die Längeneinheiten ableitet, dann muss man ja die Urstrecke verändern, um die Längenkontraktion zu beschreiben - so ungefähr würde ich mir das vorstellen.

Ich halte jedenfalls c und das plancksche Wirkungsquantum für zwei elementare Grundgrößen der Physik, vielleicht kann man auch irgendwie beides in Beziehung setzen?

Mikesch hat geschrieben:Die Uhren werden über Gravitation und andere Dinge nicht sonderlich beeinflusst. Es ist tatsächlich die Zeit selber, die sich ändert.


Und wie wird in der Physik "Zeit" als Größe definiert?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 31. Okt 2018, 11:59

Hantierer hat geschrieben:Ich halte jedenfalls c und das plancksche Wirkungsquantum für zwei elementare Grundgrößen der Physik, vielleicht kann man auch irgendwie beides in Beziehung setzen?
Also c kann man als Parameter akzeptieren und um es in Zusammenhang mit dem Planckschen Wirkungsquantum zu bringen, benötigt man noch die Elementarladung und die Feinstrukturkonstante, wovon sich letztere über einen Algoritmus mit zwei mathematischen Konstanten ermitteln ließe, womit sie auch eine mathematische Konstante wäre, der allerdings bisher jegliche physikalische Grundlage fehlen würde (also anders als z.B. bei Pi und Euler).
Das Ganze ginge dann so:

oder

α = Feinstrukturkonstante
e = Elementarladung
c = Lichtgeschwindigkeit
ħ = reduziertes Plancksches Wirkungsquantum

Wenn für e oder ħ auch noch ein Algo gefunden würde, wären alle bis auf c mathematische Konstanten und keine Naturkonstanten mehr.
Zuletzt geändert von Nicht von Bedeutung am Mi 31. Okt 2018, 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon julian apostata » Mi 31. Okt 2018, 14:23

https://www.geogebra.org/m/muuuaggv

Bild

A bewegt sich also nach links mit 0.25*c. B nach rechts mit 0.6875*c. Nach der Umkehr bewegt sich B mit 0,875c nach links.

Die Relativgeschwindigkeit zwischen A und B beträgt in beiden Fällen 0.8*c.

Bei Betätigen des v_1- Schiebers verändert das Bildschirmsystem seine Geschwindigkeit relativ zu A und B. Und das ändert rein gar nichts an der Zd von A und B. Nur das farbige Dreieck im Minkowskidiagramm ändert seine Form.

A 10 Jahre
B 6 Jahre

Wenn ihr das klassische Minkowskidiagramm für das Szenario haben wollt, dann stellt einfach v_1 auf 0. Der Bildschirm befindet sich dann im Inertialsystem von A.

Wenn ihr das ein bevorzugtes System nennen wollt, dann ist das okay. Dann dürft ihr aber auch jedes andere als bevorzugt betrachten.

Und auch bei den HK-Experimenten ist es egal, von welchem Inertialsystem aus man die Zd von Flugzeug und Erduhr berechnet.

Und die vorhergesagten Werte stimmen immer wieder mit hoher Genauigkeit mit den gemessenen Werten überein.

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Die Periodendauer, über welche die SI-Sekunde definiert wird, wird durch Gravitation und Bewegung beeinflusst


Wieder so eine primitive Lüge. Der Gang von genauen Atomuhren hängt eben nicht von der Gravitation, sondern vom Gravitationspotential (also der Höhe über dem Meeresspiegel) ab.

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Den verzögerten Teilchenzerfall kann man auch darüber erklären, dass Wechselwirkungen in diesen Teilchen nicht mehr mit LG erfolgen können, wenn diese Teilchen selbst mit knapp LG unterwegs sind und für die Wechselwirkungen schlicht c±v gilt.


Völliger Schwachsinn. Wenn es eine Alternativtheorie gäbe, dann würde sich der verzögerte Teichchenzerfall nach den Vorhersagen der Alternativtheorie richten und nicht den Vorhersagen der SRT folgen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 31. Okt 2018, 14:37

julian apostata hat geschrieben:Wenn es eine Alternativtheorie gäbe, dann würde sich der verzögerte Teichchenzerfall nach den Vorhersagen der Alternativtheorie richten und nicht den Vorhersagen der SRT folgen.

Das ist nicht die Vorhesage der SRT. In der SRT sind alle Inertialsysteme gleichberechtigt. Bei diesem Experiment sind sie es nicht.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 31. Okt 2018, 14:46

julian apostata hat geschrieben:Wieder so eine primitive Lüge. Der Gang von genauen Atomuhren hängt eben nicht von der Gravitation, sondern vom Gravitationspotential (also der Höhe über dem Meeresspiegel) ab.
Was bist du eigentlich für ein xxx? Hängt ein Gravitationspotential etwa vom Elektromagnetismus ab? :lol:

julian apostata hat geschrieben:Völliger Schwachsinn. Wenn es eine Alternativtheorie gäbe, dann würde sich der verzögerte Teichchenzerfall nach den Vorhersagen der Alternativtheorie richten und nicht den Vorhersagen der SRT folgen.
Was bist du nur für ein xxx? Die Teilchen verhalten sich meiner Alternativtheorie entsprechend. Für Teilchen vergeht die Zeit nicht langsamer. Sie leben länger, weil für die Wechselwirkungen zwischen den Elementarteilchen c±v gilt. c verhält sich in der Umgebung der Elementarteilchen isotrop und von daher gilt für in dieser Isotropie bewegte Teilchen nun mal c±v. Ich kann da doch nichts für. :lol:

Das ist eine klare Aussage: Der Gang von Atomuhren hängt von der Gravitation (resp. Gravitationspotential) und der Bewegung ab. Was muss man da noch viel mit tatsächlich invarianter Zeit rumwichsen? Ist doch dämlich! Teilchen haben keine Uhren. Da kann ich doch nichts für. :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mi 31. Okt 2018, 16:45

julian apostata hat geschrieben:
A bewegt sich also nach links mit 0.25*c. B nach rechts mit 0.6875*c. Nach der Umkehr bewegt sich B mit 0,875c nach links.

Die Relativgeschwindigkeit zwischen A und B beträgt in beiden Fällen 0.8*c.


So weit gehe ich mit, hier wird ja auch für die Geschwindigkeit von A ein Lorentzfaktor berechnet - also für einen ruhenden Beobachter, der am Startpunkt bei x=0 verbleibt, sind bis zum Zeitpunkt des Treffens von A und B dann 10,81 Jahre vergangen. So ergibt das auch Sinn.

Bei Betätigen des v_1- Schiebers verändert das Bildschirmsystem seine Geschwindigkeit relativ zu A und B. Und das ändert rein gar nichts an der Zd von A und B. Nur das farbige Dreieck im Minkowskidiagramm ändert seine Form.


Das ergibt nun wieder keinen Sinn. Wenn man den Schieberegler betätigt ändern A und B ihre relative Geschwindigkeit zum Koordinatensystem auf dem Bildschirm, ansonsten müsste man die Einteilung des Koordinatensystems transformieren.

A 10 Jahre
B 6 Jahre


Ja, und für C (der ruhende Bezugspunkt, wo sie losgeflogen sind) 10,81 Jahre. Da wird also wieder stillschweigend von einem ruhendem Koordinatensystem ausgegangen - find ich ja gut so, nur so kann man objektiv klären, was subjektiv passiert.

Und auch bei den HK-Experimenten ist es egal, von welchem Inertialsystem aus man die Zd von Flugzeug und Erduhr berechnet.


Ja, wenn man sein Inertialsystem als bewegt betrachtet und entsprechend transformiert geht das schon, aber wenn man bewegt ist und so rechnet als wäre man in Ruhe, kriegt man falsche Ergebnisse raus.

Und die vorhergesagten Werte stimmen immer wieder mit hoher Genauigkeit mit den gemessenen Werten überein.


Aber nicht wenn man das bevorzugte Ruhesystem wechselt.

Völliger Schwachsinn.


Warum? Woran liegt es denn, dass bewegte Uhren langsamer gehen?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mi 31. Okt 2018, 18:54

Hantierer hat geschrieben:Und wie wird in der Physik "Zeit" als Größe definiert?
Die Zeit wird durch das Zählen der Perioden bestimmt von Systemen, die den gleichen Ausgangszustand erreichen. Die Genauigkeit liegt bei 1s pro 30 Mio. Jahre bis 1s pro 30 Mrd Jahren. Spitzengenauigkeiten bis über 1s pro 140Mrd Jahre.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mi 31. Okt 2018, 19:03

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Also c kann man als Parameter akzeptieren und um es in Zusammenhang mit dem Planckschen Wirkungsquantum zu bringen, benötigt man noch die Elementarladung und die Feinstrukturkonstante, wovon sich letztere über einen Algoritmus mit zwei mathematischen Konstanten ermitteln ließe, womit sie auch eine mathematische Konstante wäre...
Sie wird gemessen. :roll:
Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Wenn für e oder ħ auch noch ein Algo gefunden würde, wären alle bis auf c mathematische Konstanten und keine Naturkonstanten mehr.
Das wird jetzt wieder Hartmuts Esoterik :roll:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mi 31. Okt 2018, 19:06

Lagrange hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Wenn es eine Alternativtheorie gäbe, dann würde sich der verzögerte Teichchenzerfall nach den Vorhersagen der Alternativtheorie richten und nicht den Vorhersagen der SRT folgen.

Das ist nicht die Vorhesage der SRT. In der SRT sind alle Inertialsysteme gleichberechtigt. Bei diesem Experiment sind sie es nicht.
:lol: Jepp. Zeige mal ein nicht gleichberechtigtes IS ;)
Man merkt schon, du hast das Thema voll durchdrungen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 31. Okt 2018, 19:13

Mikesch hat geschrieben:Sie wird gemessen. :roll:
Ach nee. Möglichkeitsformen sind dir also auch nicht geläufig. :lol:
Mikesch hat geschrieben:Das wird jetzt wieder Hartmuts Esoterik :roll:
Was denn? Mathematik ist Esoterik? Schau dir mal die verstofflichte Mathematik - genannt Raumzeit - der Relativisten an, dann weißt du, was Esoterik ist. :lol:
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