Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mi 7. Nov 2018, 05:14

Lagrange hat geschrieben:Wie sieht man dann dass die Gesetze gleich sind, wenn nicht an den Gleichungen?


Siehe das Beispiel mit dem Ball der nach vorne rollt. Man kommt mit denselben Operationen von einem System ins andere. Wenn ich also in jedem Bezugssystem dieselben Operationen durchführen kann um ins jeweils andere Bezugssystem zu wechseln dann sind die dort gültigen Naturgesetze identisch. Sonst würde es ja nicht funktionieren.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 07:34

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wie sieht man dann dass die Gesetze gleich sind, wenn nicht an den Gleichungen?


Siehe das Beispiel mit dem Ball der nach vorne rollt. Man kommt mit denselben Operationen von einem System ins andere. Wenn ich also in jedem Bezugssystem dieselben Operationen durchführen kann um ins jeweils andere Bezugssystem zu wechseln dann sind die dort gültigen Naturgesetze identisch. Sonst würde es ja nicht funktionieren.

Wie sieht dann dein Relativitätsprinzip aus? Auf jeden Fall unterscheidet sich vom Einsteinschen.
Kannst du genau formulieren oder nicht? Wir haben gesehen dass ein Skateboard-Fahrer und ein ruhender Beobachter unterschiedliche Schallgeschwindigkeit messen . Das muss auch im Fall von Licht genauso sein. Licht- und Schallwellen werden durch identische Wellengleichung beschrieben.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mi 7. Nov 2018, 09:39

Lagrange hat geschrieben:Wie sieht man dann dass die Gesetze gleich sind, wenn nicht an den Gleichungen?

Freier Fall senkrecht (ruhendes Koordinatensystem):
1.
Freier Fall (bewegtes Koordinatensystem):
,


2.

1. und 2. komplett verschieden.

Zur Abwechselung könntest du das ja mal richtig machen:
Freier Fall Bahnsteig auf dem Bahnsteig beobachtet:
1.
1.
Freier Fall Zug im Zug beobachtet::
2.
2.

Relativitätsprinzip eingehalten, beide Formel, ob Bahnsteig oder Zug, sind gleich.

Freier Fall Zug auf dem Bahnsteig beobachtet. Der Zug fährt mit Geschwindigkeit v:
3.
3.

Freier Fall Bahnstein im Zug beobachtet. Der Bahnstein zieht mit Geschwindigkeit -v vorbei:
4.
4.

Passt auch zum RP. Ausserdem ist deine falsche Rechnung
2.
ersatzlos gestrichen.

Gerechnet wg. v<<c mit der Galilei-Transformation und Newton. Mit Lorentz-Transformation entsprechend analog.
y' = y
x' = x + v t
t' = t
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 7. Nov 2018, 10:01

McMurdo hat geschrieben:Du so: Ein Geisterfahrer?!? Nein Hunderte.
Wenn es nur Hunderte Relativistan gäbe, wäre die Welt noch in Ordnung. ;)
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 7. Nov 2018, 10:06

McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Weil sich die Erde darunter inzwischen wegdreht.

Herrje, das ist ein Gedankenexperiment. Da kommt die Erdrotation gar nicht drin vor um es eben so einfach und anschaulich wie möglich zu halten
Wieso kommt die Erdrotation darin nicht vor? War das nun doch nicht so wichtig? :lol:
Ob es Galilei wohl auch so anschaulich wie möglich gehalten hat?
Zuletzt geändert von Nicht von Bedeutung am Mi 7. Nov 2018, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 10:07

Mikesch hat geschrieben:Ausserdem ist deine falsche Rechnung
2.
ersatzlos gestrichen.


https://www.leifiphysik.de/mechanik/waagerechter-und-schrager-wurf

Bahngleichung y(x) des waagerechten Wurfs

Mit Hilfe der Bahngleichung lässt sich zu jeder x-Koordinate des Körpers die zugehörige y-Koordinate bestimmen. Die Bahngleichung erhält man durch Elimination der Zeit aus den Bewegungsgleichungen. Aus (1) folgt nämlich .
Setzt man dies in (2) ein, so ergibt sich


Wie lautet dein RP?

x=vt im ruhenden System und x=(w+v)t im bewegten System.

Oder nicht? :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mi 7. Nov 2018, 11:06

Lagrange hat geschrieben:Wie sieht dann dein Relativitätsprinzip aus?

So wie ich es nun schon ein paar mal geschrieben habe: In jedem gleichförmig zueinander bewegten Bezugssystem gelten dieselben physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Und das das stimmt sind wir ja Schritt für Schritt durchgegangen.
Und das ist bei Einstein auch so.

Kannst du genau formulieren oder nicht? Wir haben gesehen dass ein Skateboard-Fahrer und ein ruhender Beobachter unterschiedliche Schallgeschwindigkeit messen . Das muss auch im Fall von Licht genauso sein. Licht- und Schallwellen werden durch identische Wellengleichung beschrieben.

Ja, so dachte man, bis man dann festgestellt hat das sich Licht doch irgendwie anders ausbreitet als der Schall.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mi 7. Nov 2018, 11:44

McMurdo hat geschrieben:Ja, so dachte man, bis man dann festgestellt hat das sich Licht doch irgendwie anders ausbreitet als der Schall.


Du meintest sicher festgelegt? Festgestellt hatte man was anders, als wie das was Einstein 180 Jahre später aus dem Hut gezaubert hat.

Wenn man nur einen Ball hat und nur so langsame Bewegungen wie in einem Zug, dann ist es sehr schwer festzustellen, wer sich nun bewegt. Aber man kommt einfach nicht umhin, wenn Du schon immer "exakt gleich" geschrieben hast, festzustellen, dass es doch nicht so exakt gleich ist. Denn zweifelsohne hat der Ball im Zug einen anderen Gesamt-Energie-Gehalt als der Ball am Bahnsteig.

Und nun mach deine Rechnung mal mit Licht. Schließlich hat Einstein ja die Lichtausbreitung ausdrücklich als Naturgesetz im Sinne seines RP festgelegt.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 11:55

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wie sieht dann dein Relativitätsprinzip aus?

So wie ich es nun schon ein paar mal geschrieben habe: In jedem gleichförmig zueinander bewegten Bezugssystem gelten dieselben physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Und das das stimmt sind wir ja Schritt für Schritt durchgegangen.
Und das ist bei Einstein auch so.

Gilt nicht für Schall wie wir gesehen haben (Skateboard-Fahrer und ein ruhender Beobachter messen unterschiedliche Geschwindigkeiten). Das wurde von Einstein nicht beachtet, also sein RP ist falsch.

Kannst du genau formulieren oder nicht? Wir haben gesehen dass ein Skateboard-Fahrer und ein ruhender Beobachter unterschiedliche Schallgeschwindigkeit messen . Das muss auch im Fall von Licht genauso sein. Licht- und Schallwellen werden durch identische Wellengleichung beschrieben.

Ja, so dachte man, bis man dann festgestellt hat das sich Licht doch irgendwie anders ausbreitet als der Schall.

Das hat man nicht festgestellt weil immer relativ zum ruhenden Beobachter gemessen wurde. Also im Zug wurde noch nie gemessen. Die Behauptung ist somit frei erfunden.
Heißt das, dass das RP im Falle von Licht nicht gilt? :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mi 7. Nov 2018, 12:06

Lagrange hat geschrieben:Heißt das, dass das RP im Falle von Licht nicht gilt?
Darauf läuft es hinaus. Es gibt in der Relativitätstheorie kein Inertialsystem Photon.
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