Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 20:59

McMurdo hat geschrieben:
Wie oft muss man wiederholen, dass alle Messungen immer nur in einem einzigen System durchgeführt wurden. Kannst du das nicht merken?

Was soll ich merken? Das deine Behauptung immer noch falsch ist und man die Effekte immer und immer wieder misst so wie sie vorausgesagt werden durch die Theorie? Wie oft muss man das wiederholen damit auch du das schnallst?

Nö, sondern dass immer wieder ein bevorzugtes Bezugssystem bestätigt wurde. Also, SRT widerlegt. :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mi 7. Nov 2018, 21:03

Mikesch hat geschrieben:Du meintest sicher Geschwindigkeit = Weg/Zeit. Geschenkt.


Geschenkt? Oh danke! Und auch nochmal Danke für den Hinweis auf die Messungen der im Jahresverlauf variierenden LG des Sternenlichtes...das muss ich mir auf jeden Fall merken. Da hat sich das ja auch erledigt, mit dem Unsinn, dass es noch keiner gemerkt hat. Eigentlich wollte ich nicht damit anfangen, Aussagen danach zu beurteilen, wer sie gesagt hat. Aber unter solchen Umständen?

Ja natürlich, Weg/Zeit, wollte nur testen, ob ihr auf aufpasst. Nein, so was passiert mir ständig, deswegen rechne ich auch nicht so gerne - so was verhaspel ich andauernd und wenn ich da ne Rechnung mit 3-4 Schritten habe, bleibt hinterher nicht mehr viel von übrig. :D

Hab damals auch mein schriftliche Matheprüfung verhauen, einfach nur weil die Zahlen schwieriger waren als in der Vorbereitung, die Rechnungen konnte ich eigentlich - da hab ich dann mündlich freiwillig wiederholt, um meine Note zu retten und da musste ich den Sinussatz herleiten, glatte 1 gekriegt, so was geht besser...Ich war auch mal sehr geschockt, als ich in einer Runde saß, mit 10 Jahre jüngeren Leuten, 3 Mann die grade fertig mit dem Abi waren und eine Mechatroniker-Lehre angefangen hatten, und denen erstmal die elktromagnetische Induktion erklären musste! Die haben grade so was mit Eisenkern zusammen gestammelt aber wechselnde Magnetfelder kannten sie nicht. Ich hab meine Wette gewonnen, dass das ein Magnet sein muss, den man da in der Lampe hin und her schüttelt, damit das Ding leuchten kann...ich finde das extrem dramatisch! Ich war damals fast 15 Jahre schon aus der Schule und die kamen frisch vom Abi...

Schwierig wird es, wenn du sagst das du dir ein Koordinatensystem anlegst, wie du sie brauchst.
Und du legst das Koordinatensystem am Universum an, um den absoluten Inertialraum zu erhalten.
Mal von der Nebensächlichkeit abgesehen, dass es sich dann um ein Inertialsystem handelt, (ist wirklich jetzt egal), würde ich gerne wissen, wie du dieses absolute Inertialsystem anlegst.
Wo ist der 0-Punkt, wie sind die Achsen ausgerichtet?


Also mal vorweg, wenn Du dir halt kein solche Koordinatensystem anlegst, dann haste halt keins, mir doch egal. Ich möchte halt eine Vorstellung davon haben, wie ich wieder nach Hause finde, wenn ich von Weltraumreisen träume.

Den 0-Punkt kann ich mir hinmachen wo ich will und die Achsen können in alle möglichen Richtungen angelegt werden. In der Praxis würde ich es dann schon an einem bevorzugten Bezugskörper, wie die Erde, die Sonne oder das galaktische Zentrum festmachen, je nachdem welche Objekte oder Prozesse man darin beschreiben will. Man kann es auch ganz klein anlegen, wie man es braucht, schließlich ist der Inertialraum ja überall und theoretisch kann man ihn einteilen wie man lustig ist, nur bewegen darf er sich nicht.

Und im freien Raum kann man auch so ein Koordinatensystem, welches den Inertialraum beschreibt, an der Lichtausbreitung festmachen. Ganz simpel ausgedrückt: Man macht einfach eine Lampe an.

Und von diesem Punkt, an dem man die Lampe angeschaltet hat, breitet sich das Licht in alle Richtung gleichförmig mit c aus - und ja das ist ein sehr flüchtiger Punkt, aber es ist ein fester und unverrückbarer Raumzeitpunkt - kein Objekt, aber ein Ereignis - deswegen geht das nicht wieder weg oder zu verändern - man kann den Punkt sicher nicht lange festhalten, aber immer wieder einen neuen machen, wenn man will tausend mal in der Sekunde.

Auf welchen Bezug wächst denn das Universum mit Überlichtgeschwindigkeit? Diese Ausdehnungsgeschwindigkeit, die die Astrophysiker da angeben, muss sich auf irgendwas beziehen.

Und ich warte immer noch auf eine kleine Beschreibung dazu, wie man das RP in der Thermodynamik beschreiben könnte? Da fließt ja nun die Energie immer vom höheren Niveau zum niedrigeren Niveau und da gibt es auch nur die eine Richtung, vielleicht gibt es irgendwie Ausnahmen, aber es muss immer klar sein, wo mehr Energie und wo weniger Energie ist. Das kann man relativistisch nicht vertauschen. Und durch die Äquivalenz von Masse und Energie kann man es auch zumindest in der theoretischen Mathematik alles ineinander umrechnen. Das übersteigt dann zwar meine mathematischen Fähigkeiten und Kenntnisse der Physik, aber ich weiß, dass es geht. Da würde ich mal eine relativistische Stellungnahme dazu einfordern, sonst ist mir das Ungleichgewicht in den Erklärungen langsam zu groß und ich hab dann einfach kein Lust mehr immer den selben Quark durchzukauen, weil schlucken tu ich das RP ja eh nicht.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mi 7. Nov 2018, 22:57

Lagrange hat geschrieben:Schall und Licht aber nicht. Und du willst ja hier irgendwie Schall und Licht als ein und dasselbe darstellen und das ist eben kokolores.

Warum?

Aus dem gleichem Grund warum Menschen und Affen auch nicht dasselbe sind, obwohl beide zwei Beine haben.
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 23:30

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Warum?

Aus dem gleichem Grund warum Menschen und Affen auch nicht dasselbe sind, obwohl beide zwei Beine haben.

Sehr klug! Wer kann besser klettern?

Hat dieselbe Wellengleichung zwei verschiedene Lösungen? Extra für das Licht?
Zuletzt geändert von Lagrange am Mi 7. Nov 2018, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mi 7. Nov 2018, 23:48

Lagrange hat geschrieben:Sehr klug! Wer kann besser klettern?

Reinhold Messner. So und nun troll wen anders.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mi 7. Nov 2018, 23:54

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Sehr klug! Wer kann besser klettern?

Reinhold Messner. So und nun troll wen anders.


Wellengleichung: Bild

Wie erhält man daraus verschiedene Lösungen für Licht und Schall?

Gleichung ist absolut identisch.

In der klassischen Mechanik werden Wellen (in Ausbreitungsrichtung x) durch die Wellengleichung



beschrieben. Hierbei bezeichnet die Auslenkung der Welle und c ihre Phasengeschwindigkeit, die hier als Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle interpretiert werden kann.

Aus den Maxwellgleichungen lässt sich im Vakuum für die elektrische Feldstärke die Beziehung:



herleiten (in SI-Einheiten; siehe Abschnitt Mathematische Beschreibung). Die elektrische Feldstärke verhält sich in dieser Beziehung also wie eine Welle;


https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle#Lichtgeschwindigkeit_und_spezielle_Relativit%C3%A4tstheorie
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Do 8. Nov 2018, 06:19

Lagrange hat geschrieben:Gleichung ist absolut identisch.

Nur das man bei der einen die Schallgeschwindigkeit einsetzt, und einmal die Lichtgeschwindigkeit. Worin die beiden sich unterscheiden wurde ja schon dargelegt. Also nix mit absolut Identisch. Wie schon gesagt, Affen sind auch keine Menschen obwohl sie auch 2 Beine haben.

In der klassischen Mechanik werden Wellen (in Ausbreitungsrichtung x) durch die Wellengleichung

Vielleicht fällts dir ja selber auf. :D

Aus den Maxwellgleichungen lässt sich im Vakuum für die elektrische Feldstärke die Beziehung:


Elektrodynamik und Relativitätstheorie Bearbeiten
Im Gegensatz zur klassischen Mechanik ist die Elektrodynamik nicht Galilei-invariant. Das bedeutet, wenn man, wie in der klassischen Mechanik, einen absoluten, euklidischen Raum und eine davon unabhängige absolute Zeit annimmt, dann gelten die Maxwellgleichungen nicht in jedem Inertialsystem.

Einfaches Beispiel: Ein mit konstanter Geschwindigkeit fliegendes, geladenes Teilchen ist von einem elektrischen und einem magnetischen Feld umgeben. Ein mit gleicher Geschwindigkeit fliegendes, gleichgeladenes Teilchen erfährt durch das elektrische Feld des ersten Teilchens eine abstoßende Kraft, da sich gleichnamige Ladungen gegenseitig abstoßen; gleichzeitig erfährt es durch dessen Magnetfeld eine anziehende Lorentzkraft, die die Abstoßung teilweise kompensiert. Bei Lichtgeschwindigkeit wäre diese Kompensation vollständig. In dem Inertialsystem, in dem beide Teilchen ruhen, gibt es kein magnetisches Feld und damit keine Lorentzkraft. Dort wirkt nur die abstoßende Coulombkraft, so dass das Teilchen stärker beschleunigt wird als im ursprünglichen Bezugssystem, in dem sich beide Ladungen bewegen. Dies widerspricht der newtonschen Physik, bei der die Beschleunigung nicht vom Bezugssystem abhängt.

Diese Erkenntnis führte zunächst zu der Annahme, dass es in der Elektrodynamik ein bevorzugtes Bezugssystem gäbe (Äthersystem). Versuche, die Geschwindigkeit der Erde gegen den Äther zu messen, schlugen jedoch fehl, so zum Beispiel das Michelson-Morley-Experiment. Hendrik Antoon Lorentz löste dieses Problem mit einer modifizierten Äthertheorie (Lorentzsche Äthertheorie), die jedoch von Albert Einstein mit seiner speziellen Relativitätstheorie abgelöst wurde. Einstein ersetzte Newtons absoluten Raum und absolute Zeit durch eine vierdimensionale Raumzeit. In der Relativitätstheorie tritt an die Stelle der Galilei-Invarianz die Lorentz-Invarianz, die von der Elektrodynamik erfüllt wird.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elektrodynamik

Die Maxwell Gleichungen sind also schon mal ein erstes Indiz das die SRT nicht ganz falsch sein kann.
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 8. Nov 2018, 08:13

McMurdo hat geschrieben:Die Maxwell Gleichungen sind also schon mal ein erstes Indiz das die SRT nicht ganz falsch sein kann.

Das ist genau umgekehrt. Ohne Äther gäbe es keinen Maxwellgleichungen. Oder kannst du Gleichungen für den leeren Raum aufstellen?

Du kannst es versuchen mit und , aber ich glaube das wird dir nicht gelingen. :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 8. Nov 2018, 09:04

McMurdo hat geschrieben:Die Maxwell Gleichungen sind also schon mal ein erstes Indiz das die SRT nicht ganz falsch sein kann.
Oder anders ausgedrückt: Die Maxwell-Gleichungen und die Notwendigkeit Dunkle Materie annehmen zu müssen, sind ein Indiz dafür, dass Newton (oder zuindest die Gravitationskonstante, die nicht mal von Newton stammt) nicht ganz korrekt sein kann, nur leider ändert die ART daran auch nichts.

Und
In dem Inertialsystem, in dem beide Teilchen ruhen, gibt es kein magnetisches Feld und damit keine Lorentzkraft. Dort wirkt nur die abstoßende Coulombkraft
Kann auch nicht korrekt sein, denn... vllt. fällt es dir ja selber auf.

Mich jedenfalls führte das Ganze zu einer ganz anderen Erkenntnis, aber da halten sich alle lieber die Ohren zu.
Nicht von Bedeutung
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 8. Nov 2018, 09:11

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
In dem Inertialsystem, in dem beide Teilchen ruhen, gibt es kein magnetisches Feld und damit keine Lorentzkraft. Dort wirkt nur die abstoßende Coulombkraft
Kann auch nicht korrekt sein, denn... vllt. fällt es dir ja selber auf.

Mich jedenfalls führte das Ganze zu einer ganz anderen Erkenntnis, aber da halten sich alle lieber die Ohren zu.

Mir fällt auf, dass die Kraft, wenn das Relativitätsprinzip richtig ist, in jedem IS gleich groß sein muss. Die Teilchen müssen sich in jedem IS gleich stark abstoßen. Das hat McMurdo für den Ball im Zug bewiesen. Der Ball im Zug geht in jedem IS gleich schnell nach oben und unten.
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