Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Fr 7. Dez 2018, 14:49

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wo steht bei Einstein dass sich Bahnsteig bewegt? :lol:

Aus wessen Sicht?

Wo steht das bei Einstein? :lol:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Fr 7. Dez 2018, 14:56

Lagrange hat geschrieben:Wo steht das bei Einstein? :lol:

Muss immer angegeben werden aus wessen Sicht beschrieben wird, sonst ist es sinnlos.
Wenn ich sage der Bahndamm ruht und der Zug bewegt sich ist klar das aus Sicht des Bahnsteigs beschrieben wird, denn ich kann mich als ruhend ansehen.

Wenn ich aus Sicht des Zuges beschreibe ruht der Zug und der Bahnsteig ist bewegt, ganz einfach.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Fr 7. Dez 2018, 14:57

Der Beweis dafür, dass sich die Relativität der Gleichzeitigkeit aus den Effekten, welche sich innerhalb der Einsteinschen Gleichzeitigkeits-Anordnung zeigen, nicht ableiten lässt.

IMG_4285.PNG
IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1946-mal betrachtet


Wir betrachten erneut dieselbe Situation.
Zwei gleich ausgerichtete Bezugssysteme K und K' nähern sich im luftleeren Raum einander. Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Es werden auf K zwei Sender gleichzeitiger, kugelförmiger Lichtimpulse installiert.
Aus der Perspektive von K' erfolgen die gleichzeitigen Lichtimpulse nicht gleichzeitig. Während sich K' dem Bezugssystem K nähert, erfolgt das eine Ereignis aus der Perspektive von K' stets früher als das andere. Der selbstverständliche Grund dafür ist die Position der Sender der Lichtimpulse bezüglich K'.
Für Einstein ist das ein ausreichender Grund, darin die Relativität der Gleichzeitigkeit zu erkennen und diese in die Physik einzuführn...Es scheint bis heute begründet zu sein: das, was aus Sicht eines Bezugssystems gleichzeitig geschieht, geschieht ja aus Sicht eines anderen nicht gleichzeitig.
Doch hier begeht Einstein einen fatalen und einen unverzeihlichen Fehler: die von ihm erkannte Relativität, betrifft nämlich nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse.
Ich kann das sogar beweisen, indem ich während des Anflugs von K' die Ausrichtung der Anordnung K verändere.
Ich positioniere K rechtwinklig bezüglich der Bewegungsrichtung von K' so, dass K' nun durch die Mitte von K hindurchkommen muss.

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IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1956-mal betrachtet


Das, was aus der Perspektive von K' nicht gleichzeitig geschah, geschieht nun aus seiner Perspektive gleichzeitig.
Es hat sich aus Sicht vom K nichts verändert. Die Entfernung der Sendepunkte voneinander, die Frequenz und die Amplitude der gleichzeitigen Lichtimpulse ist unverändert geblieben.
Sämtliche physikalischen Eigenschaften des Bezugssystems K', wie seine Geschwindigkeit, Ausrichtung, Länge, Position der Bestandteile innerhalb des Systems etc. sind unverändert geblieben. Auch die Physikalischen Eigenschaften des Systems K haben sich, außer seiner Ausrichtung bezüglich K', nicht verändert.
Trotzdem: die Ereignisse, welche nur innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig geschahen, geschehen nun aus der Perspektive von K' ebenso gleichzeitig.
Was ist passiert?
Veränderte sich etwa die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse?
Nein, es hat sich in der Anordnung nichts außer der Ausrichtung von K bezüglich K' geändert. Diese Veränderung hatte keinen Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse. Es bestand auch keinerlei kausale Verbindung zwischen dem, was mit K geschah und dem, was sich innerhalb von K' abspielte.
Fazit: Es ist nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse innerhalb des Bezugssystems K, welche als relativ zu bezeichnen ist - diese bleibt unverändert - die gleichzeitigen Ereignisse behalten ihre zeitliche Eigenschaft beständig bei - ihre Gleichzeitigkeit ist invariabel (absolut)...relativ ist offenkundig nur die Wahrnehmung ihrer Gleichzeitigkeit.
Diese ist sehr wohl abhängig von der Ausrichtung der Systeme K und K' in Beziehung zueinander - die Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit steht in Relation zu der Ausrichtung von K bezüglich der Bewegungsrichtung von K'.

Es war 1905, genau wie es auch heute ist, unzulässig, aufgrund der Relativität der Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, auf die Relativität der Gleichzeitigkeit als solcher zu schliessen, qed.




Prinzip:
Wenn eine logische Voraussetzung (a) der Implikation "wenn (a), dann (b)" falsch ist, dann lässt sich anhand (a) überhaupt keine sinnvolle Aussage über (b) treffen.


Lässt es sich einerseits über die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B auf diese Weise sinnvoll entscheiden:

Abbildung a)
IMG_4284.PNG
IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1956-mal betrachtet


und lässt es sich andererseits (zugleich) über dieselbe Gleichzeitigkeit derselben Ereignisse A und B gar nicht entscheiden:

Abbildung b)
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IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1946-mal betrachtet


, dann haben wir mit einem kleinen Problem zu tun, und zwar mit dem Problem der "Relativität der Gleichzeitigkeit".
Haben wir nämlich bereits einmal und über jeden Zweifel die Gleichzeitigkeit beider Ereignisse erkannt (Abb. a), dann gilt diese Erkenntnis unabhängig vom Ergebnis der Messung, welche über jeden Zweifel ergibt, dass zwischen den Ereignissen A und B keine Gleichzeitigkeit besteht (Abb. b).

Welche sinnvollen Aussagen lassen sich dann über die "Relativität der Gleichzeitigkeit" noch treffen?
Zuletzt geändert von Zasada am Sa 8. Dez 2018, 00:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Fr 7. Dez 2018, 14:59

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wo steht das bei Einstein? :lol:

Muss immer angegeben werden aus wessen Sicht beschrieben wird, sonst ist es sinnlos.
.

Das musst du Einstein sagen.

Auf jeden Fall behauptet Einstein, dass sich das Licht im ruhenden System mit c bewegt und im bewegten mit c+v und c-v. :lol:
Zuletzt geändert von Lagrange am Fr 7. Dez 2018, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Fr 7. Dez 2018, 15:03

Lagrange hat geschrieben:Wo steht das bei Einstein? :lol:
Im 1. Postulat der SRT: Es gelte das Relativitätsprinzip in allen Inertialsystemen.

Das Problem ist aber, dass das RP gar nicht gelten kann, wenn bereits festgestellt wurde, dass eine Geschwindigkeit plötzlich doch absolut sein kann.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Fr 7. Dez 2018, 15:06

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wo steht das bei Einstein? :lol:
Im 1. Postulat der SRT: Es gelte das Relativitätsprinzip in allen Inertialsystemen.



In diesem Faden geht es um die Gleichzeitigkeit und um das Bild:

Bild
Das Problem ist aber, dass das RP gar nicht gelten kann, wenn bereits festgestellt wurde, dass eine Geschwindigkeit plötzlich doch absolut sein kann.

Genau.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Fr 7. Dez 2018, 15:08

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Das kann man so eigentlich nicht sagen: Das RP nach Galileo ist auch heute noch 100% für IS gültig. Darüberhinaus gilt es in der moderne Physik zusätzlich auch für Trägheitskräfte, also beschleunigte BS.
Auch von IS wusste Galilei noch nichts. IS sind darüber hinaus auch nur ein Konzept und es sind nicht Bezugssysteme, die sich zueinander bewegen, sondern Objekte, inkl. Photonen. Das RP nach Galilei ist heute nicht mehr 100%ig gültig, weil es nur noch für ein Konzept und nicht mehr für Objekte gültig ist.

1. Na klar kannte Galileo IS. Er hat das nur anders als man es heute macht ausgedrückt (Auszug):
Ihr werdet – wenn nur die Bewegung gleichförmig ist und nicht hier- und dorthin schwankend – bei allen genannten Erscheinungen nicht die geringste Veränderung eintreten sehen. Aus keiner derselben werdet Ihr entnehmen können, ob das Schiff fährt oder stille steht.
Solange wir also von IS sprechen, trifft das RP von Galilei voll zu.

2. Auch Bezugssysteme können sich bewegen. Vom Ursprung des BS (0,0) beschreibt man die Lage der Objekte. Aber selbstverständlich beschreibt man auch die Lage eine anderen Bezugssystems BS', das sich zu BS bewegen kann. Das ist ja gerade der Witz an der Sache.
Bsp:
- Die Vermessung des Bahndamms und der Zugmitte von einer bestimmten Stelle des Bahndamms aus. Je nach Zeitpunkt der Messung befindet sich der Zug woanders.
Szenenwechsel.
- Die Vermessung des Zuges und des Bahndamms von der Zugmitte aus. Je nach Zeitpunkt der Messung befinden sich die Orte des Bahndamms woanders. U.a. auch die Stelle, wo im obigen Fall der Bahndamm vermessen wird.

Das ist das RP-Prinzip angewendet zu:

Jetzt hat man die Ursprünge beider Bezugssysteme (Meßstelle am Bahndamm und Zugmitte) und die Geschwindigkeit v des Zuges oder des Bahndamms und die Lage der Bezugssysteme aus jeweils der Sicht des anderen zu bestimmten Zeitpunkten. Also Meßstelle Bahndamm kennt die Koordinaten der Zugmitte und Zugmitte kennt die Koordinaten der Meßstelle Bahndamm.

Anhand dieser Daten kann die Meßstelle am Bahndamm sogar den Ort der Inneneinrichtung des Zuges präzise zu jedem Zeitpunkt in der eigenen Karte angeben, obwohl dies nur von der Zugmitte vermessen wurde.
Die Meßstelle Bahndamm reicht dabei die Kenntnisse über örtliche und zeitliche Beziehung zur Zugmitte und die lokalen Daten der Vermessung der Inneneinrichtung durch die Zugmitte.

Von der Karte der Meßstelle Bahndamm auf die Karte der Zugmitte zu schließen nennt man Transformation. Im einfachsten Fall mit y<<c reicht eben die Galileo-Transformation und über den Fall v~c streiten wir uns :D

Wie man leicht sieht erzählt Zasada also großen Quatsch. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Mikesch am Fr 7. Dez 2018, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Fr 7. Dez 2018, 15:11

Mikesch hat geschrieben:
2. Auch Bezugssysteme können sich bewegen.

Was du nicht sagst? :lol:

Damit sie sich bewegen musst du die beschleunigen.
Wie machst du das? :lol:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Fr 7. Dez 2018, 15:17

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Zasada hat genau Einsteins Experiment nachgebildet. :lol:

Nö, bei Einstein ruht der Bahnsteig nicht relativ zum Zug, so wie Zasada das immer wieder schreibt und sich davon auch nicht abbringen lassen will.



Bezogen auf was ruht der Bahndamm denn?
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Fr 7. Dez 2018, 15:23

McMurdo: "Wenn er [Bahndamm] sich unter dir bewegt ist er bewegt in deinem Bezugssystem und ruht nicht relativ zu dir. Geht nicht und mit diesem Fehler am Anfang deuner Idee ist die ganze Idee sinnlos und falsch."

Jetzt nehmen wir diese "überragende Logik" ausenander, diese Schande.

Du vermengst unzulässig das Bezugssystem "Bahndamm" mit dem BS "Zug".
Das Bezugssystem "Bahndamm" kann sich nicht in "meinem" Bezugssystem "Zug" bewegen. Du kannst dich darin in Richtung Klo bewegen, höchstens.
Das Bezugssystem Bahndamm kann sich nur bezogen auf mein Bezugssystem bewegen, nicht in ihm, weil sich Bahndamm nicht in meinem Zug befinden kann. Geht nicht. Es ist nämlich kein Bestandteil des Systems "Zug".
Darf nicht zum Zug dazugerechnet werden.

Wenn bei dir diese Anfangsbedingung schon falsch ist, ist alles, was noch folgt falsch und nicht der Rede wert.
Du hast einfach keine Ahnung.
These: Du bist ein Ignorant.

Beweis:

Du erzählst Wurscht und Käse, wenn Du behauptest, der Bahndamm sei "im Bezugssystem Zug bewegt".

Das ist kein Käse, selbstverständlich bewegt sich der Bahndamm im Bezugssystem "Zug".

Der Zug ist bezogen auf den Bahndamm bewegt.

Aus Sicht des Bezugsystem "Bahndamm" selbstverständlich.

Der Bahndamm ruht bezogen auf den Zug (genau so, wie ich es sage)

Nö, schau einfach ausm Fenster, der BAhndamm bewegt sich aus Sicht des Zuges.

Wenn etwas im Bezugssystem Zug bewegt ist, dann Du, wenn Du zur Toilette gehst, oder die Orange, welche ich in die Luft werfe, nicht aber der Bahndamm.

Natürlich kann auch ich mich im Bezugssystem "Zug" bewegen aber es geht ja um den Bahndamm, der bewegt sich unterm Zug weg, aus Sicht des Zuges.

Unverzeihlich...und Du besitzt noch die Frechheit zu sagen "Geht nicht und mit diesem Fehler am Anfang deuner Idee ist die ganze Idee sinnlos und falsch"...

Ist sie ja auch. Ganz eindeutig. Aus Sicht des Zuges ist der Bahndamm bewegt und kann nicht relativ zum Zug ruhen. Da du hier schon überfordert bist ist der Rest bloß sinnloses Geschwurbel, da du nicht mal die Prämissen richtig setzten kannst um überhaupt nur ansatzweise zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen.


Qed.
Zuletzt geändert von Zasada am Fr 7. Dez 2018, 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
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