Ich rotiere die Lichtuhr-Anordnung von Albert Einstein um 90°, sodass sie nun nicht senkrecht, sondern parallel zur Bewegungsrichtung ausgerichtet ist. Ich verändere damit komplett ihren geometrischen Kontext und den Kontext des Lorentz-Formalismus der Speziellen Relativitätstheorie (viewtopic.php?f=6&t=851&start=140#p131173).
Es zeigt sich, dass das Lichtuhr-Modell anisotrop ist (RP-Widrigkeit).
Es zeigt sich namentlich, dass die Bahnkurven der innerhalb der bewegten Lichtuhr schwingenden Photonen nicht dreieckig, sondern linear verlaufen, womit der Satz von Pythagoras auf diese nicht anwendbar ist.
Dies führt konsequenterweise dazu, dass sich auch die Ableitung des Lorentz-Faktors als undurchführbar erweist.
Es fällt damit das relativistische Gebäude der geometrisch bedingten Zeitdilatation: eines der fundamentalen Postulate der Speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein.Das Lichtuhr-Modell als geometrische "Voraussetzung" der Zeitdilatation: Der Vergleich zwischen vertikaler und horizontaler Ausrichtung.These A:Die Behauptung, das Photon hätte bei einer bewegten Lichtuhr-Anordnung eine längere Strecke zu bewältigen als bei einer ruhenden, ist falsch.Die obige These zu beweisen, dürfte an sich schwierig sein, da ich jedoch gezeigt habe, dass die Gegenbehauptung bar ihrer als unerschütterlich geglaubten geometrischen Grundlage ist, nehm ich das Risiko auf mich und führe einen Beweis.
Wir haben hier in erster Linie mit folgendem Problem zu tun.
Ist der Lorentz-Formalismus korrekt, so muss sich das Relativitätsprinzip als falsch erweisen. Gilt das Relativitätsprinzip jedoch, so erweist sich als Konsequenz der Lorentz-Formalismus als falsch.
Wenn es nämlich stimmt, was Relativitätsprinzip besagt, dass es in der Natur kein bevorzugtes Bezugssystem geben kann; dass alle Bezugssysteme und alle Richtungen gleichberechtigt sind, dann gelten konsequenterweise überall und in jedem Bezugssystem dieselben Naturgesetze.
Wenn sich also herausstellt, die Geometrie (namentlich geometrische oder mechanische Konstellation der Bezugssysteme) könnte in den Systemen unterschiedliche Natureigenschaften induzieren, dann muss das entweder damit zusammenhängen, dass nicht alle Richtungen und nicht alle Bezugssysteme in der Natur gleichberechtigt sind, oder damit, dass dies gerade der Fall ist, und dass das Postulat, die Geometrie könne unterschiedliche Natureigenschaften in den Systemen induzieren, falsch sei.
Es hat sich gezeigt, dass die Eigenschaften der bewegten Lichtuhr, abhängig von ihrer Ausrichtung hinsichtlich der Bewegungsrichtung sind, bzw. dass sie unterschiedliche geometrisch-mechanische Interpretationen des Naturgeschehens erlauben.

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Die vertikale Ausrichtung ruft die Zeitdilatation auf den Plan. Sie führt über Pythagoras zum γ-Faktor, d.h. sie verleiht der Relativitätstheorie ihr geometrisches Fundament. Die horizontale Ausrichtung dagegen, ruiniert diesen geometrischen Kontext vollständig.
These a:Die Mechanik einer bewegten und zur Bewegungsrichtung parallel ausgerichteten Lichtuhr bewirkt keine Dilatationseffekte in bezug auf das ruhende Referenzsystem.Beweis der These a:Schwingt ein Photon zwischen den Spiegeln einer bewegten Lichtuhr, so ist seine Schwingung innerhalb seines eigenen Bezugssystems K' vollständig symmetrisch, und zwar unabhängig von der jeweiligen Ausrichtung der Lichtuhr und unabhängig von der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von K'.
Dieselbe Schwingung aber aus Sicht eines im Referenzsystem K ruhenden Beobachters, soll nach Einstein bewegungsabhängige Dilatationseffekte hervorrufen. Wir werden im weiteren Verlauf beweisen, dass dies gar nicht der Fall ist, wir wollen aber zuerst der Frage nachgehen, ob in einer bewegten, und parallel zur Bewegungsrichtung ausgerichteten Lichtuhr asymmetrische Effekte auftreten oder nicht.

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Der vollständige Schwingungszyklus eines Photons der parallel zur Bewegungsrichtung ausgerichteten Lichtuhr.Der Zyklus.Die Länge der Strecke, die ein Photon zwischen den Spiegeln innerhalb von t bewältigen muss, ist davon abhängig, ob es sich in oder gegen die Richtung der Bewegung von K' fortpflanzt. Bewegt sich das Photon in die Richtung der Bewegung von K', so bewältigt es neben der Strecke zwischen den Spiegeln auch diejenige Strecke, welche das System K' innerhalb von t insgesamt bewältigt (ist

und

, so beträgt die Strecke, die innerhalb von t bewältigt wird [u - v]: klassisches Additionstheorem der Geschwindigkeiten)
Bewegt sich dasselbe Photon gegen die Richtung der Bewegung von K', so bewältigt es die Strecke zwischen den Spiegeln minus diejenige, welche von K' innerhalb derselben Zeit t bereits zurückgelegt wurde (ist

und

, so beträgt die Strecke, die innerhalb von t bewältigt wird [u + v]: klassisches Additionstheorem der Geschwindigkeiten).
Die Streckendifferenzen zwischen

und

werden im Schwingungszyklus des Photons kompensiert - es treten in bezug auf K keine Zeitdilatations- und keine Längenkontraktionseffekte auf.
Die Mechanik der bewegten und horizontal ausgerichteten Lichtuhr kann also vollständig klassisch beschrieben werden.
Die Gültigkeit der
These a ist somit erwiesen.
Doch auch diejenigen Objekte, deren Bewegung mithilfe der klassischen Mechanik beschrieben werden kann, zeichnen aufgrund ihrer Relativgeschwindigkeit Bahnkurven, welche denjenigen entsprechen, welche von den Photonen einer mit relativistischer Geschwindigkeit bewegten Lichtuhr gezeichnet werden.
Betreffen die gezeichneten Bahnkurven die Geschwindigkeit der Bewegung der Objekte (wie Orangen im Zug oder Photonen im K')?
Verlängern sich die Strecken der bewegten Objekte, welche in bewegten Bezugssystemen mitgeführt werden, tatsächlich?
Beweis der These A:Eine Orange, die im ICE-Zug bei 200 km/h in die Luft geworfen wird, bewältigt während ihres kurzen Flugs eine beträchtliche Strecke in bezug auf den Bahndamm. Ihre Bahnkurve, vom Bahndamm aus betrachtet, ähnelt vage den Hypotenusen zweier aneinander gestellten rechtwinkligen Dreiecke.

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Wäre die Höhe h und die Zeitdauer t des Orangenwurfs bekannt, so könnte die vom ICE-Zug zurückgelegte Strecke s und damit die Länge dieser Hypotenusen mittels des pythagoreäischen Satzes ziemlich genau bestimmt werden.
Obwohl die Strecke, welche von der im Zug in die Höhe geworfenen Orange in bezug auf den Bahndamm zurückgelegt wird, erheblich länger ist, als dieselbe Strecke, welche dieselbe Orange im Bezugssystem "Zug" tatsächlich zurücklegt, ließe sich aufgrund dessen trotzdem kein zeitlicher Unterschied und
keine Verlangsamung der Systemzeit im rasenden Zug feststellen (daher auch keine Verlangsamung seiner Geschwindigkeit).
Der messbare Streckenunterschied zwischen Zug und Bahndamm besäße keinen Einfluss auf die Zeit - er beträfe zwei getrennte, unabhängige, sich nicht zeitlich und nicht mechanisch beeinflussende Bezugssysteme: das Bezugssystem "Zug", in dem die Orange eine lineare up-down-Bahn zeichnet und das Bezugssystem, in dem die Bahnkurve der Orange, durch die Geschwindigkeit ihres Bezugssystems, vom Beobachter verzerrt wahrgenommen wird.
Diese Verzerrung hat einen einfachen Grund: die Bezugssysteme sind in dem Sinne unabhängig voneinander, dass in ihnen dieselben Naturgesetze gültig sind, dieselben Naturgesetze auf sie wirken. Diese können sich nicht gegenseitig beeinflussen (würden sich Naturgesetze gegenseitig beeinflussen, könnte das Relativitätsprinzip nicht universal gelten).
Dasselbe gilt für die relativistisch "zeitdilatierte" Lichtuhr: die Photonen müssen anhand der Bewegung keine längere Strecke zurücklegen. Diese ist stets gleich lang. Die Verzerrung betrifft ausschliesslich das Signal, das vom Beobachter wahrgenommen wird, bzw. sie betrifft die Mathematik, die hinter dem Lorentz-Faktor steht.
Diese Mathematik sieht die Existenz der verlängerten Wegstrecke zwischen den Spiegeln der bewegten Lichtuhr vor.
Diese Mathematik zwingt uns einen nichtexistenten Sachverhalt auf.
Sobald die Lorentzfaktor-Ableitung aber als ungültig erkannt wird, wird auch klar, dass es keine geometrische Legitimierung der relativistischen Betrachtungsweise existiert und dass ihre Konsequenzen deshalb als ungültig zu bezeichnen sind.
Beweis:
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2 Meter/s = v Mechanismus
100km/h = 27,778 m/s
200km/h = 55,5556 m/s = v Zug
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Entwerfe ich einen Mechanismus, der eine Kugel zwischen zwei um einen Meter entfernte Extrema mit einer konstanten Frequenz von 2 Hz schwingen lässt, und positioniere ich diesen Mechanismus in einer vertikalen Ausrichtung in einem ICE Zug, der sich mit einer konstanten Geschwindigkeit von v = 200 km/h bewegt, so braucht die Kugel im Zug eine Sekunde, um die Entfernung von 2 Metern (der vollständige Schwingungszyklus der Kugel) zu bewältigen.
Um dieselbe Entfernung zurückzulegen, legt die Kugel in einer Sekunde aus der Perspektive des ruhenden Betrachters die Entfernung von 55,536 Meter zurück. Der Zeitdilatationseffekt, müsste sich notwendig zeigen (diese Zeitdilatation trete anhand der Konstanz der Zug- und der Kugelgeschwindigkeit, nicht anhand der konstanz der Lichtgeschwindigkeit auf).
Die Mechanik meiner Anordnung entspricht der Mechanik der Einsteinschen. Es sind nur unterschiedliche Geschwindigkeiten im Spiel. Diese behalten aber ihre Maßstab-Proportionen. Sie sind daher miteinander vergleichbar.
Diese Tatsache erlaubt es mir, folgende Rechnung aufzustellen.

:


Während die Kugel im Zug eine Sekunde braucht, um die Entfernung von 2m zu bewältigen, bewältigt sie innerhalb von derselben Sekunde aus Sicht eines ruhenden Referenzsystems 55,536 Meter.
Dadurch, dass sich in meiner Anordnung kein Zeitdilatationseffekt zeigt, obwohl die Mechanik meines Versuches der Mechanik der Einsteinschen Anordnung entspricht, ist davon auszugehen, dass auch in der Einsteinschen Anordnung keine Dilatationseffekte auftreten.
Dies, weil es zum einen keine Begründung für die Einführung des Lorentz-Faktors gibt (dies reicht bereits als ein gültiger Gegenbeweis aus), und zum anderen, weil die gemeinsame Mechanik der Anordnungen impliziert keine Notwendigkeit der Einführung der Zeitdilatation (diese Mechanik ist nämlich symmetrisch und klassisch: es kann nicht sein, dass eine besimmte Positionierung der Einsteinschen Lichtuhr unter spezifischen Umständen die Zeitdilatationseffekte zeitigt, eine andere Positionierung dagegen, unter denselben physikalischen Umständen, nicht.)
Damit ist die These A sowohl geometrisch als auch physikalisch bewiesen.