Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Positronium » Mi 17. Apr 2019, 17:22

Danke McMurdo,

eure Beiträge lese ich gerne.
Zasada c&p-Beiträge scroll ich eh weg.
Der Rest der Kritiker"beiträge" besteht ja eh aus
- physikalischem Unverständnis
- Beleidigungen (inkl. voll origineller Veränderungen von Usernamen)
- Gifs
... naja, dem üblichen crackpot-getue halt.

Nichts wirklich wichtiges, dass es zu lesen lohnt
Positronium
 
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Mi 17. Apr 2019, 17:24

Zasada hat geschrieben:Ach McTroll
Meinst du deine durchsichtigen Witzchen beeindrucken jemand?

Das du deine Idee auf meinen Hinweis hin abgeändert hast ist ja kein Witz. Kann jeder nachlesen.
McMurdo
 

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Mi 17. Apr 2019, 17:34

Wessen Puppe ist Harmonium?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Mi 17. Apr 2019, 17:34

So resolut als stiller Mitleser.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Mi 17. Apr 2019, 17:57

Der konstituierende Kategorienfehler der RdG.

Wir betrachten aus gegebenen Anlaß einen zusammenhängenden Abschnitt eines Originaltextes von Albert Einstein:

"Wir werden sogleich zeigen, dass die Blitzeinschläge A und B in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, so bedeutet dies: die von den Blitzorten A und B ausgehenden Lichtstrahlen begegnen sich in dem Mittelpunkt M der Fahrdammstrecke A - B. Den Ereignissen A und B entsprechen aber auch Stellen A und B im Zug. Es sei M' der Mittelpunkt der Strecke A - B des fahrenden Zuges. Dieser Punkt M' fällt zwar im Augenblick der Blitzeinschläge (vom Farhdamm aus beurteilt!) mit dem Punkt M zusammen, bewegt sich aber in der Zeichnung mit der Geschwindigkeit v des Zuges nach rechts.

Bild

Würde ein bei M' im Zug sitzender Beobachter diese Geschwindigkeit nicht besitzen, so würde er dauernd in M bleiben, und es würden ihn dann die von den Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreichen, d.h., diese beiden Strahlen würden sich gerade bei ihm begegnen.
In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden."

Bild
_________________________________________________________________
[Nebenbei bemerkt: Ein exzellentes Beispiel der Missachtung eigener Prinzipien - Einstein argumentiert hier nicht im Sinne des relativistischen Additionstheorems der Geschwindigkeiten, sondern verwendet plump klassisches "c+v/c-v" - Argument. Er widerspricht somit höchst persönlich seiner eigenen Theorie, und zwar noch während er sich bemüht, diese zu begründen.]
_________________________________________________________________

Einstein spricht hier noch von "Lichtstrahlen", die jeweils von A und B herkommen. "Lichtstrahlen" sind bis zur dieser Stelle Signale, welche von den Blitzschlag-Ereignissen A und B ausgelöst werden.
Im nächsten Absatz verändert Einstein jedoch vollständig den physikalischen Kontext:

"Die Beobachter, welche den Zug als Bezugskörper benutzen, müssen also zu dem Ergebnis kommen, der Blitzschlag B habe früher stattgefunden als der Blitzschlag A."

Hier spricht Einstein nicht mehr von "Lichtstrahlen", welche den Beobachter früher oder später erreichen, sondern bezeichnenderweise von Ereignissen A und B, die für Beobachter im Zug früher oder später stattfinden.
Er besiegelt die Gültigkeit dieser neu und fehlerhaft eingeführten Bedeutung, indem er folgendes hinzufügt.

"Wir kommen also zu dem wichtigen Ergebnis:

Ereignisse, welche in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt."

Einstein spricht hier von denselben Phänomenen, von denen er gerade noch als von Signalen sprach, die "den im Zug sitzenden Beobachter" früher oder später erreichen - er spricht von diesen Phänomenen nun als von den Ereignissen A und B, die abhängig vom Bezugspunkt gleichzeitig oder nicht gleichzeitig sind.

Der Kategorienfehler ist evident.
Dieser wird von Einstein nicht erkannt und nicht korrigiert (von seinen Apologeten seit über 100 Jahren ganz zu schweigen)
Dieser Kategorienfehler steht am Anfang einer abenteuerlichen Konstruktion, die Einstein als "Relativität der Gleichzeitigkeit" bezeichnet. Diese führt dazu, dass die Relativität der Zeit als logisch konsequent in die Physik eingeführt wird...mit all den anknüpfenden Konsequenzen und Folgen.

Am Anfang der logischen Schlüssigkeit der Relativitätstheorie steht also ein peinlicher logischer Fehler. Dies wird angesichts der später erlangten Bedeutung der Theorie erst jetzt als disqualifizierend erkannt.



Kommentar.

"In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B herkommenden Lichtstrahl entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl früher sehen, als den von A ausgehenden."

...Der Beobachter im Zug muss das Licht um den Betrag der Zuggeschwindigkeit v "überholen", um den Lichtstrahl der Lichtquelle B vor dem der Lichtquelle A zu sehen, während er exakt den Mittelpunkt M passiert.
Erinnerung: Punkt M wird von den beiden von Blitzschlägen A und B ausgehenden Lichtstrahlen gleichzeitig erreicht...("diese beiden Strahlen würden sich gerade bei ihm begegnen").


Erinnerung Wikipedia:..."die Lichtgeschwindigkeit hängt nicht vom Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers ab"

Wenn die Lichtgeschwindigkeit nicht vom Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers abhängt, dann besitzt sie im Punkt M der Einsteins-Anordnung stets denselben Wert, unabhängig davon, aus welchem Bezugssystem sie gemessen wird, und unabhängig davon, ob sich der Empfänger, der zu ihrer Messung verwendet wird, bewegt oder nicht.
Die Lichtstrahlen, welche von den Ereignissen A und B herkommen, begegnen sich stets exakt im Mittelpunkt M auch dann, wenn der Zug diesen Punkt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit passiert und ihre Ankunft misst - seine Bewegung spielt für die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen, und konsequenterweise für die Gleichzeitigkeit ihrer Ankunft bei M keine Rolle.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Mi 17. Apr 2019, 18:02

Tja, wäre die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen gleich, müsste das Licht alle Beobachter gleichzeitig erreichen.

Die Theorie ist unsinnig.

http://mahag.com/neufor/viewtopic.php?p=136292#p136292
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Mi 17. Apr 2019, 18:37

Zasada hat geschrieben:Die Lichtstrahlen, welche von den Ereignissen A und B herkommen, begegnen sich stets exakt im Mittelpunkt M auch dann, wenn der Zug diesen Punkt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit passiert und ihre Ankunft misst - seine Bewegung spielt für die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen, und konsequenterweise für die Gleichzeitigkeit ihrer Ankunft bei M keine Rolle.

Tja, sowas passiert eben wenn man Bezugssysteme nicht kennt.
Für jeden 5. Klässler ist es natürlich völlig logisch: wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher. Wenn ich mich von der Lichtquelle weg bewege dementsprechend später. Nur für Kritiker ist das irgendwie ein unüberwindbares Hindernis diesen Twist zu kriegen.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Mi 17. Apr 2019, 18:45

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Die Lichtstrahlen, welche von den Ereignissen A und B herkommen, begegnen sich stets exakt im Mittelpunkt M auch dann, wenn der Zug diesen Punkt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit passiert und ihre Ankunft misst - seine Bewegung spielt für die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen, und konsequenterweise für die Gleichzeitigkeit ihrer Ankunft bei M keine Rolle.

Tja, sowas passiert eben wenn man Bezugssysteme nicht kennt.
Für jeden 5. Klässler ist es natürlich völlig logisch: wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher. Wenn ich mich von der Lichtquelle weg bewege dementsprechend später. Nur für Kritiker ist das irgendwie ein unüberwindbares Hindernis diesen Twist zu kriegen.

Müll!
Du musst Bezugssysteme lernen.

Beispiel: Briefträger und McBlöd. :lol:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Do 18. Apr 2019, 05:46

Lagrange hat geschrieben:Müll!
Du musst Bezugssysteme lernen.

Beispiel: Briefträger und McBlöd. :lol:

Ich sags ja, den Dreh kriegen die Kritiker nicht. Auch der Briefräger muss weniger Strecke zurücklegen. Ist nun mal einfach so. Sieht und versteht jeder, ausser Lagrange und Zasada.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Do 18. Apr 2019, 05:48

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Die Lichtstrahlen, welche von den Ereignissen A und B herkommen, begegnen sich stets exakt im Mittelpunkt M auch dann, wenn der Zug diesen Punkt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit passiert und ihre Ankunft misst - seine Bewegung spielt für die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen, und konsequenterweise für die Gleichzeitigkeit ihrer Ankunft bei M keine Rolle.

Tja, sowas passiert eben wenn man Bezugssysteme nicht kennt.
Für jeden 5. Klässler ist es natürlich völlig logisch: wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher. Wenn ich mich von der Lichtquelle weg bewege dementsprechend später. Nur für Kritiker ist das irgendwie ein unüberwindbares Hindernis diesen Twist zu kriegen.


Tja, ich schlage vor, bevor ich dir erkläre dass und warum du irrst, dass wir diesen idiotischen Gesprächstil ad acta legen. Niemand ist hier 5-Klässler, Ignorant, beschränkt etc. nur deshalb, weil er Einsteins Theorie nicht glaubt.
Es gibt dafür etliche Gründe, die nicht durch Spott, sondern lediglich und eventuell durch sachliche Argumentation infrage gestellt werden können.

Zum Thema:
Du hast natürlich Recht darin, indem Du behauptest, dass "wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher".
Ist ein gültiges Argument - es findet bloß keine Anwendung in der Anordnung von Einstein, denn es wird in dieser Anordnung die Situation exakt in dem Augenblick betrachtet (gemessen), in dem Punkte M des Bahndammes und M' des Zuges zur Deckung kommen.
Die Messung findet punktuell statt und betrifft den Mittelpunkt der Strecke AB, bei dem sich die Lichtstrahlen der Blitz-Ereignisse A und B begegnen.
Wenn die Messung in diesem Augenblick von M' aus vorgenommen wird, in dem die besagten Lichtstrahlen zugleich den Punkt M erreichen, dann müssen sie von M' gleichzeitig und nicht nacheinander detektiert werden (es wird vorausgesetzt: "die Lichtgeschwindigkeit ist konstant und hängt nicht vom Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers ab").
Wenn aber der Wert der Lichtgeschwindigkeit konstant, und nicht vom Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers abhängig ist, dann spielt die Geschwindigkeit (Bewegungszustand) von M' für den gemessenen Wert c der Geschwindigkeit der Lichtstrahlen A-M und B-M keine Rolle.
Beide Lichtstrahlen müssen sich im Augenblick der von M' durchgeführten Messung im Punkt M der Anordnung begegnen, sonst würde nicht die Aussage "die Lichtgeschwindigkeit ist konstant und hängt nicht vom Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers ab", sondern ihr Gegenteil gültig sein.
Beide Lichtstrahlen müssen sich im Augenblick der von M' durchgeführten Messung im Punkt M der Anordnung begegnen, sonst stimmen die Maxwell Gleichungen nicht.
Zuletzt geändert von Zasada am Do 18. Apr 2019, 06:05, insgesamt 1-mal geändert.
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