Kondensat74 hat geschrieben:
für den jeweiligen beobachter ist die LK völlig real. es ist das, was ER beim ANDEREN sieht! wenn er von dem vorbeifliegenden ein foto macht, und MISST(!) die länge seines raumschiffs, stellt er eben die genannten effekte fest! umgekehrt genauso! wo ist das problem? das wort relativ beschreibt doch nur, dass es vom beobachter abhängt, WAS er WIE sieht und misst!
Die Phrase
für den jeweiligen beobachter ist die LK völlig real ist kein sinnvoller Satz. (Auch) Einstein meinte, ein jeder Naturwissenschaftler muss voraussetzen, dass es da draußen die eine objektive Wirklichkeit gibt, die er beschreiben will. Multiple Realitäten sind ausgeschlossen, solange wir von Wahrheit im Sinne der von Aristoteles bis Tarski gepflegten Korrespondenztheorie der Wahrheit ausgehen, wie sie von den Naturwissenschaftlern seit den alten Griechen vorausgesetzt wird.
Meine Tastatur hier hat eine bestimmte Breite, die völlig unabhängig davon ist, ob jemand hier quer vorbeirauscht und dabei versucht, sie zu ermitteln. Wenn hier gleich 5 Leute ankommen und 5 verschiedene Meßwerte präsentieren, und mit diesen behaupten, vorhin, als sie vorbeirauschten, habe die Tastatur real eine andere Breite gehabt als jetzt, wo sie neben mir stehen, dann wird man annehmen müssen, dass sie seinerzeit vom Wickeltisch gefallen sind. Warum? Weil eine Tastatur zu einem Zeitpunkt genau eine Breite hat.
Der SRT-Adept behauptet nun, es sei nicht entscheidbar, welcher Meßwert der objektiv richtige sei. Dann mag er sich anstelle der Tastatur eine Drehbank vorstellen, an der gerade eine Welle hergestellt wird. Alle Beteiligten begeben sich in verschiedene Inertialsysteme und messen Höhe und Breite des Querschnitts der Welle. Ein jeder kann sofort erkennen, dass er Mist mißt, wenn Höhe und Breite nicht übereinstimmen. Er kann den Unterschied zwischen Schein und Sein eindeutig erkennen.
Nur ein Ignorant kann behaupten, der Mensch sei verdammt, Schein und Sein nicht unterscheiden zu können. Der SRT-Adept hat eine Vorliebe für Gedankenexperimente, in denen die Unterscheidung schwierig oder unmöglich ist. Das aber ist eine schlechte Angewohnheit. Er verbaut sich seine Wahrheitsfähigkeit. Die Wahrheitsfähigkeit für die Galileo Galilei mit der Kurie stritt.
Gruß
Faber