Invarianz der LG

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Geschwindigkeit

Beitragvon Kurt » Mo 14. Jun 2010, 22:09

rmw hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Es wird weder die Geschwindigkeit , noch wie lang es jeweils unterwegs war, gemessen, sondern lediglich festgestellt dass es in jede horizontale Richtung gleich läuft.

Ja genau das wollte ich zum Ausdruck bringen.


Und daraus ziehen manche die Erkenntnis das Licht eine Konstante in seinem Ausbreitungsverhalten hat.
Das geht sogar so weit dass das Verhalten von Licht auf einer zum Lichtleitbezug unbewegten Strecke auch für bewegte Sender/Empfänger gilt.
Wo ist da wohl die Logik geblieben, wem, welchem Postulat, wurde diese wohl geopfert?
Es wäre ja noch nachvollziehbar wenn dieser Fehler als solcher eingestanden würde.
Jedoch sich hinstellen und stramm behaupten dass dieses Verhalten ja vieltausendfach bestätigt ist, ist doch schon etwas sehr seltsam.
Noch dazu wo es keinerlei Beweise dafür gibt, nie eine Bestätigung erbracht wurde.
Ja wie denn auch, ist nicht, geht nicht.

Gruss Kurt
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Di 15. Jun 2010, 08:30

Hallo Kurt !

Jedoch sich hinstellen und stramm behaupten dass dieses Verhalten ja vieltausendfach bestätigt ist, ist doch schon etwas sehr seltsam.
Noch dazu wo es keinerlei Beweise dafür gibt, nie eine Bestätigung erbracht wurde.


Genau so ist es.Eigtentlich ist das ganze Thema nur ein Interpretationsfehler.
Aber Überzeugungsarbeit nach 100 Jahren Fehlmeinung ist
sehr langwierig und ermüdend.
Es scheint aber, dass die Front der "Gläubigen" bröckelt.
Bis sich eine logische Meinung durchsetzt, wird es noch Jahrzehnte dauern.....

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 15. Jun 2010, 08:37

Gluon hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Dass sich direkt auf der Eroberfläche der Aether mitdreht, wird von den Messungen zur Invarianz oft genug bestätigt.
Jetzt muss man nur mehr finden, in welcher Höhe der Einfluss aufhört.


Vermutlich versagt dein Modell schon hier. Du könntest ja mal ausrechnen, welchen Einfluss die verwirbelung des Äthers zwischen der mitrotierten Schicht (mindestens einige 30-80km dick, nehme ich an) und der nicht mitrotierten Schicht auf astromomische Beobachtungen hätte. Ich bin fast sicher, dass man das bereits beobachtet hätte. Aber es hängt von deinem Modell ab, du solltest am besten wissen, wie man es berechnet.

Bis dahin werde ich wohl bei der SRT bleiben, es sei denn, du kannst mir die Widersprüche plausibel machen.


Sicherlich werden andere Diskussions-Teilnehmer hier einen Zusammenhang in den Aussagen erkennen können - mir fällt ein solcher Zusammenhang nicht auf. Einerseits gilt, dass die SRT ihren Widerspruch zu den physikalischen Alltagserfahrungen der Menschen nicht aufheben kann: Wenn ein schnelleres Objekt ein langsameres überholt, dann ist die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden von der Geschwindigkeit des überholten abhängig, d.h. je schneller das überholte ist, desto geringer die Relativgeschwindigkeit. Entsprechend gilt, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen einem von einem Lichtstrahl überholten Objekt dann von der Geschwindigkeit des Objektes abhängt, d.h. bewegt sich das Objekt mit 1/4c dann hätte man eine Relativgeschwindigkeit zwischen Objekt und Lichtstrahl von 3/4c und ein Beobachter im Objekt würde die Geschwindigkeit des überholenden Lichtstrahls ebenfalls mit 3/4c angeben.
Im Gegensatz zu solchen Erfahrungen bezüglich Überholvorgängen wird bei der LT die Überholgeschwindigkeit eines Lichtstrahl immer mit c angegeben - egal, ob sich das Bewegtsystem mit 1/4c, 1/2c oder sonstwas bewegt. Dies ist sogenannter Mathematismus, durch welchen beliebige mathematisch-theoretische Aussagen auf die physikalische Realitat übertragen werden sollen.
Wenn so klar erkannt ist, dass eine Theorie fehlerhaft ist - dann wäre es eigentlich ziemlich unlogisch zu sagen, man bliebe bei dieser fehlerhaften Theorie, weil eine andere Theorieskizze zu einem ziemlich anderen Sachverhalt einem fehlerhaft dünkt.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Di 15. Jun 2010, 09:28

Hallo Gerhard Kemme !

Im Gegensatz zu solchen Erfahrungen bezüglich Überholvorgängen wird bei der LT die Überholgeschwindigkeit eines Lichtstrahl immer mit c angegeben - egal, ob sich das Bewegtsystem mit 1/4c, 1/2c oder sonstwas bewegt. Dies ist sogenannter Mathematismus, durch welchen beliebige mathematisch-theoretische Aussagen auf die physikalische Realitat übertragen werden sollen


Der von dir dargestellte Mathematismus geht von einer "Eigengeschwindigkeit"
des Lichtsignals aus.Es wir das Lichtsignal wie eine massebehaftete Partikelstrahlung wahrgenommen.
In Wirklichkeit ist das elmag Signal (natürlich auch Licht) ein masseloses
Signal, das nur von der Weiterleitungsfähigkeit der durchquerten lichtdurchlässigen
Materialien abhängt. In hochverdünnten Gasen erreicht dieses Signal
die höchste Ausbreitungsgeschwindigkeit, auch wenn es vorher in dichteren Medien langsamer gewesen ist. Von dichteren Materialien (Glas, Wasser etc)
entsteht eine Rückbrechung in das Vacuum, die von der SRT als Invarianz interpretiert wird.

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 15. Jun 2010, 10:11

Hannes hat geschrieben:Hallo Gerhard Kemme !

Im Gegensatz zu solchen Erfahrungen bezüglich Überholvorgängen wird bei der LT die Überholgeschwindigkeit eines Lichtstrahl immer mit c angegeben - egal, ob sich das Bewegtsystem mit 1/4c, 1/2c oder sonstwas bewegt. Dies ist sogenannter Mathematismus, durch welchen beliebige mathematisch-theoretische Aussagen auf die physikalische Realitat übertragen werden sollen


Der von dir dargestellte Mathematismus geht von einer "Eigengeschwindigkeit"
des Lichtsignals aus.

Den Begriff "Mathematismus" benutze ich, wenn mathematische Strukturen auf die physikalische Realität übertragen werden. Diesen Eindruck gewinne ich aus der Vorgehensweise der RT-Anhänger, die die - mathematische - Lorentztransformation - auf die physikalische Realität übertragen und nicht umgekehrt physikalische Phänomene in mathematische Modelle fassen. Bei der LT ist somit die "Eigengeschwindigkeit" (was auch immer das sein soll) c, obwohl in der physikalischen Realität diese Geschwindigkeit von der Geschwindigkeit des Bewegtsystems S' abhängen würde.

Hannes hat geschrieben:Es wir das Lichtsignal wie eine massebehaftete Partikelstrahlung wahrgenommen.

Ich gehe bei der Vorstellung von Licht oder dessen Bestandteilen, den Photonen, nie von einer "massebehaftete Partikelstrahlung" aus, sondern sehe "Photonen" als Wellenzüge in einem elastischen (Äther-)Medium oder in einem sonstwie elastischem Material, die dann in dieser Vorstellungswelt auch "masselos" wären.

Hannes hat geschrieben:Von dichteren Materialien (Glas, Wasser etc)
entsteht eine Rückbrechung in das Vacuum, die von der SRT als Invarianz interpretiert wird.


Du legst bei deinen Einlassungen den Schwerpunkt auf Begriffe wie "Rückbrechung" und "Materialabhängige Lichtgeschwindigkeit" - dies sind nach meiner Ansicht "Nebenschauplätze", die in einer Kommunikation mit etwas versierten Physikinteressierten automatisch mitgedacht werden, d.h. wenn jemand sagt, dass die Lichtgeschwindigkeit c=2,99792458*10^8 m*s^-1 sei, dann ist klar, dass sie in Glas einen niedrigeren Wert hat. Die Brechungsgesetze hatte man in der "Elften" und es wäre auch ziemlich klar, dass ein Lichtstrahl, nachdem er in Glas war, dann wiederum im Vakuum mit seiner oben genannten Vakuumlichtgeschwindigkeit c weiter läuft. Hat das ganze irgendetwas mit der "Invarianz" der Lichtgeschwindigkeit im Kontext von Diskussionen zur SRT zu tun - meiner Ansicht nach nicht. Der Begriff "Invarianz" in SRT-Debatten bezieht sich nach der eigenen Interpretation auf die ständig anzutreffende Behauptung von SRT-Anhängern, dass ein Lichtstrahl immer dieselbe Relativgeschwindigkeit zu bewegten Objekten habe - nämlich c. Reflexionen, dass c nun in anderen Medien einen anderen Wert habe, wäre ein anderes (Schul-)Thema bezüglich Brechungsindex und so.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Di 15. Jun 2010, 12:01

Hallo Gerhard Kemme !

Ich gehe bei der Vorstellung von Licht oder dessen Bestandteilen, den Photonen, nie von einer "massebehaftete Partikelstrahlung" aus, sondern sehe "Photonen" als Wellenzüge in einem elastischen (Äther-)Medium oder in einem sonstwie elastischem Material, die dann in dieser Vorstellungswelt auch "masselos" wären.


Mit deinen Ausführungen kann ich großteils konform gehen.

Der Begriff "Invarianz" in SRT-Debatten bezieht sich nach der eigenen Interpretation auf die ständig anzutreffende Behauptung von SRT-Anhängern, dass ein Lichtstrahl immer dieselbe Relativgeschwindigkeit zu bewegten Objekten habe - nämlich c.


Nur mit diesem letzten Absatz bin ich nicht einverstanden:
Stelle dir bitte einen Stern vor. In seinen Atomen und Molekülen werden die Lichtimpulse durch Quantensprünge erzeugt und laufen jetzt mit der Sternatmosphäre mit.
Sie haben in Bezug zum umgebenden Weltraumgas die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Sternaotmosphäre + die Sternbewegung je nach Bewegungsrichtung + oder- v.

Wenn die Lichtimpulse die Sternatmosphäre verlassen, werden sie gebrochen und nehmen die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Weltraum an.

Nicht mehr und nicht weniger.

Aber wo bleibt das + oder – v?
Diese Geschwindigkeitsdifferenz setzen sie in eine Frequenzänderung und Wellenlängenänderung um und wir können dadurch in unseren Spektrometern die Radialgeschwindigkeiten von Sternen mit Exoplaneten messen. (das Wackeln der Sterne)
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Weltraum ist aber:

c /Weltraum OHNE + oder – v !.

Bei JEDER Lichtbrechung geschieht der gleiche Vorgang ! Das +- v geht verloren
und äussert sich nur in einer Frequenzverschiebung.
Die Beobachtung (Messung) der Relativisten stimmt also. Nur die Interpretation zu dieser Beobachtung ist falsch.

Noch etwas zu dieser Beobachtung fällt mir ein:
Wenn du c+ -v mssen willst, musst du dich GEGEN das Medium bewegen
und du musst ein Meßgerät bauen, das kein eigenes lichtbrechendes System mitschleppt.
Ich denke da an Haralds Jupiter-Experiment.


Dazu bitte ich um deine Meinung !

Mit Gruß Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am Di 15. Jun 2010, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 15. Jun 2010, 14:29

Hannes hat geschrieben:
Der Begriff "Invarianz" in SRT-Debatten bezieht sich nach der eigenen Interpretation auf die ständig anzutreffende Behauptung von SRT-Anhängern, dass ein Lichtstrahl immer dieselbe Relativgeschwindigkeit zu bewegten Objekten habe - nämlich c.


Nur mit diesem letzten Absatz bin ich nicht einverstanden:
Stelle dir bitte einen Stern vor. In seinen Atomen und Molekülen werden die Lichtimpulse durch Quantensprünge erzeugt und laufen jetzt mit der Sternatmosphäre mit.
Sie haben in Bezug zum umgebenden Weltraumgas die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Sternaotmosphäre + die Sternbewegung je nach Bewegungsrichtung + oder- v.

Wenn die Lichtimpulse die Sternatmosphäre verlassen, werden sie gebrochen und nehmen die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Weltraum an.

Nicht mehr und nicht weniger.

Aber wo bleibt das + oder – v?


Es soll ja hier ein Vergleich zu der in der SRT üblichen Anordnung gemacht werden. Bei der LT hat man ein Ruhesystem S und ein Bewegtsystem S' und ein Lichtstrahl bewegt sich mit c im Ruhesystem S und es wird dann die Geschwindigkeit des Lichtstrahls im Bewegtsystem S' berechnet - und man berechnet mit
x'=x-v*t/[(1-v²/c²)^-1/2] und t' =( t - v*x/c²)/sqrt(1 - v²/c²)
dann diese Geschwindigkeit, wie ein Beobachter sie aus S' heraus wahrnehmen würde, ebenfalls mit c.

Nun dein Vergleich mit der Entstehung und Übertragung des Sternenlichtes: Wir haben ein Ruhesystem - in diesem Falle den Weltraum z.B. mit der Hintergrundstrahlung "cosmic microwave background" (CMB) oder einfach dem Vakuum oder dem Äther. Es sind Lichtstrahlen vorhanden, die den Weltraum mit c durchqueren. Es ist aber kein Bewegtsystem S' bei diesem Vergleich vorhanden, da für Messungen die Geschwindigkeitsdifferenz, wenn sich ein Satellit auf die Sonne zu oder von ihr weg bewegt bezüglich der Lichtgeschwindigkeit doch ziemlich gering ist - wenn hier Frequenzunterschiede wahrgenommen werden, dann wäre es ja bereits ein kleiner Nachweis.

Nach meiner Ansich ist keinerlei Messung oder ein sonstiger praktischer Nachweis für die Widerlegung der Aussage erforderlich, dass sich Licht immer mit c unabhängig von der Geschwindigkeit eines Vergleichsobjektes ausbreitet. Es wäre andersherum eine aus der physikalischen Realität kommender Nachweis z.B. von SRT-Anhängern erforderlich, dass Licht eine Geschwindigkeit unabhängig von der eines Vergleichsobjektes habe. Wo wäre also der Nachweis für die so verstandene "Invarianz" des Lichtes.

Wollte man sich die Mühe machen, die Abhängigkeit der Geschwindigkeit der Lichtausbreitung von der Geschwindigkeit eines Vergleichsobjektes nachzuweisen, so würde ein logischer Beweis, der sich auf die allgemeine physikalische Erfahrung stützt, ausreichen. Hatte ich bereits einige Male geschrieben: Ein langsames Objekt wird von einem überholenden Objekt schnell überholt - ein schnelles Objekt wird von demselben überholenden Objekt langsam überholt. Daraus folgt, dass für alle Geschwindigkeiten von Gegenständen in unserer physikalischen Alltagsumgebung gilt, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen einem überholendem Objekt und dem zurückbleibendem Objekt von der Geschwindigkeit des zurückbleibenden Objektes abhängt. Wollte man einem Lichtstrahl und seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit c eine Sonderrolle einräumen, so wäre jetzt argumentativ anzugeben, ab welchen Geschwindigkeiten sich die Relativgeschwindigkeit bei einem Überholvorgang nicht mehr aus v_rel=v1-v2 ergibt. Hätte man eine Rakete mit v1=0,25*c und eine mit v2=0,1*c dann wäre die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden: v_rel=v1-v2=0,25c-0,1c=0,15c. Wer nicht damit einverstanden ist, sollte sagen, ab welcher Geschwindigkeit das nicht mehr gelten soll - auf der Autobahn gilt jedenfalls v_rel=v1-v2.
Wenn dem allerdings zugestimmt wird, dem wird dann nocheinmal die Frage für v1=0,99c und v2=0,8c gestellt, wer hätte etwas dagegen, dass die Relativgeschwindigkeit v_rel=v1-v2=0,99c-0,8c=0,19c betragen würde. Warum sollte jetzt die Geschwindigkeit bei c irgendwie mystisch oder sonstwie sein, d.h. die Relativgeschwindigkeit zwischen einem Lichtstrahl und einer Rakete mit v=0,7c wäre dann: v_rel=c-v=1*c-0,7*c=0,3c - was denn sonst.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Di 15. Jun 2010, 14:57

Hallo Gerhard Kemme !

Es soll ja hier ein Vergleich zu der in der SRT üblichen Anordnung gemacht werden. Bei der LT hat man ein Ruhesystem S und ein Bewegtsystem S' und ein Lichtstrahl bewegt sich mit c im Ruhesystem S und es wird dann die Geschwindigkeit des Lichtstrahls im Bewegtsystem S' berechnet - und man berechnet mit
x'=x-v*t/[(1-v²/c²)^-1/2] und t' =( t - v*x/c²)/sqrt(1 - v²/c²)
dann diese Geschwindigkeit, wie ein Beobachter sie aus S' heraus wahrnehmen würde, ebenfalls mit c.


Du hast dir sehr viel Mühe gegeben, mit den Ausdrucksformen der SRT
das zu erklären, was ich gesagt habe.(oder auch nicht)

Du hättest es aber viel leichter gehabt, wenn du es so wie ich gemacht hättest:

Die Mathematik der SRT kurz einmal zu vergessen und die Probleme der LG
mit den Gesetzen der OPTIK zu betrachten.

Die Natur hält sich nach meiner Auffassung eher an die Gesetze der Optik
als an die Mathematik der SRT.Da Licht und natürlich alle elmag-Wellen den Gesetzen der Optik unterworfen sind, wäre das ein logischer und zulässiger Vorgang.

Wenn du genau hingesehen hast, habe ich die Invarianz gar nicht infrage
gestellt, sondern habe sie mit optischen Vorgängen erklärt, was der SRT nicht gelingt, weil sie von einer auf dem ganzen Lichtweg gleichbleibenden LG ausgeht.

Mit besten Grüßen
Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 15. Jun 2010, 16:24

Hannes hat geschrieben:Du hättest es aber viel leichter gehabt, wenn du es so wie ich gemacht hättest:

Die Mathematik der SRT kurz einmal zu vergessen und die Probleme der LG
mit den Gesetzen der OPTIK zu betrachten.


Entweder - oder. Der Begriff "Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" bezieht sich im Kontext dieses Threads auf die SRT und er bezieht sich auch bei einer Suchanfrage oder sonstigen Recherche auf die SRT. In diesem Zusammenhang wird es nur strittig - und gibt somit Anlass zu Diskussionen - wenn es um die Invarianz und die Postulate von A.E. geht. Nachfolgend zwei Beispiele von vielen:

http://www.physicsnet.at/SRT/Skriptum/postulate.html
Der erste wird als "Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" bezeichnet:
Die Geschwindigkeit des Lichts (im Vakuum) hat relativ zu jedem Beobachter, unabhängig von dessen Bewegungszustand, immer denselben Wert. Der heute gültige Wert der Vakuumlichtgeschwindigkeit ist c = 299792.458 km/s.
Wir sagen auch, dass die (Vakuum-)Lichtgeschwindigkeit eine absolute Größe ist. (Manchmal wird dafür auch das Wort invariant verwendet).


http://www.quantenwelt.de/faq/konstant-invariant.html
Invarianz und Relativität
Eine Invarianz spielt die entscheidende Rolle in der Entwicklung der Relativitätstheorie. Man hat nämlich in zahlreichen Experimenten herausgefunden, dass die Lichtgeschwindigkeit eine Invariante bezüglich der Geschwindigkeit des beobachtenden Koordinatensystems ist. Das heißt unabhängig von der eigenen Bewegungsgeschwindigkeit nimmt man Licht immer mit der selben Geschwindigkeit von etwas mehr als eine Milliarde km/h wahr. Diese Invarianz führt letztlich dazu, dass andere Größen wie die vergangene Zeit vom Blickwinkel abhängen und damit relativ sind. Jedoch ist auch in der Relativitätstheorie nicht alles relativ: Neben der Lichtgeschwindigkeit sind zum Beipiel die Ruhemasse und die Eigenzeit jedes Objektes Invarianten bezüglich der Geschwindigkeitsänderung des Bezugssystems.


Wollten "wir" jetzt den Begriff "Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" völlig ohne den Bezug zur SRT besprechen, was den Begriffsinhalt sehr reduzieren würde, dann kämen wir schnell auf die Frage, wo denn das Problem sei: So - wie sich eine Wasserwelle mit einer bestimmten Geschwindigkeit ausbreitet, so dass man sich von ihr überholen lassen kann, so breitet sich das Licht mit einer bestimmten Geschwindigkeit c aus. Dabei ist es wie bei den Wasserwellen völlig klar, dass etwas Langsames schnell überholt wird und etwas Schnelles langsamer. Das ist physikalische Erkenntnis. In unterschiedlichen Medien ist die Geschwindigkeit des Lichtes unterschiedlich und es kommt zur Brechung und Rückbrechung - das ist 11. Klasse und kann man auch gut zeichnen.
Oder willst du jetzt unter Absehung von der SRT selber die Behauptung aufstellen wollen, dass die Geschwindigkeit des Lichtes unabhängig von der Geschwindigkeit des Vergleichsobjektes (Beobachter) sei - dann sollte dies von dir begründet werden? Wenn nicht, solltest du noch einmal sagen, wo - unabhängig von der SRT - das Problem liegen soll.
Hannes hat geschrieben:Wenn du genau hingesehen hast, habe ich die Invarianz gar nicht infrage
gestellt, sondern habe sie mit optischen Vorgängen erklärt, was der SRT nicht gelingt, weil sie von einer auf dem ganzen Lichtweg gleichbleibenden LG ausgeht.

Es stellt einzig und allein eine Frage des Begriffes dar: Wenn zwei den Begriff "Haus" ohne weitere Attribute benutzen, dann kommt es zu Verwirrungen, wenn der eine ein "Schneckenhaus" meint und der andere ein "Fachwerkhaus". In diesem Falle wäre der Begriff "Invarianz" einmal im Kontext der SRT und ihren Postulaten als "Invarianz (Postulate)" von der allgemeinen Verwendung des Begriffes, d.h. "Invarianz (allgemein)" zu unterscheiden.
Insofern würde ich die obige Textpassage deines Beitrages wie folgt umschreiben:
Wenn du genau hingesehen hast, habe ich die Invarianz (Postulate) gar nicht infrage
gestellt, sondern habe sie mit optischen Vorgängen erklärt, was der SRT nicht gelingt, weil sie von einer auf dem ganzen Lichtweg gleichbleibenden LG ausgeht.

Wenn dies so wäre, dann würde ich allerdings fragen, warum Licht alle Vergleichsobjekte immer mit der invarianten (Postulate) Geschwindigkeit c überholen soll.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Di 15. Jun 2010, 23:39

Hallo Gerhard Kemme !

Du hast dir wirklich die Mühe genommen und bist auf meine Argumente eingegangen.
Wenn man durch das Studium und durch den Beruf- ich glaube mich nicht zu
täuschen, dass du Physik auch beruflich ausübst- geprägt ist, dann ist es wirklich
nicht leicht, so radikal umzudenken, wie ich es verlangt habe.

Es ist dir so schnell nicht ganz gelungen, aber das kann ich verstehen.

Ich möchte etwas weiter ausholen, denn ich kann sicher einen großen
Zeitraum überblicken:
Vor 110- 120 Jahren herrschte noch ein ganz anderer Zeitgeist wie heute.
Und die Gedankenwelt der Menschen unterschied sich um Welten von
der heutigen Denkweise.Wer denkt heute noch in INERTIALSYSTEMEN ?
Die führenden Wissenschaftler dieser Zeit gehörten zum großen Teil
der jüdischen Volksgruppe Deutschlands an, die heute ja fast verschwunden ist.
Albert Einstein war der Koordinator dieser wissenschaftlichen Arbeiten.
Und wenn du meine Beiträge über längere Zeit verfolgt hast, wirst du
bemerkt haben, dass ich nie ein böses Schimpfwort verloren habe, wenn mir etwas nicht gefallen hat.
Ich habe zur Kenntnis genommen, dass der Zeitgeist damals so war.
Und Antisemit bin ich auch nicht.Ich achte diese Menschen.

Aber heute ist die Denkweise anders geworden.Leider ist die Zeit bei der SRT
stehengeblieben. Die weltweiten Ereignisse haben das mit sich gebracht.

Ich habe zu einer Zeit meine Matura gemacht, wo ein weiteres Studium aus
wirtschaftlichen Gründen nicht möglich war.Aber Physik hat mich nicht losgelassen.
Mit ist aber dadurch die Indoktrinierung mit den Gedanken der SRT erspart geblieben.
Ich kann etwas freier denken.

Jetzt zur konkreten Frage:
Oder willst du jetzt unter Absehung von der SRT selber die Behauptung aufstellen wollen, dass die Geschwindigkeit des Lichtes unabhängig von der Geschwindigkeit des Vergleichsobjektes (Beobachter) sei - dann sollte dies von dir begründet werden? Wenn nicht, solltest du noch einmal sagen, wo - unabhängig von der SRT - das Problem liegen soll.


Die LG unabhängig von der Geschwindigkeit des Bezugsobjektes (Beobachter) im Meßgerät immer mit c ist Tatsache .
Meßergebnisse muss man zur Kenntnis nehmen. Aber wie erkläre ich den scheinbaren Widerspruch ?
Interessanterweise hat meine Erklärung als einer der Ersten Joachim, obwohl „Relativist“,
sehr genau verstanden:

Die SRT geht nämlich von einer gleichbleibenden Geschwindigkeit des Lichtes auf seinem gesamten Ausbreitungsweg aus.
Deshalb hat man sich nicht erklären können, wie es möglich sei,
dass man im Meßgerät immer c gemessen hat. (unbestritten).Egal, ,ob sich eine Lichtquelle (Stern) genähert oder entfernt hat.
Man war gezwungen, da die Formel der LG nur drei Parameter hat, (c= Strecke pro Zeiteinheit)
um c konstant zu halten, Weg und Zeit variabel zu machen. (Lorentzkontraktion und Zeitdilatation)

Meiner Meinung nach ist diese immer gleichbleibende Messung aber auf eine optische Erscheinung zurückzuführen, nämlich der Lichtbrechung und Rüchbrechung in das Vacuum des Meßgerätes hinein.
Das Licht ist nämlich auf seinem Ausbreitungsweg nicht immer gleich schnell !
Es durchläuft mehrere verschiedene optische Systeme.
Ich verstehe das Vacuum des Meßgerätes auch als optisches System wie z.B Glas oder Wasser oder auch Luft. Bei Eintritt in das Vacuum wird das Licht gebrochen ! Da das Vacuum eine höhere (ja sogar die höchste) Weiterleitungsgeschwindigkeit hat, wird es rückgebrochen und dadurch schneller.Es erreicht IMMER die systemrelevante Weiterleitungsgeschwindigkeit des Vacuums.,nämlich c .

Jetzt muss ich aber auf Lorentzkontraktion und Zeitdilatation verzichten, da der variable Teil der Gleichung jetzt plötzlich die LG ist. Es ist dann nicht mehr notwendig, die Maßeinheiten Meter und Sekunde anzugreifen.Es heißt dann eben: c/Wasser oder c/Weltraum oder c/Glas und auch
c/Vacuum.

Wenn ich mich durchgerungen habe, die LG als Variable zu sehen, ist die Mathematik der SRT nicht mehr tragbar. Ihre Prämissen haben sich verändert.Aus dem gleichen Grund verwende ich sie nicht.

Da ist es dann besser, die LG mit optischen Gesetzen zu erklären.
Ich habe den Lichtweg von einem Stern bis zum Meßgerät bereits in dem vorangegangenen Diskussionsbeitrag erklärt. Man kann damit genausogut oder noch besser rechnen und messen wie mit einer unveränderlichen LG.

Das wäre meine Erklärung.

Hannes
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