Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Do 17. Okt 2019, 22:19

Geometrischer Beweis.

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Abb. 1
Aus der Perspektive eines bewegten Beobachters (S'), erfolgt die Licht-Ausbreitung, welche senkrecht zu seiner Bewegungsachse (x) erfolgt, vollständig symmetrisch (Punkte C und D der obigen Abbildung werden in S' wie in S gleichzeitig erreicht), die Lichtstrahlen, welche entlang seiner Bewegungsachse von M nach A und von M nach B gelangen, sollen sich jedoch aus Sicht vom System S', laut Einstein, asymmetrisch verhalten.
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Wir wollen nun die Aussage der SRT hinsichtlich der Signal-Asymmetrie entlang der x-Achse überprüfen. Mit anderen Worten: wir wollen überprüfen, ob die SRT stimmt.

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Abb. 2 Mechanismus der Simultanität
Die Gleichzeitigkeit der Emissionsereignisse A und B wird dadurch erreicht, dass wir, noch bevor A und B ihre Impulse aussenden, einen kugelförmigen Ping-Impuls vom Punkt M der Anordnung aussenden. Dieser erreicht beide Sendepunkte A und B gleichzeitig und löst bei ihnen den Emissionsmechanismus gleichzeitig aus. Punkte A und B emittieren somit gleichzeitig.

Anhand der vorausgesetzten Konstanz der LG erreichen die von A und B herkommenden Lichtimpulse die symmetrisch bezüglich A und B und koaxial entlang x positionierten Punkte M, M'' und M''', gleichzeitig und lösen zugleich bei diesen denselben simultanen Emissionsmechanismus aus.
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Von den Punkten A und B unserer Anordnung werden gleichzeitig zwei kugelförmige Lichtimpulse emittiert (Abb. 2, grün markiert). Konstanz der LG vorausgesetzt, werden die symmetrisch und koaxial bezüglich A und B positionierten Punkte M, M'' und M''' gleichzeitig erreicht.

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Abb. 3
Punkte M,M'',M''' werden von den Wellenfronten der Lichtimpuse A und B (grün markiert) gleichzeitig erreicht.
In demselben Augenblick emittieren sie (gleichzeitig) jeweils ein kugelförmiges Lichtsignal. Die Wellenfronten dieser Lichtsignale begegnen sich exakt (und gleichzeiti) im Punkt A und im Punkt B der Anordnung.
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Die Prozedur wiederholt sich: von den Punkten M,M'' und M''' werden gleichzeitig kugelförmige Signale ausgesandt.
Die von M und M''' herkommenden Lichtimpulse treffen gleichzeitig bei A, die von M und M'' herkommenden bei B ein (Abb. 3).

These:
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und B ist absolut.
Die Ausbreitung der Signal-Wellenfronten, welche sich bei A und bei B begegnen (Abb. 3), muss für alle Beobachter symmetrisch sein - das von M emittierte Lichtsignal erreicht die Punkte A und B sowohl in S als auch in S' gleichzeitig.

Beweis:
Erfolgt die Lichtemission bei M, M'' und M''' gleichzeitig, so treffen ihre Lichtstrahlen in Punkten A und B gleichzeitig ein (Abb. 3).
Punkte A und B sind somit Ereignispunkte, an den Ereignispaare gleichzeitig passieren.
Die Gleichzeitigkeit der Wellenfront-Begegnung muss daher in allen Bezugssystemen gelten.
Begegnen sich nämlich die Wellenfronten der Lichtsignale bei A und bei B in S, so müssen sich dieselben auch in S' exakt bei A und B begegnen.
Es ist logisch, dass Ereignisse, welche an einem Ort gleichzeitig passieren, in allen Bezugssystemen als gleichzeitig aufgefasst werden.
Das Licht muss sich daher in allen Bezugssystemen unserer Anordnung sowohl entlang der y- als auch entlang der x-Achse symmetrisch ausbreiten - die Ereignis-Gleichzeitigkeit an den Punkten A und B ist absolut: gilt in allen Bezugssystemen unabhängig vom Bewegungszustand.

Wir haben somit gezeigt, dass die Hypothesen der RdG, der ZD, der LK und dass die Lorentzsche Transformationsvorschrift in bezug auf das System S' falsch sind.

..

Die vollendete Symmetrie der Lichtausbreitung gilt universell in allen Bezugssystemen, denn es ist unter den genannten Umständen der Gleichzeitigkeit keine bezugsbedingte Asymmetrie bezüglich der Geometrie der Lichtausbreitung möglich.

Mit dem obigen Beweis wird zusätzlich gezeigt, dass der Wert der LG in dem Sinne "unabhängig vom Bezugssystem" sei, indem dieser Wert nicht wie Einstein postuliert innerhalb der Systeme konstant ist, sondern indem seine Konstanz außerhalb der Systeme gilt - darum von ihrem jeweiligen Bewegungszustand unabhängig ist (Bezugssysteme wirken sich nicht aus - sie dienen Orientierung). Nur unter dieser Voraussetzung, lässt sich nämlich die Ausbreitungssymmetrie der Lichtstrahlen in S und in S' annehmen.
Dass diese Ausbreitungssymmetrie gilt, wurde einwandfrei bewiesen.


q.e.d.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Sciencewoken » Do 17. Okt 2019, 22:20

Zasada hat geschrieben:Will einfach wissen, ob Ereignisse gleichzeitig erfolgen oder nicht.
Du weißt aber schon, dass man für solche Fragen zwei Koordinaten Beobachter und eine Koordinate Ereignis braucht? Und im nächsten Level braucht man sogar noch die Infos ob und wie die Beobachter gegenüber dem Ereignis bewegt sind.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Do 17. Okt 2019, 22:20

Physikalische Konsequenzen des geometrischen Beweises: "Postulate".

1. Es kann aus Sicht des bewegten Beobachters in S' keine Längenkontraktion der Objekte in S festgestellt werden.

Grund: Es gilt absolute Symmetrie der Lichtausbreitung entlang der y-Achse und der x-Achse der gegenseitigen Bewegung der Systeme S und S'.

2. Es stellt sich aus Sicht des bewegten Beobachters in S' keine Zeitdilatation zwischen S und S' ein.

Grund: Es gilt die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignispunkte senkrecht zur und entlang der gegenseitigen Bewegungsrichtung (Ereignispaare der Wellenfront-Begegnung sind in allen Bezugssystemen gleichzeitig).

3. Es treten überhaupt keine relativistischen Effekte in gegenseitig bewegten Systemen auf.

Grund 1. Bezugssysteme üben prinzipiell keine Wirkung aus. Sie dienen der Orientierung.
Grund 2. Die Ereignispaare der Wellenfront-Begegnung ereignen sich gleichzeitig an einem Ort.
An einem Ort treten aber keine Unterschiede auf, welche das Auftreten der Systemrelativität rechtfertigen würden: es treten keine unterschiedlichen Abstände, keine unterschiedlichen Signalgeschwindigkeiten, keine unterschiedlichen Signalstrecken etc. auf.
Die Lichtausbreitung im System AMB erfolgt sowohl aus der Perspektive von S als auch aus der Perspektive von S' symmetrisch. Punkte A,B,C,D des Systems S werden von den aus M herkommenden Lichtstrahlen in allen Bezugssystemen gleichzeitig erreicht.

Bild

4. Die Anwendung der Lorentzschen Transformationsvorschrift auf Systeme, deren kinematischen und zeitlichen Eigenschaften absolut symmetrisch sind, ist sinnlos.

Grund: Die LT wird nur in Systemen sinnvoll eingesetzt, deren kinematische und zeitliche Dynamik zu Asymmetrien führt. LT dient der Symmetrieerhaltung. In symmetrischen Systemen sind symmetrieerhaltende Maßnahmen zwecklos.

5. Die absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse und die daraus resultierende Symmetrie haben zufolge, dass unsere (relativistische) Vorstellung von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit modifiziert werden muss.
Der Wert der LG kann nicht innerhalb der Bezugssysteme als konstant betrachtet werden - diese Betrachtungsweise führt automatisch zu Asymmetrien - dieser Wert muss außerhalb von Bezugssystemen gemessen, konstant sein.
Der Wert der LG ist nur in diesem Sinne "unabhängig vom Bewegungszustand der Bezugssysteme".

Geometrischer Beweis.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Do 17. Okt 2019, 22:31

Sciencewoken hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Will einfach wissen, ob Ereignisse gleichzeitig erfolgen oder nicht.
Du weißt aber schon, dass man für solche Fragen zwei Koordinaten Beobachter und eine Koordinate Ereignis braucht? Und im nächsten Level braucht man sogar noch die Infos ob und wie die Beobachter gegenüber dem Ereignis bewegt sind.


die Frage ist einfach.

Man kann sie auch so formulieren: wann und warum sind Ereignisse in A und B gleichzeitig und wann und warum nicht? (man kommt sich schon beim Fragen dumm vor: ich will es nicht etwa erfahren, ich will, dass die gestellte Frage beantwortet wird)
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Lagrange » Do 17. Okt 2019, 23:00

Die Frage kann ganz einfach beantwortet werden.

Zwei Ereignisse ereignen sich gleichzeitig wenn sie sich gleichzeitig ereignen.

Der Begriff "gleichzeitig" braucht gar keine Definition.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Do 17. Okt 2019, 23:05

Lagrange hat geschrieben:Die Frage kann ganz einfach beantwortet werden.

Zwei Ereignisse ereignen sich gleichzeitig wenn sie sich gleichzeitig ereignen.

Der Begriff "gleichzeitig" braucht gar keine Definition.


Das stimmt nicht, aber ich will hier den Asi-Opa durch den Kakao ziehen.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon McMurdo » Do 17. Okt 2019, 23:14

Sciencewoken hat geschrieben:Was, was, was? Im eigenen Ruhesystem vergeht die Zeit genauso wie in S' - also t'=t? Du solltest noch mal die Experimente, mit denen ihr Relativisten dauernd um euch weft, studieren, denn aus denen geht eindeutig t'=t/γ hervor.

Man man man du checkst echt nicht die einfachsten Sachen, oder?!
Ich machs einfach, auch auf die Gefahr hin das selbst dieses Beispiel dich überfordert.

Also: du bist hier auf der Erde. 1 Sekunde ist für dich eben 1 Sekunde, alles ganz normal.
Ich bin in einem Raumschiff, 1 Sekunde ist bei mir auch eine Sekunde, alles ganz normal. Di e Erde fliegst aus meiner Sicht relativ mit 0,6c an mir vorbei. 1 Sekunde auf der Erde vergeht also aus meiner Sich langsamer als die Sek6nde die bei mir im Raumschiff vergeht.
Verändert sich bei dir auf deiner Uhr etwas? Geht die auf einmal langsamer für dich weil ich an dir vorbei flieg? Nö.
Verändert sich auf meiner Uhr etwas? Geht die auf einmal langsamer weil du an mir vorbei fliegst? Nö.
McMurdo
 

Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Sciencewoken » Do 17. Okt 2019, 23:15

Lagrange hat geschrieben:Der Begriff "gleichzeitig" braucht gar keine Definition.

Also... mal ehrlich... seid ihr müde? Zwei Ereignisse ereignen sich gleichzeitig, wenn sie sich gleichzeitig ereignen...

Bei der Relativen Gleichzeitigkeit geht es - ob bewegt oder ruhend - immer nur darum, ob gleichzeitig geschehende Erwignisse auch ungleichzeitig und Ungleichzeitige auch gleichzeitig beobachtet werden können. Dass das Alles geht, ist längst klar und das dazu mehrere Koordinaten (s.o.) benötigt werden ebenso. Gleichzeitigkeit muss für jeden Beobachter individuell definiert werden und zwar unabhängig davon, ob Uhren alle synchron laufen oder nicht.
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Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon McMurdo » Do 17. Okt 2019, 23:20

Mikesch hat geschrieben:Ist es eine Gruppeneigenschaft der Kritiker zu pöbeln? Die Häufung Ist ja auffällig. Insbesondere jedes mal, wenn ihnen ihre Grenzen aufgezeigt werden und ihr Weltbild wieder in Trümmern liegt.

Mehr Popcorn!

In Tierlaute verfallen ist auch immer gern gesehen wenn geistige Grenzen erreicht werden, besonders bei L.
McMurdo
 

Re: Das Ende der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Do 17. Okt 2019, 23:20

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Der Begriff "gleichzeitig" braucht gar keine Definition.

Also... mal ehrlich... seid ihr müde? Zwei Ereignisse ereignen sich gleichzeitig, wenn sie sich gleichzeitig ereignen...

Bei der Relativen Gleichzeitigkeit geht es - ob bewegt oder ruhend - immer nur darum, ob gleichzeitig geschehende Erwignisse auch ungleichzeitig und Ungleichzeitige auch gleichzeitig beobachtet werden können. Dass das Alles geht, ist längst klar und das dazu mehrere Koordinaten (s.o.) benötigt werden ebenso. Gleichzeitigkeit muss für jeden Beobachter individuell definiert werden und zwar unabhängig davon, ob Uhren alle synchron laufen oder nicht.


Das Problem beginnt schon bei der Definition des Begriffes "gleichzeitig".

Bin schon länger im Geschäft. Vielleicht 1 km Abstand? 100m?
Sind 100m entfernte Ereignisse gleichzeitig oder nicht?
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