Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: Sa 19. Okt 2019, 20:53 
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Teil II

Zitat:
Nach Einstein ergibt sich eine höchst merkwürdige Reprozität: für den
Beobachter bleibt auf dem gleichen System alles unverändert; für ihn
ist es nicht wahr, daß sich irgendwelche Längen seines Weltkörpers infolge
der Bewegung verkürzen, oder daß irgendwelche seiner Uhren langsamer
gehen. Aber der Beobachter auf dem nicht mitbewegten System mißt die
Längen des anderen Systems als kürzer, die Zeiten als länger. Eddington
der englische Verfechter der RTH, weist in seinem bei Teubner übersetzten
Werke ausdrücklich auf die Märchenhaftigkeit dieser reziproken
Pseudomessung hin, die nichts gemein hat mit der Lorentzschen Hypothese
einer realen Verkürzung als die mathematische Formel.
Hier sei nur so viel gesagt, daß das Einsteinsche Relativitätsprinzip
„postuliert“, es müsse bei dem messenden Vergleich der Geschwindigkeit
einer Lichtfortpflanzung (c) mit jener einer geradlinig gleichförmigen
Bewegung (v) irgendeines anderen beweglichen Dinges sich stets ein
Geschwindigkeitsunterschied von 300000 km/sec zugunsten des Lichtes
ergeben; mit anderen Worten: die Lichtgeschwindigkeit „spielt die Rolle
einer unendlichen Geschwindigkeit, der gegenüber jede andere Geschwindigkeit
verschwindet. Die Paradoxie, daß sich für den messenden
Vergleich stets c - v = c ergeben soll, wird durch jene reziproke Veränderung
der Zeitmaßstäbe ( Uhren) und weiterhin der Raummaßstäbe
verständlich zu machen gesucht.
Die Veränderung (Verkürzung) der Raummaßstäbe nimmt die RTH
zwar quantitativ gleich, aber — wie oben ausgeführt — auf eine von
der Lorentz-Kontraktion verschiedene Weise vor, nämlich lediglich für
den Beobachter auf einem nicht mitbewegten Systeme. Dabei handelt
es sich aber selbstverständlich nicht etwa um tatsächliche Erfahrungen,
sondern um „Postulate“ und indem im weiteren Verlaufe Raummaß
und Zeitmaß (Uhr) mit Raum und Zeit gleichgesetzt werden, ergeben sich
jene umstürzenden Lehren über Relativität der "Gleichzeitigkeit" und
die Hinfälligkeit alles dessen, was der gemeine Menschenverstand ebenso
wie jener Newtons, Eulers und Kants für a priori evident hält. Der RTH
gegenüber bleibt es aber bei der Kritik Prof. Wieners in Leipzig, der mit
meiner Kritik übereinstimmend betont: „Nie können wir allein durch die
Wahl des Maßstabes die Größe einer Geschwindigkeit zum Verschwinden
bringen, wie das bei dem Relativitätsprinzip durch die Wahl der abzuziehenden
eigenen Geschwindigkeit möglich ist."


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 01:09 
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Beiträge: 8701
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, für diese Kontroverse immer die selben Argumente anzuführen, das sagte ich auch schon der Lopez von KSzRT, aber offensichtlich verträgt ihre Form der Kritik keinerlei Kritik, was recht traurig, aber vermutlich kaum zu ändern ist. Wir kennen den Hauptstreitpunkt - die Längenkontraktion - und diese manifestiert sich im Michelson Morley Experiment. Über dieses Experiment hat, soweit ich das miterleben durfte jeder seine eigene festgefahrene Meinung, aber hat mal einer mitgezählt, wie oft ich mich bei diesem Experiment geirrt habe? Klar, 3 Mal, NET, LET, SRT - mehr geht ja nicht, Varianten mal außen vor. ;)
In dem Text steht nun mehr oder Minder wort wörtlich der Streitpunkt über die Längenkontraktion, über welchen sich nicht mal Relativisten einig sind (Schulz, Pössel, K., Senf, Chrys, Herr Knoth... alles im Scilogs-Blog vom Schulz nachzulesen). Bei Einstein soll sie nicht materialistisch sein, bei Lorentz hingegen schon.
Aber wenn ihr mich fragt... Räumliche Maße - also Strecken - haben im Gegensatz zu Zeiten und Geschwindigkeiten etwas Materialistisches. Und wenn Uhren aufgrund einer Bewegung anders ticken, was mit Ives, Stilwell usw. mMn hinreichend nachgewiesen wurde, dann misst man mit solchen Uhren nun mal mindestens zwei Geschwindigkeiten (pro Bezugssystem eine mit Hilfe der lokalen Uhr) für eine einzige Bewegung. Evtl. sollte man sich zum Testen des rel. Dopplers keine Frequenzen (Irgendwas pro Sekunde) zusenden, sondern Geschwindigkeiten (Meter pro Sekunde oder Strecke mal Frequenz). Nur das Michelson Morley Experiment schlägt für diese Überlegung quer und deswegen nagele ich mich mal darauf fest, dass ich nach 3 Fehlversuchen mit der Vierten Möglichkeit richtig liege, von der ich ganz genau weiß, dass sie auch noch nicht gedacht wurde. Die parallel zur Lichtausbreitungsrichtung berechneten Interferenzen bzw. Phasenverschiebungen verändern sich nicht analog zu den radial beobachteten Interferenzen und eine Begründung dafür habe ich auch. Lichtkegel bilden an der Lichtfront (Kegelgrundfläche) Newtonsche Ringe aus, deren "Frequenz" nicht an die Interferenzen im Lichtstrahl gebunden ist, sondern an die Energie darin und diese ändert sich nur, wenn man einen der beiden Arme mechanich (also von Hand, z.B. per Mikroschraube) verändert. Die radial interferierenden Wellen sehen im Querschnitt dann etwa so aus und summieren sich allenfalls. Deswegen erwähnte ich an anderer Stelle auch schon das Doppelspalt-Experiment, für welches diese Betrachtung nun auch noch eine Lösung anbietet.


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 07:32 
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@Sciencewoken » So 20. Okt 2019, 02:09

Nun gut du kennst also die Online-Diskussion über dieses Thema bei Frau Lopez (KSzRT) und scilogs. Zur "Längenkontraktion" kann ich nur soviel sagen, daß dies wirklich kein "materieller" Vorgang ist sondern eine Folge der "Relativität der Gleichzeitigkeit". Oder wie es Frau Lopez so schön ausdrückt ein "Messartefakt".

Zum Dopplereffekt. Dieser "Effekt" hat in erster Linie nichts mit einer Längenkontraktion sondern mit Frequenzen zu tun. Daher werden diese b.z.w. die Wellenlängen gemessen. Was dies mit Geschwindigkeiten zu tun hat, ist mir nicht ganz klar. Das einzige, was dieser "Effekt" mit Geschwindigkeiten zu tun hat, ist die Tatsache, daß bei Hintereinanderausführung des Dopplereffektes man das relativistische Additionstheorem der Geschwindigkeiten erhält.

Gruss
Rudi Knoth


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 08:06 
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Beiträge: 17892
@Sciencewoken

Wenn man alte Einwende gegen Einsteins Theorie liest, findet man, dass das dieselben Einwände sind die wir nach 100 Jahren "neuentdeckt" haben.

1. Einsteins Postulat 2 ist schwachsinnig,
2. Einsteins Postulat 1 ist eine Fälschung des Relativitätsprinzips,
3. Einsteins "Mathematik" ist falsch bzw. unsinnig,
3. Einsteins Effekte werden nur im gegenüber liegenden Koordinatensystem "beobachtet", in eigenen nicht,
4. Einstein schafft die Realität ab und ersetzt sie durch unendlich viele Schein-Realitäten,
5. Einsteins Relativität der Gleichzeitigkeit ist Unfug,
6. Einsteins Effekte sind wechselseitig,

Die Liste kann noch fortgesetzt werden.

Die Effekte die gemessen werden, werden nur dann gemessen wenn sich Objekte relativ zur Erde bewegen.

Es handelt sich um Absoluteffekte was eindeutig die SRT widerlegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 09:26 
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@Lagrange » So 20. Okt 2019, 09:06

Zitat:
Die Effekte die gemessen werden, werden nur dann gemessen wenn sich Objekte relativ zur Erde bewegen.


Und wie könnte ein Experiment aussehen, indem sich das Labor relativ zur Erde oder den Objekten bewegt?

Gruss
Rudi Knoth


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 09:30 
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Beiträge: 23204
Wohnort: Bayern
Rudi Knoth hat geschrieben:
Das einzige, was dieser "Effekt" mit Geschwindigkeiten zu tun hat, ist die Tatsache, daß bei Hintereinanderausführung des Dopplereffektes man das relativistische Additionstheorem der Geschwindigkeiten erhält.


Was meinst du da?
Wie kann der Dopplereffekt hintereinander ausgeführt werden?

Kurt


.


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 09:55 
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Beiträge: 11188
Rudi Knoth hat geschrieben:
Zur "Längenkontraktion" kann ich nur soviel sagen, daß dies wirklich kein "materieller" Vorgang ist sondern eine Folge der "Relativität der Gleichzeitigkeit"

Wie meinst du das? Das eine schließt ja das andere nicht aus. Also das eierige Rad oder die Ehrenfestsche Scheibe; virtuell oder real. Und wenn virtuell; welchen Sinn macht das?
.
.


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 10:06 
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Registriert: Di 9. Apr 2019, 18:31
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@Kurt » So 20. Okt 2019, 10:30

Zitat:
Was meinst du da?
Wie kann der Dopplereffekt hintereinander ausgeführt werden?


Dazu folgendes Gedankenexperiment. Ein Raumschiff bewegt sich in Richtung Erde und in diesem bewegt sich ein Besatzungsmitglied entlang der Bewegungsrichtung und sendet ein Signal aus. Am der Erde zugewandten Seite Wird dieses Signal ohne Frequenzänderung verstärkt und zu Erde gesendet. Dieses Signal wird dann auf der Erde mit derselben Frequenz empfangen wie das Signal des Besatzungsmitgliedes ohne Verstärkung.

Für das Signal auf der Erde gilt dann:

fe = fs * sqrt((1 + vr/c) / 1-vr/c)) * sqrt(( 1+ vb/c) / (1-vb/c))

mit vr die Geschwindigkeit des Raumschiffs und vb die des Besatzungsmitgliedes.

Betrachtete man Zähler und Nenner dann gilt für den Zähler:

1 + vr/c + vb/c + vr*vb/c**)

Für den Nenner gilt dann

1 - vb/c -vr/c + vr * vb /c**2

Beides kann man umwandeln in

(1 + (vr /c + vb/c)) / (1 + vr*vb / c**2)) * (1 -vr * vb /c **2))

und

(1 - (vr /c + vb/c)) / (1 + vr*vb / c**2)) * (1 -vr * vb /c **2))

Mit vs = (vr + vb) / (1 + vr*vb/c**2)

hat man dann

fe = fs * sqrt( (1+ vs / c) /1 - vs/c))

Gruss
Rudi Knoth


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 10:16 
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Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13
Beiträge: 17892
Rudi Knoth hat geschrieben:
@Kurt » So 20. Okt 2019, 10:30

Zitat:
Was meinst du da?
Wie kann der Dopplereffekt hintereinander ausgeführt werden?


Dazu folgendes Gedankenexperiment. Ein Raumschiff bewegt sich in Richtung Erde und in diesem bewegt sich ein Besatzungsmitglied entlang der Bewegungsrichtung und sendet ein Signal aus. Am der Erde zugewandten Seite Wird dieses Signal ohne Frequenzänderung verstärkt und zu Erde gesendet. Dieses Signal wird dann auf der Erde mit derselben Frequenz empfangen wie das Signal des Besatzungsmitgliedes ohne Verstärkung.

Für das Signal auf der Erde gilt dann:

fe = fs * sqrt((1 + vr/c) / 1-vr/c)) * sqrt(( 1+ vb/c) / (1-vb/c))

mit vr die Geschwindigkeit des Raumschiffs und vb die des Besatzungsmitgliedes.

Nö, das gilt nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: 100 Autoren gegen Einstein
BeitragVerfasst: So 20. Okt 2019, 10:20 
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Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13
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Rudi Knoth hat geschrieben:
@Lagrange » So 20. Okt 2019, 09:06

Zitat:
Die Effekte die gemessen werden, werden nur dann gemessen wenn sich Objekte relativ zur Erde bewegen.


Und wie könnte ein Experiment aussehen, indem sich das Labor relativ zur Erde oder den Objekten bewegt?

Gruss
Rudi Knoth

Ganz einfach. Hafele-Keating bewegt sich relativ zur Erde.

Nach Einstein muss Bodenuhr langsamer gehen als Flugzeuguhr da sie relativ zum Flugzeug bewegt ist.


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