Dr. S. Friedländer:
„Einstein ändert den Zeit-Begriff, ohne sich um die Zeit selber zu kümmern. Aber dadurch, daß ich seinen Begriff ändere, ändert sich kein Gegenstand“ (S. 30). „Bloß logischen Möglichkeiten wird unser lieber alter Raum mit aller Gewalt angedrillt, und so entsteht der gekrümmte und obendrein n-dimensionale. . . . Dialektiker problematisieren die Euklidische Geometrie, die Gleichzeitigkeit selber, weil man gewisse Lichtstrahlen nicht zugleich wahrnimmt" (S. 31 f.).
„Ist der Satz: „alles ist relativ“ auch nur von relativer Geltung? Straft er seine eigene Behauptung Lügen?! Oder ist solche Dummheit wenigstens absolut?“ (S. 33).
„Man verwechselt heute den mathematischen Formelvereinfacher mit einem Über-Newton“ (S. 34).
„Einstein identifiziert dialektisch Mathematik und Kinetik. Der Physiker Einstein ist transzendentallogisch ungeschult. Empirismus und Relativismus verdecken urteilsschwach die durch Kant entdeckte, streng bewiesene Wahrheit, daß die Kraft des Intellekts über aller Sinnlichkeit und Natur steht.“ „Euklid und Kant sollten überwunden werden: um Wahrheit nicht, aber um „Überholungen, Überwindungen“ ist es ihnen zu tun. Von der RTH wird die objektive Wirklichkeit beiseite geschoben; sie interessiert sich nur für die Relation zum Beobachter und verwischt so den Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit. Mit "vierdimensionaler Raumzeit“ hebt man weder Euklid noch Kant aus den Angeln. Man vereinigt die Messung der Zeit- und der Raumgrößen in einer einzigen Formel, bildet sich aber ein, Zeit und Raum selber vermengt zu haben. Ohne Kants apriorische Elemente, die keineswegs relativ sind, kann man keine RTH zustande bringen“ (Sk 35 f.)."
„In Dinglers Angriff auf den naturwissenschaftlichen Mathematismus, Empirismus . . . sieht Marcus „eine Morgenröte der Wissenschaft“ . . . Unsere modernen Über-Kopemikusse und Über-Newtons, die Herren „Überwinder“ Euklids und der klassischen Mechanik maßregelt er gehörig" (S. 40).
". . . beiläufig ist es das Grundgebrechen der modernen relativistischen Physik, daß sie vermeint, ohne Dynamik auskommen zu können. Der puren Mathematik freilich kann es schließlich egal sein, ob man ptolemäisch oder kopernikanisch rechnet. Aber dynamisch bringt nur Kopemikus die wahre Lösung“ (S. 44).
„Infolge mangelhafter erkenntniskritischer Schulung hat Einstein mathematisch brauchbare Fiktionen mit Realitäten verwechselt. Er behauptet z. B., gegen allen gesunden Verstand, daß man eine Scheinbewegung nicht von einer dynamisch wirklichen Bewegung unterscheiden könne: — bewegt sich der Zug oder der Bahndamm? Weshalb kann man denn den Bahndamm nicht auch wie den Zug durch Hebeldruck in Bewegung setzen?!“ (S. 57).
Die Kritik hat, wie man sieht, schon längst alles gesagt, was hier im Forum "neu entdeckt" wurde.
Man/Frau müsste mehr lesen!
