Die Universelle Referenzuhr.Taktrate=1
Abb. 1Um die Gleichzeitigkeit der Punkte A und B zu bestimmen, führe folgende Schritte aus:
Nehme lineal und Zirkel in die Hand.

- Abb. 2
Verbinde die Punkte mit einer Linie (1). Es entsteht eine Strecke mit den Endpunkten AB.
Bestimme den Mittelpunkt M der Strecke nach Euklid (2).
Zeichne eine Senkrechte zur Strecke AB, welche durch den Mittelpunkt der Strecke führt (3).
Zeichne einen Kreis mit dem Mittelpunkt im Punkt M der Strecke und mit dem Radius r = MB (4)
Trage Punkte CD an den Stellen des Kreises ein, welche die Senkrechte schneidet (5).
Indem nun aus M kugelförmiges Lichtsignal ausgesandt wird, werden die Punkte ABCD gleichzeitig erreicht. - IMG_5996.PNG (14.84 KiB) 5879-mal betrachtet
=
Ausgangsgleichzeitigkeit.
Die Ausgangsgleichzeitigkeit des gesamten Referenz-Mechanismus ist in allen Bezugssystemen gegeben, denn die initiierende Signal-Emission erfolgt kugelförmig und zeitgleich für alle Richtungen und für alle Bezugssysteme von einem einzigen Punkt der Anordnung aus.
Die Voraussetzung der Gleichzeitigkeit wird somit bis zum Eintreffen des initiierenden Lichtsignals bei den Punkten ABCD erfüllt.
=
Du hast aber soeben die Gleichzeitigkeit der Empfangsereignisse an den Punkten ABCD des ruhenden Systems S bewiesen.
Wenn Du nun, ausgehend von der Gleichzeitigkeit des Signal-Eintreffens, sofort aus jedem deiner ausgezeichneten Punkte ein Lichtsignal aussendest, dann sendest du von den Punkten ABCD vier Empfangsbestätigende Lichtsignale gleichzeitig aus.
Es passiert nun folgendes:

- Abb. 3
Die kugelförmigen Signale , die von den rot markierten Punkten ABCD gleichzeitig ausgesandt werden, erreichen nach einer Zeitperiode von 1 die fünf grün markierten Empfangspunkte EFMGH ebenso gleichzeitig (mit Pfeilen markiert).
Bemerkung: An den grün markierten Punkten EFMGH überschneiden sich die von ABCD herkommenden Wellenfronten der Signale - diese Punkte markieren Orte der absoluten Gleichzeitigkeit (an diesen Punkten finden jeweils mindestens zwei Empfangsereignisse gleichzeitig statt - ihre Gleichzeitigkeit muss daher in allen Bezugssystemen gelten). - IMG_6014.PNG (45.17 KiB) 5878-mal betrachtet
Wenn Du nun, ausgehend von der Gleichzeitigkeit des Signal-Eintreffens, sofort aus jedem deiner ausgezeichneten Punkte ein Lichtsignal aussendest, dann sendest du von den Punkten EFMGH fünf Empfangsbestätigende Lichtsignale absolut gleichzeitig aus.
Es passiert nun folgendes:

- Abb. 4
Die kugelförmigen Signale , die von den grün markierten Punkten EFMGH absolut gleichzeitig ausgesandt werden, erreichen nach einer Zeitperiode von 1 die fünf rot markierten Empfangspunkte ABCD ebenso absolut gleichzeitig (Wellenfronten-Begegnungspunkte mit Pfeilen markiert).
Bemerkung: An den rot markierten Punkten ABCD überschneiden sich die Wellenfronten der Signale - diese Punkte markieren Orte der absoluten Gleichzeitigkeit (an diesen Punkten überschneiden sich jeweils DREI Signal-Wellenfronten, d.h. dass an diesen Punkten jeweils gleichzeitig drei Empfangsereignisse stattfinden - ihre Gleichzeitigkeit muss daher in allen Bezugssystemen gelten). - IMG_6017.PNG (72.41 KiB) 5888-mal betrachtet
Es entsteht eine Lichtuhr, die mit Taktrate = 1 zwischen rot und grün markierten Punkten schwingt:
Abb. 5 Deine Lichtuhr schwingt periodisch im Takt der Empfangssignale der absoluten Zeit.
Sie tickt zwischen vier absolut gleichzeitigen t_1 Signalen (rot) und fünf absolut gleichzeitigen t_2 Signalen (grün).
Die Taktrate der Uhr wird durch Ereignisse bestimmt, die jeweils paarweise an einem einzigen Ereignisort passieren. Die Sende- und Empfangsereignisse innerhalb der Referenzuhr sind daher in allen Bezugssystemen gleichzeitig und gleichortig.
Deine Lichtuhr arbeitet als ein Referenzsystem der absoluten Zeit.
Sie ist einfachheitshalber zweidimensional ausgeführt. Funktioniert aber selbstverständlich auch im dreidimensionalem Raum: das verwendete Lichtsignal ist ja kugelförmig. Du hast die Existenz einer absoluten, nichtrelativistischen Zeit bewiesen.
Diese gilt in allen Bezugssystemen.
Dein Referenz-Mechanismus ist universalgültig und skalenunabhängig.
Wie die Sekunde definiert wird, ist hier irrelevant.
Ende Teil 1. Fortsetzung folgt