Zwillingsparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon krona » Mi 11. Dez 2019, 18:00

Hallo,

da muss ich dich korrigieren:
Sciencewoken hat geschrieben:
krona hat geschrieben:Die Wahrscheinlichkeit rührt daher, dass der Zeitpunkt des Zerfalls der Myonen dem Zufall unterliegen. Das hat jetzt nichts mit der SRT zu tun.
Aber der Myonenzerfall wird per SRT berechnet und lt. diesen Berechnungen unterliegt das halt keinem Zufall. Also entweder Wahrscheinlichkeiten, dann beweist das Myonenexperiment gar nichts bezüglich SRT oder Berechnungen, dann kann man das Myonenexperiment auch für Belege der SRT heranziehen.
Der Myonenzerfall wird nicht mit der SRT berechnet. Man zählt nach, wie viele Myonen nach 1µs, nach 2µs, nach 3µs usw. seit ihrer Entstehung noch vorhanden sind. Daraus gewinnt man die Zerfallskurve und die mittlere Lebensdauer bzw. Halbwertszeit.

Das kann man dann als Uhr verwenden. Wenn man jetzt die Geschwindigkeit der Myonen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit bringt und dann, wie oben beschrieben, wieder die Myonen nach 1µs, 2µs, 3µs nach ihrer Entstehung zählt, dann ergibt sich eine zeitliche Verschiebung der Zerfallskurve, und damit auch der mittleren Lebensdauer bzw. Halbwertszeit, um genau den Lorentzfaktor.

So etwas kann man heute in kleinen Beschleunigern erzeugen und nachmessen. Dazu muss man nicht mehr auf einen Berg steigen und messen.

Liebe Grüße
L.
krona
 
Beiträge: 164
Registriert: So 11. Aug 2019, 10:03

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Peter Knoepfheinz » Mi 11. Dez 2019, 18:01

krona hat geschrieben:Hallo Peter,

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:Also: Die beiden Uhren U1 und U2 fliegen aufeinander zu, jede betrachtet sich selbst als ruhend und die jeweils andere als so schnell bewegt, dass nach SRT die Zeit langsamer für sie läuft. Welche der beiden Uhren geht nach?
Das ist in der Tat auf den ersten Blick nicht sehr anschaulich, zumal das Ergebnis eben verblüffend ist: Beide Uhren gehen korrekt.
Was man zeigen kann, ist das die Lorentzgleichung c²t² - 0² = c²t'² - X'² mit 0² als Nullvektor für das Ruhesystem der Uhr und X' = f(x',y',z') und t,t' als Zeitdauer eben zeigt, dass t' um den Lorentzfaktor gedehnt ist.
Und das gilt auch aus Gründen der Symmetrie eben auch für das gestrichene System, wo dann t um den Lorentzfaktor gedehnt ist.
Eine direkte Beobachtung ist schwerlich möglich, da ja mindestens ein Beobachter sein Inertialsystem wechseln müsste.

Liebe Grüße
L.


Vielen Dank, krona!
Eine Beobachtung ist sogar sehr einfach möglich, niemand muss während des Experiments sein Bezugssystem wechseln: Die beiden Uhren übergeben einfach ihr Signal beim Vorbeiflug, so dass jede Uhr ihre eigene Zeit sowie die Zeit der anderen Uhr festhalten kann (sie werden sofort gespeichert und nicht mehr verändert), danach können die Uhren "eingesammelt" und verglichen werden. Beispiel:
U1
Eigene Zeit: 10 Uhr
Zeit von U2: 9 Uhr (da sie ja aus Sicht von U1 "langsamer" lief)

U2
Eigene Zeit: 10 Uhr
Zeit von U1: 9 Uhr (da sie ja aus Sicht von U2 "langsamer" lief)

Hmm, und jetzt? Welche Uhr lief denn nun langsamer?
Zuletzt geändert von Peter Knoepfheinz am Mi 11. Dez 2019, 18:03, insgesamt 2-mal geändert.
Peter Knoepfheinz
 
Beiträge: 49
Registriert: Do 28. Nov 2019, 17:18

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Mi 11. Dez 2019, 18:02

krona hat geschrieben:Hallo,

da muss ich dich korrigieren:
... Der Myonenzerfall wird nicht mit der SRT berechnet. ...

Wer wird von wem begraben? Myon A von Myon B oder beide wechselseitig? :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Mi 11. Dez 2019, 18:13

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:
Also nochmal: Welches Myon ist zerfallen?
Falls Du wieder keine Antwort liefern kannst, dann gib bitte an, WARUM das nicht mögich ist, auch das könnte eine akzeptable Antwort sein. Ich muss aufgrund deiner Ausweichmanöver nun leider davon ausgehen, dass Du keine sinnvolle Antwort geben kannst! Richtig?

Ich nehme eher an das du selbst nicht weißt was die Frage überhaupt klären soll, denn die Antwort steckt ja schon in deiner Ausgangssituation: Beide Myonen zerfallen bevor sie sich treffen. Die Antwort ist daher natürlich das beide Myonen zerfallen. Aus Sicht des einen zerfällt eben das andere später und umgekehrt.
Das steckt aber eben auch schon in meiner vorherigen Antwort: "Jedes Myon sieht das andere langsamer altern aufgrund der Zeitdilatation..."
Deine Behauptung ich würde nicht antworten ist also erwiesenermaßen falsch.
McMurdo
 

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mi 11. Dez 2019, 18:27

krona hat geschrieben:da muss ich dich korrigieren:
Sciencewoken hat geschrieben:
krona hat geschrieben:Die Wahrscheinlichkeit rührt daher, dass der Zeitpunkt des Zerfalls der Myonen dem Zufall unterliegen. Das hat jetzt nichts mit der SRT zu tun.
Aber der Myonenzerfall wird per SRT berechnet und lt. diesen Berechnungen unterliegt das halt keinem Zufall. Also entweder Wahrscheinlichkeiten, dann beweist das Myonenexperiment gar nichts bezüglich SRT oder Berechnungen, dann kann man das Myonenexperiment auch für Belege der SRT heranziehen.
Da musst du gar nichts korrigieren! Es wird festgestellt, dass im Labor ruhende Myonen nach einen mittl. Lebensdauer von 2,2µs zerfallen, in der Atmosphäre bei nahezu LG weitaus länger leben. Zur Erklärung des Ganzen wird die SRT herangezogen und dann wird behauptet, was man ruhend zum AM alles messen würde, wie z.B. dass die EMs länger leben und die Erde nur etwa 600m statt 10km entfernt ist. Das kann man so derartig vergessen, dass es schon fast peinlich ist, damit eine Theorie, wie die SRT überhaupt bestätigen zu wollen. Wer sagt eigentlich, dass Myonen mit nahezu LG (0.9994c) durch die Atmosphäre sausen? Man weiß ja nicht mal, wann genau sie in welcher Höhe entstehen. Was wäre, wenn einer einen natürlichen Mechanismus findet, der diese ZD schon bei 0,97c erklärt? Dann hängt ihr durch mit eurer SRT, nicht wahr?
Sciencewoken
 
Beiträge: 8701
Registriert: Mo 14. Okt 2019, 09:52

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Mi 11. Dez 2019, 18:28

McMurdo hat geschrieben:..Beide Myonen zerfallen bevor sie sich treffen. ..

Nö, die kosmischen Myonen zerfallen erst später. Sie können sich aber nicht treffen weil die anderen bereits begraben wurden. :lol: :lol: :lol:

Man findet nur noch Knochen. :lol: :lol: :lol:
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mi 11. Dez 2019, 18:33

McMurdo hat geschrieben:Ich nehme eher an das du selbst nicht weißt was die Frage überhaupt klären soll...
Was für ein ätzendes Gefasel. Jeder hier weiß, was diese Frage klären soll, nur du nicht! Wann wurde jemals gemäß SRT tatsächlich wechselseitig etwas gemessen? Kannst du das mal klipp und klar beantworten?
Sciencewoken
 
Beiträge: 8701
Registriert: Mo 14. Okt 2019, 09:52

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Mi 11. Dez 2019, 19:15

Sciencewoken hat geschrieben:Was für ein ätzendes Gefasel.

Nö, wer in der Aufgabenstellung schon schreibt die Myonen zerfallen bevor sie sich treffen und dann fragt welches Myon zerfällt hat entweder die Aufgabe nicht gelesen (Was schon merkwürdig wäre, weil er sie ja selbst aufschrieb), oder weiß halt gar nicht worauf er hinaus will.

Wenn du immer noch Übersichten zu Tests der SRT suchst, hier wirst du fündig: http://math.ucr.edu/home/baez/physics/R ... ments.html
McMurdo
 

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon krona » Mi 11. Dez 2019, 19:15

Hallo Peter,
da ist ein Gedankenirrtum bei dir. Da bist du aber beileibe nicht der einzige:
Peter Knoepfheinz hat geschrieben:Eigene Zeit: 10 Uhr
Zeit von U2: 9 Uhr (da sie ja aus Sicht von U1 "langsamer" lief)

U2
Eigene Zeit: 10 Uhr
Zeit von U1: 9 Uhr (da sie ja aus Sicht von U2 "langsamer" lief)

Hmm, und jetzt? Welche Uhr lief denn nun langsamer?
Mit der lokalen Zeit kannst du die Zeitdilatation nicht feststellen. Deswegen schrieb ich ja auch 'Zeitdauer'.
Mit deinem Beispiel:
U1
Eigene Zeit: 10 Uhr
Zeit von U2: 9 Uhr

Soweit ok.

Jetzt aber noch einmal etwas später messen:
Eigene Zeit: 11 Uhr
Zeit von U2: 9:45 Uhr

Zeitdauer für U1: 1 Stunde
Zeitdauer für U2 (aus Sicht U1): 0:45 Stunden

Zeitdehnung: 3/4

U2
Das Gleiche mit vertauschten Rollen.

Problem:
Die Messung um 11 Uhr.
Die Information, dass es bei U2 9:45 Uhr ist, erhält U1 erst mit Verzögerung t=L/c. Denn dann ist es bei U1 11Uhr+t-Sekunden und der Vergleich funktioniert nicht so einfach.

Liebe Grüße
L.
krona
 
Beiträge: 164
Registriert: So 11. Aug 2019, 10:03

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mi 11. Dez 2019, 19:24

McMurdo hat geschrieben:Nö, wer in der Aufgabenstellung schon schreibt die Myonen zerfallen bevor sie sich treffen und dann fragt welches Myon zerfällt hat entweder die Aufgabe nicht gelesen (Was schon merkwürdig wäre, weil er sie ja selbst aufschrieb), oder weiß halt gar nicht worauf er hinaus will.
Es ist aber schon unheimlich lustig, dass offensichtlich nur du nicht weißt, worauf Peter hinaus will. Lagrange verkloppt dich auch oft genug mit Zaunpfählen. Und nein, ich suche sicher nicht nach einer weiteren billigen Kopie von "Des Kaisers neue Kleider". Ich hätte nur gerne die Frage von Peter beantwortet und zwar von dir und nicht von irgendwelchen Links. Wenn du das nicht begreifst, was suchst du dann hier?
Sciencewoken
 
Beiträge: 8701
Registriert: Mo 14. Okt 2019, 09:52

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 36 Gäste