Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Hier werden diverse Äthermodelle diskutiert

Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 12:06

Brief an Sagnac 1914 von Wilhelm Bjerknes und Otto Wiener:

„Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Ihr Apparat seine globale Drehbewegung ohne Rückgriff auf irgendeine externe Referenz aufzeichnet. In dieser Hinsicht wird Ihr Experiment immer ein grundlegendes Experiment bleiben, sogar eines der grundlegendsten Experimente der Physik. Es wird jedoch nicht ausreichen, um die überzeugten Relativisten von der Existenz des Äthers zu überzeugen. Denn die Relativisten sind Menschen, die vorgeben, sich Wellen vorzustellen, die sich in einem Medium ausbreiten, dessen Existenz sie leugnen. Wir wären sehr gespannt, Herr Wiener und ich, ob Sie in Ihrem Experiment noch immer die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum messen, auch wenn sich das Licht im Wasser ausbreitet. Eine positive Antwort auf diese Frage wäre eine brillante Bestätigung Ihrer Theorie und für die meisten Physiker sicherlich sehr unerwartet.


Und in der Tat auch im Wasser, im „Elektronenfreien“ Raum, wird gleiche LG gemessen. Bestätigt durch Faserkreisel, Experiment von Harres, Experimente von Wang usw.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 12:22

The other aspect of invariance is independence of the speed of the emitter, and this is directly tested by observations of binary pulsars, which constantly change their speed as they emit radio pulses, but all the pulses travel at the same speed to us; otherwise they would arrive out of order and we would not know we were dealing with a regularly pulsing source. ...

Bernard Schutz

Das ist teilweise richtig, dadurch wird die "normale" Emissionstheorie klar widerlegt. Wäre es anders, hätten wir folgendes Bild.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Sciencewoken » Di 24. Dez 2019, 12:43

Lagrange hat geschrieben:Das ist teilweise richtig, dadurch wird die "normale" Emissionstheorie klar widerlegt. Wäre es anders, hätten wir folgendes Bild.
Nun wird aber dadurch die normale Äthertheorie auch nicht zwangsläufig bestätigt. Denn bevor man davon ausgeht, dass das Universum mit etwas gefüllt ist, was erstens eine unheimlich geringe Dichte hat und zweitens aus Irgendwas (materielle Teilchen) bestehen muss, kann man diese Stellen im Universum auch als komplett leer betrachten und sich Licht als Korpuskeln vorstellen, die sich in dieser Leere mit konstanter Geschwindigkeit bewegen. Nicht zu vergessen, dass diese Äther-Teilchen dann auch in irgend einer Form wechselwirken müssen und das in zwei Richtungen. Und bei der geringen Dichte, die der Äther haben soll, müssen sich diese Wechselwirkungen auch unheimlich schnell (>>c) fortbewegen. Für die Quantisierung entsprechender Wechselwirkungen kämen also auch nur wieder irgendwelche virtuellen Teilchen in Frage... Für die Vorstellung eines Äthers sind nach unten hin also keine Grenzen gesetzt, man kann die Frage: "Aus was besteht er und wie funktioniert er?" immer wieder stellen. Bei leerem Raum und Lichtquanten (Korpuskeln) funktioniert dies hingegen nicht.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 12:57

Bei leeren Räumen funktioniert c=konstant relativ zum Raum nicht, sondern nur c=konstant relativ zur Quelle. Somit ist die Emissionstheorie bereits "getötet". Was die Dichte des Äthers betrifft, Maxwell hat angenommen, dass die normale Wellengleichung angewandt werden muss, das heißt dass die Beziehung c^2 proportional 1/Dichte gilt.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Sciencewoken » Di 24. Dez 2019, 13:11

Lagrange hat geschrieben:Bei leeren Räumen funktioniert c=konstant relativ zum Raum nicht
Also Lichtteilchen können sich schon mit konstanter Bewegung im Raum ausbreiten, warum sollte das nicht funktionieren? Ich postuliere das ganz einfach und nun?
Im Detail:
Jedwede Materie bewegt sich im und gegenüber dem im gesamten Universum verfügbaren Raum absolut. Zur Materie gehören sowohl Teilchen als auch Wellen, wobei Teilchen über Wellen miteinander wechselwirken. Sowohl Teilchen als auch Wellen lassen sich als Teilchen verstehen, wobei echte Teilchen etwa harte Kugeln sind und Wellenteilchen aus einem superfluidem Material bestehen müssen, dass es ihnen ermöglicht, sich gegenseitig unbeschadet und ohne Energieverlust zu durchdringen.

Und was Maxwell angeht, so interessiert es nicht, was er annahm, solange er nicht beantworten kann, aus was Äther bestehen soll und wie und womit das Alles intern miteinander wechselwirkt.

Ich nenne meine Privattheorie genau deswegen MNET, weil es eine modifizierte Newtonsche Emissionstheorie ist.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 13:35

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Bei leeren Räumen funktioniert c=konstant relativ zum Raum nicht
Also Lichtteilchen können sich schon mit konstanter Bewegung im Raum ausbreiten, warum sollte das nicht funktionieren? Ich postuliere das ganz einfach und nun?
...

Ein Postulat muss irgendwie begründet werden. Wenn eine Quelle diese Lichtteilchen wegschleudert dann kann die Geschwindigkeit der Teilchen nur relativ zur Quelle konstant sein. Sonst müsste jede bewegte Lichtquelle mit einer anderen Geschwindigkeit senden.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Sciencewoken » Di 24. Dez 2019, 13:42

Lagrange hat geschrieben:Ein Postulat muss irgendwie begründet werden. Wenn eine Quelle diese Lichtteilchen wegschleudert dann kann die Geschwindigkeit der Teilchen nur relativ zur Quelle konstant sein. Sonst müsste jede bewegte Lichtquelle mit einer anderen Geschwindigkeit senden.
Die konstante Geschwindigkeit der Lichtteilchen ist eine Eigenschaft der Lichtteilchen und nicht die irgend eines hypothetischen Äthers - so einfach ist es begründet. Ich jedenfalls muss mir auf die Art nicht mehr die Frage anhören, aus was Äther eigentlich bestehen soll umd dann evtl. von Kurt die antwort zu bekommen, dass er aus basisteilchen besteht, die sich in einer Grundsubstanz bewegen, wobei hier leider wieder nicht klar wäre, aus was denn nun wieder diese Grundsubstanz besteht.
Zuletzt geändert von Sciencewoken am Di 24. Dez 2019, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 14:00

Die Frage ist, wie kann eine konstante Geschwindigkeit begründet werden. Doch nicht durch die "Eigenbeschleunigung" der Lichtteilchen?
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Sciencewoken » Di 24. Dez 2019, 14:03

Lagrange hat geschrieben:Die Frage ist, wie kann eine konstante Geschwindigkeit begründet werden. Doch nicht durch die "Eigenbeschleunigung" der Lichtteilchen?
Wie begründest du, dass ein Kreis rund ist?
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Lagrange » Di 24. Dez 2019, 14:19

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Die Frage ist, wie kann eine konstante Geschwindigkeit begründet werden. Doch nicht durch die "Eigenbeschleunigung" der Lichtteilchen?
Wie begründest du, dass ein Kreis rund ist?

Dadurch dass ich die Entfernung aller Punkte von einem festen Punkt messe.
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