McMurdo hat geschrieben:Und es geht auch nicht um Meinungen, sondern um Tatsachen.
Zum Beispiel die Tatsache, dass Uhren niemals und unter keinen Umständen jemals tatsächlich wechselseitig langsamer gehen können, selbst wenn man sie wechselseitig langsamer gehend misst? Muss man dir erst zeigen, woran das liegt?
1. Zwei Uhren A und B sind zueinander bewegt und sie ermitteln ihre Relativgeschwindigkeit über Lichtimpulse, die im Abstand von ΔT=1s Eigenzeit erfolgen. Der erste Lichtimpuls kommt nach Δt0=1,25s zurück und der zweite nach Δt1=0,5s. Die Geschwindigkeit ist damit

wobei das Vorzeichen anzeigt, ob sich die Uhren voneinander entfernen (positiv) oder einander nähern (negativ). Man erkennt auf Anhieb, dass das Ganze auch mit dilatierten Zeiten (Dauern; ΔT=1,25s, Δt0=1,5625sΔ, Δt1=0,625s) funktioniert

was auch kein Wunder ist, denn die Formel für Geschwindigkeitsmessung mit Pulsradar enthält keine Strecken, sondern nur Zeiten und die Signalgeschwindigkeit.
2. Beidseitig geht die Geschwindigkeitsmessung kontinuierlich mit 1 Lichtimpuls pro Sekunde Eigenzeit also mit 1Hz Eigenfrequenz weiter und die jeweils andere Uhr empfängt diese Frequenzen gemäß dem relativistischem Doppler-Effekt
}{1c+(-0,6c)}}=2Hz)
erwartet wird jedoch eine Frequenz gemäß dem klassischen Doppler-Effekt (Empfänger ruhend, Sender bewegt)
=1Hz\cdot\bigl(\frac{1c}{1c+(-0,6c)}\bigr)=2,5Hz)
also eine höhere Frequenz und daraus folgt:
"Jeder sieht die Uhr des jeweils Anderen langsamer gehen."3. Natürlich widerstrebt diese Erkenntnis jedwedem gesunden Menschenverstand, denn eine Uhr, die langsamer als eine Andere geht, kann nicht plötzlich schneller gehen, nur weil man den Betrachtungswinkel ändert. Aber mindestens eine Uhr muss langsamer gehen und dabei vermutlich ein recht unorthodoxes Verhalten an den Tag legen. Man überlege also Folgendes: Die Lichtimpulse der langsamer gehenden Uhr liegen zeitlich sicher weiter auseinander, als die der Anderen und genauso dürften diese Impulse auch zwischen den beiden Uhren unterwegs sein. Angenommen Uhr B ist die tatsächlich bewegte und damit langsamere Uhr, dann empfängt Uhr A in 1s Eigenzeit 0,8 Impulse von Uhr B und Uhr B in 1s Eigenzeit 1,25 Impulse von Uhr A und genau dies lässt sich per Symbolmessverfahren auch feststellen. Daraus folgt: Uhr B sendet mit fO=0,8Hz und empfängt fI=1,25Hz und das geometrische Mittel der beiden Frequenzen ergibt die vereinbarte Frequenz vo 1Hz
