Ernst sein ist alles

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: was reißt das reißt

Beitragvon Daniel K. » Fr 7. Aug 2020, 17:06

Der Säufer und die Bild Hartmut Pohl hat geschrieben:
Aus Sicht des Seils ruht das Seil und auch die beiden Enden des Seils und auch die beiden Raumschiffe, die an diesem Seil hängen und außerdem bleibt das Seil aus seiner Sicht auch gespannt und nichts Anderes. :lol:



Dann müsste ja Y. hiermit irren:
Yukterez hat geschrieben:
Es reißt in beiden Systemen, im System der ruhenden Boje weil die Uhren, der Abstand und die Geschwindigkeit der zwei beschleunigten Raketen synchronisiert bleiben während ihre Längen kontrahieren, und im System der Raketen weil deren Uhren und daher Beschleunigungen nicht mehr synchronisiert bleiben, weswegen der Abstand zwischen den beiden in ihren eigenen Systemen auseinanderlaufen muss.

Es kann ja nur dann reißen, wenn beide Seilenden eben nicht zueinander ruhen. Ich vertraue da fachlich ganz sicher Y. und nicht dir Flachpfeife ...

Wobei wir da eh in dem Punkt fachlich ja Unisono sind.

Aber lege mal los, überzeuge ruhig mal Y. von deiner Welt, bin sicher, dass er den von dir vorgegebenen "Paradigmenwechsel" nicht machen wird. :mrgreen:
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Re: was reißt das reißt

Beitragvon Sciencewoken » Fr 7. Aug 2020, 17:15

Bildkiffendes Rindvieh Manuel Dumming Krügеr hat geschrieben:Dann müsste ja Y. hiermit irren...

Tut er mMn ja auch und das beweißt, eindeutig, dass ich nicht Yukterez Kläffer bin - das beweißt, dass ich niemandes Kläffer bin. Was denkst du denn, wie im Ruhesystems des Seils, Selbiges reißen oder durchhängen kann, wenn aus dieser Sicht beide Raumschiffe erstens gleichzeitig und zweitens identisch beschleunigen? Und meine Aussage war ja, dass es entweder überall oder nirgends reißt. Und für mich existieren nur die Systeme A: (Seil und Raumschiffe) und B: der Beobachter vo A.

Und noch mal die Frage: Wie soll ich euch denn überzeugen, wenn ihr gar nicht überzeugt werden wollt? Da gebe ich mir gar keine Mühe mehr (erkennbar an dem Satz: "Da könnt ihr Klugscheißen, so viel ihr wollt!").

Ansonsten: Hier entlang...
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Re: was reißt das reißt

Beitragvon Sciencewoken » Fr 7. Aug 2020, 20:14

Mir fällt zu dem Ganzen gerade noch etwas Anderes ein... Wenn die Raumschiffe im Ruhesystem des Beobachters gleichzeitig starten, dass würden sie bereits nach dem infinitesimal kleinsten Beschleunigungsschub aus Sicht auch nur eines einzigen Raumschiffs unterschiedlich lange Strecken zurückgelegt haben. Aus Sicht der Raumschiffe müssten sie also ohnehin ungleichzeitig starten... und das Alles, obwohl sie aus einem gemeinsamen Ruhesystem heraus beschleunigen. :lol:
Das dürft ihr echt keinem erzählen. :lol:

Von daher: ra-raisch hat vollkommen recht, wenn er schreibt, dass die grünen Linien zu jedem Zeitpunkt der Beschleunigung(en) gleich lang bleiben und das ist die Ruhelänge des Seils und gleichzeitig der Abstand der Raumschiffe und das vollkommen unabhängig davon welche Strecke(n) dafür von den Raumschiffen aus gemessen werden, weil deren Uhren nach gehen. :lol:
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gewusst wie

Beitragvon Yukterez » Fr 7. Aug 2020, 21:49

Bild Sciencewoken hat geschrieben:Aus Sicht der Raumschiffe müssten sie also ohnehin ungleichzeitig starten

Wenn man die Räder des Zugs so programmieren will dass es ihn nicht zerreisst dann müssen zwar alle Räder gleichzeitig starten, aber die hinteren müssen am Anfang mehr beschleunigen als die vorderen da aus den bewegten Systemen betrachtet die Synchronisation der Uhren nach deren Zeit die Räder programmiert sind mit zunehmender Geschwindigkeit auseinanderläuft, und im System des Bahnhofs damit die Längenkontraktion erfüllt wird.

Das Rätsel lösend,

Bild
Zuletzt geändert von Yukterez am Fr 7. Aug 2020, 23:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: gewusst wie

Beitragvon Sciencewoken » Fr 7. Aug 2020, 22:00

Yukterez hat geschrieben:Das Rätsel lösend

Nur leider ist der Zug eine Zahnradbahn und die Anzahl der Radzähne als auch die Anzahl der Schienenzähne ändert sich nicht und wenn sich da irgend etwas verformt, gibt es Getriebesalat aber keine Beschleunigung. Die LK ist und bleibt ein Messartefakt ungleichzeitiger Streckenmessung.
Das Rätsel weitaus intelligenter lösend.
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das richtige Mittel zum Zweck

Beitragvon Yukterez » Fr 7. Aug 2020, 22:09

Bild Sciencewoken hat geschrieben:Nur leider ist der Zug eine Zahnradbahn und die Anzahl der Radzähne als auch die Anzahl der Schienenzähne ändert sich nicht und wenn sich da irgend etwas verformt, gibt es Getriebesalat aber keine Beschleunigung.

Wenn man eine Zahnradbahn bauen will die mit relativistischen Geschwindigkeiten fährt gibt es genug Gelegenheiten für einen Getriebeschaden, denn schnelle Räder kontrahieren stärker als langsame. Das wäre ein Problem wenn der Zug nicht immer mit der selben Geschwindigkeit fährt, deswegen würde ich als Konstrukteur auch irgend eine geeignetere Antriebsform wählen, am besten irgendwas magnetschwebebahnmäßiges.

Abratend,

Bild
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Re: das richtige Mittel zum Zweck

Beitragvon Sciencewoken » Fr 7. Aug 2020, 22:22

Yukterez hat geschrieben:Wenn man eine Zahnradbahn bauen will die mit relativistischen Geschwindigkeiten fährt gibt es genug Gelegenheiten für einen Getriebeschaden

Das ist zwar richtig, aber nicht wegen kontrahierender Zahnräder. Die vorderen Räder werden dort von zu ihnen ruhenden Mechanikern beobachtet und die hinteren von hinten zu den Rädern ruhenden Mechanikern. Keiner dieser Mechaniker beobachtet kontrahierte Räder, sondern allenfalls kontrahierte Schienen, was ebenso dämlich wäre, weil ja auch beobachtet wird, wie die Räder passend ineinander greifen. LK ist ein Messartefakt ungleichzeitiger Streckenmessung.

Das Problem ist nämlich immernoch Folgendes:
Gedangen-Experiment:
Ein Objekt A ruht absolut im Raum ein anderes Objekt B entfernt sich mit 0,6c von Objekt A. Die Uhren von Objekt A gehen normal. Messimpulse, die von Objekt A zu Obkekt B gesendet, bei Objekt B reflektiert und bei Objekt A wieder empfangen werden, sind auf Hin- und Rückweg gleich lang, deswegen stimmt hier s=ct/2 mit der realen Strecke überein und deswegen passt hier auch die Differenz zweier solcher Strecken geteilt durch die Eigenzeit mit der gemessenen Geschwindigkeit überein.
Bei Objekt B aber gehen die Uhren erstens nach und zweitens sind die Strecken solcher Messimpulse auf Hin- und Rückweg nicht mehr gleich lang, nur leider fällt einem dies beides nicht ohne Weiteres auf, und deswegen rechnet man auch hier s'=c*t'/2, womit man auf eine kürzere Strecke kommt, weil t' nun mal kleiner ist, als t, aber auch hier stimmen Differenzstrecke durch Eigenzeit mit der gemessenen Geschwindigkeit überein. Wer hier auf die längere Strecke kommt, der bewegt sich im und gegenüber dem Raum mit sicherheit langsamer und deswegen gehen auch dessen Uhren schneller. Auf diese Art würde man wohl erfahren, dass sich die Signalstrecken der Messimpulse auf Hin- und Rückweg ganz sicher niemals dadurch ändern, nur weil man sich als eigentlich Bewegter gleichberechtigt als Ruhend betrachtet, wie es das Relativitätsprinzip vorschlägt.
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Re: Ernst sein ist alles

Beitragvon Sciencewoken » Sa 8. Aug 2020, 01:56

ra-raisch hat geschrieben:Naja, es stellt sich schon die Frage, ob bzw wieso (geometrisch) die Uhren desynchronisiert werden.

Einfache Frage, noch einfachere Antwort. Uhren desynchronisieren Aufgrund von Doppler-Effekten (z.B. Atom- und Lichtuhren) und etwas Ähnliches taucht sogar bei Kreisbewegungen auf... Zykloide. ;)
Wenn sich nun eine Uhr mit 0,3c in eine Richtung (also -0,3c) und eine Weitere mit 0,3c in die andere Richtung bewegt, dann verlangsamen sich beide Uhren identisch um γ=1,0483 und für Messimpulse bleibt dann ganz sicher nur der klassische Doppler-Effekt für Hin- und Rückweg übrig.
Für fS=1Hz:

und daraus ergibt sich

Na sowas? Wieso sind das denn nu keine 0,6c, sondern nur 0,5504c? Und wieso zum Henker ist das auch noch das Ergebnis des Lorentzschen Geschwindigkeitsadditionstheorems? Ich habe doch nur klassisch gerechnet? Na egal... wer glaubt denn nun auch nur einem Relativisten noch, dass die Uhren wechselseitig um den Faktor γ=1,1978 langsamer gehen? Ich jedenfalls nicht, weil ich sehr genau weiß, dass es nicht so ist, weil es nicht so sein kann.
(Außerdem kann ich das auch feststellen, wenn auch nur in Simulationen).

P.S.: Wer hier aus UWudL noch mit liest und die Formel noch nicht kennt... bitte schön...
http://hartmut-pohl.net/pdf/Relativit%C ... leitet.pdf
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Re: Ernst sein ist alles

Beitragvon Sciencewoken » Sa 8. Aug 2020, 03:17

Rolf Gartenzwerg hat geschrieben:Annähern und Einräumen

https://www.youtube.com/watch?v=M6nHWbO ... tu.be&t=65

A/B/C=(A/B)/C=A/(B*C). IST DAS JETZT AUCH KLAR? :lol:

...wobei mir gerade noch einfällt... Wenn man x/0=Undefiniert über Limes im Nenner definiert... kommt dann bei 0/-nahe 0 nicht -0 raus? :lol:
Warum wird sich dann eigentlich bei der IEEE 754 über die -0 beschwert? :lol:
Vergesst eure Definitionen über einen Limes im Nenner, denn es geht um x/exakt 0 und nichts Anderes. IST DAS JETZT AUCH KLAR? :lol:
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Re: Ernst sein ist alles

Beitragvon Lagrange » Sa 8. Aug 2020, 10:01

-0 = +0 = 100 * 0 = -100 * 0
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