Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon contravariant » Fr 3. Dez 2010, 00:47

Highway hat geschrieben:Nun werd mal nicht unverschämt.

Wenn man sich wissenschaftlich mit einem Thema befassen will, dann ist Literaturrecherche das Erste was man tut. Unverschämt ist, es nicht zu tun und dann auch noch rumzuplerren, wenn andere Leute einen auffordern dies mal nachzuholen.

Highway hat geschrieben:Nach meiner Wahrnehmung wird In keinem deiner Referenzen das hier bearbeitete Thema bezug genommen, geschweige den zweifelsfreie Lösung angeboten. Wenn ich mich irre, dann bitte ich um einen Ausschnitt aus der Veröffentlichung und einen Link zum nachlesen.

Grüße,

Highway


* Rossi and Hoag, Physical Review 57, pg 461 (1940). Rossi and Hall, Physical Review 59, pg 223 (1941). Rasetti, Physical Review 60, pg 198 (1941). Redei, Phys. Rev. 162 no. 5 (1967), pg 1299.

Various measurements of the lifetimes of muons.
See also: Bailey et al.
* Durbin, Loar and Havens, Physical Review 88, pg 179 (1952).

-
* D. Frisch and J. Smith, “Measurement of the Relativistic Time Dilation Using Mesons”, Am. J. Phys. 31 (1963) 342.

Measurements of the lifetimes of pions. An interpretation was given by: Terell, Nuovo Cimento 16 (1960) pg 457.
* Greenberg et al., Phys. Rev. Lett. 23 no. 21 (1969), pg 1267.

More accurate measurement of pion lifetimes.
* Ayres et al., Phys. Rev. D3 no. 5 (1971), pg 1051.

Measurements of pion lifetimes, comparison of positive and negative pions, etc.
* Burrowes et al., Phys. Rev. Lett. 2 (1959), pg 117.

Measurements of Kaon lifetimes.

Hat natürlich alles nix mit dem Thema zu tun.
contravariant
 
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon galactic32 » Fr 3. Dez 2010, 02:50

Ernst zu Contravariant Do 2. Dez 2010, 22:53 hat geschrieben:...Man hatte erwartet, daß du hier keinen Literaturlink, sondern einen konkreten Link auf eine zugängliche Veröffentlichung bringst. Also?
Schwer vermutlich ist damit auch noch eine Veröffentlichung, die von einem selbst gelesen und verstanden wurde, gemeint!

Auch
Highway Fr 3. Dez 2010, 01:36 hat geschrieben:...Nach meiner Wahrnehmung wird In keinem deiner Referenzen auf das hier bearbeitete Thema bezug genommen, geschweige denn eine zweifelsfreie Lösung angeboten. Wenn ich mich irre, dann bitte ich um einen Ausschnitt aus der Veröffentlichung und einen Link zum nachlesen. ...
damit wird in dieselbe Richtung gefragt.
Allerdings:
Contravariant Fr 3. Dez 2010, 01:47 hat geschrieben:...
Various measurements of the lifetimes of muons.
See also: Bailey et al.
* Durbin, Loar and Havens, Physical Review 88, pg 179 (1952).

-
* D. Frisch and J. Smith, “Measurement of the Relativistic Time Dilation Using Mesons”, Am. J. Phys. 31 (1963) 342.

Measurements of the lifetimes of pions. An interpretation was given by: Terell, Nuovo Cimento 16 (1960) pg 457.
* Greenberg et al., Phys. Rev. Lett. 23 no. 21 (1969), pg 1267.

...
lässt auf überflüssiges „paste“-ten schließen, und ein nicht Verstehen der Fragen.
Contravariant hat geschrieben:Hat natürlich alles nix mit dem Thema zu tun.
Bis auf die Überschrift vielleicht des Artikel': “Measurement of the Relativistic Time Dilation Using Mesons”, sonst tatsächlich nix.

Zu diskutieren wäre eher was Du, Contravariant, verstanden hast, weniger was irgendein (Ghost-)Writer verfaßt.

Falls Dich was aus so einem Dritt-Beitrag überzeugt haben will, dann bitte Concret!
Dazu wäre es nötig zu wissen welchen Artikel Du in dem Sinne des Thema's selbst verstanden haben willst, oder?

Und überhaupt welcher gepeysteter Hint, führte zu einem Artikel, der zugänglicher wäre!Direkterer Link?Etwas Gescannte's, etwa?
Eine äußerst inefficiente wissenschaftliche Vorgehen'sweise, interessierten Leser'n zuzumuten nachzu-googlen!

Contravariant zu Ernst hat geschrieben:- Dann klär mich doch mal auf, was ist denn die "Gesamtlebensdauer" eines Teilchens?
Könnte in gewisser Näherung etwas mit der Spuren-Auswertung in einer Nebel/Blasen-Kammer-Aufnahme zu tun haben, hm?
Die „Trajectorie“ eines Teilchen's läßt Rückschlüsse auf die Gesamt-Lebens-Dauer zu,denn die Spur zwischen der Geburt aus einem Übergangs-Teilchen und dem Jenseits-Transit eines Partikel's zusammen mit Geschwindigkeits-Schätzungen , sollte auf eine Wort-Verwendung "Gesamtlebensdauer" passen.

Gruß
galactic32
 
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Britta » Fr 3. Dez 2010, 06:57

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die symmetrische Argumentation zwischen Längenkontraktion und Zeitdilatation finde ich hier sehr anschaulich. Genauso wie es sogar von Dr. Pössel bestätigt wurde, dass die Ruhelänge des Objekts sich nur virtuell bei Bewegung verkürzt dilatiert "die Zeit" nur virtuell bei diesem physikalischen Vorgang: Weder kann ein Teilchen gleichzeitig unterschiedliche Längen noch kann es gleichzeitig unterschiedliche Lebensdauer haben.

Da unterstellst du wieder Dr. Pössel Dinge, die er nicht so gesagt hat. Die Ruhelänge bleibt immer gleich, die verkürzt sich gar nicht. Die Ruhelänge ist die Länge, welche man misst, wenn man im IS des Objektes ist und zu diesem ruht.

Hast du denn dein T-Shirt nicht mehr? ;)


Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Diese Interpretation ist ja die irrationellste, die man bei einer Beobachtung in Teilchenbeschleunigern anstellen kann... Jegliche behauptete quantitative "Bestätigung" der SRT mit den Myonenexperimenten ist folglich auf reine Esoterik zurückzuführen, wo ein und dasselbe Ereignis unzählige Male gleichzeitig physisch abläuft (Paralleluniversen o.ä.). Nichts für mich, zumindest nicht im Rahmen der etablierten Physik.

Du gibst zum Glück nicht den Rahmen der Physik vor und was du dir da so privat zusammenschraubst ist eh alleine deine Sache und dein Glaube.
Britta
 
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Britta » Fr 3. Dez 2010, 06:59

Ernst hat geschrieben:
Statistische Methoden der experimentellen Auswertung sind mir praktisch bestens bekannt. Unbekannt ist mir allerdings, daß man mit solchen eingeschränkten Anfangsbedingungen unter Anwendung statistischer Verfahren eine theoretische Voraussage mit 0,02% bestätigen kann.

Glaub mir, ich weiß, wie Meßwerte manipuliert werden, unbewußt oder schlimmer noch bewußt.

Da Du offenbar experimentell ungeübt zu sein scheinst, frage mal nach in deiner experimentellen Zunft.

Da die Meßgenauigkeit also klein ist, wird nicht die SRT bestätigt, sondern nur eine geschwindigkeitsabhängige Lebensdauer, welche mannigfaltige andere Ursachen haben kann. All diese Experimente taugen also in diesem Zusammenhang nichts.

Na geht doch, nun schreibst du es doch ganz direkt. Ich habe hier im Thread doch schon am Anfang gesagt, das die Kritiker entweder die Ergebnisse die ihnen nicht ins Bild passen leugnen oder behaupten diese seien manipuliert. Und genau das tust du. Und nun sagst du auch noch 'bewusst manipuliert'.

Wenn das möglich ist, dann muss es ja global geschehen, sonst würde es ja von anderen Physikern bemerkt werden. Na da sind wir dann ja bei der üblichen Verschwörungstheorie.

Du hättest doch auch gleich auf meine Frage dazu entsprechend antworten können und sagen, dass du die Messwerte für gezielte Manipulationen hältst und an eine Verschwörung in der Physik glaubst. Denn wenn es so wäre, kann es nur eine große und globale Verschwörung sein. Und bei dem Zeitraum in dem diese Experimente in vielen unterschiedlichen Laboren überall auf der Welt gemacht wurden und werden, muss da eine große Organisation dahinter stecken.

Klingt schon alles sehr plausibel. ;)
Britta
 
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 3. Dez 2010, 11:11

Britta hat an Ernst geschrieben:

Du hättest doch auch gleich auf meine Frage dazu entsprechend antworten können und sagen, dass du die Messwerte für gezielte Manipulationen hältst und an eine Verschwörung in der Physik glaubst. Denn wenn es so wäre, kann es nur eine große und globale Verschwörung sein. Und bei dem Zeitraum in dem diese Experimente in vielen unterschiedlichen Laboren überall auf der Welt gemacht wurden und werden, muss da eine große Organisation dahinter stecken.

Klingt schon alles sehr plausibel. ;)

Nun wird jetzt auch Ernst unterstellt, er glaube an eine "große Organisation" durch Durchsetzung der RT als weltweite "Verschwörungstheorie" hinter der fachlichen oder gesellschaftlichen Kritik der SRT...

Nur die Perfidie von fanatischen und agitatorischen Relativisten, die keine überzeugenden Argumente vor der Widerlegung ihrer Theorie mehr finden, führt zu solchen Unterstellungen wie sie Britta hier bei Mahag immer wieder auftischt, die Kritiker würden - natürlich aus antisemistischen, rassistischen unde rechtsextremistischen Motivationen - an eine weltweite „große Organisation“ glauben, die die RT durchgesetzt hat und weiter durchsetzen will. Britta lässt sich ja gerne von ihren neuen, agitatorischen Freunden einspannen. Dabei ist diese Strategie, die seit Jahren im Internet von den neuen extremistischen Freunden von Britta massiv gefahren wurde, so offensichtlich daneben und so ungeheuerlich, dass diese immer wieder aufgetischte Unterstellung nur dazu geeignet ist über ihre eigenen niedrigen Motivationen bei ihrer blinden Verteidigung der SRT zu zeugen: Die Absicht ihre Gesprächspartner persönlich zu diffamieren, zu disqualifizieren und zu verleumden, am besten ja mit den Unterstellungen, die in Deutschland zurzeit am geeignet sind, jemanden gesellschaftlichen und moralischen Schaden zuzufügen: die Szene der Antisemitismus-Keule und die Szene der Verschwörungstheorie (meisten im politischen Zusammenhang gebracht).

Dabei ist es ganz gut zu erkennen und zu nachvollziehen (und das wurde der Verschwörungstheoretikerin Britta und ihren agitatorischen neuen Freuenden auch zigmal vorgehalten, die das natürlich ignorieren wollen), dass die ganz "große Organisation", die hinter der unbewussten oder bewussten Manipulation von Meßergebnissen stecken sollte, gar keine organisierte, weltweite Struktur ist, sondern aus ganz gängigen menschlichen und soziologischen Mechanismen besteht: Opportunismus, Duckmäusertum, Autoritätsgläubigkeit, beruflicher Ehrgeiz, Streben nach Einfluß, nach Macht, nach Anerkennung, nach (Forschungs)Geld. Ja, es gibt in der Tat eine art ganz „große Organisation“, sie ist auch bestens bekannt und erforscht, sie funktioniert auch quer durch alle Kulturen, durch alle Gesellschaften und durch alle Jahrhunderten, also in der Tat weltweit, sie wurde und wird immer ausführlich beschrieben und analysiert, sie wurde auch von mir und von anderen Kritikern zigmal erwähnt und vorgestellt, zum Beispiel vom Märchen "Des Kaisers neue Kleider" bis Eugen Roth ("Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt“"), von Noam Chomski “Warum die Medien Mainstream sind“ bis Karl Popper „Wir Intellektuelle sind eine große Gefahr“, oder auch von einer neueren Analyse, die diese „große, weltweite Organisation“ von Britta beschreibt:

Zitate von Rolf Dobelli in einem Artikel in der FAZ vom 27.09.10:

Klarer Denken – Wenn Millionen eine Dummheit behaupten, wird sie deshalb nicht zur Wahrheit

Sie sind auf dem Weg in ein Konzert. An einer Straßenkreuzung treffen Sie auf eine Gruppe Menschen, die alle in den Himmel starren. Ohne sich etwas zu überlegen, schauen auch Sie hoch. Warum? Social Proof. Mitten im Konzert, an einer erstklassig gemeisterten Stelle, beginnt einer zu klatschen, und plötzlich klatscht der ganze Saal. Auch Sie. Warum? Social Proof. Nach dem Konzert stehen Sie an der Garderobe, um Ihren Mantel abzuholen. Sie beobachten, wie die Leute vor Ihnen eine Münze auf einen Teller legen, obwohl die Garderobe offiziell im Kartenpreis inbegriffen ist. Was tun Sie? Auch Sie werden wohl ein Trinkgeld hinterlassen. Social Proof, manchmal unscharf als Herdentrieb bezeichnet, besagt: Ich verhalte mich richtig, wenn ich mich so wie die anderen verhalte. Anders ausgedrückt: Je mehr Menschen eine Idee richtig finden, desto korrekter ist diese Idee – was natürlich absurd ist. […] Das simple Solomon-Asch-Experiment, das zum ersten Mal 1950 durchgeführt wurde, zeigt, wie Gruppendruck den gesunden Menschenverstand verbiegt. Einer Versuchsperson werden Linien verschiedener Längen gezeigt. Dabei muss die Person angeben, ob eine Linie länger, gleich lang oder kürzer als eine Referenzlinie ist. Sitzt die Person allein im Raum, schätz sie alle gezeigten Linien richtig ein, den die Aufgabe ist wirklich einfach.

Nun kommen sieben andere Leute in den Raum – allesamt Schauspieler, was die Versuchsperson aber nicht weiß. Einer nach dem anderen gibt eine falsche Antwort, sagt „kleiner“, obwohl die Linie offensichtlich größer als die Referenzlinie ist. Dann kommt die Versuchsperson wieder an die Reihe. In dreißig Prozent der Fälle wird sie dieselbe falsche Antwort liefern wie die Personen vorher – aus reinem Gruppendruck. […]

Aus dem Gruppendruck ihrer neuen, agitatorischen Freunde und ihres neuen, agitatorischen Idols „nocheinpoet“ lässt sich Britta ihren gesunden Menschenverstand verbiegen und glaubt etwas als richtig zu erkennen, was sie selbst nicht durchblickt oder verwechselt - das ist wie Harald es gesagt hat, die Tragik im Verhalten von Britta, die sie jedoch selbst nicht erkennen kann:

Zitat Harald Maurer:

Der schrecklich hinkende Vergleich mit den Stimmgabeln beinhaltet eine besondere Tragik. Er versetzt Dich in den Glauben, die SRT zu verstehen, hat aber leider gar nichts mit der SRT zu tun.

Lieber unterstellt sie mit ihren neuen Freunden, dass alle Kritiker der SRT und alle kritischen Teilnehmer vom MAHAG-FORUM an eine weltweite (antisemitische, rassistische und rechtsextremistische) „Verschwörungtheorie“ gegen die Relativitätstheorie angehören bzw. an eine weltweite „große Organisation“ zur Durchsetzung der Relativitätstheorie glauben, als ihre fachlichen Argumente als gleichberechtig anzusehen und zu respektieren.

Ich finde auch eine gewisse Tragik im Auftreten von Britta im Meinungsstreit über die SRT, sowohl für sich selbst, als auch natürlich für ihre ständig von ihr persönlich geschmähten Gesprächspartner.

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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Gluon » Fr 3. Dez 2010, 12:02

Ernst hat geschrieben:Die 64,419 Mikrosekunden sind die Gesamtlebensdauer der schnellen Myonen. Dagegen erfaßt die Messung der ruhenden Myonen nur die Zerfallszeit der Myonen in ihrem Ruhestadium; die Zeit ihres bewegten Vorlebens ist dabei völlig unbekannt, so daß in diesem Fall die Gesamtlebensdauer unbekannt bleibt. In jedem Fall ist sie aber größer als die gemessenen Zerfallszeit im Ruhezustand.


Nein Ernst, dieser Einwand ist falsch. Gemessen wird nicht die Gesamtlebensdauer einzelner Myonen, sondern die mittlere Lebensdauer von Ensembles von Myonen. Diese relative Lebensdauer ist vom "Vorleben" der Myonen unabhängig. Das kann man direkt daran erkennen, dass der Zerfall exponentiell erfolgt. In jedem gleich langen Zeitabschnitt zerfällt der gleiche Anteil von Myonen. Aus der Zerfallskonstante kann man die mittlere Lebensdauer eines einzelnen Myons ermitteln. Näheres zum Messverfahren gibt es hier:
http://prl.aps.org/abstract/PRL/v99/i3/e032001

Gruß,
Gluon

Nachtrag: Hier ein Link zu einem Praktikumsversuch:
http://pages.unibas.ch/physikdidaktik/D ... meWeb.html
Zuletzt geändert von Gluon am Fr 3. Dez 2010, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Gluon » Fr 3. Dez 2010, 12:09

galactic32 hat geschrieben:Eine äußerst inefficiente wissenschaftliche Vorgehen'sweise, interessierten Leser'n zuzumuten nachzu-googlen!



Naja, wenn schon googlen als Zumutung empfunden wird, dann kann ich natürlich nicht erwarten, dass sich hier jemand die Mühe macht, Originalliteratur zu lesen. Das ist nicht schlimm. Niemand ist gezwungen, sich zu informieren. Aber wenn ihr keine wissenschaftlichen Publikationen lesen wollt, könnt ihr euch auch nicht beschweren, wenn ihr den Inhalt nicht kennt.

Gruß,
Gluon
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Harald Maurer » Fr 3. Dez 2010, 12:28

Angeblich Britta hat geschrieben:
"Die kinetische Energie eines Körpers kannst du nicht am Körper alleine messen, wie du auch keine 'Eigengeschwindigkeit' messen kannst. Das gibt es immer nur in Bezug zu einem anderen Körper. Du kannst nicht einen Körper nehmen und einfach seinen Impuls messen ohne einen anderen Körper dazu in Relation zu setzen."

Das kann man auch mit anderen physikalischen Größen nicht. Stets braucht man eine Wechselwirkung mit einem anderen Körper, um eine physikalische Größe zu messen. Du kannst auch keineTemperatur oder Ladung oder sonstwas am Körper alleine messen. Dein Argument geht deshalb ins Leere. Auch auch Dein Versuch, überall die Relativität hinein zu schmuggeln.
(Dass es nicht Britta ist, die hier Beiträge schreibt, ist wohl schon jedem Teilnehmer klar geworden. Ich denke noch darüber nach, in welcher Form ich auf diese Umgehung der Sperre reagieren werde...)

Man nehme zwei Kugeln mit gleich großer Masse (A und B) und beschleunige sie zueinander auf unterschiedliche Geschwindigkeiten. A möge mit 100 km/h und B möge mit 200 km/h unterwegs sein. Was wird beim Zusammenprall passieren? Die Körper werden voneinander abprallen und sich zurückstoßen.
Die Kugel B wird aufgrund ihres höheren Impulses (und ihrer höheren kin.Energie) obsiegen und die Kugel A stärker zurück stoßen als dies bei A gegen B der Fall ist. A wird sich also eine größere Strecke zurück bewegen als B. Kurz, der auftretende Rückstoß wird bei A und B unterschiedlich sein. Wer ein Kugelpendel zuhause hat, kann das selbst überprüfen.
impuls.JPG
impuls.JPG (9.97 KiB) 7149-mal betrachtet

Kugel A wird mit genau jener Auslenkung zurückgestoßen werden, die Kugel B zuerst hatte und das gleiche gilt für die Kugel B. Die vier Kugeln in der Mitte haben die Impulse A und B unverändert einfach weiter gegeben.
Nun schicken wir die Kugeln A und B mit ihren unterschiedlichen Geschwindigkeiten in entgegensetzte Richtungen von der Erde weg in den Weltraum und zwar auf eine Kreisbahn, so dass sie einander irgendwo im All nach tausendjährigem Flug in großer Entfernung von der Erde begegnen und nehmen an, dass sie auf ihrer Reise keinerlei weiteren Kräften ausgesetzt werden. Was wird passieren, wenn sie zusammenprallen? Ganz dasselbe! Der Rückstoß wird aufgrund der unterschiedlichen Impulse unterschiedlich sein! Und zwar in der ganz gleichen Weise wie zuvor am Kugelpendel.
Der Impuls blieb während der langen Reise in die Weiten des Weltalls nämlich erhalten. Er blieb den Kugeln quasi zu eigen und ganz dasselbe gilt für die Energie, welche die Kugeln urprünglich beschleunigt hatte und als kinetische Energie den Kugeln ebenfalls zu eigen wurde! Die Kugeln erhielten unterschiedliche Eigenschaften, die solange erhalten bleiben, bis sie wieder zusammen treffen. Die Grundlage hiefür ist der Impulserhaltungsatz und die Energieerhaltung und die Isotropie und Homogenität des Raumes, die dafür sorgen, dass das Zusammentreffen unabhängig von der Lokalisation im Weltraum dieselbe Auswirkung hat (Noether-Theorem).

Kinematisch betrachtet sollten die BS der Kugeln im Weltraum gleichberechtigt sein, denn es gibt bloß eine Relativgeschwindigkeit zwischen ihnen. Aber wir leben in einer dynamischen Welt und die Kugeln sind keinesfalls gleichberechtigt, jede bringt einen anderen Impuls mit. Relativ ist da gar nichts, es gilt Newton ganz ohne Einstein. Hätten die Kugeln Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit, so würden Relativisten zwar den Impuls und die kin. Energie relativistisch berechnen, da sich aufgrund der Massenzunahme beide Erhaltungsgrößen ändern, aber das ändert nichts am grundsätzlichen Prinzip. Wenn die Effekte der SRT ohnehin nur virtuelle Messeffekte sind (und es gibt genug Grund für diese Beurteilung), ist gar keine Veränderung der physikalisch dynamischen Wirkung der Kugeln aufeinander zu erwarten.

So war das im Zusammenhang mit den Myonen gemeint. "Ruhende" Myonen unterscheiden sich in Impuls und Energie von Myonen, die man mit einer Kraft zur Bewegung gebracht hat. Diese einmal angelegte Kraft bleibt als Impuls und kin. Energie erhalten. Dynamisch betrachtet kann man ruhende und bewegte Myonen nicht aus gleichen Kriterien beurteilen, mit dem blauäuigen Argument, rúhend und bewegt wäre dasselbe. Ist es nicht. Denn jeder bewegte Körper trägt den Impuls und die Energie mit sich, die ihn einmal zur Bewegung gebracht haben! Und zwar stets unter Einhaltung der Erhaltungsgesetze. Das ist ein absolutes Prinzip!

Ein Myon, das zur Erdoberfläche fällt, unterscheidet sich dynamisch eindeutig von einem "ruhenden" Myon oder einem mit anderer Geschwindigkeit. Tatsächlich sind alle Teilchen des Universums in einem bestimmten Bewegungszustand und jedes von ihnen trägt Impuls und Energie mit sich, die es auf diesen Bewegungszustand gebracht haben! Jedes Teilchen verharrt in seinem Zustand solange, bis eine Kraft den Zustand verändert. Auf die dynamischen Unterschiede müsste man eingehen und darf die Zerfallszeiten von Teilchen mit aufgrund unterschiedlicher Impulse und Energien auch unterschiedlichen Eigenschaften nicht einfach kinematisch in Beziehung bringen und unterschiedliche Wirkungen wie z.B. veränderte Zerfallszeiten lapidar auf eine Veränderung der Zeit schieben! Das ist schlichtweg zu einfach, denn die Dynamik ist der Tod für die Kinematik - und für jede Theorie, die sich rein kinematisch begründet.

Man sollte deshalb ein Argument, das die veränderten Zerfallszeiten von Myonen mit unterschiedlichen Eigenschaften (Impuls und kin.Energie) einer dynamischen Ursache und nicht einer ZD zugrund legt, nicht einfach vom Tisch wischen. Sondern inwiefern die Dynamik hier eine Rolle spielen könnte, sollte Gegenstand zukünftiger Forschung sein.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Fr 3. Dez 2010, 14:07

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Der Link ist ein alter Hut. Den kennt hier jeder. Man hatte erwartet, daß du hier keinen Literaturlink, sondern einen konkreten Link auf eine zugängliche Veröffentlichung bringst. Also?

Du bist also nicht in der Lage dir anhand von Literaturreferenzen die entsprechenden Veröffentlichungen rauszusuchen? Bist du da auch noch stolz drauf?

Bringst hier einen uralten Literatur-Link, dessen angegebene Literatur Du sicherlich nicht gelesen selbst hast. Sonst hättest Du ja eine besonders hier relevante Einzelliteratur benannt. Und wenn du sie gut kennen würdest, dann hättest Du vielleicht zitiert. Aber so ist das, was Du hier beiträgst, alles Tand. Daher und wegen deines rüpelhaften Stils setze ich Dich erstmal in mein Killfile. So´n Spam macht mir sonst die Diskussion zu unübersichtlich.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 3. Dez 2010, 14:25

Harald Maurer hat geschrieben:
Jedes Teilchen verharrt in seinem Zustand solange, bis eine Kraft den Zustand verändert. Auf die dynamischen Unterschiede müsste man eingehen und darf die Zerfallszeiten von Teilchen mit aufgrund unterschiedlicher Impulse und Energien auch unterschiedlichen Eigenschaften nicht einfach kinematisch in Beziehung bringen und unterschiedliche Wirkungen wie z.B. veränderte Zerfallszeiten lapidar auf eine Veränderung der Zeit schieben! Das ist schlichtweg zu einfach, denn die Dynamik ist der Tod für die Kinematik - und für jede Theorie, die sich rein kinematisch begründet.

Man sollte deshalb ein Argument, das die veränderten Zerfallszeiten von Myonen mit unterschiedlichen Eigenschaften (Impuls und kin.Energie) einer dynamischen Ursache und nicht einer ZD zugrund legt, nicht einfach vom Tisch wischen. Sondern inwiefern die Dynamik hier eine Rolle spielen könnte, sollte Gegenstand zukünftiger Forschung sein.

Deine Beurteilung der geringen Aussagekraft der Kinematik in der Physik deckt sich großteils mit der Beurteilung der beiden Kritiker Georg Galeczki und Peter Marquard in ihrem gemeinsamen Buch "Requiem für die Spezielle Relativität", zum Beispiel:

Georg Galeczki / Peter Marquard zitiert von G.O. Mueller:

[...] Bekanntlich ist der kinematische Standpunkt als geozentrisches Weltbild aus religiösen Gründen mehr als 15 Jahrhunderte lang gegen das heliozentrische verteidigt worden. Die kinematische Denkweise kommt der ursprünglichen lokalen Sichtweise der Menschen sehr entgegen. Wichtig … ist … für die gesamte SRT die lokale beobachterbezogene Sicht der Naturbeschreibung. [...] Die geradlinig-gleichförmige Bewegung … wird … immer vorausgesetzt, um einen gedachten Vorgang möglichst einfach zu machen. Wie sie in der beobachteten Natur überhaupt zustande kommt, interessiert dabei kaum.” S. 48: “Die Kinematik ist der Tummelplatz wirklichkeitsferner Gedankenexperimente.”

Galeczki / Marquardt 1997 (S. 49) laden die Relativisten zum Test der angeblichen kinematischen Gleichwertigkeiten aller relativen Bewegungen am Beispiel des Subway- Surfing ein: “Kinematik macht nicht unverwundbar, sonst wäre das in Mode gekommene Subway-Surfing nicht gefährlich. Wir wetten, daß auch der überzeugteste Relativist nicht so viel Vertrauen in die SRT mitbringt, um diese Behauptung experimentell zu widerlegen. Wieso glaubt er es aber auf dem Papier?”

Dabei ist es in der Tat kaum gefährlich für einen U-Bahn Wagen auf einen Jugendlichen zu surfen, nicht wahr? ;) Wäre es zumindest nicht, wenn wir in einer rein kinematischen Welt von virtuellen Objekten leben würden, wir leben aber in einer dynamischen, wirklichen Welt, es ignorieren zu wollen oder zu leugnen ist Träumerei und Weltfremdheit, keine Physik. Die kinematischen Postulate der SRT, dass zwei zueinander bewegte Objekte gleichberechtigt sind (was von den Relativisten als dynamisch gleichberechtigt missverstanden wird), reichen nämlich gerade um lustige Anekdote zu erfinden, wie z.B. die Frage an den Schaffner: "Wann hält Ulm an diesem Zug?" Für mehr Unterhaltung oder geistige Herausforderung sorgt die SRT nicht.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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