Frau Holle hat geschrieben:
Hier nochmal der Beweis (was auch Peter Kroll zu den Uhren an der Strecke sagt), dass nämlich der Reisende bereits auf der Strecke eindeutig feststellen kann, das er sich entlang der Strecke von einer Uhr zur anderen bewegt.
Also mal wieder "spannend" wie Du was formulierst, ich habe nie bestritten, das der Reisende auf der Strecke feststellen kann, dass sich die Uhren an ihm entlang bewegen. Ist ganz einfach, er schaut auf seine Uhr, die zeigt 12:00 Uhr und er schaut auf die Uhr vor seinem Fenster, die zeigt eben irgend eine Zeit. Dann wartet er 10 s, misst er mit seiner Uhr und schaut wieder raus. Zeit die nun eine andere Zeitdauer an, ist sie entweder kaputt oder es ist eine andere Uhr, und dann ist wohl klar, dass die erste sich wegbewegt hat und die neu dahin.
Bitte was war denn da nun strittig und muss nun ausschweifend bewiesen werden?
Und wenn die Uhren die er in regelmäßigen Zeitintervallen vergleicht und die haben einen zunehmenden Vorlauf, also es schaut so aus, als würde die Zeit vor dem Fenster schneller vergehen, dann weiß er eben auch, ja die Uhren vor dem Fenster bewegen sich am Fenster vorbei, kennt er die SRT, weiß er aber, die Zeit geht vor dem Fenster nicht schneller, sondern langsamer, der größere Zeitunterschied ergibt sich nur aus der RdG und den Vorlauf, den jede Uhr zu der davor mit sich bringt. Wie Markus ja ganz gut erklärt und mit der Grafik auch zeigt:
Daniel K. hat geschrieben:
SciLogs » RELATIV EINFACH » Relativitätstheorien » Gleichzeitigkeit ist relativ » Momentaufnahmen,
Markus Pössel hat geschrieben:
Umgekehrt können wir natürlich auch Momentaufnahmen konstruieren, die S'-gleichzeitig sind. Hier ist eine solche, für dieselben Uhren-Reihen zum Zeitpunkt t′ = 0: Oben in türkis die in S' ruhenden, und in jenem System synchronisierten, Uhren, unten in magenta die in S ruhenden, in S synchronisierten Uhren:

Diesmal ist die Situation gerade anders herum: In der S’-gleichzeitigen Momentaufnahme sind es selbstverständlich die in S' ruhenden und in jenem System synchronisierten Uhren, die dieselbe Zeit anzeigen, hier eben t′=0. Die Relativität der Gleichzeitigkeit äußert sich darin, dass nunmehr die S Uhren unterschiedliche Zeiten anzeigen – S-Gleichzeitigkeit ist nun einmal etwas anderes als S’-Gleichzeitigkeit. Durch Vergleich der Zahlenwerte sieht man auch, dass die Art und Weise, wie weit die angezeigten Zeitwerte von Null abweichen, für die S-Uhren in dieser Moment dieselbe ist wie für die S’-Uhren in der S-Momentaufnahme; einziger Unterschied ist das Vorzeichen, und dieser Unterschied ist nicht überraschend, bewegen sich doch die S-Uhren vom S’-System aus beurteilt nach links, dagegen die S’-Uhren vom S-System aus beurteilt nach rechts.
Und diesmal sind es die S-Uhren, die aufgrund der Längenkontraktion näher zusammenstehen als die S'-Uhren. Auch vom System S' aus betrachtet gilt die Längenkontraktion für eine Anordnung von Objekten, die sich relativ zum System bewegt.
Als letztes können wir noch die S’-Momentaufnahme zum Zeitpunkt t′=0.52 betrachten. Hier ist sie:

Im Vergleich zur vorigen Momentaufnahme haben sich die S-Uhren sämtlich nach links bewegt; wieder sind dabei zwei Uhren aus dem Bildausschnitt herausgerutscht, zwei neue von rechts dazugekommen. Auch vom System S' aus gilt die Zeitdilatation; schließlich ist zwischen den beiden Momentaufnahmen auf den S-Uhren nur das Zeitintervall 0.26 Sekunden vergangen, dagegen auf den S'-Uhren das Zeitintervall 0.52 Sekunden.
Damit Du es verstehst, ein paar Worte, erste Bild, achte auf C₀ und und C₀' beide Uhren auf 0, wie auch alle anderen Uhren in S'. Nun zweite Grafik, im Zug sind 0,52 s vergangen, die Uhr C₀ vom Bahnhof hat sich weiter bewegt und ist nun gegenüber der CL₁, in S sind 0,26 s vergangen, wie die C₀ zeigt, wenn Du am Bahnhof auf dieser Uhr sitzt, sind für Dich genau 0,26 s vergangen und sei sicher, diese 0,26 s sind auf allen Deinen Uhren vergangen. Ohne Frage sind 0,26 s < als 0,52 s, wirst Du sicherlich erkennen können. Damit vergehen offenkundig die Uhren die in S' bewegt sind langsamer, alle Uhren am Bahnhof, so wie ich es Dir auch immer gesagt habt.
Nun blicken wir mal auf C₀' und der gegenüber steht aber nun die CR₂ welche 1,04 s anzeigt. Nun wirst Du jubeln und rufen, ja genau, das belegt doch, die Uhren am Bahnhof gehen in "Wirklichkeit" schneller als im Zug. Nein, die 1,04 sind eben nicht wirklich vergangen im Ruhesystem S des Bahnhofs, denn als alle Uhren in S' "gleichzeitig" auf 0 standen, zeigte die CR₂ auf Grund der RdG (die für Dich bei Uhren-Vergleichen Auge in Auge ja keine Rolle spielt) schon 0,78 s an, dass ist der Vorlauf, der Offset von dem ich spreche und der geht nicht weg, wenn diese Uhr dann bei der C₀' vorbeikommt. Also im Zug sind 0,52 s vergangen, die Uhren am Bahnhof liefen in S "langsamer" da bewegt und dort sind nur 0,26 s vergangen, aber auf Grund der RdG haben die Uhren entlang der Gleise einen Vorlauf, hier eben einen von 0,78 s und somit kommen die auf die 0,26 s drauf und dann zeigt die Uhr eben 0,78 s + 0,26 s = 1,04 s an.
Die Uhren an den Gleisen sind im Ruhesystem S des Zuges bewegt und "gehen langsamer", einfach formuliert. Im Zug haben wir ein Zeitintervall mit Δt = 0,52 s und in S' dauert das eben Δt' = 0,26 s. Offenkundig also Δt > Δt', alles richtig gut erklärt, in der Grafik zu erkennen, können es gerne rechnen, wenn Du es nicht wahrhaben magst.
Frau Holle hat geschrieben:
Das Minkowski-Diagramm zeigt das Ruhesystem S (schwarz) von Bahnhof mit Gleisen (bei dir immer S') mit den Weltlinien von drei fix installierten Uhren U₁...U₃ entlang der Strecke x. Der Reisende hat nur eine einzige Uhr dabei, die sich mit ihm auf seiner Weltlinie bewegt.
Gut ...
Frau Holle hat geschrieben:
An jedem Schnittpunkt seiner Weltlinie mit der Weltline einer Uₓ am Gleis zeigt seine Uhr ihre Eigenzeit (1,2,3) und gleichzeitig am selben Ort zeigt die Uₓ ihre Eigenzeit (1.25, 2.5, 3.75). Genau dort, wo sich die Weltlinien der Uhren schneiden.
Gut ...
Frau Holle hat geschrieben:
Man sieht deutlich, dass zwischen diesen invarianten Ablese-Ereignissen jeweils mehr Zeit für die Uₓ vergeht (1.25 Ls) als für die Uhr des Reisenden (1 Ls).
Gut ... kann sein, Grafik schau ich mir noch mal in Ruhe an, die Dinge sind eh klar, keine Ahnung wo Du die Grafik her hast, selber erstellt? Da muss ich denn eben genauer schauen.
Frau Holle hat geschrieben:
Da er die SRT kennt, weiß er dann auch, wer sich relativ zu wem bewegt, nämlich er selber relativ zu Uₓ.
Und das ist eben einfach falsch, und zwar elementar falsch und steht konträr schon klassisch zum Relativitätsprinzip. Er ruht in seinem Ruhesystem S, und das Ruhesystem S' der Gleise ist gegenüber S für ihn bewegt. Ebenso wie das System S für einen "Beobachter" in S' bewegt ist. Bewegung ist relativ, die Frage die Du da "beantworten" willst, stellt sich gar nicht und somit mir auch nicht. Er kennt die SRT und auch die Physik nach Newton, das Relativitätsprinzip, er weiß, sind zwei zueinander bewegte Systeme, keines ist bevorzugt und das was sich nun "wirklich" bewegt. Er weiß, für einen "Beobachter" in S' ist eben er mit seinem Ruhesystem S bewegt, so wie er eben das System S' bewegt "misst".
Das ist so was von klar, da muss ich nicht mal die Grafik für ansehen, offenbar willst Du wirklich beweisen, dass durch das Betrachten von Uhren die an einem vorbeiziehen, man ermitteln kann, ob man selber bewegt ist, oder das anderes System. Das ist genau so ein Unfug, wie das was Kurt versucht, er macht im Grunde da nichts wirklich anders. Es geht nicht, für einen Beobachter an den Gleisen schaut es so aus, wie für den im Zug, keiner kann durch das Betrachten von Uhren hier ein System gegenüber dem anderen als bevorzugt ausmachen.
Frau Holle hat geschrieben:
Die
Ux sind ja zueinander in Ruhe geblieben, aber seine
Uhr hat sich nun mal mit ihm im Raum von einer
Ux zur anderen bewegt (entlang der x-Achse von S, bei dir immer S'):

Das ist kein Widerspruch zur Symmetrie der SRT. Sie Symmetrie ist in dem Fall für den Reisenden eben nicht gegeben (=gebrochen), wegen seiner speziellen Wahl der Uhrenvergleiche.
Unfug, da bricht keine Symmetrie durch die Betrachtung von Uhren. Lustig ist ja, dass Du gerade der warst, der ein symmetrisches Minkowski-Diagramm haben wollte und auch noch animiert hat, weil die Systeme ja symmetrisch sind, und ich es war, der sagte, finde ich nicht so gut, ich habe lieber eines, in dem ich mal "mein" Ruhesystem mit rechtwinkligen Achsen habe und Du nun genau mit so einem ankommst. Kannst ja mal das symmetrisches Minkowski-Diagramm dazu pinseln.
Ganz deutlich, kein Art der Vergleiche von Uhren kann die Symmetrie berechen, ist totaler Humbug, ja muss ich mal so deutlich sagen. Es ist ja auch so, die ganzen Uhren sind ja nur für die Erklärung gut, braucht man nicht zwingend, ist ja fiktiv, das "Betrachten" und Vergleichen der Uhren die am Zugfester "vorbeiziehen" sind ja nur Ereignisse in der Raumzeit. Konkret kann man sich da einfach eine Reihe von Zeitpunkten in S greifen, mit einem Intervall von 10 s oder so, nimmt die Koordinaten x,t und transformiert das nach x', t'. Mit der LT eben, und richtig, man muss eben die System an einem Punkt mal übereinander legen, also so was wie x, t, x', t' machen. Diese Reihe an Ereignissen sind dann die Vergleiche der Uhren.
Ganz sicher bricht nicht die Symmetrie zwischen zwei zueinander bewegten Systemen, nur weil man eine Reihe an Ereignissen, die zeitlich in S immer denselben Intervall haben, nach S' transformiert. Nichts anderes sind nämlich diese Vergleich der Uhren. Nur Ereignisse, in S am selben Ort.
Wenn man die SRT verstanden hat, also so weit zumindest, dann stellt sich gar nicht die Frage, auf der Du hier reitest.
Frau Holle hat geschrieben:
Die Symmetrie zeigt sich für ihn nur dann, wenn er seine Uhr mit immer derselben Uhr in S vergleicht, z. B. mit einer U₀, deren Weltlinie die vertikale ct-Achse ist. Diese kann er aber nur aus der Ferne, am Schnittpunkt der gestrichelten Linie mit der ct-Achse ablesen, wo sie sich eben in seiner Gleichzeitigkeit befindet und dort natürlich weniger Zeit anzeigt als seine eigene Uhr.
Ex falso sequitur quodlibet!
Ich könnte nun wieder schauen, was will er sagen, was sagt er, was meint er, warum und wieso, aber da ich dieses mal schon gelesen habe, was Du drunter so pinselst, habe ich nicht wirklich - jetzt zumindest - Lust dazu. Was Du versuchst zu belegen ist falsch, ohne wenn und aber, klar kann ich mir ansehen, wie Du da nun was auch immer so Tanzen magst, aber an der Sache selber kann das nichts ändern.
Frau Holle hat geschrieben:
Und nein: Ich sehe keinen "Vorlauf". Die Ux gehen nicht vor. Jede läuft ganz normal und zeigt dem Reisenden vor Ort ihre aktuelle Zeit, wie es ideale Uhren eben so machen^^.
Schaue Dir die Grafik von Markus Pössel an, lese was er dazu erklärt, und was ich dann extra für Dich auch nochmal zusätzlich erklärt habe. So schwer ist es nicht zu verstehen, wenn man es denn dann will, und nicht nur einfach nicht nachgeben kann und Recht behalten.


Alle Uhren in S haben gegenüber S' einen Vorlauf. Und auch andersherum:


Betrachtet man die Szene aus S, zeigen dort alle Uhren gleichzeitig gleiche Zeiten und die in S' haben eben einen Vorlauf.
Frau Holle hat geschrieben:
Dass du damit nach angeblich 30 Jahren Beschäftigung mit der SRT noch Mühe hast, Daniel K., ist mir unverständlich.
Ich habe da echt keine Mühe, ich scheitere nicht an den Grundlagen, so wie Du hier schon wieder. Augenscheinlich willst Du nun leider doch wieder auf die persönliche Ebene und siehst das hier als geistigen Wettstreit, wer mehr Recht hat und die Dinge besser als der Andere versteht. Du willst mir zeigen, wie klug Du doch bist, wie gut Du die Dinge verstanden hast, und ich eben viel weniger Ahnung und Verständnis habe, wie war das mit den Schuss ins Knie? Ich schieße nicht, ich verfolge hier auch nicht so infantile (kindische) Ziele, Du offenbar schon und darum hast Du eben von Dir auf mich geschlossen, mir würde es auch darum gehen.
Nun ja, ich bin die Ruhe selber, das ist albern für mich, ich brauche so was nicht für mein Selbstwertgefühl. Ich bin ein Mensch und kann mich auch irren, ist es an dem ist es gut so, dann kann ich nämlich dazulernen. Für mich ist das keine Demütigung, wie offenkundig für Dich.
Frau Holle hat geschrieben:
Will ja nicht prahlen, aber die SRT ist mir vllt. sein 4 oder 5 Jahren bekannt und diese Zusammenhänge waren mir ziemlich schnell klar. Garagen-Paradoxon, Zwillingsparadoxon, Andromeda-Paradoxon, Bells Paradoxon usw ... die muss man halt mal durchdenken und gut.
Klar willst Du nicht prahlen, wie könnte man das auch nur vermuten und wenn ich Dir sage, Deine Arroganz hindert Dich die Dinge richtig zu verstehen und weiter zu kommen, kannst Du das auch gar nicht verstehen und das ist voll fies gemein, ungerecht und persönlich und nur im Dich zu ärgern.
Nun ja, ... es ist nicht jedem gegeben. Aber Deine Grafik werde ich mir später wohl mal ansehen, nur aus Neugierde ob Du die richtig ist und Du die nur nicht verstehst, oder ob da auch richtig was falsch ist. An der Sache selber ändert es nichts. Wie ich Dir auch schon mit den "Ereignis" die Grundlagen erklärt habe, ist das - meiner Meinung nach - offenkundig Dein größtes Problem die Dinge richtig zu verstehen, Du bist da zu sehr in den Alltagsvorstellungen der Begriffe verhaftet.
Und noch mal, dieser Kindergarten Kram von Dir tangiert mich kein Stück, ich stehe da nicht in einem Wettkampf mit Dir, auch wenn Du das aus Deinem Zugfenster so sehen willst. Darum bleibe ich entspannt und bin auch weiter an einer sachlichen Diskussion interessiert.
Das ist der Weg ...