Koordinatenzeit und Eigenzeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Daniel K. » Di 5. Sep 2023, 22:47

Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Welche Rolle sollen Uhren in einem Zug auf die Uhren an den Gleisen genau noch mal haben?

Die Rechnung dazu hast du ja angeblich nicht angesehen, weil augenkrebsverdächtig. Ich vermute eher, dass du sie nicht verstanden hast. :P

Ja, ist auch echt grausig, und klar vermutest Du, ich habe es nicht verstanden, sage ich ja, genau wie Kurt gehst Du davon aus, dass Du da nicht irren kannst, unmöglich, damit hast Du einfach Recht, und wenn Dir wer nicht zustimmt, dann liegt es an dem, der versteht einfach nicht, wie genial Du bist. So auch Kurt, sein PDF hat natürlich die SRT falsifiziert, warum dass keiner zugibt? Weil es keiner versteht? Kurt hat sich dazu ja eine fette Verschwörungstheorie gehäkelt, eine globale Verschwörung, nur um nicht zugeben zu müssen, dass er Kurt genial ist und Einstein voll an die Hose gepinkelt hat.

Holle, Dein Rechnung kann nicht belegen, was nicht ist, es gibt auch keine Rechnung, die beweist, die Erde ist eine Scheibe. Bedeutet, man muss sich nicht zwingend jede Rechnung bis ins Detail anschauen um festzustellen, da ist etwas falsch. Oder da folgt nicht das draus, was behauptet wird, weil das was daraus folgen soll, nachweislich nicht gegeben ist. 3 ist kleiner 5, Du kannst da rechnen bis Dir die Finger bluten, ich muss mir keine Rechnung anschauen, wenn Du behauptest, damit belegen zu können, dass 3 größer 5 ist. Weil vorab schon klar ist, dass das eben so nicht gegeben ist. Damit kann keine Rechnung so etwas zeigen.

Immerhin erkennt ja Kurt das im Gegensatz zu Dir mal an, keine Uhr hat einen Einfluss auf den Lauf einer anderen Uhr. Ist doch schon mal was, versuche doch zumindest geistig auf der Höhe von Kurt zu bleiben, wäre doch mal etwas.


Das ist der Weg ...
Daniel K.
 
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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Frau Holle » Di 5. Sep 2023, 22:51

 
Klar, dass dir das nicht passt. Jetzt faselst du auch schon von der Beeinflussung von Uhren. :lol:

Im Rechenbeispiel ist die Weglänge zwischen M1 und M2 im ruhenden Zug 1 Ls (Lichtsekunde).
Die U₂ bewegt sich relativ zum Zug mit u₂ = 0,6c zwischen M1 und M2 hin und her.
Der Zug bewegt sich relativ zum Gleis mit v = 0,8c.

Das Ergebnis ist – und das hatte ich gegenchecken lassen von jemandem, der sich auskennt:
Zwischen zwei Treffen der U2 mit den Uhren bei M1/M2 und der Uhr am Bahndamm ergibt sich am Gleis die Differenz von
  • 4,1̅1 s bei Bewegung der U2 in Fahrtrichtung vom Zug
  • 1,4̅4 s bei Bewegung der U2 gegen die Fahrtrichtung vom Zug
Die U2 selber zeigt jeweils 1,3̅3 s Differenz unabhängig von ihrer Bewegungsrichtung.
Die Uhren bei bei M1/M2 zeigen jeweils 1,6̅6 s Differenz unabhängig von der Bewegungsrichtung der U2.

Das sind Fakten, ganz ohne gegenseitige Beeinflussung von Uhren.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Mi 6. Sep 2023, 09:55, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Kurt » Di 5. Sep 2023, 22:58

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Die Versuche hier den "Gleichgang" der Uhren herbeizureden sind also gescheitert.

Die Versuche dir das verständlich zu machen sind gescheitert.

So ist es, ich lasse mich nicht von den "Wünschen" der RT-Ler veralbern.
Die Versuche sind wahrlich gescheitert, und zwar deswegen weil ihr die von der Wissenschaft festgestellten Umstände nicht aushebeln könnt.
Bedeutet zugleich: die U2 taktet wie gehabt weiter und ermöglicht dadurch die RT-Behauptung zu falsifizieren.
Dieser Versuch ist also gescheitert.

Frau Holle hat geschrieben:Aber ein Stück weit bist du immerhin schon gekommen: Man kann den lokalen "Bezug" heranziehen, denn es gibt ja keinen absoluten.


Nicht ich bin irgendwo hingekommen, sondern ich habe euch vor Augen geführt was Sache ist.
Die RT behauptet zwar es gibt keinen Bezug, verwendet aber unbewusst einen Absolutbezug ohne es selber zu kapieren.

Frau Holle hat geschrieben:Der lokale "Bezug" für den Zug sind die Bahnhöfe.

Nein, ist es nicht.
Es gibt einen Bezug, dieser umfasst die Bahnhöfe und alles was dazwischen ist.
Du hast wohl in den Schleifenmodus geschaltet und willst durch die Hintertür wiedermal unterschiedliche Bezüge einführen.
Für den Gang/das Verhalten von Uhren, egal welcher innerhalb des BS, ist dieses BS zuständig, da gibts keinen zweiten Bezug.
Also nichts mit: ich wechsle nun..."
Es zeigt sich aber dein Charakter, manche sagen dazu: "er versuchts mit Lug und Trug".

Frau Holle hat geschrieben: Die Zuguhr zeigt weniger vergangene Zeit zwischen zwei Treffen mit den Uhren an den Bahnhöfen, aber unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger. Das hast du richtig erkannt.

Das ist aber schön von dir, mir das zu bescheinigen, es steht seit dem das PDF öffentlich ist in diesen drinnen, schau unter "Zugfahren".

Hast du auch erkannt, dass dadurch das die Züge in jeder Fahrtrichtung gleich verhalten, der Bezug und das angesetzte BS als Ruhebezug für die Uhren bestätigt sind?


Frau Holle hat geschrieben:Der lokale "Bezug" für die U2 ist der Zug. Die U2 zeigt weniger vergangene Zeit zwischen zwei Treffen mit den Uhren an den Messstellen, aber unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger. Das hast du nicht richtig erkannt.
Vergleicht man die U2 aber mit den Uhren am Gleis, dann ist das Ergebnis nicht mehr unabhängig von der Bewegungsrichtung der U2. Denn relativ zu den Gleisen hat die U2 tatsächlich unterschiedliche Geschwindigkeiten, was sich dann auch bemerkbar macht. Der Unterschied zeigt sich aber nicht an der U2, sondern an den Gleisuhren.
 

Auch dieser Versuch einer Verwässerung scheitert, es gibt beim Zugfahren keine Gleisuhren.
Du machst dich lächerlich mit deinem Versuch die Situation umzudrehen, so wie du es in deinem "genialen" Versuch im Gespräch mit Manuel versuchst dadurch das du einen Bahnhof wegnimmst und eine zweite Uhr im Zug hinschraubst. (was für ein naivlächerliches Unterfangen)
Dir sollte doch klar sein das du damit deine eigene Aussage frisst, nämlich das ein "Sichtwechsel" keinerlei Einfluss auf irgendwas hat.

Kurt

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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Frau Holle » Di 5. Sep 2023, 23:09

Kurt hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben: Die Zuguhr zeigt weniger vergangene Zeit zwischen zwei Treffen mit den Uhren an den Bahnhöfen, aber unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger. Das hast du richtig erkannt.

Das ist aber schön von dir, mir das zu bescheinigen, es steht seit dem das PDF öffentlich ist in diesen drinnen, schau unter "Zugfahren".

Ja weiß ich doch, dass das da steht. Und dass es soweit nicht falsch ist, habe ich dir auch schon mehrfach bestätigt. Aber der Rest ist eben falsch. Insbesondere das mit der U2, dass die im Zug zwischen den Messtellen unterschiedlich viele Takte zählt. Das ist falsch, grottenfalsch. :P
 
Kurt hat geschrieben:Dir sollte doch klar sein das du damit deine eigene Aussage frisst, nämlich das ein "Sichtwechsel" keinerlei Einfluss auf irgendwas hat.

Natürlich hat ein Sichtwechsel Einfluss auf mein Auge. Wenn ich mich umdrehe, sehe ich das, was hinter mir ist. Vorher habe ich es nicht gesehen. Habe ich damit das beeinflusst, was hinter mir ist? Wohl kaum. Sowas willst du einem aber hier einreden mit deiner vermeintlichen Beeinflussung von Uhren durch irgend ein BS. Lächerlich. Da wird nichts beeinflusst. Es wird nur jeweils woanders hin geschaut.
 
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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Kurt » Mi 6. Sep 2023, 07:49

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben: Die Zuguhr zeigt weniger vergangene Zeit zwischen zwei Treffen mit den Uhren an den Bahnhöfen, aber unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger. Das hast du richtig erkannt.

Das ist aber schön von dir, mir das zu bescheinigen, es steht seit dem das PDF öffentlich ist in diesen drinnen, schau unter "Zugfahren".

Ja weiß ich doch, dass das da steht. Und dass es soweit nicht falsch ist, habe ich dir auch schon mehrfach bestätigt. Aber der Rest ist eben falsch. Insbesondere das mit der U2, dass die im Zug zwischen den Messtellen unterschiedlich viele Takte zählt. Das ist falsch, grottenfalsch. :P

Das was du da sagst lässt sich nicht nachvollziehen, es fehlt die logische Begründung.
Du sagst aus, dass eine Uhr, die mit dem Zug unterwegs ist, geschwindigkeitsabhängig taktet, je schneller sie befördert wird desto langsamer taktet sie.
Bei der U2 soll das nicht so sein, das passt doch nicht zusammen.

Kurt

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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon McMurdo » Mi 6. Sep 2023, 08:56

Kurt hat geschrieben:Das was du da sagst lässt sich nicht nachvollziehen, es fehlt die logische Begründung.

Die Begründung lieferst du ja selber, du sagst die Uhr braucht für jeden Weg exakt immer 10 Sekunden. Und bei einer idealen Uhr sind das halt immer 9.192.631.770 Takte / Sekunde, wie du ja schon selber zugegeben hast.
Logischerweise können da also nie unterschiedliche viele Takte gezählt werden wenn es immer 10 Sekunden sind. Ist einfachste Mathematik.
McMurdo
 

Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Frau Holle » Mi 6. Sep 2023, 09:29

Kurt hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das ist aber schön von dir, mir das zu bescheinigen, es steht seit dem das PDF öffentlich ist in diesen drinnen, schau unter "Zugfahren".

Ja weiß ich doch, dass das da steht. Und dass es soweit nicht falsch ist, habe ich dir auch schon mehrfach bestätigt. Aber der Rest ist eben falsch. Insbesondere das mit der U2, dass die im Zug zwischen den Messtellen unterschiedlich viele Takte zählt. Das ist falsch, grottenfalsch. :P

Das was du da sagst lässt sich nicht nachvollziehen, es fehlt die logische Begründung.

Das ist völlig logisch:

1. Der Zug fährt mit konstanter Geschwindigkeit zwischen den Bahnhöfen. Der Abstand zwischen den Bahnhöfen ist ebenfalls konstant. Die Geschwindigkeit vom Zug ist also ist v1 = Weg /Zeit = konstant, und das dauert Zeit = Weg / v1 = konstant, was man an im Zug auch ablesen kann bei den Bahnhöfen, wenn er eine Mitfahrer-Uhr hat. Wenn auch die beiden Bahnhöfe Uhren mit Anzeige haben, dann erkennt man, dass die Mitfahrer-Uhr konstant weniger Takte zählt als die Bahnhöfe, unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger.

2. Die U2 fährt im Zug mit konstanter Geschwindigkeit zwischen den M1 und M2. Der Abstand von M1 und M2 ist ebenfalls konstant. Die Geschwindigkeit der U2 im Zug ist also ist v2 = Weg /Zeit = konstant, und das dauert Zeit = Weg / v2 = konstant, was man an der U2 auch ablesen kann bei den Messstellen, wenn U2 eine Anzeige hat. Wenn auch die beiden Messtellen Uhren mit Anzeige haben, dann erkennt man, dass die U2 konstant weniger Takte zählt als die Messtellen, unabhängig von der Bewegungsrichtung immer gleich viel weniger.

Es ist in beiden Fällen genau das gleiche und völlig logisch. Hatte ich dir schon erklärt. Das ist ein Beweis. Eine RT braucht man dafür nicht. Ganz einfache klassische Mechanik: v = s/t ⇒ t = s/v = konstant.

Kurt hat geschrieben:Du sagst aus, dass eine Uhr, die mit dem Zug unterwegs ist, geschwindigkeitsabhängig taktet, je schneller sie befördert wird desto langsamer taktet sie.
Bei der U2 soll das nicht so sein, das passt doch nicht zusammen.

Nein, das sage ich nicht aus. Ich sage aus, dass es bei der U2 genau gleich ist. Wenn du endlich von dem Trip runter kommen würdest, dass Bezugsysteme Uhren beeinflussen, dann würdest du es vielleicht verstehen. Bezugsysteme sind nur gedachte Hilfskonstruktionen, damit man Abstände in Raum und Zeit vernünftig messen und abzählen kann. Die schwirren nicht im Universum rum und beeinflussen auch nichts. Genau wie beim Beispiel mit zwei Zügen im leeren Universum kann man nicht sagen, dass eine Uhr absolut schneller oder langsamer taktet. Was man sieht, hängt nur davon ab, wo man sich befindet und wo man hinschaut. Ansonsten takten Uhren immer gleich und zählen stur ihre Takte z.B. vom eingebauten CS133-Atom.

Schaut man der Reihe nach vom selben Sitzplatz im Zug auf zwei Bahnhofsuhren gegenüber, dann sieht man mehr Differenz auf der 2. Bahnhofsuhr, unabhängig von der Richtung immer gleich viel mehr. Die Zug-Uhr zeigt weniger.

Schaut man der Reihe nach vom selben Bahnhof auf zwei Zug-Uhren gegenüber (eine vorn, eine hinten), dann sieht man mehr Differenz auf der 2. Zug-Uhr, unabhängig von der Richtung immer gleich viel mehr. Die Bahnhofs-Uhr zeigt weniger.

Schaut man der Reihe nach von der U2 auf zwei Messtellen, dann sieht man mehr Differenz bei der 2. Messstelle, unabhängig von der Richtung immer gleich viel mehr. Die U2 zeigt weniger.

Schaut man von der U2 bei den Messtellen auf die Bahnhofsuhren gegenüber, oder eben solche, die dort gerade am Gleis stehen, dann sieht man abhängig von der Bewegungsrichtung der U2 mehr oder weniger Differenz auf den Gleis-Uhren.

Und das alles nicht weil Uhren irgendwie beeinflusst wären, sondern weil man von woanders aus woanders hinschaut.

Logischer geht's nicht.
 
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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Kurt » Mi 6. Sep 2023, 12:00

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das ist aber schön von dir, mir das zu bescheinigen, es steht seit dem das PDF öffentlich ist in diesen drinnen, schau unter "Zugfahren".

Frau Holle hat geschrieben:Ja weiß ich doch, dass das da steht. Und dass es soweit nicht falsch ist, habe ich dir auch schon mehrfach bestätigt. Aber der Rest ist eben falsch. Insbesondere das mit der U2, dass die im Zug zwischen den Messtellen unterschiedlich viele Takte zählt. Das ist falsch, grottenfalsch. :P


Wir lassen einen Beobachter im Zug mitfahren.
Der Zug fährt vom Bahnhof_A zum Bahnhof_B.
Die Uhr des Beobachters ist während der Fahrt langsamer gelaufen, hat weniger Takte erfasst, zeigt weniger "Zeit" an als die an den Bahnhöfen.
Heisst doch: die Uhr des Beobachters taktete während der Fahrt langsamer als wie wenn der Zug unbewegt ist.

Nun fährt der Zug schneller als vorher:
Die Uhr des Beobachters ist während der Fahrt noch langsamer gelaufen, hat noch weniger Takte erfasst, zeigt noch weniger "Zeit" an als die an den Bahnhöfen.

Nun ergänzen wir die Uhr des Beobachters durch die U2, sie wird neben den Beobachter gestellt.
Er kann seine Uhr und die U2 während der Fahrt nun auch noch direkt vergleichen.
Verhält sich die U2 nun anders als die Uhr des Beobachters, verhalten sie sich unterschiedlich oder gleichartig?

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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Frau Holle » Mi 6. Sep 2023, 12:48

Kurt hat geschrieben:Wir lassen einen Beobachter im Zug mitfahren.
Der Zug fährt vom Bahnhof_A zum Bahnhof_B.
Die Uhr des Beobachters ist während der Fahrt langsamer gelaufen, hat weniger Takte erfasst, zeigt weniger "Zeit" an als die an den Bahnhöfen.
Heisst doch: die Uhr des Beobachters taktete während der Fahrt langsamer als wie wenn der Zug unbewegt ist.

Nicht absolut. Uhren takten immer gleich. Welchen Unterschied man ggf. feststellt hängt davon ab, wo man ist und wo man hinschaut beim Vergleichen. Wie im Beispiel oben mit Z1 und Z2 im leeren Universum: Die beiden Bahnhöfe kann man auch als Anfang A und Ende B von einem zweiten Zug ansehen. Das macht überhaupt keinen Unterschied. In deinem Fall sitzt der Beobachter in Z1 und schaut zweimal rüber zu den Bahnhöfen, quasi zum Anfang und Ende von Z2. Er stellt dann fest, dass seine Uhr in Z1 inzwischen weniger Takte draufgezählt hat, ja. Aber auch einer im Bahnhof A (quasi in Z2 sitzend) kann so vorgehen und zweimal rüber schauen zum Anfang und Ende vom Zug Z1, der vorbei fährt. Er stellt dann fest, dass seine Uhr am Bahnhof inzwischen weniger Takte drauf bekommt als die beiden Zug-Uhren. Es ist symmetrisch.

Aber bleiben wir bei deinem Beobachter im Zug:

Kurt hat geschrieben:Nun fährt der Zug schneller als vorher:
Die Uhr des Beobachters ist während der Fahrt noch langsamer gelaufen, hat noch weniger Takte erfasst, zeigt noch weniger "Zeit" an als die an den Bahnhöfen.

Nun ersetzen wir die Uhr des Beobachters durch die U2, sie wird neben den Beobachter gestellt.
Er kann seine Uhr und die U2 während der Fahrt nun auch noch direkt vergleichen.
Verhält sich die U2 nun anders als die Uhr des Beobachters, verhalten sie sich unterschiedlich oder gleichartig?

Wenn der Beobachter nur im Zug sitzt und die U2 neben ihm in Ruhe bleibt, dann läuft die U2 genau synchron mit der Uhr vom Beobachter. Und übrigens auch genau synchron mit allen anderen Uhren, die möglicherweise noch im Zug angeschraubt sein könnten. Sie zeigen im Zug alle gleichzeitig gleich viele Takte. Aber du willst ja nur eine Uhr haben oder mit der U2 dann zwei, egal. Es könnten aber beliebig viele sein.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Mi 6. Sep 2023, 14:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Koordinatenzeit und Eigenzeit

Beitragvon Kurt » Mi 6. Sep 2023, 13:27

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wir lassen einen Beobachter im Zug mitfahren.
Der Zug fährt vom Bahnhof_A zum Bahnhof_B.
Die Uhr des Beobachters ist während der Fahrt langsamer gelaufen, hat weniger Takte erfasst, zeigt weniger "Zeit" an als die an den Bahnhöfen.
Heisst doch: die Uhr des Beobachters taktete während der Fahrt langsamer als wie wenn der Zug unbewegt ist.


Nicht absolut. Uhren takten immer gleich.


Es ist eindeutig und unmissverständlich nachgewiesen, dass bewegte Uhren langsamer takten als unbewegte.

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