Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Warum interessiert dich das ganze System, wenn es doch nur um zwei dort ruhende Uhren geht?
Gute Frage, das ist genau der Punkt. Die Antwort ist: Weil es
mir eben nicht nur um zwei in einem System ruhende Uhren geht, sondern um zwei ganze Systeme und die Zeit, wie sie zwischen zwei absoluten Ereignissen in jedem System separat vergeht. Eben genau nicht nur für einzelne Uhren, sondern fürs ganze System. Das sollte doch wirklich inzwischen deutlich geworden sein.
Das macht so grundsätzlich nicht wirklich einen Unterschied, im eigenen Ruhesystem ist es immer wie es ist, alle Uhren gehen ja synchron. Das Problem ist, viele stellen sich das zum eigenen System bewegte System dann wie einen fahrenden Zug vor, aber man hat ja immer nur eine Raumzeit, die man aus zwei fiktiven Koordinatensystemen beschreibt.
Nehmen wir mal König C, und seine Königin E links neben ihm, nachdem Königin A das Treffen A/C hatte und alle Uhren 0 zeigen, reist sie weiter und trifft nach 2 Jahren Königin E und deren Uhr zeigt echt 3 Jahre an. Für sie und König C ist bei dem Ereignis A/E also schon ein Jahr vergangen, nach dem Ereignis B/C. Für Königin A hingegen liegt dieses Treffen B/C real noch ein Jahr in der Zukunft, es ist noch nicht passiert.
Ja das ist wo seltsam, denn die Zukunft ist ja unbestimmt, so meint man, für Königin A könnte es doch sein, das König B noch vor dem Treffen mit König C verhindert ist, Reifenpanne, Beinbruch, er schafft es einfach nicht rechtzeitig zum Treffen. Für Königin E ist das Treffen B/C schon Geschichte, könnte sie nun der Königin A denn die Zukunft vorhersagen?
Nein, die Kausalität ist nicht verletzt, denn Königin E kann beim Treffen mit Königin A noch keine Information erhalten haben, ob das Treffen wirklich stattgefunden hat. Sie weiß nur, es ist geplant gewesen und hätte auch für sie vor einem Jahr stattfinden sollen, aber kein Reiter ist so schnell, dass er es schafft nach dem Ereignis B/C zu Königen E zu reiten und vor dem Ereignis A/E Bericht zu erstatten. Dafür müsste der Reiter schneller als die Lichtgeschwindigkeit reiten.
Aber wie gesagt, auch ich betrachte die ganzen Systeme und eben nicht nur einzelne Ereignisse, Du bist es, der nichts von anderen Ereignissen wissen will.
Frau Holle hat geschrieben:
Der Ausgangspunkt der Überlegung war Kurts Beispiel zum "Zugfahren" in seinem PDF, wo ein Reisender im Zug eine Dilatation seiner einzigen Uhr im Vergleich zu zwei Bahnhofsuhren feststellt, bei denen er vorbei kommt. Hier hat man eindeutig die Dilatation der dritten Uhr im Vergleich mit zwei zueinander ruhenden. Das ist zunächst mal nicht falsch. Es wird ja tatsächlich so festgestellt, wenn man die zwei Vergleiche bei den Bahnhöfen macht.
Doch, dass ist leider so falsch, keiner im Zug kann die Dilatation der eigen Uhr durch den Vergleich mit zwei Bahnhofsuhren feststellen. Grundsätzlich nicht, weil die eigene Uhr im eigenen Ruhesystem nicht dilatiert geht. Holle, das sollte doch nun aber echt mal geklärt sein.
Der Reisende kann nur feststellen, dass die Uhren am Bahnhof zunehmend mehr Zeit auf der Anzeige haben, als seine eigene Uhr im Zug, dennoch gehen alle Uhren an den Bahnhöfen dilatiert, da für den Reisenden im Zug es eben in seinem Ruhesystem bewegte Uhren sind.
Frau Holle hat geschrieben:
Aber Kurt folgert daraus fälschlich, das das Ruhesystem der Bahnhöfe der absolute "Bezug" für jegliche Bewegung im Umfeld der Bahnhöfe wäre, dass die Uhr(en) im Zug eben immer absolut langsamer "gehen" müssten. Anders gesagt, dass die Zeit im ganzen Bahnhofssystem schneller vergeht als im ganzen Zug und das Bahnhofssystem irgendwie die Uhren im Zug beeinflusst.
Aus falschem folgt beliebiges, richtig wäre, alle Uhren an allen Bahnhöfen gehen für alle Reisende im Zug dilatiert.
Frau Holle hat geschrieben:
Dass das nicht stimmt, kann man nun sehr leicht zeigen, wenn man nur eine Bahnhofsuhr mit zwei zueinander ruhenden Zuguhren vergleicht, die am Bahnhof vorbei kommen. Dann gehen nämlich die im Zug synchronen Uhren scheinbar "schneller", bzw. die Bahnhofsuhr geht "langsamer". Das ist auch nicht falsch. Es ist einfach nur das genau symmetrische Szenario und wird dann auch tatsächlich so festgestellt.
Nein, Du kannst die Zeitdilatation nicht "zerreißen" hatten wir doch schon, Du kannst nicht sagen, vorne bei der Lok, zeigt die Uhr am linken Ende des Bahnhofs eben 1,8 Jahre an, die am Bahnhof zeigt 3 Jahre, also geht die Uhr in der Lok dilatiert. Also ja für den am Bahnhof und auch Kurt ist es so, aber nur zufällig, denn Du gehst ja nun zum anderen Ende zu Kurt und erklärst, die Uhr von Kurt zeigt 3 Jahre an, die im Zugende zeigt 5 Jahre (wenn keiner sie vorher stoppt) und somit geht für Kurt die eigene Uhr am Bahnhof dilatiert, weil die Uhr im Zugende ja mehr anzeigt. Du meinst ja, die Uhr die weniger anzeigt, ist immer die Uhr die dilatiert geht, egal in welchem System das beobachtet wird. Dass ist falsch.
Für Kurt gehen alle Uhren im Zug dilatiert, da für Kurt in seinem System bewegt und für alle Reisenden gehen alle Uhren am Bahnhof von Kurt dilatiert, da in ihrem Ruhesystem bewegt und was nun einzelne Uhren konkret beim Treffen mit anderen Uhren anzeigen ist dabei schnurzegal. Nicht die Frage welche Uhr zeigt mehr an, zählt, sondern welche Uhr ist von beiden bewegt, die bewegte geht immer dilatiert, auch wenn sie mehr anzeigt als die ruhende Uhr im System beim Treffen. Ist so auch beim Märchen, für C geht die Uhr von B dilatiert, dennoch zeigt sie mehr an.
Frau Holle hat geschrieben:
Da Kurt eh nichts von der SRT hält und mit RdG, Gammafaktor und dergleichen nichts anfangen kann, ist das die denkbar einfachste SRT-konforme Erklärung, die man einem Laien geben kann. Zumindest sollte verständlich werden, was Sache ist, auch wenn jemand wie Kurt es nicht glauben will. Es ist m.E. wirklich leicht verständlich und nicht falsch.
Zu meiner großen Überraschung hat es dann aber nicht mal Daniel verstanden, der sich einen Kenner der SRT nennt. Ich könne auf diese Weise nicht beweisen, das Kurt falsch liegt. Es könne nicht "auf mal" die Bahnhofsuhr langsamer gehen als die Zuguhren, ich würde damit dem Relativitätsprinzip widersprechen und dergleichen Unsinn mehr. Zu meiner noch größeren Überraschung ist er dann ein Jahr lang dabei geblieben und immer unverschämter geworden. Das geht wirklich seit einem Jahr so.
Daniel verstehst was Du behauptest, er hat es verstanden, es hat es gerechnet, dargestellt und erklärt, und er widerspricht Deinen Behauptungen dazu, weil die falsch sind. Und für den im Zug gehen immer die Bahnhofsuhren dilatiert, nie was anderes habe ich widersprochen.
Deine Aussage war, Du könntest an den Bahnhofs Uhren erkennen, dass Du mit dem Zug bewegt bist, und nicht die Bahnhöfe:Frau Holle » Di 27. Dez 2022, 22:48 hat geschrieben:
Ein Typ im schnellen Zug rast am Bahnhof A vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 12 Uhr mittags und startet seine Stoppuhr. Er kommt nach einer Weile an Bahnhof B vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 13 Uhr und stoppt seine Stoppuhr. Was glaubst du zeigt die Stoppuhr an? Mehr als 1 Stunde? Weil alle Bahnhofuhren langsamer gehen?
Seine Stoppuhr zeigt weniger als 1 Stunde an und jeder, der im Bahnhof A oder B den Zug vorbeirasen sah kann bestätigen, dass er genau um 12 bei A war und um 13 Uhr bei B. Es waren einmalige Ereignisse. Der Typ mit der Stoppuhr im Zug weiß das natürlich auch und weiß dann auch, dass er es ist der sich bewegt und nicht die Bahnhöfe. Die Symmetrie ist gebrochen, wenn er immer eine andere Uhr abliest.
Spare dir die Erklärung, warum es deiner Meinung nach anders sein müsste. Ich nehme dir nichts ab. Es reicht nicht, wenn man nur etwas über die SRT liest. Mitdenken sollte man auch.
So, und das ist so falsch und steht im Widerspruch zum Relativitätsprinzip. Und was das Unverschämt angeht, lese mal den letzten Satz von Dir im Zitat genau hier drüber.
Du bist unverschämt und frech geworden, danach kam dann das mit den Perlen vor die Säue:Frau Holle » Mi 28. Dez 2022, 13:03 hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
... steht Dir frei mich sachlich zu widerlegen, bisher kommt da aber nichts von Dir.
Das mache ich seit über 1 Woche immer und immer wieder und jetzt auch wieder. Das nennst du nichts? Ich sage ja nichts gegen deine RdG und deine Blitze und alles. Das ist alles bekannt und richtig.
Aber es ist irrelevant, ganz unwichtig und unnötig, wenn man die Vergleiche so macht, wie ich es beschrieben habe: Immer gleichzeitig am selben Ort für alle, die sich dort gerade befinden. Das ist sehr einfach, gültig und korrekt, um nicht zu sagen genial.
➞ Aber anscheinend werfe ich hier Perlen vor die Säue
.
Soll man eigentlich nicht machen, ich weiß. Darum höre ich jetzt auch damit auf. Es reicht mir wirklich, ganz ruhig und sachlich gesagt. Es macht auf Dauer keinen Spaß gegen eine Wand zu reden.Du versuchst weiter Täter/Opfer-Umkehr, Dich als den wissenden Erklärbär darzustellen, der die Dinge nur richtig erklärt hat, und ich der freche Honk, der Dich ja nur bösartig beleidigt hat. Es ist genau andersherum Holle, ich habe Dir die Dinge richtig sachlich erklärt, Du bist frech und unverschämt geworden.
Frau Holle hat geschrieben:
Dabei ist es ganz trivial einfach. Um das zu verstehen, muss man sich keinen Wolf mit der RdG rechen oder sowas. Einfach nur kurz symmetrisch zweimal das gleiche Gedankenexperiment mit drei Uhren durchdenken und gut. Dann zeigt sich sofort, dass das Ruhesystem der Bahnhöfe eben nicht ein von der Natur absolut ausgezeichnetes Bezugsystem ist, wie Kurt glaubt, sondern dass das Relativitätsprinzip gilt, wonach eben kein solches Bezugsystem existiert. So einfach ist das. Es ist extrem trivial und alle, die sich inzwischen dazu geäußert haben, haben es auch sofort verstanden, abgesehen von dir neuerdings, warum auch immer.
Holle, Deine "Anderen" sind McMurdo der auf der Suche nach dem Ruhesystem des Photons aktuell verschollen ist, und Sanchez, der auch nicht die SRT verstanden hat. Ich habe die Aussagen von Dir hier noch mal zitiert, wer Ahnung von Physik hat, wird Dir da widersprechen, oder Du bist im einfach als Unwissender egal. Da ich die Dinge richtig erkläre und Rudi die SRT richtig verstanden hat, so wie ich, zumindest bis hierhin, dass ist ja alles trivial, widerspricht er Dir natürlich so wie ich es getan habe.
Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Niemand behauptet, dass die RdG keine Rolle spielt. Sie spielt immer eine Rolle bei zwei gleichzeitigen Ereignissen und zwei relativ zueinander bewegten Systemen. [...]
Die RdG spielt schon für einige Fragestellungen der SRT eine Rolle. Für die wechselseitige Längenkontraktion und Zeitdilatation ist sie unerlässlich, weil sonst keine Wechselseitigkeit. [...]
Ja habe ich den etwas anderes behauptet? Ich schrieb doch: "
Niemand behauptet, dass die RdG keine Rolle spielt."
Aber Du meinst Du kannst die wechselseitige Zeitdilatation ohne RdG erklären und das geht so nicht und macht auch keinen Sinn, die RdG ist der Kern der SRT, will man die SRT erklären, die Zeitdilatation, dann natürlich mit der RdG. Du willst Autofahren ohne Auto, die SRT unterscheidet sich durch die Relativität von Raum und Zeit von der Physik nach Newton, dieser Unterschied manifestiert sich in der symmetrisch wechselseitigen Zeitdilatation und der Lorentzkontraktion, welche beide durch die RdG gegeben sind, welche sich aus der für jeden Beobachter konstanten Lichtgeschwindigkeit ergibt, dass ist eine Kausalkette. Du kannst nicht einfach die RdG rausschneiden und meinen, die könntest nun die symmetrisch wechselseitigen Zeitdilatation der SRT ohne RdG ganz einfach jemanden erklären, Vorlauf und asynchron Uhren, drauf gepfiffen, wir sind ja immer nur vor Ort, wo der Bär tanzt.
Leider zeugen Deine "Erklärungen", welche Du ja sicher gut meinst, davon, dass Du selber diese Dinge gar nicht richtig verstanden hast, und somit gar nicht in der Lage bist, sie jemand anderen richtig zu erklären. So schaut es eben aus.
Das ist der Weg ...