Nochmals, da bislang alles in eine Sackgasse, durch die Spielchen einiger, die die SRT noch nicht durchgeschaut haben, versunken ist.
Einstein: „Zur Zeit t = τ = 0 werde von dem zu dieser Zeit gemeinsamen Koordinatenursprung beider Systeme aus eine Kugelwelle ausgesandt, welche sich im System K mit der Geschwindigkeit c ausbreitet. Ist (x, y, z) EIN eben von dieser Welle ERGRIFFENER PUNKT, so ist also
x^2 + y^2 + z^2 = c^2 t^2.
Diese Gleichung transformieren wir mit Hilfe unserer Transformationsgleichungen und erhalten nach einfacher Rechnung:
ξ^2 + η^2 + ζ^2 = c^2 τ^2.
Die betrachtete Welle ist also auch im bewegten System betrachtet eine Kugelwelle von der Ausbreitungsgeschwindigkeit c. Hiermit ist gezeigt, daß unsere beiden Grundprinzipien miteinander vereinbar sind.“ Faber:
„Diese Menge von Punkten transformieren wir per Lorentztransformation ins gestrichene System. Wir tun das, um zu überprüfen, ob die Punkte im gestrichenen System ebenfalls alle auf einer Kugeloberfläche um den Ursprung landen.
... Einstein muss beweisen, dass irgendeine Menge von Punkten, die im Laborsystem auf ein und derselben Kugeloberfläche liegen, auch nach Transformation im gestrichenen System auf ein und derselben Kugeloberfläche liegen.“
Falsch! So was steht bei Einstein nicht – dort steht EIN PUNKT. Bei Einstein wird die rechnerische Lichtkugelwelle, die den einen Punkt ergreift und nicht eine Menge von Punkten, die auf eine Kugeloberfläche um das unbewegte IS liegen, betrachtet.
Harald:
„Das Beispiel überzeugt mich nicht. Zeigt doch Einstein selbst ab Seite 903 seiner Arbeit ZEBK, dass sich Kugeln nach Transformation zu Rotationsellipsoiden verwandeln, wobei es selbstverständlich ist, dass die in der x-Koordinate liegenden Oberflächenpunkte danach nicht mehr auf denselben Kugeloberflächen liegen können! ct=const gilt aber dennoch, weil ein Ausgleich dadurch erfolgt, dass die x-Koordinate von ZD und LK betroffen ist, wogegen y und z von der Transformation unberührt bleiben.“
Richtig!
Ernst am Anfang:
„Ich kann in der Rechnung auch keinen Widerspruch zur SRT erkennen. Daß die LTransformation eine Gestaltänderung bewirkt, ist doch bekannt.“
Richtig!
Harald
„Ein sich aufblähender Ballon ist nichts anderes als eine Aufeinanderfolge von Kugeln, deren Größen zunehmen. Jede dieser Kugeln sollte der LK entsprechend im gestrichenen System als Ellipsoid wahrgenommen werden. ...
Hier kann auch die RdG nicht rettend einspringen, denn diese ist in der LT bereits enthalten.“
Richtig! Nirgends kann die RdG rettend einspringen. Oder wie auch Chief sinngemäß schrieb – ein sich mit w aufblasender Ballon gibt nur bestimmte Koordinaten von Punkten zu einer bestimmten Zeit in „unbewegtem“ IS und sonst nichts – das ist eine Vorgabe.
Und wenn der Ballon kugelförmig in S sein soll, dann bleibt er auch zu jeder Zeit eine Kugel, völlig unabhängig von w. Aus „bewegtem“ IS – S´ wird diese Kugel zu bestimmter Zeit in S stets als einen Ellipsoid in v-Richtung *Gamma GEDEHNT gesehen.
Ein sich aufblasender Ballon, dessen Oberflächenpunkte zu verschiedenen Zeiten „gescant“ werden, ergibt auch nach GT keine Kugel. Solche Betrachtungen, wie eine sich aufblasende Kugel in S´ beobachtet würde, können zwar amüsant sein, haben hier aber nichts zu suchen.
Der Unsinn, was Ernst und Trigemina hier erzählen, man sollte die LT nach irgendwelchen t´-Zeiten manipulieren, braucht keiner ernst zu nehmen. In dem Moment, als man etwas nach t´ „zurechtbiegt“, verschiebt die Koordinaten des Punktereignisses in S – also verschiebt die Vorgaben. Irgendwo hat Trigemina geschrieben:
x´ = y*(x – v*t)*t´/t = x – soll das eine „Korrektur“ nach Ernst-SRT sein?
Ja rechnen wir mal:
t = t´*y oder t´/t = 1/y - oben ersetzt ergibt
x´ = (x – v*t) – wenn das nicht GT ist!
Trigemina
„Es werden zwar in S und S' identische Werte gemessen, jedoch mit ihren eigenen darin verwendeten Uhren und Massstäben. ...“
Unsinn! Umgekehrt – für ein und dasselbe Punktereignis, das für beide IS unbewegt ist, misst S – x und t; S´ - x´ und t´ und diese Werte sind nicht identisch. In dem Moment, wo beide identische Werte messen, bedeutet x = t = 0, oder v = 0. Wenn Du das RP meinst, dann sind die eigenen Uhren und Maßstäbe in beiden Systemen IDENTISCH – s. unten.
Grundsätzlich verwechseln, bzw. verstehen die Relativisten nicht, leider auch Ernst, was das Relativitätspostulat in der SRT bedeutet.
S ist
immer unbewegt in einem Äther; nach Albert in einem Raume, zu dem LG = c ist, was das Gleiche bedeutet.
S´ ist
immer bewegt relativ zu diesem Äther, bzw. „Raume“.
S´ richtet mithilfe von Lichtstrahlen seine Uhren in der Glaube, die LG sei zu ihm konstant (Poincaré und Albert), somit laufen seine Uhren langsamer und sind auf Abstand asynton, d.h. sie laufen gleich schnell, zeigen aber verschobene Zeiten – das hat jedoch mit den gesehenen vorgerückten Uhrzeiten nach RdG nichts zu tun.
Die Maßstäbe sind in S´, das bewegte IS im Äther, bzw. Raume *Gamma REAL kontrahiert. Albert versucht mit Tricks dieses „Geschenk von oben“ (Minkowski) als einen Messfehler darzustellen und nicht als Folge eines Äthers oder Gott weiß was. Ohne die erdachte LK funktioniert die Uhrensynchronisation oben nicht.
Das bedeutet: In S´ ist die LG nicht = c, sie wird nur mit den verstellten Messinstrumenten = c gemessen. Entsprechend wird S´ alles, was in S ruht, in v-Richtung GEDEHNT messen, auch alle Uhren in S laufen dann SCHNELLER.
Und umgekehrt, alles, was in S´ ruht, wird von S in v-Richtung GESTAUCHT gesehen (reale LK, anders geht nicht), sowie langsamer laufende Uhren (weil verstellt).
Diese Betrachtung ist gleich bei Lorentz & Poincaré und Einstein & Minkowski. Nichts ist hier mit dem Relativitätsprinzip. Und genau das ist auch der Fall mit Einsteins Behauptungen auf Seite 901 und 903 – abgesehen davon, dass beide nichts miteinander zu tun haben, sie stimmen, er widerspricht sich nicht.
Jetzt kommt das Problem der Relativisten: Einmal wollen sie die Folgen aus der Unsymmetrie bei dieser Betrachtung gerne haben (ZP, Myonen, Garagen, Panzer und ähnlicher Unsinn), anderseits pochen sie auf das Relativitätspostulat. Beides geht nicht!
Das Relativitätspostulat in der SRT besagt was anderes: LT zeigt nur, was der „Bewegte“ nach Meinung des Unbewegten messen sollte, wenn der „Bewegte“ behauptet, die LG sei zu ihm auch = c. Das sind nach der SRT keine tatsächlich durchgeführten Messungen, nach LET sind sie es schon. Hier trennen sich beide Theorien. Wenn man nach der SRT wissen will, was der „Bewegte“ tatsächlich vor Ort misst, dann wird er als den Unbewegten im Äther, bzw. im Raume hingestellt und alles was sich in diesem seinen Äther bewegt, wird zu Bewegtem. Das Spiel mit „jetzt bin ich unbewegt und du bewegt“, fängt vom neuen an und hat mit der ursprünglichen Betrachtung nichts mehr zu tun. Oder, nach der SRT hat jeder sein eigenen Äther, sodann ist in der SRT kein Platz für ZP usw.
Zwischen beiden, jeder für sich als unbewegt, jeder mit „realen“ vor Ort Messungen gilt keine LT sondern RP. Die gestrichelte Koordinaten sind in der SRT keine Eigenzeiten oder Eigenlängen – es gilt die Invarianz der Eigenzeiten und Eigenlängen. Das sieht man am klarsten bei Minkowski, wo alle Uhren – bewegt und unbewegt – synchron laufen. Jeder der Beobachter „sieht“ aber die fremden Uhren langsamer laufen.
Die lächerlichen Versuche hier, beides, LT und Relativitätspostulat in einer Betrachtungsweise unter einen Hut zu bringen, kann niemals funktionieren. Die LT ist eine Trafo in Ätherkonstellationen, LT ist asymmetrisch, LT verletzt das RP.
Es gibt weder „sphärische LT“, Poincaré Ellipse, Zeitkorrekturen a la Ernst oder a la RdG, noch statische und dynamische Betrachtungen, sondern nur kinematische und eine einzige LT.
Die Animationen von Faber nach „Ernst-SRT-Korrekturen“ zeigen nichts anderes, als die Sicht von S´ unter der Bedingung, S´ sei in Ruhe zum Äther, bzw. Alberts Raume – und so was ist in dieser Diskussion nicht gefragt = Kokolores, wie Ernst zu sagen pflegt.
Wie, was Albert zu den Lichtsphären gemeint hat, kann man im folgenden Animation hoffentlich verstehen. Was sich in „unbewegtem“ IS abspielt, brauche nicht zu zeichnen, steht nicht zur Debatte. Gezeigt ist die Sicht aus S´ - bewegt in einem Äther, oder laut SRT nach Meinung der Unbewegten im „Raume“. Alles in rot wäre die Sicht der Unbewegten, alles in blau – die „Sicht“ der Bewegten. Die rote Ellipse mit ihren roten „Photonen“ – die Lichtsphäre in S, bzw. im Äther. Der sich aufblasende blaue Kreis um S´ zeigt die rechnerische Lichtsphäre, die Einstein meint und sich um S´ ausbreitet. Gemessen wird immer so: Lichtstrahl, bzw. Lichtsphäre hin, reflektierter Lichtstrahl, bzw. Lichtsphäre zurück, die Zeit für hin und zurück wird durch 2 geteilt, so bekommt man die Zeitkoordinate des Punktereignisses (Reflektionszeit). Danach diese Zeitkoordinate mal c = x, bzw. x´. Wie man sieht, hat die blaue rechnerische Lichtsphäre mit dem Lichtkreis, bzw. kreis-, kugelförmig in S angeordneten Punkten nichts zu tun.
Einstein zeigt nur, das EIN PUNKT, der von einer Lichtsphäre in S ergriffen wird, genauso nach LT auf einer rechnerischen (imaginären) Lichtsphäre mit c um S´ liegt. Die imaginären blauen Photonen, die aus S´-Sicht sich bis Ereignisorte ausbreiten, habe nicht gezeichnet, wird zu viel – sie liegen auf der blaue Sphäre. Nur die realen Photonen sind zu sehen.
Die Maßstäbe beachten – in S´ (blau) sind sie 1:1 – ist ja S´-Sicht; in S (rot) in x-Richtung *Gamma gedehnt. Der Ablauf ist nicht maßstab- und zeitgetreu wiedergegeben – zeigt nur das Prinzip.
Wenn einer meint, etwas sei nicht richtig, soll bitte fragen und nicht gleich pöbeln oder philosophieren.
Viele Grüße
Ljudmil