Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 21:47

Skeptiker hat geschrieben:Der wurde irrtümlich nicht mit berechnet, darum war der Offset auch leicht fehlerhaft. Steht ja auch genau so im Text. Davon, das gar keine relativistischen Korrekturen gemacht wurden steht da rein gar nichts.

Und auch das Rubidiumuhren nicht korrigiert wurden, das steht im Text auch nicht. Auch sie wurden sehr wohl korrigiert. Steht auch im Text.


Also noch mal den Text, vielleicht lernst du doch noch das Lesen:

Weitere kleine Frequenzverschiebungen können durch Uhrendrift, Umweltveränderungen und andere
unvermeidbare Effekte entstehen, wie etwa die Unfähigkeit, den Satelliten in eine Umlaufbahn mit genau der
gewünschten großen Halbachse zu bringen. Die Navigationsnachricht liefert den Benutzern Korrekturen der Satellitenuhrfrequenz, sodass die Uhrenfrequenzen tatsächlich so nah wie möglich an der Frequenz des Referenzuhrenensembles des U.S.
Naval Observatory bleiben. Aufgrund solcher Effekte wäre es jetzt schwierig,
GPS-Uhren zur Messung relativistischer Frequenzverschiebungen zu verwenden.
Als die ersten GPS-Satelliten eingesetzt wurden, war der werkseitig angegebene Frequenzoffset leicht fehlerhaft, da der wichtige Beitrag des Zentripetalpotentials der Erde (siehe Gleichung (18)) in einer Phase der Auswertung versehentlich weggelassen worden war. Obwohl die GPS-Verantwortlichen bereits in den frühen 1980er Jahren auf diesen Fehler aufmerksam gemacht wurden, vergingen acht Jahre, bis die Systemspezifikationen geändert wurden, um die korrekte Berechnung widerzuspiegeln [2]. Als das Verständnis der zahlreichen Fehlerquellen des GPS langsam besser wurde, war es schließlich sinnvoll, die korrekte relativistische Berechnung einzubeziehen. Es ist gängige Praxis geworden, solche Offsets nicht auf Rubidium-Uhren anzuwenden, da diese während des Starts unvorhersehbaren Frequenzsprüngen ausgesetzt sind. Stattdessen werden die Frequenzen solcher Uhren gemessen, nachdem sie in die Umlaufbahn gebracht wurden, und die tatsächlich erforderlichen Frequenzkorrekturen werden in das Uhrkorrekturpolynom eingearbeitet, das die Navigationsnachricht begleitet.

Etwas sinnerfassend zu lesen ist offenbar deine Stärke nicht!
Harald Maurer
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » Sa 5. Okt 2024, 22:05

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Bei Lorentz existiert ein bevorzugtes Bezugssystem für das Licht und die EM-Felder.


Das aber mit der Einführung des Relativitätsprinzips nicht mehr feststellbar ist.

Gruß
Rudi Knoth

Das Relativitätsprinzip wurde von Galileo eingeführt.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Skeptiker » Sa 5. Okt 2024, 22:05

Harald Maurer hat geschrieben:Etwas sinnerfassend zu lesen ist offenbar deine Stärke nicht!

Da steht genau das was ich schrieb. Es gibt einen relativistischen Offset, der anfangs Fehlerhaft war und später korrigiert wurde.
Als die ersten GPS-Satelliten eingesetzt wurden, war der werkseitig angegebene Frequenzoffset leicht fehlerhaft, ... Als das Verständnis der zahlreichen Fehlerquellen des GPS langsam besser wurde, war es schließlich sinnvoll, die korrekte relativistische Berechnung einzubeziehen.


Und da steht auch das "solche Uhen", gemeint sind die Rubidiumuhren, ebenfalls korrigiert werden:
Stattdessen werden die Frequenzen solcher Uhren gemessen, nachdem sie in die Umlaufbahn gebracht wurden, und die tatsächlich erforderlichen Frequenzkorrekturen werden in das Uhrkorrekturpolynom eingearbeitet,
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 22:29

Skeptiker hat geschrieben:Da steht genau das was ich schrieb. Es gibt einen relativistischen Offset, der anfangs Fehlerhaft war und später korrigiert wurde.

Versuche es noch einmal:

Als die ersten GPS-Satelliten eingesetzt wurden, war der werkseitig angegebene Frequenzoffset leicht fehlerhaft, da der wichtige Beitrag des Zentripetalpotentials der Erde (siehe Gleichung (18)) in einer Phase der Auswertung versehentlich weggelassen worden war. Obwohl die GPS-Verantwortlichen bereits in den frühen 1980er Jahren auf diesen Fehler aufmerksam gemacht wurden, vergingen acht Jahre, bis die Systemspezifikationen geändert wurden, um die korrekte Berechnung widerzuspiegeln [2]. Als das Verständnis der zahlreichen Fehlerquellen des GPS langsam besser wurde, war es schließlich sinnvoll, die korrekte relativistische Berechnung einzubeziehen. Es ist gängige Praxis geworden, solche Offsets nicht auf Rubidium-Uhren anzuwenden, da diese während des Starts unvorhersehbaren Frequenzsprüngen ausgesetzt sind. Stattdessen werden die Frequenzen solcher Uhren gemessen, nachdem sie in die Umlaufbahn gebracht wurden, und die tatsächlich erforderlichen Frequenzkorrekturen werden in das Uhrkorrekturpolynom eingearbeitet, das die Navigationsnachricht begleitet.

Schau am besten den Originaltext mit der Gleichung (18) an, damit du begreifst, um was es geht.
https://www.researchgate.net/publicatio ... ing_System
Obwohl das kaum zu erwarten ist.
Naja, kannst ja immer noch niederknien und den Heiligen Albert anbeten.
8-)
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Skeptiker » Sa 5. Okt 2024, 22:36

Harald Maurer hat geschrieben:Versuche es noch einmal:

Meinst du der Text ändert sich je öfter man ihn liest? Es steht genauso so im Text wie ich schrieb.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Skeptiker » Sa 5. Okt 2024, 22:44

Harald Maurer hat geschrieben:Schau am besten den Originaltext mit der Gleichung (18) an, damit du begreifst, um was es geht.

Harald präsentiert uns also eine Arbeit in der schon im Abstract folgendes zu lesen ist: These clocks have gravitational and motional frequency shifts which are so large that, without carefully accounting for numerous relativistic effects, the system would not work.

Seine Behauptung, das GPS würde ohne relativistische Korrekturen funktionieren ist also definitv falsch.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 23:01

Skeptiker hat geschrieben:Seine Behauptung, das GPS würde ohne relativistische Korrekturen funktionieren ist also definitv falsch.

Nö, hier ging es um den Block I der GPS-Satelliten, jene ersten 11 Satelliten, in welche noch keine relativistischen Korrekturen implementiert waren. Das kann man eindeutig aus dem Text von Ashby entnehmen. Nur du kannst es nicht.
Geh mal zum Arzt!
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » Sa 5. Okt 2024, 23:09

Skeptiker hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Schau am besten den Originaltext mit der Gleichung (18) an, damit du begreifst, um was es geht.

Harald präsentiert uns also eine Arbeit in der schon im Abstract folgendes zu lesen ist: These clocks have gravitational and motional frequency shifts which are so large that, without carefully accounting for numerous relativistic effects, the system would not work.

Seine Behauptung, das GPS würde ohne relativistische Korrekturen funktionieren ist also definitv falsch.

Kein Wunder, dass Ashby so etwas behauptet, er zählt sogar Sagnac-Effekt zu relativistischen Effekten.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon bumbumpeng » Sa 5. Okt 2024, 23:17

Harald Maurer hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:Seine Behauptung, das GPS würde ohne relativistische Korrekturen funktionieren ist also definitv falsch.
Geh mal zum Arzt!
Dat geit nit, dann verlernt er womöglich noch seine stärksten Tugenden, die da wären: ... hab ich grad vergessen. Man sollte solche Diamanten nicht überfordern.
Woher willst du dann einen zweiten Kuhjauh nehmen? Die liegen nicht einfach so an jeder Straßenecke rum.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Rudi Knoth » So 6. Okt 2024, 08:07

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Bei Lorentz existiert ein bevorzugtes Bezugssystem für das Licht und die EM-Felder.


Das aber mit der Einführung des Relativitätsprinzips nicht mehr feststellbar ist.

Gruß
Rudi Knoth

Das Relativitätsprinzip wurde von Galileo eingeführt.



Genauer Galilei. Allerdings ist es genau genommen nicht Lorentz alleine sondern Poincae, der dies auch für die Elektrodynamik eingeführt hat, wie hier beschrieben.

Hendrik Antoon Lorentz, Poincaré und Einstein forderten weiter die Kovarianz nicht nur der Mechanik, sondern auch der Elektrodynamik. Dies konnte erreicht werden, indem die Galilei-Transformation durch die Lorentz-Transformation ersetzt wurde. Der Hauptunterschied besteht darin, dass in der neuen Transformation die Lichtgeschwindigkeit eine unüberschreitbare Grenzgeschwindigkeit darstellt.


Gruß
Rudi Knoth
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