Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Sonstige Ansätze und Vorschläge

Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » So 6. Okt 2024, 08:33

Rudi Knoth hat geschrieben:
...
Das Relativitätsprinzip wurde von Galileo eingeführt.



Genauer Galilei. Allerdings ist es genau genommen nicht Lorentz alleine sondern Poincae, der dies auch für die Elektrodynamik eingeführt hat, wie hier beschrieben.

Hendrik Antoon Lorentz, Poincaré und Einstein forderten weiter die Kovarianz nicht nur der Mechanik, sondern auch der Elektrodynamik. Dies konnte erreicht werden, indem die Galilei-Transformation durch die Lorentz-Transformation ersetzt wurde. Der Hauptunterschied besteht darin, dass in der neuen Transformation die Lichtgeschwindigkeit eine unüberschreitbare Grenzgeschwindigkeit darstellt.


Gruß
Rudi Knoth

OK Galileo Galilei.

Das Problem ist, dass in der Natur die Elektrodynamik nicht Lorentzinvariant ist.
Wie gesagt, bewegte Ladungen erzeugen Magnetfeld, bewegte Beobachter nicht.
Lagrange
 
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Rudi Knoth » So 6. Okt 2024, 08:34

Harald Maurer hat geschrieben:Für Interessierte am GPS und dem Sagnac Effekt habe ich da noch 2 Texte.

Does the GPS System Rely
upon Einstein’s Relativity?


https://git.aethercosmology.com/alan/zo ... n%20Ei.pdf

Light Transmission and the Sagnac Effect on the Rotating Earth

https://www.researchgate.net/publicatio ... ting_Earth

Speziell der 2. Text ist hochinteressant, weil er die Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit auf der Erdoberfläche bestätigt.

Grüße



Dies kommt aber davon, daß eine "externe Synchronisation" benutzt wird. In diesem Fall erhält man in der Tat verschieden Lichtlaufzeiten, was aber schon im Werk ZEbK von Einstein beschrieben wurde.

Die bei der Operation b) zu findende Länge, welche wir
„die Länge des (bewegten) Stabes im ruhenden System“
nennen wollen, werden wir unter Zugrundelegung unserer
beiden Prinzipien bestimmen und finden, daß sie von l ver¬
schieden ist.
Die allgemein gebrauchte Kinematik nimmt stillschweigend
an, daß die durch die beiden erwähnten Operationen bestimmten
Längen einander genau gleich seien, oder mit anderen Worten,
daß ein bewegter starrer Körper in der Zeitepoche t in geo¬
metrischer Beziehung vollständig durch denselben Körper, wenn
er in bestimmter Lage ruht, ersetzbar sei.
Wir denken uns ferner an den beiden Stabenden (A und B)
Uhren angebracht, welche mit den Uhren des ruhenden Systems
synchron sind, d. h. deren Angaben jeweilen der „Zeit des
ruhenden Systems“ an den Orten, an welchen sie sich gerade
befinden, entsprechen; diese Uhren sind also „synchron im
ruhenden System“.
Wir denken uns ferner, daß sich bei jeder Uhr ein mit
ihr bewegter Beobachter befinde, und daß diese Beobachter
auf die beiden Uhren das im § 1 aufgestellte Kriterium für
den synchronen Gang zweier Uhren anwenden. Zur Zeit1)
tA gehe ein Lichtstrahl von A aus, werde zur Zeit tB in B
reflektiert und gelange zur Zeit t'A nach A zurück. Unter Be¬
rücksichtigung des Prinzipes von der Konstanz der Licht¬
geschwindigkeit finden wir:



und


wobei rAB die Länge des bewegten Stabes — im ruhenden System
gemessen — bedeutet. Mit dem bewegten Stabe bewegte Be¬
obachter würden also die beiden Uhren nicht synchron gebend
finden, während im ruhenden System befindliche Beobachter
die Uhren als synchron laufend erklären würden.
Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit
keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei
Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet,
gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten
System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse
aufzufassen sind.


Wenn man aus der ersten Gleichung den Quotienten aus Strecke und Zeit berechnet, er hält man als "Lichtgeschwindigkeit" c-v (V steht für c) und aus der zweiten Gleichung eine "Lichtgeschwindigkeit" von c+v. Wenn wir also "extern" synchronisierte Uhren haben, dann erhält man dieses Resultat. Da die Uhren auf der Erde sich im ECI bewegen, hat man daher zwei verschiedene Lichtgeschwindigkeiten.

In der Tat hat man hier das Problem, daß das zweite Postulat nicht "testbar" ist, wenn man die Synchronisationsvorschrift von Einstein verwendet. Denn diese setzt dieses Postulat voraus.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » So 6. Okt 2024, 08:35

Skeptiker hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Schau am besten den Originaltext mit der Gleichung (18) an, damit du begreifst, um was es geht.

Harald präsentiert uns also eine Arbeit in der schon im Abstract folgendes zu lesen ist: These clocks have gravitational and motional frequency shifts which are so large that, without carefully accounting for numerous relativistic effects, the system would not work.

...

Das ist relativistische Lügenpropaganda.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Rudi Knoth » So 6. Okt 2024, 08:38

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
...
Das Relativitätsprinzip wurde von Galileo eingeführt.



Genauer Galilei. Allerdings ist es genau genommen nicht Lorentz alleine sondern Poincae, der dies auch für die Elektrodynamik eingeführt hat, wie hier beschrieben.

Hendrik Antoon Lorentz, Poincaré und Einstein forderten weiter die Kovarianz nicht nur der Mechanik, sondern auch der Elektrodynamik. Dies konnte erreicht werden, indem die Galilei-Transformation durch die Lorentz-Transformation ersetzt wurde. Der Hauptunterschied besteht darin, dass in der neuen Transformation die Lichtgeschwindigkeit eine unüberschreitbare Grenzgeschwindigkeit darstellt.


Gruß
Rudi Knoth

OK Galileo Galilei.

Das Problem ist, dass in der Natur die Elektrodynamik nicht Lorentzinvariant ist.
Wie gesagt, bewegte Ladungen erzeugen Magnetfeld, bewegte Beobachter nicht.



Das sieht aber Poincare schon anders. Und warum soll ein bewegter Beobachter ein Magnetfeld erzeugen müssen? Es ist doch nur notwendig, wenn er ein Magnetfeld misst.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » So 6. Okt 2024, 08:40

Rudi Knoth hat geschrieben:...

...
... Unter Be¬
rücksichtigung des Prinzipes von der Konstanz der Licht¬
geschwindigkeit finden wir:



und


...


...

Einstein redet von der Konstanz und rechnet mit der variablen LG. Wäre da eine Konstanz der LG, müsste er mit V statt V-v und V+v rechnen.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » So 6. Okt 2024, 08:44

Rudi Knoth hat geschrieben:... Und warum soll ein bewegter Beobachter ein Magnetfeld erzeugen müssen? ...

Gruß
Rudi Knoth

Damit die Äquivalenz beider Vorgänge gilt. Sie gilt nicht. Damit ist bewiesen, dass die Felder nicht Lorenzinvariant sind.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Okt 2024, 08:51

Lagrange hat geschrieben:Das ist relativistische Lügenpropaganda.

Ja, Ashby übertreibt natürlich etwas. Aber ansonsten ist seine Arbeit sehr informativ.
Es gibt aber auch objektive Analysen der Effekte im GPS. Ein Beispiel dafür liefert der 1. von mir verlinkte Text, wo es zum Schluss heißt:

Is Einstein’s Relativity Required for GPS Navigation?
There are mathematical purists who will insist that relativistic
effects can be found in the GPS system that could be eliminated
through corrections based on Einstein’s relativity. But even they
admit that “introducing the gamma factor makes a change of only 2 or
3 millimeters to the classical result.” Such small error corrections, if even valid, would represent only a 0.1% adjustment in a
typical navigation solution accurate to 2 or 3 meters.
We have found no need to be concerned about adjustments for
Einstein’s relativity effects with regard to GPS navigation operations – they are simply not required.

Conclusion
The GPS global navigation system delivers phenomenal performance by virtue of architectural design as a closed loop control
system that dynamically identifies, allocates and corrects errors,
and does so routinely without reliance on Einstein’s relativity.


Ist Einsteins Relativitätstheorie für die GPS-Navigation erforderlich?
Es gibt mathematische Puristen, die darauf bestehen, dass im GPS-System relativistische Effekte gefunden werden können, die durch Korrekturen auf der Grundlage von Einsteins Relativitätstheorie eliminiert werden könnten. Aber selbst sie geben zu, dass „die Einführung des Gammafaktors nur eine Änderung von 2 oder 3 Millimetern zum klassischen Ergebnis bewirkt.“ [2] Solche kleinen Fehlerkorrekturen würden, wenn sie überhaupt gültig wären, nur eine Anpassung von 0,1 % in einer typischen Navigationslösung mit einer Genauigkeit von 2 oder 3 Metern darstellen.
Wir haben festgestellt, dass es keinen Grund gibt, sich über Anpassungen für Einsteins Relativitätseffekte im Hinblick auf GPS-Navigationsvorgänge Gedanken zu machen – sie sind einfach nicht erforderlich.

Schlussfolgerung
Das globale GPS-Navigationssystem bietet eine phänomenale Leistung aufgrund seines architektonischen Designs als geschlossenes Regelsystem, das Fehler dynamisch identifiziert, zuordnet und korrigiert und dies routinemäßig tut, ohne sich auf Einsteins Relativitätstheorie zu verlassen.

Barry Springer
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Grüße
Harald Maurer
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Rudi Knoth » So 6. Okt 2024, 08:54

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Und warum soll ein bewegter Beobachter ein Magnetfeld erzeugen müssen? ...

Gruß
Rudi Knoth

Damit die Äquivalenz beider Vorgänge gilt. Sie gilt nicht. Damit ist bewiesen, dass die Felder nicht Lorenzinvariant sind.


Nein, das beweist eher die Tatsache, daß du mathematische Beweise nicht anerkennst. Den ich habe schon früher dir den Link aus dem Skript meiner Universität gezeigt. Und die Frage, ob Feldgleichungen bezüglich Transformationen invariant sind, ist von mathematischer Natur.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » So 6. Okt 2024, 09:00

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Und warum soll ein bewegter Beobachter ein Magnetfeld erzeugen müssen? ...

Gruß
Rudi Knoth

Damit die Äquivalenz beider Vorgänge gilt. Sie gilt nicht. Damit ist bewiesen, dass die Felder nicht Lorentzinvariant sind.


Nein, das beweist eher die Tatsache, daß du mathematische Beweise nicht anerkennst. Den ich habe schon früher dir den Link aus dem Skript meiner Universität gezeigt. Und die Frage, ob Feldgleichungen bezüglich Transformationen invariant sind, ist von mathematischer Natur.

Gruß
Rudi Knoth

Mathematik muss in der Physik mit der Natur übereinstimmen, sie tut es aber hier definitiv nicht. Lorentz hat sie hergeleitet indem er wichtige Glieder in der Rechnung weggelassen hat.

Lorentz hat geschrieben:In der weiteren Rechnung sollen nun Grössen von der Ordnung weggelassen werden. Erstens vernachlässigen wir also auf der rechten Seite die Glieder mit zwei Factoren , oder , da sich auch ein im übrigen ähnliches Glied mit vorfindet; wir behalten also nur noch ...
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Rudi Knoth » So 6. Okt 2024, 09:08

Lagrange hat geschrieben:Mathematik muss in der Physik mit der Natur übereinstimmen, sie tut es aber hier definitiv nicht. Lorentz hat sie hergeleitet indem er wichtige Glieder in der Rechnung weggelassen hat.


Und woher weisst du denn, was in der Natur vorkommt?

Gruß
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