Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mi 13. Nov 2024, 16:01

Frau Holle hat geschrieben:Es ist erwiesenermaßen ganz unmöglich, die SRT-Gegner hier mit vernünftigen Argumenten zu überzeugen

Außer wichtigtuerischem Geschwurbel habe ich hier keine vernünftigen Argumente vorgefunden. Deine allgemeinen Betrachtungen über Bezugssysteme/Inertialsysteme haben mit meiner Feststellung, dass physikalische Effekte nicht von Bezugssystemen abhängen dürfen, überhaupt keinen Zusammenhang. Du möchtest nur gescheit daher plappern und ein paar Beleidigungen anbringen. Aber lass dir gesagt sein, der Wechsel von Inertialsystemen im ZP hat ungefähr dieselbe Bedeutung wie der Wechsel der Unterhosen des Reisenden oder die Wahl eines anderen Hutes!
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 13. Nov 2024, 16:05

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Weil die ZD vom Bezugssystem abhängig ist.


Und du suchst dir die "passenden" für deine Argumentation aus. ...

Ich suche sie nicht, sie sind vorgegeben. A bewegt sich im Bezugssystem von B und B bewegt sich im Bezugssystem von A. Das ist schon alles.


Wodurch sind sie vorgegeben? Bei mir sollten sie für Symmetriebetrachtungen zueinander nicht beschleunigt bewegt sein. Im Falle der Uhren A und B ist dies aber nicht der Fall. Bei der Stecke, an deren Anfang die Uhr A ruht, hat man solch ein Bezugssystem. Man kann auch ein anderes dazu nicht beschleunigt bewegtes auswählen, was ich gemacht habe, aber nicht für B mal dieses und mal jenes als Ruhesystem nehmen. Denn die Voraussetzung des Relativitätsprinzips muß erfüllt sein.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 13. Nov 2024, 16:13

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Inertialsysteme/Ruhesysteme haben als Bezugsysteme bekanntlich die Besonderheit, das in ihnen die Formeln der Physik gleichermaßen gelten, welche die Naturgesetze beschreiben, und zwar unabhängig vom Bewegungszustand relativ zu anderen Inertialsystemen/Ruhesystemen.
...

Es existiert fast immer ein bevorzugtes Bezugssystem. Das ist zum Beispiel für Schall in Luft die ruhende Luft. Wenn in zwei Inertialsystemen alle Eigenschaften identisch sind, dann sind sie gleichberechtigt. Um alle Inertialsysteme gleichwertig zu machen, wollte Einstein den Äther abschaffen.


Die Luft ist kein Bezugssystem sondern ein Medium für die Ausbreitung von Schall. Man kann natürlich ein solches festlegen, in dem die Luft ruht, aber das gilt dann nur für die Ausbreitung von Schall. Man kann willkürlich ein solches für EM-Wellen auswählen und darin ruhende Uhren zur Synchronisation von anderen Uhren nehmen, aber dann muß man passende Erklärungen für das MM-Experiment finden. Und dann bekommt man Aussagen, daß der "reisende Zwilling" im ZP eigentlich "gequetscht" werden müsste.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 13. Nov 2024, 16:23

Harald Maurer hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Es ist erwiesenermaßen ganz unmöglich, die SRT-Gegner hier mit vernünftigen Argumenten zu überzeugen

Außer wichtigtuerischem Geschwurbel habe ich hier keine vernünftigen Argumente vorgefunden. Deine allgemeinen Betrachtungen über Bezugssysteme/Inertialsysteme haben mit meiner Feststellung, dass physikalische Effekte nicht von Bezugssystemen abhängen dürfen, überhaupt keinen Zusammenhang. Du möchtest nur gescheit daher plappern und ein paar Beleidigungen anbringen. Aber lass dir gesagt sein, der Wechsel von Inertialsystemen im ZP hat ungefähr dieselbe Bedeutung wie der Wechsel der Unterhosen des Reisenden oder die Wahl eines anderen Hutes!
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Der Wechsel von Inertialsystemen bedeutet aber die Verletzung der Voraussetzung des Relativitätsprinzips zu verschleiern. Denn wie ich vorgerechnet habe, kann man bei der Wahl eines anderen Inertialsystems während des ganzen Vorganges dasselbe Ergebnis für das ZP erhalten.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 13. Nov 2024, 16:38

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Es existiert fast immer ein bevorzugtes Bezugssystem. Das ist zum Beispiel für Schall in Luft die ruhende Luft. Wenn in zwei Inertialsystemen alle Eigenschaften identisch sind, dann sind sie gleichberechtigt. Um alle Inertialsysteme gleichwertig zu machen, wollte Einstein den Äther abschaffen.


Die Luft ist kein Bezugssystem sondern ein Medium für die Ausbreitung von Schall. Man kann natürlich ein solches festlegen, in dem die Luft ruht, aber das gilt dann nur für die Ausbreitung von Schall. Man kann willkürlich ein solches für EM-Wellen auswählen und darin ruhende Uhren zur Synchronisation von anderen Uhren nehmen, aber dann muß man passende Erklärungen für das MM-Experiment finden. Und dann bekommt man Aussagen, daß der "reisende Zwilling" im ZP eigentlich "gequetscht" werden müsste.

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MM zeigt gerade, dass man für die EM-Wellen ein bestimmtes BS nehmen muss. Da kann man nichts willkürlich auswählen.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 13. Nov 2024, 16:44

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Es existiert fast immer ein bevorzugtes Bezugssystem. Das ist zum Beispiel für Schall in Luft die ruhende Luft. Wenn in zwei Inertialsystemen alle Eigenschaften identisch sind, dann sind sie gleichberechtigt. Um alle Inertialsysteme gleichwertig zu machen, wollte Einstein den Äther abschaffen.


Die Luft ist kein Bezugssystem sondern ein Medium für die Ausbreitung von Schall. Man kann natürlich ein solches festlegen, in dem die Luft ruht, aber das gilt dann nur für die Ausbreitung von Schall. Man kann willkürlich ein solches für EM-Wellen auswählen und darin ruhende Uhren zur Synchronisation von anderen Uhren nehmen, aber dann muß man passende Erklärungen für das MM-Experiment finden. Und dann bekommt man Aussagen, daß der "reisende Zwilling" im ZP eigentlich "gequetscht" werden müsste.

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MM zeigt gerade, dass man für die EM-Wellen ein bestimmtes BS nehmen muss. Da kann man nichts willkürlich auswählen.


Wie das denn? Gerade MM zeigt doch, daß man die angenommene Bewegung im "Äther" nicht messen kann. Eines der ersten Annahmen von Lorentz war ja, daß sich die Interferometerarme scih in Bewegungsrichtung "verkürzen" (LK), damit das "Nullergebnis" erklärt wäre.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 13. Nov 2024, 16:52

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:...
MM zeigt gerade, dass man für die EM-Wellen ein bestimmtes BS nehmen muss. Da kann man nichts willkürlich auswählen.


Wie das denn? Gerade MM zeigt doch, daß man die angenommene Bewegung im "Äther" nicht messen kann. Eines der ersten Annahmen von Lorentz war ja, daß sich die Interferometerarme scih in Bewegungsrichtung "verkürzen" (LK), damit das "Nullergebnis" erklärt wäre.

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Die Annahme einer Verkürzung der Arme ist völlig überflüssig, weil Michelson festgestellt hat, dass es keine Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Äther gibt (wegen Äthermitführung). Die kleine Geschwindigkeit, die sich aus Rotation der Erde ergibt, konnte mit seiner Anordnung nicht detektiert werden. Diese kleine Geschwindigkeit konnte erst durch Michelson-Gale gemessen werden.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 13. Nov 2024, 17:03

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:...
MM zeigt gerade, dass man für die EM-Wellen ein bestimmtes BS nehmen muss. Da kann man nichts willkürlich auswählen.


Wie das denn? Gerade MM zeigt doch, daß man die angenommene Bewegung im "Äther" nicht messen kann. Eines der ersten Annahmen von Lorentz war ja, daß sich die Interferometerarme scih in Bewegungsrichtung "verkürzen" (LK), damit das "Nullergebnis" erklärt wäre.

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Die Annahme einer Verkürzung der Arme ist völlig überflüssig, weil Michelson festgestellt hat, dass es keine Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Äther gibt (wegen Äthermitführung). Die kleine Geschwindigkeit, die sich aus Rotation der Erde ergibt, konnte mit seiner Anordnung nicht detektiert werden. Diese kleine Geschwindigkeit konnte erst durch Michelson-Gale gemessen werden.


Nein. Das Michelson-Gale Experiment beruht darauf, daß die Erde selber rotiert und daher dieses ein beschleunigtes Bezugssystem ist. MM wollte die nahezu translatorische Bewegung der Erde auf ihrem Weg um die Sonne messen. Die stellare Aberration wurde damals mit einem "Ätherwind" erklärt.


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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Frau Holle » Mi 13. Nov 2024, 17:09

Harald Maurer hat geschrieben:
Schreib mal was Vernünftiges!

Was vernünftig ist und was nicht kannst du doch gar nicht beurteilen, wie man sieht:

Harald Maurer hat geschrieben:der Wechsel von Inertialsystemen im ZP hat ungefähr dieselbe Bedeutung wie der Wechsel der Unterhosen des Reisenden oder die Wahl eines anderen Hutes!

Mit Vernunft hat das überhaupt nichts zu tun. Das solltest du eigentlich wissen, wenn du deinen eigenen Text mal erst nehmen und kapieren würdest:

Harald Maurer hat geschrieben:
Wir denken uns eine "bewegte" Uhr C [des Reisenden beim ZP], und um ihren Gang zu messen brauchen wir zumindest 2 "ruhende" Uhren A und B. A und B müssen natürlich im Laborsystem synchron sein [A beim Startpunkt, B beim Umkehrpunkt im ZP]. All Uhren zeigen also 0 an und C startet. (Bild 1)

Zeitdilatation 1.png
Zeitdilatation 1.png (18.46 KiB) 709-mal betrachtet

Da die "bewegte" Uhr C langsamer geht, zeigt sie bei Ankunft bei B einen kleineren Wert
an als B.(Bild 2). Wir könnten das mit einem Foto dokumentieren, das beide Uhren zeigt
und beweist, dass Uhr C als bewegte Uhr langsamer gelaufen ist.

Zeitdilatation 2.png
Zeitdilatation 2.png (11.17 KiB) 714-mal betrachtet


Das hast du selber so geschrieben Harald Maurer, und es stimmt: Gemäß SRT ergibt es sich ganz eindeutig genau so, objektiv festgehalten auf zwei Fotos, die man im Laborsystem beim Start mit A=C=0 macht, und beim Umkehrpunkt, wo B=10 und C=8 dokumentiert ist. Die Uhr A hast du zwar in Bild 2 weggelassen, aber wie in Bild 1 zeigt sie natürlich ebenfalls A=10 im Laborsystem, denn A und B laufen dort permanent synchron, nach deiner eigenen Aussage, Harald Maurer.

Oder willst du diese Ketzerei jetzt widerrufen?

Und jetzt rate mal was passiert, wenn alle 3 Uhren einfach weiter laufen und der Reisende mit gleicher Geschwindigkeit zur Uhr A zurückkehrt. Ich will es dir sagen: Es wird sich genau gleich abspielen. A und B im Laborsystem zählen synchron weitere 10 Zeiteinheiten und C zählt weitere 8: Auf dem dritten Foto, das man im Laborsystem bei der Rückkehr macht, sieht es dann ganz eindeutig so aus:

Zeitdilatation 3.png
Zeitdilatation 3.png (17.14 KiB) 703-mal betrachtet

Das bedeutet ohne jeden Zweifel und auf Fotos objektiv festgehalten: Die ganze Reise hat für den reisenden Zwilling C=16 Zeiteinheiten gedauert und für den Wartenden Zwilling A=20 Zeiteinheiten. Der Reisende Zwilling ist also bei der Rückkehr 4 Zeiteinheiten jünger als sein Bruder, z.B. 4 Jahre oder 40 Jahre oder sowas, je nach Relativgeschwindigkeit.

Dass ihr nun meint das müsste aber symmetrisch sein oder was immer kratzt die SRT überhaupt nicht an. Logisch und mathematisch ganz wasserdicht und eindeutig ergibt es sich so, jedenfalls in der SRT. Das solltest du wie gesagt wissen, Harald Maurer.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Mi 13. Nov 2024, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 13. Nov 2024, 17:20

Frau Holle hat geschrieben:...
Dass ihr nun meint das müsste aber symmetrisch sein oder was immer kratzt die SRT überhaupt nicht an. Logisch und mathematisch ganz wasserdicht und eindeutig ergibt es sich so, jedenfalls in der SRT.

Die Situation entspricht nicht dem ZP, außerdem hast du A und B als ruhend betrachtet. Das Ganze muss getrennt zwischen A und C, und B und C betrachtet werden. Oder musst du noch eine vierte Uhr dazu nehmen, dann ist alles wieder symmetrisch.
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