Gut gebrüllt Löwe. In dieser Diskussion wurden die technischen Details von uns vernachlässigt. Es geht ja um die von dir vertretene Behauptung:
Kurt hat geschrieben:Es ist halt nunmal so: die Uhren sind nicht synchronisiert, GPS beweist c +- v
Und diese stimmt auf jeden Fall nicht. Denn auch im Dokument von NAVSTAR wird solch eine Berechnung nicht vorgeschlagen. Im Gegenteil soll sie im ECI mit konstantem c vorgenommen werden. Und dafür gibt es einen einfachen Grund, der auch gegen deine Behauptung spricht:
Das, was du als v angibst, ist ohne eine Positionsbestimmung überhaupt nicht bekannt. Denn v hängt einmal von der geographischen Breite ab, weil am Äquator die Erde sich mit größerer Geschwindigkeit bewegt als in anderen Breitengraden. Ebenso hängt dieses v auch davon ab. welchen Winkel die die Geschwindigkeit mit dem Signalweg bildet. Daher wird das ECI und die darin sicher angenommene konstante Lichtgeschwindigkeit benutzt.
Nun noch eine Bemerkung zu einem anderen Kommentar von Gestern:
Könntest du dir vorstellen, dass der Empfänger sich den richtigen Positionsdaten annähert?
Und zwar dadurch das er einen immer kleineren Überschneidungspunkt von mind 4 SAT Signaldaten erstellt.
Damit hat er die Systemzeit und so quasi als Nebenprodukt auch noch seine Position im ECI.
Sicher kann dieser Prozess iterativ, also mit besserer Annäherung, sein bis die genaue Position und Zeit berechnet ist. Aber interessanterweise schreibst du von Position im ECI. Im ECI ist aber die Lichtgeschwindigkeit als konstant angenommen. Da braucht man keine Geschwindigkeit "aus Sicht" des Empfängers". Denn dieser "ruht" ja nicht im ECI sondern im ECEF.
Gruß
Rudi Knoth
