hmpf hat geschrieben:Erst behaupteten die CO2-Theologen die 15 µm-CO2-Absorptionsbande sei noch nicht gesättigt.
Was korrekt ist:
Das Linienzentrum der 15-µm-Bande ist seit Jahrzehnten gesättigt (τ ≫ 1).
Das wurde nie seriös bestritten.
Was ebenfalls korrekt ist (und oft missverstanden wird):
Die Bande als Ganzes ist nicht gesättigt, weil:
die Flanken nicht gesättigt sind
Druckverbreiterung + Linienüberlagerung wirken
Beides ist gleichzeitig wahr.
Das ist keine nachträgliche „Rettung“, sondern seit den 1930ern bekannt (Elsasser, Goody).
Nur eben hmpf nicht.
hmpf hat geschrieben:Dann behaupteten sie, die von Satelliten gemessene Strahlung bei 15 µm bestünde aus re-emittierten Photonen der Erdoberfläche.
So wurde es nie korrekt formuliert.
Die physikalisch korrekte Aussage lautet:
Satelliten messen die Summe der Emissionen aller atmosphärischen Schichten,
wobei jede Schicht gemäß ihrer Temperatur emittiert.
Wichtig: Ein Photon hat keine Herkunftsgeschichte
Es gibt keine Markierung „ursprünglich vom Boden“
„Re-Emission“ ist kein eigener physikalischer Prozess, sondern Kurzsprache für:
Absorption → thermische Relaxation → neue Emission
Wenn jemand behauptet hat, Satelliten sähen „zurückgestrahlte Bodenphotonen“, dann war das eine populärwissenschaftliche Verkürzung, keine Fachphysik.
hmpf hat geschrieben:Dann behaupteten sie, es gäbe einen „Strahlungsantrieb“ der logarithmisch allein von der Konzentration des CO2 in der Atmosphäre abhinge.
Das ist keine neue Behauptung, sondern eine direkte Folge der Spektroskopie:
Physikalischer Ursprung:
Linienzentrum gesättigt
zusätzliche Absorption wirkt in den Flanken
Flanken wachsen ~ logarithmisch mit Konzentration
Mathematisch ergibt sich:
ΔF∝ln(C/C0)
Das:
wurde lange vor Klimamodellen hergeleitet
folgt aus Beer–Lambert + Linienverbreiterung
ist experimentell bestätigt
Das ist keine ad-hoc-Erfindung, sondern eine Konsequenz der Linienphysik.
Wenn du wirklich einen „Show-stopper“ suchst
Dann wäre nur eines entscheidend: Satellitenspektren müssten keine systematische Abnahme der OLR im CO₂-Band zeigen.
Diese Spektren existieren – unabhängig voneinander – seit 1970.