Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » Sa 14. Feb 2026, 17:20

Derzeit kann man wenig sagen weil noch gar nicht klar ist, wie der Lander aussehen wird.
Erst vor 3 Monaten hat SpaceX angekündigt, den Lander zu "vereinfachen", was meiner Meinung ein schlechtes Zeichen ist.
Offenbar gibt es gröbere Probleme.

https://dailygalaxy.com/2025/11/spacex- ... -missions/

Ich wurde vorschlagen, wir warten, bis es etwas wirklich funktionierendes gibt, und reden dann.

Aber wenn du Interesse hast können wir uns in der Zwischenzeit gemeinsam ansehen, wie das Treibstoff Problem bei Apollo gelöst wurde.
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon bumbumpeng » Sa 14. Feb 2026, 18:44

Dino hat geschrieben:Ich wurde vorschlagen, wir warten, bis es etwas wirklich funktionierendes gibt, und reden dann.
Ich bin da mehr als skeptisch. Das dauert mit Sicherheit und ich erlebe es nicht mehr.
Dino hat geschrieben:Aber wenn du Interesse hast können wir uns in der Zwischenzeit gemeinsam ansehen, wie das Treibstoff Problem bei Apollo gelöst wurde.
Das interessiert mich. Ich kenne da nichts, woher der erforderliche Treibstoff gekommen sein soll.

Anders gesehen, wenn damals das Treibstoff Problem gelöst worden sein soll, wo ist dann heute der Haken? Für meine Begriffe ist es das Hauptproblem.

Wenn damals der Lander so gut gewesen sein soll, wieso schreibst du: "weil noch gar nicht klar ist, wie der Lander aussehen wird." ?
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Predictor » Sa 14. Feb 2026, 20:58

Ich möchte euch mal was verraten. Der Mensch kann sich maximal 600 km von der Erde entfernen. Oberhalb von 600 km gerät er in die "Mikrowelle" (= kosmische "Strahlung"). Es gibt drei unüberwindbare Probleme für eine bemannte Mondmission. Das erste habe ich bereits erwähnt: Die kosmische "Strahlung". Das zweite Problem wäre die Landung auf dem Mond. Es ist absolut unmöglich, ein bemannten oder unbemannten Lander (Raumflugkörper) auf dem Mond zu landen (dies gilt auch für Mondsonden!), da es dort keine Dampfkugel (Atmosphäre) gibt. Jede Landefähre, die dort zu landen versucht, würde mit einer Geschwindigkeit von über 5.000 Stundenkilometern auf den Mond prallen. Diese Geschwindigkeitsangabe stammt von der Nasa. Auch Yutu (Jadehase) war nicht auf dem Mond! Jetzt zum dritten Problem. Es ist absolut unmöglich, dass ein Astronautenteam mit einem Lander auf einem Planeten oder auf dem Mond landet und von dort ohne Rakete, Startrampe und weitere menschliche Hilfe wieder abhebt.

Was sollte also der ganze Zirkus mit den "bemannten Mondflügen"? Es war die Tarnung des bemannten Weltraumlabors MOL (Manned Orbiting Laboratory). MOL war eine Spionageplattform für die Überwachung des sowjetischen Territoriums. Es gab damals 2 Astronautenteams: Team MOL und Team Hollywoodastronauten. Die Rakete, die am 16. Juli 1969 gestartet wurde, trug das Team MOL, das in die erdnahe Umlaufbahn flog. Die Teams wurden kurz vor dem Start ausgetauscht! Das Team Hollywood begab sich in das Studio, von wo aus es am 20. Juli 1969 über die Rundfunkanstalten, mit mit hilfe der Frontprojektion, die Welt angelogen haben. Das bekannteste Beispiel für eine Frontprojektion ist der Science-Fiction-Film 2001: Odyssee im Weltraum aus dem Jahr 1968.

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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » So 15. Feb 2026, 17:57

bumbumpeng hat geschrieben:Ich bin da mehr als skeptisch. Das dauert mit Sicherheit und ich erlebe es nicht mehr.

Ich bin mittlerweile auch mehr als skeptisch.
Habe ich gerade gefunden: "In October 2025, NASA opened bidding for the Moon landing contract to other companies due to delays encountered by SpaceX in developing a lunar lander". Auf https://en.wikipedia.org/wiki/Artemis_III.
Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Steuergeld SpaceX dabei versenkt hat, bevor sie gescheitert sind.
Deren Lander sollte ja auch, zumindest was ich verstanden habe, einstufig sein. Was ich für keine gute Idee halte, damit wird er zu schwer.

Wenn damals der Lander so gut gewesen sein soll, wieso schreibst du: "weil noch gar nicht klar ist, wie der Lander aussehen wird." ?

Ich habe gemeint, es ist (zumindest mir) nicht klar, wie der Artemis Lander aussehen wird, und ich darum wenig dazu sagen kann. Siehe auch oben das mit der Neuausschreibung.

Der Apollo Lander war exzellent, wie es sich gezeigt hat mit den erfolgreichen Landungen. Der hat ja sogar den Apollo 13 Astronauten das Leben gerettet.

Das interessiert mich. Ich kenne da nichts, woher der erforderliche Treibstoff gekommen sein soll.

Dazu in den nächsten Tagen mehr, ich habe heute nur kurz Zeit.
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » Di 17. Feb 2026, 09:49

Dino hat geschrieben:Aber wenn du Interesse hast können wir uns in der Zwischenzeit gemeinsam ansehen, wie das Treibstoff Problem bei Apollo gelöst wurde.

Der Treibstoffbedarf bei Apollo wurde vor allem durch 2 Maßnahmen deutlich gesenkt:
-Lunar orbit rendezvous (LOR)
-zweistufiger Lander

Zunächst war der Plan, mit einem Raumschiff zu Starten, am Mond zu landen, wieder abzuheben und zurückzukehren (Direct ascent DA https://en.wikipedia.org/wiki/Direct_ascent).
Erste Berechnungen haben dabei ergeben, dass der Treibstoffverbrauch bei so einer Mission immens war.
Die hätte die Konstruktion einer Monsterrakete benötigt - Saturn Nova. Oder alternativ mehrere Saturn V Starts und Zusammenbau im Erdorbit (aus diesem Grund wurden 2 Startrampen für die Saturn V im Florida gebaut).
https://en.wikipedia.org/wiki/Nova_(NASA_rocket)

Dr. John Houbolt hat eine Alternative vorgeschlagen: LOR.
Zitat: "Do we want to go to the Moon or not? Why is Nova, with its ponderous size simply just accepted, and why is a much less grandiose scheme involving rendezvous ostracized or put on the defensive? I fully realize that contacting you in this manner is somewhat unorthodox, but the issues at stake are crucial enough to us all that an unusual course is warranted."

Dies wurde zunächst wenig beachtet, aber letztlich war auch von Braun davon überzeugt, als einzige realistische Möglichkeit.

Zitat von Wiki https://en.wikipedia.org/wiki/Lunar_orbit_rendezvous:
To the surprise of many both inside and outside the agency, LOR quickly became the front runner. Several factors decided the issue in its favor. First, there was growing disenchantment with the idea of direct ascent due to the time and money it was going to take to develop a 50-foot (15 m) diameter Nova rocket, compared to the 33-foot (10 m) diameter Saturn V. Second, there was increasing technical apprehension over how the relatively large spacecraft demanded by Earth-orbit rendezvous would be able to maneuver to a soft landing on the Moon. As one NASA engineer who changed his mind explained: "The business of eyeballing that thing down to the Moon really didn't have a satisfactory answer. The best thing about LOR was that it allowed us to build a separate vehicle for landing."

Aber es gab auch Nachteile wie z.B. war ein Rendezvous Manöver zu dieser Zeit reine Theorie, und es musste ein eigenes Programm gestartet werden, um das (und noch vieles mehr) zu üben.

Muss jetzt weg, wird fortgesetzt.
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon bumbumpeng » Di 17. Feb 2026, 17:30

Dino hat geschrieben:Erste Berechnungen haben dabei ergeben, dass der Treibstoffverbrauch bei so einer Mission immens war.
Die hätte die Konstruktion einer Monsterrakete benötigt - Saturn Nova. Oder alternativ mehrere Saturn V Starts und Zusammenbau im Erdorbit (aus diesem Grund wurden 2 Startrampen für die Saturn V im Florida gebaut).
Genau das ist ja das Problem.
Ohne Treibstoff geht es nicht. Dieses Problem hat man nicht aus der Welt schaffen können. LOR ? Das sollte die Lösung sein? Ich seh da aber keine Lösung.

Die andere Frage ist noch: Wenn es angeblich 69 so einfach geklappt haben soll, könnte man ganz einfach nachbauen und wiederholen. Wieso macht man das nicht?
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » Mi 18. Feb 2026, 09:20

LOR war die Lösung, weil es das Gewicht des Raumschiffs in die Lastkapazität einer Saturn V reduziert hat.
Saturn Nova war meiner Meinung ausserhalb der technischen Machbarkeit, Saturn V war ja auch nicht gerade klein.

LOR bedeutet abstrakt betrachtet: Es wird die Masse reduziert, die beschleunigt/abgebremst werden muss.
Darum sinkt der Treibstoffverbrauch, und alles kann kleiner konstruiert werden. Was des Treibstoff weiter reduziert.
Apollo (CSM) bleibt im Mondorbit, nur ein Lander (LM) landet auf dem Mond.
Da das LM keinen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre aushalten muss, kann es deutlich leichter gebaut werden.
Und das LM wird zusätzlich noch zweigeteilt, die Aufstiegsstufe ist besonders leicht, alles wird aufs Minimum reduziert.

Aber natürlich wurde weiterhin viel Treibstoff benötigt, das SM (der hintere Teil des CSM) und die LM Abstiegsstufe bestehen fast nur aus Treibstoff + Düse.
Habe ich gerade gefunden, wunderschöne Grafiken vom CSM und LM, wo man auch die riesigen Treibstofftanks sieht:
https://davidteixidor.artstation.com/projects/

Beispiel LM Gewichtsreduzierung:
Die Druckkabine wird angeätzt, um auf die absolut notwendige Materialstärke zu reduzieren.
Keine Brennstoffzellen, sondern Batterien.
LM Abstiegsstufe nur langsame Düsenschwenkung, LM Aufstiegsstufe gar keine Düsenschwenkung (wenn das jemanden interessiert bitte schreiben, ist technisch sehr interessant wie das gelöst wurde).

https://en.wikipedia.org/wiki/Apollo_co ... ice_module
https://en.wikipedia.org/wiki/Apollo_Lunar_Module
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » Mi 18. Feb 2026, 15:57

bumbumpeng hat geschrieben:Die andere Frage ist noch: Wenn es angeblich 69 so einfach geklappt haben soll, könnte man ganz einfach nachbauen und wiederholen. Wieso macht man das nicht?
Weil man es nicht kann.
Heute gibt es keinen mehr, der die Fertigungstechniken von 1960 beherrscht.
Fahr mal z.B. mit einem Lotus Elan BJ 1965 in eine heutige Autowerkstätte...
Ausserdem gibt es heute nicht die finanziellen Mittel wie 196X, darum muss alles billiger werden.

Predictor hat geschrieben:Es ist absolut unmöglich, ein bemannten oder unbemannten Lander (Raumflugkörper) auf dem Mond zu landen (dies gilt auch für Mondsonden!), da es dort keine Dampfkugel (Atmosphäre) gibt. Jede Landefähre, die dort zu landen versucht, würde mit einer Geschwindigkeit von über 5.000 Stundenkilometern auf den Mond prallen.
Auch nicht mit eine Bremsrakete?
Diese Geschwindigkeitsangabe stammt von der Nasa.
Hast du da eine Originalquelle?
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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Predictor » Mi 18. Feb 2026, 19:16

Dino hat geschrieben:Auch nicht mit eine Bremsrakete?

Absolut unmöglich! Der Wiedereintritt eines Raumflugkörpers in die Erdatmosphäre beispielsweise kann NUR durch eine Luftbremsung erfolgen.

Wenn es mit einer Bremsrakete möglich wäre, dann könnte ein Raumflugkörper kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre einfach abbremsen, zur Erde fallen und in einer bestimmten Höhe seine Fallschirme öffnen. Mir ist kein einziger Fall in der Geschichte der Raumfahrt bekannt, in dem dies geschehen ist. Nicht einmal ein Test, bei dem es ausprobiert wurde!

Hier in diesem Video wird der wiedereintritt erklärt (ab Minute 3:42): https://m.youtube.com/watch?v=KyZqSWWKmHQ#

Siehe auch hier im "Forum für Raumfahrer":
https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6250.0

Dino hat geschrieben:Hast du da eine Originalquelle?

Nein. Das habe ich vor einigen Jahren in einem Wissenschaftsmagazin gelesen. Es ging um eine NASA-Mondsonde, die nach getaner Arbeit auf dem Mond verschrottet wurde.

Zum Vergleich kannst du das hier lesen:
https://www.watson.ch/raumfahrt/panoram ... zerschellt

Oder das hier:
https://www.deutschlandfunk.de/kaguyas- ... e-100.html

Siehe auch hier ("Hat der Mensch die Mondlandung verlernt?"): https://www.zeit.de/wissen/2023-08/mond ... ndrayaan-3


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Re: Deutscher Astronaut fliegt zum Mond

Beitragvon Dino » Mi 18. Feb 2026, 19:52

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