Predictor hat geschrieben:Wie ist es möglich, eine Reflektorplatte (ca. 0,7 m² groß) mit ca. 300 "Katzenaugen" mit einem Laserstrahl anzupeilen, der in einer Entfernung von ca. 385.000 km etwa 7 km breit und nach Reflexion auf der Mondoberfläche etwa 20 km breit wird?
Und: Wie können die Messstationen mit 100-prozentiger Sicherheit feststellen, dass die zur Erde zurückkehrenden Laserpulse von den "Katzenaugen" und nicht vom Mond selbst stammen?
hmpf hat geschrieben:Ihre 20 km gelten nur bei Reflektion mittels eines Katzenauges.
Bei der diffusen Reflektion durch die Mondoberfläche wären es statt 20 km ca. 200.000 km.
Das wäre richtig.
hmpf hat geschrieben:Entsprechend geringer wäre die von einem Teleskop auf der Erde empfangene Lichtmenge
des von der Erde gesendeten Laser-Pulses.
Die von der Mondoberfläche um das Katzenauge herum diffus reflektierte Strahlung fällt somit
gegenüber der Strahlung vom Katzenauge selbst nicht ins Gewicht.
Das ist nur eine Behauptung von dir und von den Messstationen, die glauben, sie könnten "auf dem Mond stehende" Laserreflektoren anvisieren.
Gehen wir das Schritt für Schritt durch:
planetenkunde.de hat geschrieben:Laserlicht lässt sich auch über große Entfernungen hinweg sehr eng bündeln. Dennoch wird durch die Luftteilchen und andere Partikel der Strahl aufgeweitet, so dass sein Durchmesser auf dem Mond schon etwa 7 km beträgt. Der zurückgeworfene Strahl hat, wenn er wieder die Erdoberfläche erreicht, einen Durchmesser von 20 km.
https://www.planetenkunde.de/m001/m001000/m001_x01.htm
In diesem Artikel wird erwähnt, dass der "Strahl" durch Luft und andere Partikel aufgeweitet wird, so dass er beim Erreichen des Mondes bereits einen Durchmesser von 7 km hat, und wenn er einen Laserreflektor erreicht, hat der reflektierte Strahl einen Durchmesser von 20 km, wenn er wieder die Erdoberfläche erreicht.
Und du hast geschrieben, dass es bei der gestreuten Reflexion durch die Mondoberfläche etwa 200 000 km sind, wenn es die Erdoberfläche wieder erreicht.
Weiter:
planetenkunde.de hat geschrieben:Der zurückgeworfene Strahl hat, wenn er wieder die Erdoberfläche erreicht, einen Durchmesser von 20 km. Entsprechend ist die Lichtenergie auf eine sehr große Fläche verteilt, so dass im Teleskop nur noch ein sehr schwaches Signal aufgefangen wird. Aus diesem Grund laufen die Messungen in der Regel über mehrere Stunden hinweg, bis sich ein deutliches Messergebnis zeigt.
Nun eine Frage: Woher wissen die Experimentatoren und Du, dass das detektierte Signal von den Retroreflektoren stammt und nicht von der gestreuten Reflexion der Mondoberfläche?
Oder anders ausgedrückt: Woher weiß man, dass der aufgeweitete "Strahl", von dem aus das Teleskop Signale auf der Erdoberfläche empfängt, einen Durchmesser von 20 Kilometern und nicht von 200 000 Kilometern hat?
Predictor