Kurt hat geschrieben:Eine Elektronenkanone die Elektronen auf eine Fläche schiesst:
Auf dieser Fläche zeigen sich Einschläge die in der Mitte viele sind, nach aussen hin immer weniger werden.
Es zeigt sich eine nichtlineare Abnahme der Einschläge
So ist es. Es ergibt sich eine kreisförmige "Wolke" aus punktförmigen Auftreffpunkten, im Zentrum viele und nach außen immer weniger. Die Punkte sind statistisch
normalverteilt entsprechend der Gaußschen Glockenkurve. Die Elektronen verlassen die "Kanone" wie kleine Gewehrkugeln und treffen dann den Schirm wie kleine Gewehrkugeln. Soweit nichts Besonderes.
Eine KI sagt dazu:
ChatGPT hat geschrieben:
Ein solcher Aufbau ist praktisch realisierbar, und unter geeigneten Bedingungen erhält man tatsächlich sehr gut näherungsweise eine 2D-Normalverteilung der Auftreffpunkte – selbst wenn die Elektronen einzeln emittiert werden.
Eine sehr gute Näherung ist experimentell absolut Standard.
Einzelelektronen + freier Flug + keine strukturierenden Hindernisse
→ ergibt eine Punktwolke
Wenn viele kleine Zufallsstörungen dominieren
→ entsteht eine sehr gut approximierte 2D-Gaußverteilung
Das ist im Grunde der „natürliche Default“ eines gut eingestellten, rauscharmen Elektronenstrahls ohne Interferenzgeometrie.
"Ohne Interferenzgeometrie" soll heißen ohne ein Hindernis im Weg, also kein Spalt oder Doppelspalt oder sonst etwas, das die Auftreffpunkte besonders anordnen könnte, auch bei der Erzeugung des Strahls in der "Kanone" nicht.
Kurt hat geschrieben:möglicherweise ist hier sogar eine Art Ringe wie bei einem Überlagerungsmuster zu erkennen wenns lange genug andauert.
Da hast du wohl nur geraten. Bei sorgfältigem Aufbau ergeben sich keine Ringe, ebenso wenig wie wenn man Gewehrkugeln auf eine Zielscheibe schießt. Warum sollte sich die ergeben? Dein "möglicherweise" müsstest du schon genau begründen.
Das ist also grundsätzlich der reale Aufbau des Experiments im Labor.Jetzt kann man schauen was sich an der Punktwolke ändert, wenn man ein Hindernis mit Einzelspalt in den Weg stellt, eins mit Doppelspalt usw.
Die Ergebnisse sind bekannt: Es ergeben sich dann Muster, die man mit der klassischen Vorstellung von kleinen "Gewehrkugeln" nicht mehr erklären kann. Denn statt der Normalverteilung ohne Hindernis findet man Häufungen der Einschläge an
vielen Stellen. Und wenn man die Ausdehnung und Abstände dieser Häufungen abmisst, entsprechen sie sehr genau den Ausdehnungen und Abständen der Berge und Täler interferierender Wellen.
Weil das immer so ist, kann der einzig richtige logische Schluss nur sein: Diese Objekte sind nicht bloß "kleine Gewehrkugeln". Unsere makroskopischen Vorstellungen der Objekte lassen sich nicht 1:1 auf diese kleinen Dinger übertragen, denn die können sich ja offensichtlich und nachprüfbar auch ganz anders verhalten, eben wie Teile interferierender Wellen.
Unser von allen hier heiß geliebter User hmpf hat zwar etwas gegen Wahrscheinlichkeitswellen, aber schon die normale Gaußsche Glockenkurve ist ja einem Wellenberg nicht unähnlich, wie man unschwer erkennt, wenn man Augen im Kopf hat.