Rudi Knoth hat geschrieben:@ Frau Holle » Fr 26. Jun 2026, 22:17
Nun da verstehst du die SRT ja überhaupt nicht. Zeitdilatation und Längenkontraktion sind die beiden Säulen der ganzen Relativitätstheorie. Ohne diese geht rein gar nichts, auch die Addition der Geschwindigkeiten nicht. Diese Säulen sind die Grundlage der 4-dimenionalen Raumzeit, auf der die ganze RT aufbaut.
Das ist einfach Unsinn.
So, meinst du. Naja, du hattest die SRT ja schon damals bei der langen Diskussion mit Daniel K. nicht richtig verstanden, ebenso wenig wie er. Der wollte mir ein Jahr lang täglich die RdG erklären ohne die Konsequenzen zu kapieren, die man am denkbar einfachsten Beispiel mit den drei Uhren nachvollziehen können sollte. Aber Logik ist wohl nicht jedermanns Sache. Es geht in der RT immer um die Weltlinien von Objekten in 4D. Unsinn wäre das nur ohne ZD und LK.
Rudi Knoth hat geschrieben:Die SRT basiert auf dem Relativitätsprinzip und der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Zeitdilatation und Längenkontraktion wie andere Aussagen sind dann mit der Lorentztransformation berechenbar. Beides sind eher bei großen Geschwindigkeiten von Bedeutung.
ZD und LK sind von fundamentaler Bedeutung. Dein "eher" ist hier fehl am Platz. Es geht um Genauigkeit. ZD und LK sind zwingende Folge vom Relativitätsprinzip und der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Sonst bräuchte man keine Lorentztransformation und könnte einfach die Galileitransformation verwenden. Entweder die Natur hat eine 4D-Geometrie oder eben nicht. Hier gilt die entweder-oder-Logik (Kontravalenz).
Die Tatsache, dass die Maxwell-Gleichungen invariant unter Lorentztransformation sind und auch bei den kleinen Geschwindigkeiten der stromtragenden Ladungsträger nachweislich gelten
beweist gerade, dass die Galieitransformation auch bei diesen kleinen Geschwindigkeiten nicht mehr funktioniert. Das war ja Einsteins Motivation für seine Arbeit von 1905: Die Maxwell-Gleichungen schienen dem Relativitätsprinzip zu widersprechen, wenn man die absolute Zeit von Galilei und Newton zugrunde legt, die unabhängig vom 3D-Raum ist.
Rudi Knoth hat geschrieben:Nun das Gedankenexperiment für Lehrzwecke ist so angelegt, daß man die Beobachtung mit der Längenkontraktion erklären kann. Wie hmpf beschrieben hat, bekommt man bei der Nachstellung des echten Experimentes Widersprüche zwischen dem Ruhesystem der Leiter und dem der Elektronen. Damit ist diese Lösung widerlegt.
Das liegt einfach daran, dass die LK nicht
alles ist, was man für die korrekte Erklärung gemäß RT braucht. Dazu gehört noch einiges mehr. Es ist eine eher populärwissenschaftlich anschauliche Erklärung, wo viele Details unter den Tisch fallen. Die LK als
einzige Erklärung ist damit widerlegt, kein Wunder, denn eine LK ohne ZD ist ohnehin unsinnig. Insgesamt ergeben sich die Weltlinien der Ladungsträger in allen Systemen so, dass es genau passt.
Rudi Knoth hat geschrieben:Wo Lorentzransformation drauf steht, sind Zeitdilatation und Längenkontraktion drin, ganz egal wie abstrakt die Formeln, Matrizen und Tensoren aussehen. Genau wie in einer Dose Tomatensoße nun mal Tomaten drin sind, ganz egal wie hochverarbeitet das Zeug am Ende aussieht. Anton Lorentz kam auch in seiner Äther-Theorie nicht ohne Längenkontraktion aus, nur hat er sie anders aufgefasst als Einstein.
Der Ansatz von Lorentz beinhaltet
tatsächliche Längenänderungen im Bezugssystem Äther
Meine Rede: Lorentz hat die LK anders aufgefasst als Einstein. Tatsache ist und bleibt, dass beide Theorien die LK zur Erklärung zwingend brauchen. Ohne sie wäre die Lorentztransformation schlicht falsch.