Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Kurt » Mi 20. Jul 2011, 22:28

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Hier werden sie geholfen.

http://forum.alltopic.de/viewtopic.php?f=23&t=358



Ah... Bitte um Nachsicht ob der and den Tag gelegten Begriffstutzigkeit.... ;-)



Es gibt dort auch wie überall anständige und logisch denkende Schreiber und Naturinteressierte.
Man muss halt lernen die Spreu vom Weizen zu trennen.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21799
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Mi 20. Jul 2011, 22:32

contravariant hat geschrieben: F=m*a hat Newton auch nie begründet, ist es deshalb jetzt auch murks?

Kein Murks!
In der Schreibweise F=m*a wurde Newtons zweites Axiom erstmals von Euler formuliert. Im Gegensatz zu einem Postulat, ist F=m*a
aus der Energieerhaltung herleitbar, aus der sich ergibt, dass die kinetische Energie gleich der Beschleunigungsarbeit (W=F*s) sein muss (z.B. wenn man einen Körper aus der Ruhe mit konstanter Kraft F beschleunigt (a=v/t), bis er nach der Strecke s=1/2*a*t² die Geschwindigkeit v max. erreicht und somit die kinetische Energie (Ekin= 1/2m*v²) inne hat.

Ekin = W
1/2*m*v² = F*s
1/2*m*v² = F*1/2*a*t²
F = (m/a)*(v/t)²
F = (m/a) *a*a
F = m*a !

Newtons (eigentlich Eulers) Formel ist deshalb herleitbar bzw. begründet.
Einsteins 2.Postulat ist es nicht. ;)

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Kurt » Mi 20. Jul 2011, 22:40

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Es gibt dort auch wie überall anständige und logisch denkende Schreiber und Naturinteressierte.
Man muss halt lernen die Spreu vom Weizen zu trennen.


Dessen versuchen wir ja, aber man läßt uns nicht. :-(


Doch, es geht, habs grad erst erlebt!
Jedoch sollte man vermeiden selber eine Quelle, ob angestrebt oder nicht ist egal, eines "Aufschaukelungsprozesses" zu sein.
Hierbei kommt es sehr leicht zu Missverständnissen.

Ich bin mir sicher dass diese misslichen Verständnisse nicht zustand kommen würden wenn man sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber (bei einer Halben oder einem Kännchen) sitzen würde.
Vielleicht greift diese -Erkenntnis- mal um sich, zumindest sollte man das immer im -Hinterkopf- haben wenns einen wieder mal wurmt was man so zu lesen bekommen hat.
(das gilt ebenso auch hier).


Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21799
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon contravariant » Mi 20. Jul 2011, 22:52

Harald Maurer hat geschrieben:Newtons (eigentlich Eulers) Formel ist deshalb herleitbar bzw. begründet.
Einsteins 2.Postulat ist es nicht. ;)

Ja und nein. Die Energieerhaltung ist auch "nur" postuliert. - An irgendeiner Stelle muss man ein(ige) Postulat(e) annehmen, sonst funktioniert theoretische Physik nicht. Die Theorien, die auf diesen Postulaten basieren, lassen sich dann mithilfe von Experimenten bestätigen oder wiederlegen. Aber zusagen, das Postulat ist nicht begründet und damit ist die Theorie falsch, das ist grober Unfug.
contravariant
 
Beiträge: 3029
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Mi 20. Jul 2011, 23:28

contravariant hat geschrieben:Die Energieerhaltung ist auch "nur" postuliert.

Nein, sie ist nicht postuliert sondern empirisch ermittelt und hergeleitet. Julius Robert von Mayer hat den Energieerhaltungssatz aufgrund von Beobachtungen aufgestellt, bei welchen er festgestellt hatte, dass sich Bewegungsenergie vollständig in Wärme umsetzen lässt.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Mi 20. Jul 2011, 23:40

Veritatibus hat geschrieben:Die Invarianz des Lichts ergibt sich aus der ED


Eine Invarianz der LG ergibt sich aus den Maxwell-Gleichungen ebenso wenig wie sich aus der Wellengleichung für Schall eine Invarianz der Schallgeschwindigkeit ergibt!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon contravariant » Do 21. Jul 2011, 00:12

Harald Maurer hat geschrieben:Nein, sie ist nicht postuliert sondern empirisch ermittelt und hergeleitet. Julius Robert von Mayer hat den Energieerhaltungssatz aufgrund von Beobachtungen aufgestellt, bei welchen er festgestellt hatte, dass sich Bewegungsenergie vollständig in Wärme umsetzen lässt.

Du sagst es: empirisch. Für theoretische Betrachtungen muss man die Energieerhaltung allerdings vorraussetzen (bzw. entsprechende Symmetrien der Raumzeit). Und damit stellt sie Energieerhaltung ein Postulat da, das innerhalb einer entsprechenden Theorie nicht belegt werden kann. Genauso wenig kann man die Invarianz der LG innerhalb der SRT belegen. Dazu führt man ja entsprechende Experimente durch, die aber bisher keine Widersprüche zu Einsteins Postulat aufzeigen.

PS: Was mir da übrigens grade auffällt, F=m*a scheint älter zu sein als die Energieerhaltung. Und damit wurde das ursprünglich doch postuliert und nicht hergeleitet.
contravariant
 
Beiträge: 3029
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon contravariant » Do 21. Jul 2011, 00:20

Highway hat geschrieben:Das zeigt auch die Mathematik! Du kannst jedes mathematische Beziehung - egal wie komplex - auf Eins zurückführen.

Kann man das? Wie würdest du denn die - inzwischen bewiesene - Poincare-Vermutung
Eine kompakte, unberandete, 3-dimensionale Mannigfaltigkeit hat genau dann eine triviale Fundamentalgruppe, wenn sie homöomorph zur 3-Sphäre ist

auf Eins zurückführen?
contravariant
 
Beiträge: 3029
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Do 21. Jul 2011, 08:23

contravariant hat geschrieben:PS: Was mir da übrigens grade auffällt, F=m*a scheint älter zu sein als die Energieerhaltung. Und damit wurde das ursprünglich doch postuliert und nicht hergeleitet.

Ja, F=m*a ist älter. Es war aber gerade Newton, der seine Erkenntnisse aus unzähligen Experimenten folgerte und der intuitiven Annahme von physikalischen Grundsätzen ablehnend gegenüber stand ((„hypotheses non fingo“)- Seine mechanischen Gesetze entstammen daher aus der Beobachtung und wurden aus den Bewegungen von Objekten hergeleitet. Angeblich hat Newton hauptsächlich mit Pendelversuchen seine Bewegungsgesetze gewonnen. Newton war ein Experimentator, Einstein war das nicht. Wie dieser selbst behauptete, kannte er den Michelson-Morley-Versuch gar nicht, sondern stützte seine Überlegungen auf Maxwell und Fizeau - woraus allerdings in beiden Fällen keine Annahme einer invarianten Lichtgeschwindigkeit zu folgern ist. Einstein hat das Postulat schlicht und einfach von Poincaré übernommen, welcher vor ihm schon betont hatte, dass es einfach praktisch sei, die Lichtgeschwindigkeit als invariant anzunehmen. Es handelt sich deshalb um ein lupenreines Postulat, weil es bis zum heutigen Tage nicht bewiesen werden konnte. Alle Experimente zur Lorentz-Invarianz sind auch mit Äthertheorien erklärbar - und das gilt auch für den Fizeau-Versuch, der sowohl mit ruhendem als auch mit mitgeführtem Äther erkläbar ist. Mit ruhendem Äther deshalb, weil auch dieser Versuch geschlossene Lichtwege mit gegensätzlichen Laufstrecken beinhaltet und sich ätherbedingte Effekte (c+/-v) deshalb kompensieren.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Do 21. Jul 2011, 09:18

Veritatibus hat geschrieben:Aus den Maxwell-Gleichungen ergibt sich, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant c für jeden Beobachter ist, und natürlich kann man das auch nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromag ... ngleichung

Da steht aber:
"Die zur Wellenausbreitung gehörigen mathematischen Beziehungen lassen sich auf Basis der maxwellschen Gleichungen nachvollziehen. Insbesondere lässt sich dieselbe Wellengleichung herleiten, mit der sich auch Schallwellen ausbreiten, obwohl dort völlig andere, rein mechanische Grundlagen maßgebend sind."

Wenn die Wellengleichungen dieselben sind, dann müsste die Schallgeschwindigkeit auch invariant sein. Ein und dieselbe Wellengleichung kann nicht unterschiedliche Aussagen liefern, je nachdem welche man gerade zu benötigen scheint.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 39 Gäste