Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Kurt » So 24. Jul 2011, 23:10

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Noch ein Nein, die musst du dir schon selber erstellen.
Ich gehe davon aus dass das was ich sage auch ohne Formeln verstanden wird.
Denn wenn das nicht gewährleistet ist hilft auch eine Formel nichts.


Was mich betrifft, ich verstehe es nicht, weil ich den Eindruck habe, dass es falsch ist.


Eine Formel hilft da nichts.
Ich kann dir keine bieten.
Durchreden ist das einzige was weiterhilft.

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Sind wir uns darin einig dass die Wellenlänge das Produkt aus Frequenz und Geschwindigkeit ist?
Vielleicht verstehst du, oder eher ich, unter "Produkt" Unterschiedliches.
Für mich ist es einfach eine Zahl ohne irgendwelche Bedingung.


Für dich vielleicht. Für mich hat die Multiplikation zweier Zahlen und die Division zweier Zahlen durchaus die Eigenschaft unterschiedlich zu sein.


Für mich doch auch.
Warscheinlich ist der Begriff Produkt anderes belegt als ich ihn verwendet habe.
Sag mir was er bedeutet, dann kann ich ihn auch -richtig- verwenden.

Gruss Kurt
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » So 24. Jul 2011, 23:35

Highway hat geschrieben:Aber prinzipiell sind wir uns alle, Harald eingeschlossen, einig, es berechnet sich eine Zeitdifferenz von etwa 50 ms, immerhin 5 Halbwellen in unserem Wechselstromnetz der Steckdose. Das bedarf natürlich einer Erklärung! Das kann man nicht vom Tisch fegen mit einer Bemerkung: Alle Paradoxon lassen sich alle auflösen.

Das ist aber nett, dass ich auch eingeschlossen werde mit der Angabe der richtigen Differenz. Allerdings war meine Rechnung von Anfang an richtig. Die Differenz ergab sich mit 50,4 ms.
Ernst hat geschrieben:Man kann aber nicht dadurch, daß man diese Aussage der SRT nachrechnet und bestätigt, die SRT kritisieren.

Kann man sehr wohl. Denn die Lorentztransformation soll getreu dem Relatitvitätsprinzip Ereignisse ebenso unverändert beschreiben wie es selbstverständlich die Galilei-Transformation macht. Wenn nach der LT die Beschreibung etwas anderes ergibt, als es tatsächlich geschieht, dann ist sie unbrauchbar! Und genau das kann man mit dem Waagebalken-Paradoxon aufzeigen!
Ernst hat geschrieben:Daß solche Dinge alle die klassische Logik zerschlagen, steht ja außer Frage.
Meine Interpretation:
Es scheint so, als daß im Beobachtersystem eine unterschiedliche Ankunftszeit der Kugeln an den Enden auftritt.
Aber es ist nicht so, wie man ja im System des Balkens ohne weiteres feststellen kann.
Der Balken wird sich nicht neigen.

Und der AUßenbeobachter steht vor einem Wunder. Denn seinen Messungen nach müsste sich der Balken neigen. Wegen der Zeitdifferenz der Ankunftszeiten von 50,4 ms! Und die beiden Beobachter in ihren BS werden fürchterlich zu streiten beginnen, denn der ruhende Beobachter am Balken weiß, wieso der Balken nicht kippt. Der bewegte Außenbeobachter wird zwangshaft nach einer andren Ursache suchen (Balkenlager kaputt?) um zu erklären, wieso der Balken nicht kippt, obwohl er das seiner Messung nach müsste! Wenn das der SRT nicht das Genick bricht, was denn dann?
Ernst hat geschrieben:Das ist falsch. Das eingegebene x ist nicht richtig.

Der rechte Ereignisort ist zum Zeitpunkt des Ereignisses 12,5s entfernt L+vt = 5000 + 250000*12,5=3130000 km
Der linke Ereignisort ist entsprechend entfernt -L+vt = 3120000 km

Nein, das ist die Koordinate, die der bewegte Beobachter mit der Galilei-Transformation erhalten würde! Im Ruhesystem des Balkens ist x=5000!
Ernst hat geschrieben:Dein Programm ergibt dazu

t1'= 6,8735507478461248249768469949294606702782 Sekunden
t2'= 6,9239516295428821673589217848101741175234 Sekunden

t2'-t1'= 0,0504s = 50,4 ms

was mit meinem vorher berechneten Wert (rechentechnisch) übereinstimmt.

Du hast die falsche Koordinate eingegeben und vom bewegten Balkensystem in ein ruhendes BS rücktransformiert. Da die Geschwindigkeitsrelationen dieselben sind, kommt auch die gleiche Differenz heraus, obwohl die Zeiten und x-Koordinaten falsch sind. Das hätte Dir eigentlich auffallen müssen, dass die Ankunftszeiten 6,87 und 6,92 s nicht stimmen können. Denn die Zeiten im Ruhesystem (12,5 s!) sind für den bewegten Außenbeobachter dilatierte Zeiten. Er kann daher mit seiner Uhr nur größere Zeiten erhalten und nicht kleinere (6,87 s)!
Highway hat das ganz richtig erkannt und schreibt:
Highway hat geschrieben:Ich glaube da machst du einen Denkfehler. Die Entfernung von 12,5 Sekunden bezieht sich auf das BS-Balken. Im BS-Balken gibt es kein v! Im BS-Balken gibt es ein w! Wenn du es aus dem anderen System betrachten möchtest, dann wirst du L anpassen müssen, denn L gilt ebenfalls nur für das BS-Balken!

So ist es!
Highway hat geschrieben:Insofern ist es einfacher, es aus dem System Balken zu betrachten, und damit auf t' zu schließen.

Ja, so macht man es in der Regel auch.
Ernst hat geschrieben:Ich meine, daß sich als physische Realität immer nur die Eigenschaft eines Objektes in seinem Ruhesystem manifestiert.

Damit widersprichst Du dem Relativitätsprinzip!
Ernst hat geschrieben:Und daß diese Eigenschaft des Objektes in einem bewegten Bezugssystem verändert erscheint. Was eigentlich praktisch bedeutungslos ist.

Damit ist aber die LT bedeutungslos. Nach Ansicht der Relativisten ergeben sich aber mit der LT keine scheinbaren, bedeutungslosen Ergebnisse, sondern damit soll angeblich exakt die Natur beschrieben werden können! Was bedeutungslos ist, ist die SRT!
Und wer doch noch Lust hat, kann ja nun die Anfangszeiten, die sich mit der LT ergeben, mit jenen, die sich aus der rel. Geschwindigkeitsaddition ergeben, nachrechnen und wird feststellen: nach dem Additionstheorem ergibt sich eine Zeitdifferenz von 90,5 ms! D.h., die SRT enthält in sich schon einen Widerspruch. Sie ist daher falsch, denn einen inneren Widerspruch kann sich eine Theorie, die Anspruch auf völlige Exaktheit erhebt, nicht leisten!
Zum Thema MMI erwähnt Highway:
Highway hat geschrieben:Innerhalb des Kastens, also beim MMI zwischen Strahlteiler und Umlenkspiegel, also bezogen auf das MMI, bewegt sich das Licht konstant mit c. Auf Hin- und Rückweg!

Ja, darauf kommt es sinngemäß hinaus. Denn:
c – Eigengeschwindigkeit der Welle
„ = T1*c mit T1 = 1/f1 „ = c/f1 f1 = c/„
siehe http://www.dopplereffekt.de/ ("→ es ergeben sich keine Unterschiede zu dem Bekannten, da das Medium relativ zu W und B in Ruhe ist auch wenn es sich bewegt!)

Das bedeutet, Frequenz und Periodendauer im MMI bleiben auch bei Ätherwind konstant. Der Lichtlauf verhält sich im MMI immer gleich, egal ob mit oder ohne Ätherwind. Dazu muss man auch wissen, dass das elektrische Feld bei jeder Reflexion einen Knoten hat - und aus diesem Grund die Frequenz nicht nur konstant, sondern auch synchron bleibt. Denn die Zeit, in der das elektrische Feld im Metall des Spiegels verschwindet, hängt vom Spiegel ab und nicht vom Ätherwind. Aber das hatten wir alles schon - und eine neuerliche Debatte erübrigt sich. Jedenfalls sind die Driftexperimente a la Michelson völlig sinnlos.

Grüße
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » So 24. Jul 2011, 23:57

Veritatibus hat geschrieben:Das ist einfach falsch, man kann bei keiner Uhr (Aufgrund einer Bewegung zu was auch immer) in ihrem Eigensystem eine Gangänderung messen. Sie können da Schwingungen von Atomen zählen, bis die Fingerchen bluten. Im Eigensystem werden Sie keine Veränderung messen können. Das zeigen bisher jedenfalls alle Experimente, die davon beeinflusst werden müssten. Sie behaupten aber, im IS der GPS-Uhren könnte das gemessen und beobachtet werden. Ist eindeutig falsch. Sie können ja mal sagen, wie Sie das im Eigensystem feststellen wollen, und bleiben Sie mal auch dort.


Alles falsch, was Sie da schreiben. Die konkrete Gangänderung der GPS-Uhren in den Satelliten in ihren Eigensystemen ist konkret messbar. Die Uhrenfrequenzen wurden zuerst am Boden in Erwartung der ART-ZD herabgesetzt. Ihre Gangänderung (schnellerer Lauf) ist deshalb feststellbar, weil die GPS-Systemzeit am Boden generiert und danach über die Satelliten verbreitet wird, wodurch ein unmittelbarer Vergleich der Boden-Zeit mit der Satellitenzeit möglich ist und sich herausstellt, dass die Satellitenuhren mit der Bodenzeit nun nahezu synchron laufen, diese Uhren laufen daher tatsächlich und ganz real in der Höhe schneller als sie es am Boden tun würden. Nach der ART dürften sie das nicht. Sie müssten nach wie vor mit der herabgestimmten Frequenz laufen, die am Boden eingestellt wurde, was sich ja durch Vergleich mit der Bodenzeit (GPS-Systemzeit) herausstellen müsste. Diese unmittelbaren Uhrenvergleiche sind deshalb möglich, weil die Zeitsignale digital übertragen werden, und der Inhalt der Botschaft daher nicht von der Art der Übertragung abhängig ist, eine Frequenzshift die Daten selbst also nicht verändern kann!
Weder in der SRT noch in der ART wird eine konkrete Gangänderung von Uhren angenommen. Sondern die gegenseitige Wahrnehmung dilatierter Zeiten ist eine Funktion der Raumzeit - wie immer sie das anstellen mag! Wenn sich in Experimenten herausstellt, dass eine bewegte Uhr gegenüber einer ruhenden real verändert gelaufen ist, dann ist erstens das Relativitätsprinzip verletzt und zweitens in keinem Fall die RT bestätigt.

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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 25. Jul 2011, 07:00

Highway hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Man kann aber nicht dadurch, daß man diese Aussage der SRT nachrechnet und bestätigt, die SRT kritisieren.

Kann man sehr wohl. Denn die Lorentztransformation soll getreu dem Relatitvitätsprinzip Ereignisse ebenso unverändert beschreiben wie es selbstverständlich die Galilei-Transformation macht. Wenn nach der LT die Beschreibung etwas anderes ergibt, als es tatsächlich geschieht, dann ist sie unbrauchbar! Und genau das kann man mit dem Waagebalken-Paradoxon aufzeigen!

Das ist ein Punkt, der mir ziemlich wichtig erscheint. Was soll die SRT eigentlich machen? Ist es so, dass sie beschreiben soll, was ein Teilchenphysiker zwar messen wird, aber in Wirklichkeit so nicht stattfindet und er erst in das unbewegte System umrechnen muss? Das würde ja noch halbwegs Sinn für mich machen, aber ich glaube, dass Relativitätsprinzip verbietet es.

Wenn man sich, wie Ernst auf den Standpunkt stellen möchte, dass alles nur Schein ist, dann schlachtet man das Relativitätsprinzip denke ich. :?

Alle Paradoxien der SRT haben nur die eine und einzige Lösung:
Ein Paradoxon ist nur in der SRT gelöst, wenn man zugibt, dass die Beschreibung der SRT ein Schein ist und sich in der Natur nicht so ereignet.

Das hatte auch zum Beispiel Peter Ripota in seinem Gartenzaunparadoxon herausgearbeitet:

Zitat Peter Ripota:
Was ist da geschehen? Das Wechseln des Standpunkts macht etwas möglich, was vorher unmöglich war. Aber, ist das Ganze vielleicht nur Illusion? Dann muss auch, aus Symmetriegründen, das Zwillingsparadoxon Illusion sein, und wir brauchen uns um beides keine Gedanken machen. Mit anderen Worten: Wären die Effekte nur scheinbar, wäre auch die Relativitätstheorie überflüssig, denn Physik beschäftigt sich mit Sein, nicht mit Schein.

Die einzige Taktik für die Lösung aller Paradoxien der SRT besteht am Endeffekt für die Adepten der Relativisten einzig daraus, auf gar keinen Fall zuzugeben, dass es sich um Schein handelt. Das ist auch ihre einzige, rettende Taktik, sonst ist die SRT indiskutabel im Eimer.

Auch Dr. Markus Pössel hat meine gezielte Frage über die Lösung des Gartenzaunparadoxons von Peter Ripota als Schein oder Realität wie gewohnt beharrlich ignoriert und fühlte sich in unserer 6 monatigen Korrespondenz 2008 aus Zeitmangel und wegen meinem angeblichen völligen Unverständnis der Physik, der Speziellen Relativitätstheorie und der Natur der Längenkontaktion nicht in der Lage, eine Antwort darüber zu geben, obwohl ein Satz oder sogar nur ein Wort genügt hätte, siehe hier. Auch die nachträgliche Anfrage von Peter Ripota über die Natur der Längenkontraktion hat er nicht beantwortet, siehe hier. Seitdem verwickelt er sich in seinen Blog seit Monaten in seiner gewohnten, langatmigen „Schritt-für-Schritt“ Verschleierungstaktik über die Realität der Längenkontraktion und verschaukelt damit nachhaltig alle seiner Gesprächspartner, ob Physiklaien oder ausgebildete Fachleute. :? Es ist auch damit zu rechnen, dass auch der Vorgesetzter von Dr. Pössel, Prof. Hermann Nicolai, über die einzig richtige Lösung des Zwillingsparadoxons schweigen wird, siehe hier, obwohl die ganze Welt danach fragt. :? Eine andere Möglichkeit als zu schweigen und zu zensieren haben die Relativisten zur Rettung ihrer Lieblingstheorie nicht. Argumente oder Experimente nützen nichts.

Die Tatsache, dass Ernst jetzt zugibt, wenn er von Euch in die Enge getrieben wurde, dass die Beschreibungen der SRT nur Schein sind, ist auch völlig belanglos: Was anonyme Relativisten im Internet sagen oder nicht sagen ist absolut wertlos, genauso wertlos als das, was anonyme Kritiker sagen oder nicht sagen. Da kann auch ein Sack Reis jeweils in China fallen, das ist dasselbe Ergebnis, seit Jahrzehnten. Damit würde auch der Ingenieur Ernst als Gesprächspartner von Dr. Pössel mit seiner berüchtigen didaktischen „Schritt-für-Schritt Einführung“ in die Physik und in das Verständnis der SRT konfrontiert und verarscht werden, garantiert.

Alle Paradoxien der SRT werden nur gelöst, wenn man erkennt und zugibt, dass die Beschreibungen der SRT Schein sind. Das werden aber die etablierten Anhänger der SRT unter ihren Klarnamen nie und niemals zugeben – und auch nie und niemals zugeben können: damit landet nämlich die SRT indiskutabel in Eimer und Klappe zu. :|

Dass die Kritiker der SRT seit Jahrzehnten sich rührend benehmen, indem sie naiv glauben, man könne die SRT auf der wissenschaftlichen Ebene durch Argumente oder Experimente widerlegen, wie es sich in der Wissenschaft normalerweise gehört, hat G.O. Mueller 2008 schon mal dargelegt:

Zitat G.O. Mueller:

Die große Zuversicht der Relativitäts-Kritiker


Trotz aller jahrzehntelangen Vergeblichkeit, die Öffentlichkeit zu erreichen, glaubte jeweils die überwiegende Mehrzahl der Kritiker immer noch, daß es nur darum geht, in ihren Arbeiten die physikalischen Irrtümer in der Sache aufzuklären: dann werde sich in der wissenschaftlichen Fachdiskussion eine Klärung und Überwindung der kritisierten Irrtümer sozusagen von alleine und automatisch ergeben. Wir treffen daher im Laufe der Jahrzehnte in den Arbeiten der Kritiker immer wieder auf die gutgläubige Zuversicht, daß nun – nach öffentlicher Kenntnisnahme ihrer jeweiligen Arbeit - diese irrige Theorie endlich aufgegeben oder wenigstens geändert und damit von ihren gröbsten und offensichtlichsten Fehlern befreit werden wird.

Bis in die jüngste Zeit hinein haben viele Kritiker erklärt, daß die Theorie nun erledigt sei, oder daß sie wenigstens demnächst aufgegeben werden müsse, die Erkenntnis ihrer Haltlosigkeit bevorstehe, über die verstorbene Theorie das “Requiem” gesungen werden könne. Das triumphale Einstein-Jubel-Jahr 2005 hat uns alle eines besseren belehrt. Die Theorie wurde gefeiert, ihre Großartigkeit gerühmt und sie selbst als der Fels ausgegeben, auf den unsere gesamte Physik und damit auch unser aller Weltbild gegründet ist. Die Zuversicht dieser Kritiker ist bitter enttäuscht worden.

Nur eine kleine Minderheit der Kritiker ist - über die Veröffentlichung ihrer kritischen Arbeiten hinaus – mit Forderungen und Aktionen an die Öffentlichkeit getreten. Über ihre Aktivitäten soll im vorliegenden Beitrag berichtet werden. Zunächst aber müssen die Voraussetzungen erläutert werden, ohne deren Kenntnis man die Situation der Kritiker und ihre (bisher geringen) Chancen für einen Erfolg in der Öffentlichkeit nicht verstehen kann.


Viele Grüße
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Kurt » Mo 25. Jul 2011, 07:12

Harald Maurer hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben:Das ist einfach falsch, man kann bei keiner Uhr (Aufgrund einer Bewegung zu was auch immer) in ihrem Eigensystem eine Gangänderung messen. Sie können da Schwingungen von Atomen zählen, bis die Fingerchen bluten. Im Eigensystem werden Sie keine Veränderung messen können. Das zeigen bisher jedenfalls alle Experimente, die davon beeinflusst werden müssten. Sie behaupten aber, im IS der GPS-Uhren könnte das gemessen und beobachtet werden. Ist eindeutig falsch. Sie können ja mal sagen, wie Sie das im Eigensystem feststellen wollen, und bleiben Sie mal auch dort.


Alles falsch, was Sie da schreiben. Die konkrete Gangänderung der GPS-Uhren in den Satelliten in ihren Eigensystemen ist konkret messbar. Die Uhrenfrequenzen wurden zuerst am Boden in Erwartung der ART-ZD herabgesetzt. Ihre Gangänderung (schnellerer Lauf) ist deshalb feststellbar, weil die GPS-Systemzeit am Boden generiert und danach über die Satelliten verbreitet wird, wodurch ein unmittelbarer Vergleich der Boden-Zeit mit der Satellitenzeit möglich ist und sich herausstellt, dass die Satellitenuhren mit der Bodenzeit nun nahezu synchron laufen, diese Uhren laufen daher tatsächlich und ganz real in der Höhe schneller als sie es am Boden tun würden. Nach der ART dürften sie das nicht. Sie müssten nach wie vor mit der herabgestimmten Frequenz laufen, die am Boden eingestellt wurde, was sich ja durch Vergleich mit der Bodenzeit (GPS-Systemzeit) herausstellen müsste. Diese unmittelbaren Uhrenvergleiche sind deshalb möglich, weil die Zeitsignale digital übertragen werden, und der Inhalt der Botschaft daher nicht von der Art der Übertragung abhängig ist, eine Frequenzshift die Daten selbst also nicht verändern kann!
Weder in der SRT noch in der ART wird eine konkrete Gangänderung von Uhren angenommen. Sondern die gegenseitige Wahrnehmung dilatierter Zeiten ist eine Funktion der Raumzeit - wie immer sie das anstellen mag! Wenn sich in Experimenten herausstellt, dass eine bewegte Uhr gegenüber einer ruhenden real verändert gelaufen ist, dann ist erstens das Relativitätsprinzip verletzt und zweitens in keinem Fall die RT bestätigt.



Hallo Harald,
was du da schreibst ist richtig.
Was Veritatibus schreibt allerdings auch.

Gruss Kurt
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Mo 25. Jul 2011, 08:11

Veritatibus hat geschrieben:Um dass Beispiel vollständig und richtig zu rechnen, muss man noch einiges mehr berücksichtigen. In der Rechnung von Herrn Maurer wird davon ausgegangen, dass die Gegenkräfte durch den Balken instand an der anderen Kugel anliegen, und das ist sicher nicht der Fall.

Die Gegenkräfte durch den Balken liegen an den Kugeln nicht instantan an, das ist richtig. Der Balken überträgt den Impuls mit Schallgeschwindigkeit. Dieses Argument lässt sich leicht dadurch aushebeln, dass man den Kugeln einfach eine Geschwindigkeit verleiht, die unter der Schallgeschwindigkeit liegt. Auf dieses Argument habe ich schon gewartet! Aber auch damit lässt sich das Paradoxon nicht lösen!
Und was ist mit der Diskrepanz zwischen den Ergebnissen lt. LT und Additionstheorem?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Hannes » Mo 25. Jul 2011, 08:55

Hallo Roland !

Das halten wir mal so fest. In ihrer These ist also das Licht in Bezug zum Beobachter nicht invariant. Das ist alles, das reicht so.

Ja.

In einem IS zu diesem der Lichtleiter ruht, hat Licht immer eine die konstante in dem Medium übliche Lichtgeschwindigkeit. Das ist konform mit der SRT.

ja.

Das müssen Sie wohl. Aber es geht in der SRT nicht um diese Abschnitte, sondern nur im einen Abschnitt, denn in der Mitte.

Nicht nur um den Abschnitt in der Mitte, sondern auch um den Vorgang zwischen ersten und mittleren Abschnitt. Hier tut sich etwas, was die SRT nicht beschreibt und wenn ich eine Beschreibung versuche,stoße ich in Neuland vor.Dieser Abschnitt ist so wichtig, weil die Weiterleitung im Abschnitt „Weltraum“ wieder mit c vonstatten geht. wenn ich diesen Abschnitt beschreibe, habe ich mich eigentlich nicht gegen die SRT gestellt, sondern sie nur „erweitert“.

Die anderen beiden Abschnitte in der Atmosphäre sind so unglaublich winzig, dass diese keine Rolle spielen.


Genau so sehe ich es auch ! Ich muss jedoch den mittleren Abschnitt als selbständigen Lichtleiter betrachten, sonst komme ich nicht hin. Auf diesem Abschnitt bewegt sich die Ausbreitung des Lichtes genau mit c_ Lichtleiter. Da der Weltraum bekanntlich das höchstverdünnte Vacuum darstellt, ist die LG genau 299792,....... km/sec. Es befinden sich im Weltraum wohl noch detektierbare Materiewolken, die man im Lyman-Alpha-Licht erkennen kann, aber wesentlichen Einfluss auf die LG dürften sie nicht haben.

Ihre These beschreibt ja auch den mittleren Bereich im Vakuum. Von nun an betrachten wir einfach nur noch diesen, wir machen nachdem das Licht ins Vakuum übergetreten ist einen Punkt im jeweiligen IS, schreiben die Koordinaten dazu auf, und den Zeitpunkt und gut ist. Dann schauen wir, wo das Licht „ankommt“ wenn es die Erde ist, machen wir den Punkt über der Atmosphäre, bevor das Licht angepasst wird. Das ist so recht praktisch.

Ihre Vorstellungskraft entspricht dem, was man von einem Physiker voraussetzen soll.
Ich verlange die erste Anpassung aber nicht auf einem Punkt über der Erde, sondern auf einem Punkt über dem Stern.Die zweite Anpassung erfolgt, wie Sie sagen, auf einem Abschnitt über der Atmosphäre der Erde.

Dann können wir nämlich auch nach ihrer These sagen, auf dieser Strecke gilt immer c ± v_IS im Medium, also zum Beispiel ein IS zu dem die Erde ruht. Salopp gesagt, ein Beobachter würde das Licht vom Jupiter auf der Strecke bis zur Atmosphäre eben mit c ± v_Erde (im Medium) messen. Das sollte nun unsere Basis sein.

Nein. Hier ist der Punkt, wo sich unsere Ansichten trennen. Da sich das Licht schon beim Stern angepasst hat, hat es auf der Strecke Stern- Erde bereits die LG c_Vacuum. Das ist unsere Basis !

Spielt keine Rolle, wir wissen auch die Entfernung zur Sonne Aufgrund der klassischen Physik und der Himmelsmechanik. Wir kennen die Masse der Erde, der Sonne, und können den Abstand ausrechnen. Kennen wir die Strecke und die LG können wir die Laufzeiten ausrechnen. Oder die LG, wenn wir die Laufzeit kennen.


ja.

Nicht „richtig“ messen können, spielt keine Rolle, und es ist ja nun nicht so, dass die Physiker die Lichtgeschwindigkeit immer nur in der Atmosphäre gemessen haben, sondern eben auch errechnet, wenn sie die gesamte Strecke und die Laufzeiten kennen. Aber wie dem auch sei, wir sind uns ja was das Bild verstehen angeht, schon recht einig.

Ja.Bis auf die Einschätzung der LG auf dem Weg durch den Weltraum.

Mit keinem einzigen Wort habe ich gesagt, die LG sei von allen Beobachtern unabhängig. Es kommt nämlich darauf an, ob der Beobachter außerhalb des Systems ruht oder ob er sich selbst zum gemessenen Objekt bewegt.
Sehr schön, auch wichtig, in ihrer These ist die LG von der Geschwindigkeit des Beobachters (im Medium) abhängig.


Ja.

Zu den Aussagen mit den unterschiedlichen IS, selbst wenn sich die Geschwindigkeit ändert, beschreibt man es in ein und demselben, ich kann in einem IS mehrfach die Änderung der Geschwindigkeit eines Autos beschreiben. Würde man also unbedingt diese Abschnitte erfassen wollen, könnte man diese auch in einem IS. Hier drei zu nutzen, und diese zueinander zu bewegen ist Unfug.


Dass die Aussagen der Kollegen auseinandergelaufen sind, ist verständlich, da die SRT keine verbindlichen Angaben macht, was ein IS sein soll, bezw. wie weit sich ein IS erstrecken soll.
Die SRT spricht aber von praktikablen Annahmen eines IS. Es wäre daher gut, ein IS mit einem optischen System gleichzusetzen

Man wird bei einer Atmosphäre auch keinen sauberen Übergang von einem zu anderen hinbekommen, die LG ändert sich da auf einem Bereicht stetig. Will man dann dafür unzählige IS nutzen?

Das, was ich beschreiben will, ist ja gerade die Änderung von einem Bereich zum anderen.
Diese Beschreibung bleibt uns die SRT schuldig und wie Sie richtig sagen. die LG ändert sich dort ständig. Das ist der Kern meiner Aussage.
Ich sehe, dass Sie sich das genau vorstellen können. Dort beginnt der Mathematiker ein Physiker zu sein. Mit Chief war ich seit jeher der gleichen Meinung, weil Chief eine fantastische Vorstellungskraft besitzt und sich Mathematik auch in der Realtität angewandt vorstellen kann. Zur Erklärung genügen ihm dann wenige Worte.

Ob Sie meine These daher als Änderung oder nur als Erweiterung der SRT sehen wollen, ist Ihnen überlassen. In diesen beschriebenen Bereichen ist jedenfalls die LG VARIABEL und nicht INVARIANT.
Auch wenn ich nur EIN IS für den ganzen Weltraum erstelle, DARF sich dadurch nichts ändern. Ein IS darf keinen Einfluss auf das Geschehen haben.

Was hier einige gestern Abend noch nach Ernst an physikalischen Unfug geschrieben haben, ist schwer zu glauben.

Dieser physikalische Unfug entsteht durch unklare Auffassungen,die sich um die Erstellung der Inertialsysteme ergibt. Ich hoffe aber, dass Sie meine Darstellung nicht als Unfug betrachten.

Man wird bei einer Atmosphäre auch keinen sauberen Übergang von einem zu anderen hinbekommen, die LG ändert sich da auf einem Bereicht stetig. Will man dann dafür unzählige IS nutzen?


Der Übergang in der Atmosphäre von einem zum anderen ist auch nicht abrupt, sondern fließend, da man die Atmosphäre sicherlich nicht fest abgrenzen kann.
Wenn man jedoch die IS so legt, dass sie mit den optischen Systemen übereinstimmen, vermeidet man Auffassungsunterschiede und wird sich die Realität vorstellen können.

Mit Gruß Hannes
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Ernst » Mo 25. Jul 2011, 09:34

Chief hat geschrieben: Hannes und ich behaupten, dass sich das Licht immer relativ zum "Träger" (Hannes nennt es optisches System) mit c ausbreitet. Dieser "Lichtträger" wird durch die Gravitationskraft großer Massen "festgehalten". Aus diesem Grund ist es logisch davon auszugehen, dass die LG in der Umgebung des Sterns relativ zum Stern gleich c sein muss. Dass das so ist bestätigen alle Messungen auf der Erde weil auch hier die LG=c relativ zur Erde gilt. Das bedeutet, dass man im IS des Sterns unterschiedliche LG in verschiedenen "Regionen" haben muss. An irgendeiner Stelle im IS muss sich also die LG ändern (beim Übergang in ein anderes optisches System).


Nein, das behauptest nur Du mit Deiner Äthermitführthese. Da gibt es ein einheitliches beweglich inhomogenes Medium. Die These hat was für und was gegen sich und darüber kann man ernsthaft diskutieren. Deine Animationen dazu sind sehr schön.

Hannes aber erfindet unterschiedliche "Lichtleitmedien". In seinem "Vacuum" ist die LG ohne Bezugnahme auf irgendein Objekt konstant. Damit unterbindet er die Tatsache, daß die Relativbewegung der Erde im Äther die LG im Äther im Bezugssystem Erde auf c+-v erhöht. (Dein Mitführäther dagegen impliziert diesen Effekt).

Das ist seine spezielle Premisse und die ist eben falsch. Würde er Deine normale Mitführhypothese vertreten, dann müßte er nicht seine eigene "These" erfinden. Es wäre nicht "seine" These, sondern Deine.

Gruß
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Ernst » Mo 25. Jul 2011, 09:40

Kurt hat geschrieben:Wie sich die Wellenlänge verhält ist nebensächlich, sie ist ja nur das rechnerische Produkt aus Frequenz und Ausbreitungsgeschwindigkeit.

Das ist natürlich elementarer Quatsch, den jeder Pennäler erkennt.
Deine Wellenlänge hat die Maßeinheit m/s².
Glückwunsch.

Gruß
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Ernst » Mo 25. Jul 2011, 10:17

Harald Maurer hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:
Insofern ist es einfacher, es aus dem System Balken zu betrachten, und damit auf t' zu schließen.
Ja, so macht man es in der Regel auch.

Entschuldigung, daß ich mich nicht an die Regel gehalten habe und aus dem bewegten System ins Ruhesystem transformiert habe. Es ergibt sich natürlich identisches.
Einfacher ist allerdings die umgekehrte Transformation, welche ich in simpler Form nachliefere.

t=L/w
t1'=(L/w-Lv/c²)*gamma
t2'=(L/w+Lv/c²)*gamma
t2'-t1'=2LV/[c²*sqr(1-v²/c²)]= 2L/[c*sqr(c²/v²-1)]

Ernst hat geschrieben:
Man kann aber nicht dadurch, daß man diese Aussage der SRT nachrechnet und bestätigt, die SRT kritisieren.

Kann man sehr wohl. Denn die Lorentztransformation soll getreu dem Relatitvitätsprinzip Ereignisse ebenso unverändert beschreiben wie es selbstverständlich die Galilei-Transformation macht. Wenn nach der LT die Beschreibung etwas anderes ergibt, als es tatsächlich geschieht, dann ist sie unbrauchbar!

Die SRT beschreibt die Situation gegenüber der GT sehr wohl verändert. Indem sie gleichzeitige Ereignisse in einem Bezugssystem in einem anderen ungleichzeitig macht.
Damit sind Vorgänge, welche etwa im Ruhesystem deterministisch durch Gleichzeitigkeit ausgelöst werden, im bewegten System blockiert.
Diese rein kinematische Betrachtung führt zu den immer wieder beschriebenen Paradoxa (Panzer, Maßstab, Garagen, Zündmechanismen etc.). Sie sind aber SRT immanent, ebenso wie auf andere Art das ZP.
Kinematisch (allein) ist die SRT also nicht in der lage, die dynamische Wirklichkeit zu beschreiben. Inwieweit das durch die ART ausgebügelt werden kann, kann ich nicht sicher beurteilen; von ART Experten wird das jedenfalls behauptet.

Gruß
Ernst
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