Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Di 16. Aug 2011, 12:20

Highway hat geschrieben:Meine Überlegung geht von der Grundvoraussetzung aus, dass wir nur das als eine Kugel bezeichnen, deren Punkte auf der Kugeloberfläche gleichzeitig zu sehen sind. Bei Einstein scheint das aber nicht zu interessieren - diese Grundvoraussetzung scheint ihm nicht wichtig.

Die Effekte der SRT wirken sich aufgrund der postulierten Konstanz des Lichts auf die Kugelwelle nicht aus. Die LT transformiert die Kugelwelle um den Ursprung des ungestrichenen Systems in eine Kugelwelle um den Ursprung des gestrichenen Systems! Das ist ja auch das Problem. Jeder Beobachter verbleibt offenbar im Zentrum "seiner" Kugelwelle - ob wohl es ein und dieselbe Kugelwelle sein muss und sich der Beobachter im bewegten System vom Ursprung der Kugelwelle weg bewegt. Er kann also dieser Kugelwelle nicht entfliehen, weil sich auch für ihn die Ausbreitung der Kugelwelle konstant mit c ergeben muss (ct=const). Die Kugelwelle verändert sich nicht durch Bezugssystemwechsel, die Kugelgleichungen ergeben sich nach LT identisch - wie wir vorgerechnet bekamen:

(1) x=(x'+vt')/sqr(1-v²/c²) ; y=y' ; z=z' ; t=(t'+x'v/c²)/sqr(1-v²/c²)

(2) x² + y² + z² = c²t²

(1) in (2) ==>
((x'+vt')/sqr(1-v²/c²))² + y'² + z'² = c²((t'+x'v/c²)/sqr(1-v²/c²))² <==>
(x'²+2x'vt'+v²t'² ) / sqr(1-v²/c²)² + y'² + z'² = (c² t'² + 2t'x'v + x'²v²/c² ) / sqr(1-v²/c²)² ;
(x'² – x'²v²/c² ) / (1-v²/c²) + y'² + z'² = (c² t'² -v²t'² ) / (1-v²/c²)
(1-v²/c²) * x'² / (1-v²/c²) + y'² + z'² = c²t'² *(1 -v²/c² ) / (1-v²/c²)

x'² + y'² + z'² = c²t'² <==> (3)

Kommentar von Chief:

"Die Identität von (2) und (3) kann noch deutlicher gezeigt werden:

x'² + y'² + z'² - c²t'² = x²+y²+z²-c²t²

mit y'=y und z'=z folgt:

x'²-c²t'²=x²-c²t² für alle x und t.

Das ist also ein und dieselbe Gleichung."

So ist es.
Um den Doppler-Effekt zu begründen, müsste der Ursprung der Kugelsphäre im ungestrichenen System verbleiben, damit ergibt sich der klassische Doppler-Effekt oder eben jener, wie er im Äther auftreten würde. Das geht aber nicht, weil dann die LG für das bewegte System nicht konstant bleiben kann! Um das Postulat zu erfüllen, muss der bewegte Beobachter ganz dasselbe "sehen" wie der ruhende. Das ist nicht nur unmöglich, sondern widerspricht auch der Erfahrung. Einstein beweist zwar die konstante Ausbreitung seiner Kugelwelle in jedem Bezugssystem mathematisch und gräbt sich damit bereits an diesem Punkt seiner Arbeit das Wasser ab. Der Rest erübrigt sich.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 16. Aug 2011, 13:19

Harald Maurer hat geschrieben:
Ein Gerät, dass bei 1000 m eine Genauigkeit von +/- 1,5 mm hat, habe ich noch nicht gefunden. Also bitte nenne mir eines.
Die Genauigkeit von +/-1,5 mm auf kurze Distanzen ist ja nicht als überwältigend zu bezeichnen, die Differenzen aufgrund unterschiedlicher LG liegen da noch darunter. Bei großen Distanzen wird's dagegen problematisch. Lasermessgeräte für große Distanzen geben die Entfernung überhaupt nur noch in 0,5 m-Schritten an. Genauigkeitsangaben wird man hier überhaupt vermissen. Ein Gerät, dass bei einer Messdistanz von 1 km eine Genauigkeit von +/-1,5 mm angibt, würde mich sehr überraschen!

Über die schwankende Genauigkeit der Messungen mit Lasermeßgeräten habe ich öfter mal nachgefragt, aber meine Fragen wurden immer sorgfältig von den Relativisten ignoriert, wie zum Beispiel auch im Blog von Dr. Markus Pössel Was ist eine gute Maßeinheit in seinen Schein-Diskussionen über die SRT, wo man über die SRT nicht sprechen darf... :|

Wikipedia bestätigt nämlich Deine Hinweise über die Ungenauigkeit aufgrund des Mediums Atmosphäre, der lokalen Luftbeschaffenheiten und der Distanzen:

Wikipedia:

Die optische Abstandsmessung (auch: Laserentfernungsmessung) wird benutzt um die Distanz zwischen einem Abstandssensor und einem Objekt zu messen. Die Präzision hängt von verschiedenen Faktoren ab:

• von der Oberfläche der beiden Objekte (Material, Farbe)
• von der zu messenden Distanz
• von Umwelteinflüssen

Wie ist es aber mit den Farben, also mit den Frequenzen? Unterscheiden sich die Meßergebnisse für eine und dieselbe Distanz aufgrund der Frequenzen des bei der Messung emittierten bzw. reflektierten Lichts?

Und wie ist es auch mit dem Bewegungszustand des Beobachters beim Messen: Variieren auch die Meßergebnisse, wenn man sich beim Messen mit dem Lasermeßgerät schnell bewegt? Ist das Gerät überhaupt bei Bewegung des Messenden zu gebrauchen oder wird dann nur Matsch angezeigt?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Di 16. Aug 2011, 14:12

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wie ist es aber mit den Farben, also mit den Frequenzen? Unterscheiden sich die Meßergebnisse für eine und dieselbe Distanz aufgrund der Frequenzen des bei der Messung emittierten bzw. reflektierten Lichts?

Ja, die verwendete Frequenz ist ebenfalls maßgeblich für die erzielbare Genauigkeit der Messung, weil die Wellenlänge die erreichbare Auflösung festlegt. Unter einer halben Wellenlänge geht da nichts - man könnte also mit den Dezimeterwellen des Polizeiradar keine Genauigkeit im cm- oder mm-Bereich erreichen. Messergebnisse unterscheiden sich auch je nach eingesetzter Lichtfarbe, weil die Brechzahl frequenz- und damit auch wellenlängenabhängig ist. Unterschiedliche Farben oder unterschiedliche Frequenzen von Radiowellen etc. - sie alle haben im Medium Luft auch unterschiedliche Geschwindigkeiten! (c=const ist ja nur für das Vakuum postuliert.)

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und wie ist es auch mit dem Bewegungszustand des Beobachters beim Messen: Variieren auch die Meßergebnisse, wenn man sich beim Messen mit dem Lasermeßgerät schnell bewegt? Ist das Gerät überhaupt bei Bewegung des Messenden zu gebrauchen oder wird dann nur Matsch angezeigt?

Theoretisch würde sich eine Messung mit bewegtem Messgerät nicht von einer mit ruhendem unterscheiden bzw. würde es bei einer Radarmessung keinen Unterschied machen, ob sich das Objekt oder die Radarpistole bewegt. Man misst mit Radar ja auch von bewegten Objekten aus (Schiffe, Flugzeuge etc.). Das klappt zufriedenstellend; ungenau ist es sowieso! Es wird also kein Matsch angezeigt. In der Praxis wäre eine Längenmessung aus der Bewegung nicht anzuraten, bei großen Distanzen verwendet man günstigerweise ein Stativ. Das Messobjekt muss ja anvisiert werden, und das wird umso schwieriger, je weiter es entfernt ist.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 16. Aug 2011, 14:47

Harald Maurer hat geschrieben:
Unterschiedliche Farben oder unterschiedliche Frequenzen von Radiowellen etc. - sie alle haben im Medium Luft auch unterschiedliche Geschwindigkeiten! (c=const ist ja nur für das Vakuum postuliert.)

Aber in der SRT wird auch mit Frequenzen und Wellenlängen gemessen und gerechnet, oder nicht?

Viele Grüße
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Di 16. Aug 2011, 17:10

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Aber in der SRT wird auch mit Frequenzen und Wellenlängen gemessen und gerechnet, oder nicht?

Natürlich. Jeden Zweig der Physik kann man relativistisch rechnen. Es gibt die relativistische Kinematik (mit der man so schöne Paradoxa zeigen kann), es gibt die relativistische Dynamik (mit der man Absoluteffekte im Teilchenbeschleuniger der SRT in die Schuhe schiebt), die Elektrodynamik ist sowieso schon relativistisch (weil Maxwell nicht daran dachte, dass Äther sich relativ bewegen kann), relativistische Quantenphysik (die nur relativistisch ausschaut), relativistische Teilchenphysik (da hapert es ohnehin vorne und hinten), usw.usw. Und als Krone relativistischer Schöpfung die relativistische Thermodynamik (mit der man sich den Kopf darüber zerbrechen kann, ob der bewegte Kaffee für den ruhenden Beobachter wärmer oder kälter erscheint. Experimente haben aber leider ergeben, dass das dem Kaffe völlig egal bleibt). Alles kann man relativistisch rechnen, wenn man will. Und man will auch dort, wo man es nicht müsste. ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: "kalter Kaffee"

Beitragvon Kurt » Di 16. Aug 2011, 17:25

Harald Maurer hat geschrieben:[...] (mit der man sich den Kopf darüber zerbrechen kann, ob der bewegte Kaffee für den ruhenden Beobachter wärmer oder kälter erscheint. Experimente haben aber leider ergeben, dass das dem Kaffe völlig egal bleibt). Alles kann man relativistisch rechnen, wenn man will. Und man will auch dort, wo man es nicht müsste. ;)


Und wo muss man es? ;)

Gruss Kurt
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Re: "kalter Kaffee"

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 16. Aug 2011, 18:00

Harald Maurer hat geschrieben:
Die Genauigkeit hängt vom Messbereich ab. Eine Genauigkeit von +/- 1,5 mm ist nur bei einem Messbereich von maximal 150 m gegeben. Meist haben solche Geräte aber nur einen Messbereich von 30 bis 100 Metern. In Messbereichen über 500 m bis 1000 m beträgt die Genauigkeit nur noch +/-0,5 m !!
[…]
Die Genauigkeit von +/-1,5 mm auf kurze Distanzen ist ja nicht als überwältigend zu bezeichnen, die Differenzen aufgrund unterschiedlicher LG liegen da noch darunter. Bei großen Distanzen wird's dagegen problematisch. Lasermessgeräte für große Distanzen geben die Entfernung überhaupt nur noch in 0,5 m-Schritten an. Genauigkeitsangaben wird man hier überhaupt vermissen. Ein Gerät, dass bei einer Messdistanz von 1 km eine Genauigkeit von +/-1,5 mm angibt, würde mich sehr überraschen!


Die Messung mit dem Licht ist also nur einigermaßen genau bei Distanzen bis 100 m, wobei bei solchen kleinen Distanzen grundsätzlich keine Auswirkung des Bewegungszustandes des Beobachters aufgrund des gewaltig unausgeglichenen Geschwindigkeitsverhältnisses festzustellen ist.

Sie ist zwar praktisch und brauchbar in der Praxis, jedoch wegen der Meßungenauigkeit aufgrund der verschiedenen Faktoren, die die Lichtgeschwindigkeit variieren lassen auf keinen Fall geeignet, die postulierten winzigen relativistischen Effekte in der freien Natur oder in der Astronomie nachzuweisen. Es wundert mich also nicht, dass die Astronomen bevorzugt andere Messmethoden verwenden.

Man kann mit der Lichtgeschwindigkeit kaum etwas genau messen bzw. nachprüfen und nachweisen, sie ist also die absolut perfekte Hochgenauigkeitsmessung… für die Spezielle Relativitätstheorie! ;) Kein Wunder, dass man sie als Maßeinheit bei dem zurzeit herrschenden Paradigma der Gültigkeit der SRT ausgewählt hat - Augenwischerei in Reinkultur.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: "kalter Kaffee"

Beitragvon Kurt » Di 16. Aug 2011, 18:37

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Messung mit dem Licht ist also nur einigermaßen genau bei Distanzen bis 100 m, wobei bei solchen kleinen Distanzen grundsätzlich keine Auswirkung des Bewegungszustandes des Beobachters aufgrund des gewaltig unausgeglichenen Geschwindigkeitsverhältnisses festzustellen ist.



Naja, Licht dürfte das Genaueste sein was du bekommst um Entfernungen zu messen, besonders bei bewegten Objekten.


Gruss Kurt
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Re: "kalter Kaffee"

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 16. Aug 2011, 18:51

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Messung mit dem Licht ist also nur einigermaßen genau bei Distanzen bis 100 m, wobei bei solchen kleinen Distanzen grundsätzlich keine Auswirkung des Bewegungszustandes des Beobachters aufgrund des gewaltig unausgeglichenen Geschwindigkeitsverhältnisses festzustellen ist.

Naja, Licht dürfte das Genaueste sein was du bekommst um Entfernungen zu messen, besonders bei bewegten Objekten.

Warum werden dann in der Astronomie Messmethoden ohne LG verwendet?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: "kalter Kaffee"

Beitragvon Kurt » Di 16. Aug 2011, 18:54

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Messung mit dem Licht ist also nur einigermaßen genau bei Distanzen bis 100 m, wobei bei solchen kleinen Distanzen grundsätzlich keine Auswirkung des Bewegungszustandes des Beobachters aufgrund des gewaltig unausgeglichenen Geschwindigkeitsverhältnisses festzustellen ist.

Naja, Licht dürfte das Genaueste sein was du bekommst um Entfernungen zu messen, besonders bei bewegten Objekten.

Warum werden dann in der Astronomie Messmethoden ohne LG verwendet?


Weil das Licht hin und herlaufen muss um zu wissen wie lang es unterwegs war.
Das ist bei Astronomie ein bisserl unpraktisch.
Da nutzt man u.A. die Lichtabschwächung um zu erkennen wie weit eine Quelle weg ist.
Das setzt voraus das man die Helligkeit der Quelle -kennt-.

Gruss Kurt
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