Harald Maurer hat geschrieben: Nun kann man das jederzeit mit zwei identischen Stimmgabeln nachweisen, indem man eine anschlägt und feststellt, dass die andere in Resonanz ebenfalls erklingt, und wie man auch nachweisen kann, ist der Frequenzgang bei beiden Stimmgabeln derselbe, denn der Frequenzgang der resonanten Stimmgabel ist keinesfalls phasenverschoben zur ersten Stimmgabel (das würde man hören oder mit dem Oszi darstellen können), denn es klingen ja beide Gabeln zugleich und das würde den Ton sofort verändern. Das tritt aber nicht ein. Das heißt, die Laufzeit des Schalls zwischen den Stimmgabeln spielt keine Rolle - die Resonanz tritt unabhängig von der Entfernung oder der Schallgeschwindigkeit ein. Und es spielt auch keine Rolle, ob sich die Luft zwischen den Stimmgabln bewegt oder nicht. Der Frequenzgang beider Stimmgabeln bleibt identisch und wird keinesfalls zueinander verschoben. Wäre das der Fall, würde die zweite Stimmgabel auf die erste zurückwirken und deren Schwingung dämpfen - und das würde die Resonanz zerstören (Rückkopplung). Das beobachtet man bei solchen Versuchen aber nicht.
Alles richtig. Nur hat das mit MM überhaupt nichts zu tun. Niemand behauptet, daß sich irgendwo in MM die Frequenz ändert. Die Frequenz bleibt selbstverständlich konstant, denn zwischen Sender und Empfänger tritt keine Relativbewegung auf. Unverständlich, daher, daß du das immer wieder ins Spiel bringst.
Man muß bei MM gar nicht lange sinnieren. Man muß nur akzeptieren, daß die Phasengeschwindigkeit der Welle in den verschiedenen Laufwegen unterschiedlich ist. Wer wollte das bestreiten? Infolge der unterschiedlichen Phasengeschwindigkeit ergeben sich unterschiedliche Phasenlaufzeiten. Und die Phase ist nun mal die Meßgröße in MM. Es werden die unterschiedliche Phasenlaufzeiten interferometrisch ausgewertet. Was ist daran nur unverständlich?
Daß übrigens MM in Schall funktioniert, erkennst du schon daran, daß erfahrungsgemäß der Schall vom Wind "mitgenommen" wird. Zweifellos ergibt das eine Phasenschiebung am Empfänger. Das ist doch ohne weitere Erläuterung selbstverständlich.
Das Medium verursacht bei den bewegten Sendern Veränderungen, die bei den bewegten Empfängern wieder aufgehoben werden.
Das betrifft die Frequenz. Aber doch ganz offensichtlich nicht die Phasenlage am Empfänger. Die verändert sich selbstverständlich. Einfach schon erkennbar dadurch, daß sich die Anzahl der Wellen zwischen Sender und Empfänger mit zunehmendem v kontinierlich ändert.
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