von All » Do 1. Nov 2012, 10:48
Kurt, ich weiß jetzt langsam auch nicht mehr, was ich dir noch schreiben soll. Zu dem Thema Denken und Glauben habe ich hier doch schon einiges geschrieben.
Alles Wissen beruht auf Glauben, auch deins. Alles Wissen entsteht durch DENKEN.
Die Grundlage des Wissens beruht deshalb auf Glauben, weil wir einen Anhaltspunkt (ABSOLUT) benötigen, der uns mit dem Denken beginnen lassen kann. Du kannst diese Anhaltspunkte Axiome, Fundamente oder Gott nennen. Ohne festes Fundament kein in der Folge geordneter Gedanke. Diese Fundamente sind aber nicht beweisbar, sondern deshalb gesetzt, weil sie aus der Anschauung heraus eben sinnvoll erscheinen.
Ohne geordnete (Logik) Gedanken kein System. Wir benötigen aber Ordnungssysteme um etwas zu verstehen. Diese Ordnungssysteme gibt es überall, nicht nur in der Physik. Auch dein Beruf enthält verknüpfte Ordnungssysteme, die dir deine berufliche Tätigkeit erst ermöglichen.
Das größte Ordnungssystem überhaupt ist die Sprache, da sie als Grundlage für alle Denkweisen und Denkrichtungen dient. Sprache vermittelt weder Wahrheit noch Wirklichkeit, sondern hat lediglich eine ordnende Funktion.
Wenn du meine kurzen Sätze jetzt mal verinnerlichst, dann wirst du auch darauf kommen, dass es in der Natur kein Wissen gibt. Warum? Weil die Natur als solches nicht geordnet und auch keine Grundlage benötigt. Wenn Sie eine Grundlage hätte, also einen festen Punkt, dann hätte sie auch einen Schöpfer. Unser Wissen ist immer konstruiert. Insofern ist unser Wissen auch begrenzt, weil es immer nur Funktionen beschreibt. In allen Bereichen.
Die Ausnahme ist Gott. Er schreibt aber den Menschen vor, wie sie zu funktionieren haben. Gott ist sehr schön benutzbar, weil man mit ihm die Menschen über Worte manipulieren kann. Sie funktionieren dann so, wie gewünscht. Aber auch hier haben wir wieder die Funktion als Effekt.
Kurt, DEINE Sprache funktioniert nur bei dir. Warum? Weil du keine Vereinbarungen akzeptieren kannst. Sprache funktioniert nur über Vereinbarung. Die Worte müssen einen gemeinsamen “Sinn” haben. Wir verstehen uns sonst nicht.
Da kannst du noch so oft schreiben, dass keine Zeit existiert und uns dann etwas von Dauer erzählen, das funktioniert dann nicht. Dauer ist ein Unterbegriff von Zeit und wird auch von anderen so verstanden. Nur du erkennst das nicht. Vielleicht solltest du dich mal so mitteilen, das andere dich auch verstehen. Das geht ganz einfach. Arbeite an deiner Sprache und die Probleme sind gelöst.
Letztlich hat jedes Wort einen absoluten Charakter. Deshalb muss auch jedes Wort definiert werden.
Wenn die Physiker jetzt das WIE beschreiben wollen, dann müssen sie Grundlagen haben. Nimm mal Bewegung. Was ist das? Weiß doch keiner. In der Physik ist es Ortsveränderung mit der Zeit. Diese Aussage verbirgt einen technischen Hintergrund und funktioniert insoweit, das man Bewegung ordnen kann. Im Endeffekt gibt es aber keine dauerhaften Orte und auch keine Zeit im Universum.
Ich kann z.B. die Relativitätstheorie akzeptieren, ohne sie zu verstehen. Sie arbeitet nach gewissen Grundlagen, die auch eine Veränderung der Sprachgewohnheiten beinhaltet. Da wird dann eben die Gleichzeitigkeit relativiert. Ja und? Dies ist möglicherweise schon deshalb nötig, um diese Theorie schlüssig zu machen. Was hat aber Einstein gemacht? Er hat etwas geordnet, an dem die meisten geistig zerbrochen wären.
@ chief
In deinen letzen Beiträgen in diesem Thread geht es doch auch nicht um eine sachliche fachliche Auseinandersetzung.
Die Frage, ob Gluon zufällig betrunken ist, erscheint mir nicht gerade in der Sache dienlich.
Auch dein zweiter Beitrag zeigt, dass du ihm seine private Meinung vorwirfst. Es hat mit der Sache auch nicht zu tun.
Insofern hat Gluon ja geradezu RECHT, wenn er “unterstellt”, dass Kritik an Einstein nie eine rein fachliche Angelegenheit war. Du arbeitest doch auch genau nach diesem Muster.