Expansion des Universums

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » Sa 20. Jul 2013, 14:15

All hat geschrieben:Es sieht nach einer Anziehungskraft aus, ist aber keine,wenn man das Universum global betrachtet. Lokal schon, aber nicht global.

Es ist auch lokal keine "Anziehungskraft". Die alten Mays wussten schon, dass wir deshalb nicht von der Erde runterfallen, weil uns das Licht der Sterne festhält. Das war zwar nicht exakt physikalisch gedacht, aber es lohnt sich, darüber mal nachzudenken!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 14:23

Harald Maurer hat geschrieben:
All hat geschrieben:Es sieht nach einer Anziehungskraft aus, ist aber keine,wenn man das Universum global betrachtet. Lokal schon, aber nicht global.

Es ist auch lokal keine "Anziehungskraft". Die alten Mays wussten schon, dass wir deshalb nicht von der Erde runterfallen, weil uns das Licht der Sterne festhält. Das war zwar nicht exakt physikalisch gedacht, aber es lohnt sich, darüber mal nachzudenken!

Grüße
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Ich erkenne sowieso keine Anziehungskraft im Unviersum und halte sie für Unfug.

Ich verstehe McDaniel-77 aber auch so, dass er das Wort Anziehungskraft benutzt, um das "wörtlich" darzustellen. Er behauptet ja nicht, dass eine Anziehungskraft existiert.

Gruß

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Sa 20. Jul 2013, 17:52

Hey All,

ich muss dich immer mit "hey All" begrüßen, weil ich ein großer Fan von Al Bundy bin und Jeffersen mal rüber kam um Al etwas mitzuteilen mit der Ansage: "Hey Al!"

Ein weiteres Problem der Gravitations-Kosmologen ist die fehlende Gegenkraft zur Anziehungskraft der Gravitation. Das Problem existiert nicht mehr, sobald man verstanden hat, dass es Gravitation so wie wir sie verstehen (Lehrmeinung), nicht gibt, sondern es sich dabei nur um elektromagnetische Wechselwirkungen handelt.
Die EM-WW bieten Anziehungs- und Abstoßungskräfte, jeder der mal mit zwei Magneten gespielt hat, weiß das. Magnete können sich sehr stark anziehen aber auch sehr stark abstoßen. Diese Wirkung hat die Ursache in den Atomen und dort in der Anordnung der Elementarladungen. Erhitzt man Magnete über die Curie-Temperatur verschwindet der Ferromagnetismus.
Materie haftet aneinander, weil sie sich gegenseitig "anzieht", das nennen wir Gravitation, hat aber nichts mit Masse zu tun und lässt sich auf die EM-WW zurückführen.

Ein Kosmos wie unserer ist, man kann sagen, zweifelsfrei der EM-WW geschuldet. Die Sonne ist ein Plasmaball, der Sonnenwind ist ein Plasmastrom, die Galaxie ist ein elektromagnetischer Dynamo/Generator.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 18:18

Hey McDaniel-77,

Al Bundy war schon eine Nummer für sich. Ich mag diesen faulen Sack, der sich eher wegtragen lässt, bevor er sich bewegt. Man wusste bei ihm nie, ob er nur eine gewisse Schläue besaß oder ob er hochintelligent war. Auf jeden Fall war alles gut gespielt. So ein überzeugend dummes Gesicht zu machen, ist gar nicht so einfach. ;)



Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist das, was allgemein als Vakuum bezeichnet wird ein Plasmastrom und das Universum regeneriert sich aus sich selbst? Seit wann hat man diese Erkenntnis?

Naja, jetzt kann ich mir schon wieder nichts unter Plasma vorstellen. Wie soll Plasma entstehen? Was soll Plasma sein? Gibt es da eine einfache Literatur, wo man sich als Laie mal ein wenig einlesen kann?

Harald hat vorhin schon mal eine Andeutung in diese Richtung gemacht.


Gruß

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 20. Jul 2013, 20:11

Ralf Maeder hat geschrieben:Vielleicht sollten der Rotverschiebung und der Mikrowellenhintergrundstrahlung etwas Aufmerksamkeit geschenkt werden?
Schliesslich sind diese der Aufhaenger fuer die Expansiontheorie und dem Big Bang. Ist schon alles gesagt worden um diese beobachteten Effekte als nicht relevant oder nicht zugehoerig zur Expansion zu deklarieren?
Nicht das ich ein Verfechter der Expansion bin, aber ich vermisse noch gute Erklaerungen oder Argumente, die diese beiden Effekte fuer die Expansion deklassifizieren.

Oder gibt es eine Pille fuer sowas?

Gruss Ralf.


Hallo Ralf,

gerade eben wieder gefunden, leider kann ich nur aus einem anderen Forum zitieren:

Ich verweise auf das Buch "Außerirdische und Astronauten", S. 173/174!
Die Formel für die maximale Übertragungsentfernung:
R²=D*P_eff/4kT *(t/(B*S/N))^0,5; damit kann man die Reichweite berechnen.
Und auf S.174 steht: mit der besten heute einsetzbaren Technik, also bei einer Abstrahlung von 10000 Megawatt bei 1400 MHz einerseits und bei Benutzung eines Empfangsspiegels mit 300 m Durchmesser, einer Empfangselektronik von nur 0,1 Hz Bandbreite und einem Zeit-Bandbreiten-Produkt B*t=1 bei 20 K Systemrauschtemperatur andererseits, könnte ein Signal gerade noch über 74 Lichtjahre, also knapp 100 Lichtjahre Entfernug übertragen werden, [...]


Da ich das auch schon vor längerer Zeit so gelesen habe, hat sich mir die Vorstellung aufgedrängt, dass eben auch das Licht - ist ja auch "nur" eine EM-Welle - einer Ermüdung unterliegt und das, was wir als Hintergrundstrahlung und den beobachtbaren "Rand" des Universums wahrnehmen, nur die Grenze der Lichtausbreitung darstellt.

Natürlich sehen wir dann die HS homogen - oder zumindest so gut wie homogen - weil sie aus Unendlichkeiten aus jeder Richtung kommt und dabei irgendwann zum Hintergrundrauschen wird.

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Ralf Maeder » Sa 20. Jul 2013, 22:29

Jondalar hat geschrieben:Ich verweise auf das Buch "Außerirdische und Astronauten", S. 173/174!
Die Formel für die maximale Übertragungsentfernung:
R²=D*P_eff/4kT *(t/(B*S/N))^0,5; damit kann man die Reichweite berechnen.
Und auf S.174 steht: mit der besten heute einsetzbaren Technik, also bei einer Abstrahlung von 10000 Megawatt bei 1400 MHz einerseits und bei Benutzung eines Empfangsspiegels mit 300 m Durchmesser, einer Empfangselektronik von nur 0,1 Hz Bandbreite und einem Zeit-Bandbreiten-Produkt B*t=1 bei 20 K Systemrauschtemperatur andererseits, könnte ein Signal gerade noch über 74 Lichtjahre, also knapp 100 Lichtjahre Entfernug übertragen werden, [...]

Da ich das auch schon vor längerer Zeit so gelesen habe, hat sich mir die Vorstellung aufgedrängt, dass eben auch das Licht - ist ja auch "nur" eine EM-Welle - einer Ermüdung unterliegt und das, was wir als Hintergrundstrahlung und den beobachtbaren "Rand" des Universums wahrnehmen, nur die Grenze der Lichtausbreitung darstellt.

Natürlich sehen wir dann die HS homogen - oder zumindest so gut wie homogen - weil sie aus Unendlichkeiten aus jeder Richtung kommt und dabei irgendwann zum Hintergrundrauschen wird.

Herzliche Grüße

OK, nun muss man aber kein Signal aus dieser HS herauslesen koennen. Die kann sich so viel verstrahlen wie sie will, wir messen 3K. Ich sehe da nicht so viel Gemeinsamkeiten mit der HS.

Gruss Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Maeder am Sa 20. Jul 2013, 22:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Sa 20. Jul 2013, 22:36

Hey All und Jondalar,

Plasma ist der 4. Aggregatszustand von Materie und universal betrachtet der Grundzustand. Was wir hier auf der Erde erleben ist die glückliche Ausnahme (fest, flüssig, gasförmig).
Plasma bedeutet, dass die Atome ionisiert sind und dadurch der EM-WW wesentlich stärker unterliegen, als "neutrale" Atome. Ein Wasserstoffplasma besteht auch Protonen und Elektronen.

Jondalar,

die Mikrowellenstrahlung scheint keine echte Hintergrundstrahlung zu sein, da (siehe meine Bilder weiter vorne) die Milchstraße ebenfalls Mikrowellenstrahlung aussendet und folglich eine Vordergrundstrahlung ist. Die Plasmawolke um unser Sonnensystem herum könnte für diese angebliche CMB-Radiation verantwortlich sein. Das wäre zumindest logisch und naheliegend.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 20. Jul 2013, 23:10

Ralf Maeder hat geschrieben:OK, nun muss man aber kein Signal aus dieser HS herauslesen koennen. Die kann sich so viel verstrahlen wie sie will, wir messen 3K. Ich sehe da nicht so viel Gemeinsamkeiten mit der HS.



Die 3K ergeben sich ja aus der Wellenlänge, das ist nicht eine Temperatur, wie man sie herkömmlich kennt.

Tut auch an sich erstmal gar nichts zur Sache, hochfrequentes Licht ist ja auch energiereicher und damit kann es durchaus sein, dass nur hochfrequente Strahlung überhaupt auf solche Strecken bis zu uns gelangen kann. Die niederfrequenten Anteile verlieren sich halt früher, daher können wir sie nicht mehr messen.

Das Licht innerhalb unseres Beobachtungsradius zeigt ja eben, dass es immer rotverschobener wird, je weiter man ins All blickt, danach kommt erst die HS. Das kann auch gealterte und damit rotverschobene Gammastrahlung aus dem Bereich sein, den wir optisch nicht mehr wahr nehmen können.

McDaniel-77,

ich würde nicht sagen, dass Plasma das "normale" ist. Selbst Wasserstoff- und Staubwolken, Sterne, Planeten, alles ist "neutrale" Atome. Plasma muss ja erstmal ionisiert werden, das bedarf hoher Energien um aus "normaler" Materie Plasma zu "machen". Stellt man die Energiezufuhr ab, hält sich das Plasma ja auch nicht, sondern kondensiert wieder zu "normaler" Materie. Das Plasma z.B. IN Sternen, hält sich nur, weil in den Sternen ja hoher Druck und hohe Temperaturen herrschen.

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » So 21. Jul 2013, 01:54

Hi Jondalar,

wenn du dir die Sonne ansiehst, wie kommst du darauf, dass sie einen hohen Druck und eine hohe Temperatur hat?

Wenn ich die Sonne sehe, dann fällt mir die 6.000 K Oberflächentemperatur und die 2.000.000 bis 10.000.000 K heiße Sonnenatmosphäre auf. Der Sonnenwind ist auch nicht ohne und kann nicht durch die geringe Oberflächentemperatur von 6.000 K erklärt werden. Außerdem beschleunigt der Sonnenwind mit zunehmenden Abstand von der Sonne, d.h. so etwas wie "Gravitation" wirkt nicht auf den Sonnenwind.
Ein Blick auf die Sonnenflecken genügt, um festzustellen, dass die Sonne unterhalb der Oberfläche erheblich kälter ist. Wenn man nun diese Beobachtungstatsachen logisch miteinander verknüpft, dann entsteht ein Bild von der Sonne, welches invers zur gängigen Lehrmeinung ist. Die Sonne ist außen heiß und wird zur Oberfläche hin kälter. Die Sonnenflecken zeigen eine womöglich innen hohle Sonne, das ließe sich dadurch erklären, dass die Sonne ein Plasma-Ball ist und die Oberfläche der Sonne lediglich eine Plasma-Schicht darstellt.
Dieser Umstand würde auch das wohl schon beobachtete Wachsen und Schrumpfen von Sternen erklären. Ein Ball kann sich ausdehnen und schrumpfen, eine kompakte Kugel kann das nicht, den Materie ist inkompressibel.

Bei deiner Interpretation zur Sichtweite bin ich ganz bei dir. Unsere Sichtweite ist fundamental durch die Plasma-Rotverschiebung limitiert. Egal wie groß und stark wir Teleskope bauen, irgendwann ist eine Grenze erreicht ab der wir nichts mehr "sehen" können, weil selbst die härteste Gammastrahlung nur noch als nahe 0 K rosa Rauschen wahrgenommen werden kann. Ich glaube auch nicht, dass wir 10 Milliarden Lichtjahre weit sehen können, meiner Ansicht nach dürfte die Sichtweite erheblich geringer sein. Einfache geometrische Überlegungen führen zu diesem Schluss - Stichwort Strahlensatz.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Ralf Maeder » So 21. Jul 2013, 02:17

McDaniel-77 hat geschrieben:Hi Jondalar,

wenn du dir die Sonne ansiehst, wie kommst du darauf, dass sie einen hohen Druck und eine hohe Temperatur hat?

Wenn ich die Sonne sehe, dann fällt mir die 6.000 K Oberflächentemperatur und die 2.000.000 bis 10.000.000 K heiße Sonnenatmosphäre auf. Der Sonnenwind ist auch nicht ohne und kann nicht durch die geringe Oberflächentemperatur von 6.000 K erklärt werden. Außerdem beschleunigt der Sonnenwind mit zunehmenden Abstand von der Sonne, d.h. so etwas wie "Gravitation" wirkt nicht auf den Sonnenwind.
Ein Blick auf die Sonnenflecken genügt, um festzustellen, dass die Sonne unterhalb der Oberfläche erheblich kälter ist. Wenn man nun diese Beobachtungstatsachen logisch miteinander verknüpft, dann entsteht ein Bild von der Sonne, welches invers zur gängigen Lehrmeinung ist. Die Sonne ist außen heiß und wird zur Oberfläche hin kälter. Die Sonnenflecken zeigen eine womöglich innen hohle Sonne, das ließe sich dadurch erklären, dass die Sonne ein Plasma-Ball ist und die Oberfläche der Sonne lediglich eine Plasma-Schicht darstellt.
Dieser Umstand würde auch das wohl schon beobachtete Wachsen und Schrumpfen von Sternen erklären. Ein Ball kann sich ausdehnen und schrumpfen, eine kompakte Kugel kann das nicht, den Materie ist inkompressibel.

Bei deiner Interpretation zur Sichtweite bin ich ganz bei dir. Unsere Sichtweite ist fundamental durch die Plasma-Rotverschiebung limitiert. Egal wie groß und stark wir Teleskope bauen, irgendwann ist eine Grenze erreicht ab der wir nichts mehr "sehen" können, weil selbst die härteste Gammastrahlung nur noch als nahe 0 K rosa Rauschen wahrgenommen werden kann. Ich glaube auch nicht, dass wir 10 Milliarden Lichtjahre weit sehen können, meiner Ansicht nach dürfte die Sichtweite erheblich geringer sein. Einfache geometrische Überlegungen führen zu diesem Schluss - Stichwort Strahlensatz.

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Oh je, wenn du recht haettest, dass die Sonne hohl sei, dann wuerde das wohl ihre geschaetzte Lebensdauer dramatisch herabsetzen. :shock:

Gruss Ralf
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