Ralf Maeder hat geschrieben:1. Es wird dort gesagt, dass man in die Vergangenheit der HS schauen kann. Mir war nicht bewusst, dass man ausser den etwa 3K der HS auch anderes messen kann (vermutlich hoeher), wenn man weiter zurueckschaut!? Ich sehe immer nur die Bilder, wo die 3K HS immer feiner aufgeloest wird. Ich dachte, sie waere eine Art Energiewolke, die gleichmaessig ueber das gesamt beobachtbare Universum verteilt sei und mit ihr expandiert, also keine Bereiche gaebe, die wesentlich hoehere messbare Werte hergeben? Habe ich das also immer missverstanden?
Dass liegt daran dass die Masse auch schon im frühen Universum nicht gleichmäßig verteilt war. Wärs anders gewesen, so gäbs uns nicht.
Und der Hubbleparameter war viel höher.
Du brauchst nur die Grafik anschauen und 1.Zeitableitung/Stammfunktion rechnen . Man sieht dann: H ist näherungsweise proportional zu a^(-1,5). Mit anderen Worten: War damals das Universum noch 1000 mal so klein wie heute so war die Ausdehnungsrate ca 31 000 mal so hoch.
Wenn jetzt so ein Photon in eine Materieansammlung fällt und auf der anderen Seite wieder raus kommt, so hat es beim “Hineinfallen” mehr Energie hinzu gewonnen, als es beim Weg nach draußen verloren hat, weil zu einem späteren Zeitpunkt die Materieansammlung sich ausgedehnt hat und an Anziehungskraft verloren hat.
Die Unterschiede von einigen Mikrokelvin sind also ein Fingerabdruck der ungleichmäßigen Verteilung.
Ralf Maeder hat geschrieben:2. Es wird gesagt, dass die vorhandene Materie nicht ausreiche, um die beobachtete Rotverschiebung verursachen zu koennen.
Es wird heutzutage jedoch davon ausgegangen, dass es weitaus mehr Dunkle Materie als herkoemmliche gaebe. Wie saehe das Szenario mit dieser zusatzlichen Materie aus?
Wie sähe das Szenario ohne diese zusätzliche Materie aus? Gar nicht sähe es aus, weil dann niemand da wäre, der es beobachten könnte.
Vielleicht sind aber Universen, wo niemand drin ist der Normalfall. Denn lebensfreundliche Bedingungen sind so unwahrscheinlich dass man sagen kann. Dass es uns gibt, das gibt’s doch gar nicht!
Aber bei einer unendlichen Zahl von Universen kann so was schon mal passieren.
Ralf Maeder hat geschrieben:Jetzt mal eine Nebenfrage. Worauf begruendet sich die Annahme, dass der Beginn dieser Expansion vor rund 13.4 Milliarden Jahren geschah?
Du hast im Universum standardisierte Glühbirnen, deren absolute Helligkeit man kennt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Supernova#Thermonukleare_Supernovae_vom_Typ_Ia
Und die Theoretiker und Mathematiker haben jede Menge Weltmodelle, die logischerweise fast Alle falsch sind.
Jetzt können die Mathematiker sagen: Wenn Modell xy richtig wäre, so müsste man eine ganz bestimmte Beziehung zwischen Rotverschiebung und Helligkeit der Standardkerzen beobachten.
Und die Standardkerzen lassen tatsächlich ein ziemlich einfaches Modell vermuten, so wie ich es dar gestellt habe.
Und eine Welt ohne „Raumregen“ passt halt überhaupt nicht zu den Beobachtungsdaten.


???
, Yukterez

